Wie können wir unseren Rasen retten?

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hanseat

Neuling
Moinsen,

zum Hintergrund:
letzten August haben wir unser Haus gekauft. Der Garten war zu der Zeit recht ausgetrocknet und der Rasen glich eher einer Marslandsachaft. Zunächst hatten wir andere Sorgen und haben uns primär darum gekümmert dar Haus innen fertig zu machen uns haben dann Richtung Herbst grobere Umstrukturierungen im Garten gemacht (Sträucher und Beete umsetzen). Als dann der Oktober noch immer ungeheuer mild war dachten wir rücken wir dem Rasen noch zu leibe so haben wir im Sommer 2019 einen schönen Rasen.

Wir haben den Rasen abgemäht und dann (so wurde es uns geraten) ihn mit einer dünnen Schicht Mutterboden überzogen und darauf den neuen Rasen ausgesät. Das hat auch brilliant (geklappt dachte ich) der Rasen ist aufgrund des milden Herbstes/Winters rasch gewachsen und wir konnten im November sogar nochmal mähen und er wuchs prächtig weiter. Es war eine Sport- und Spielrasenmischung von Toom. Es gibt noch teile mit altem Rasen der wächst auch nun im frühjar weitaus schlechter und hässlicher als der neugesäte.

Aber Auch in dem Neugesäten scheinen wir ein grauenvolles unkrautproblem zu haben. Anfangs dachte ich es ist nur der Löwenzahn (den ich wie blöd schon gejagt habe) stellenweise haben wir 5-6 pro qm (teils aber auch weniger). Mittlerweile fallen mir aber auch viele weiße blüten auf (siehe Foto 1) und ich glaube Tellerkraut (siehe Foto 2), sowie ein Kraut was sich wie Bodendecker durch das Gras Schlengelt (sieh Foto 3). Ferner kommen unschöne Gräser die meist auch fies verwurzelt sind häufig haben die auch so einen rötlichen Rand (siehe Foto 4 und 5). Heute sind mir nun flecken aufgefallen, wo (ich glaube) alter Rasen von unten kommt der Ein äußerst hässliches gras ist, noch dazu steht er nicht sondern liegt flach und hat so spitzen wie Getreide (siehe Foto 6), leider ist das Foto nicht so gut weil ich da schon einiges von dem Kraut rausgerissen hatte, Was da erde ist war alles von dem Gras wie das markierte Aber es wuchs eben nicht nach oben sondern quer so wie das markierte.

Kann mir jemand helfen wie wir damit am besten umgehen und den Rasen aufpeppeln können? Oder ist da Hopfen und Malz verloren?

Was ich noch sagen sollte vor drei Wochen hatte ich einen Dünger mit Unkrautvernichter (auf Eisenbasis) drauf gemacht weil mein Schwiegervater das gerade hatte und meinte ich solle das mal drauf machen.

Was mir gerade noch eingefallen ist irgendwie sieht der Rasen seltsam verfärbt aus (siehe die Flecken auf dem rasenbild)
 

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  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Ein Zierrasen ist eine widernatürliche Monokultur, dessen Erhalt viel Pflege bedarf. Den ständigen Schnitt vertragen nicht viele Pflanzen, daher setzen sich Gräser irgendwann durch. Die Gräser wiederum brauchen durch den ständigen Schnitt Nachschub an Nährstoffen in Form von Dünger, ausserdem bei Trockenheit auch mal einen Schluck aus dem Rasensprenger.

    Bei dem Konzept stören die Pflanzen, die sich durch die niedrige Wuchsform dem Rasenmäher entziehen. Klee, Löwenzahn und solches Zeug. Einiges kann man ausstechen, mit anderem muss man am besten lernen lernen.

    Gift würde ich im heimischen Garten nie verwenden, aber das musst Du selber wissen. Aber dann bitte gezielt. Eisen"dünger" macht Moos den Garaus, das ist das Sondermüll und gehört weder in den Kompost noch in die Biotonne. Da gibt es sinnvolleres.
     
    H

    hanseat

    Neuling
    Moin, danke für die antwort. Ich hatte parallel meinen Beitrag nochmal um den Absatz und die Bilder mit den Flecken ergänzt.

    Was ich aus deiner antwort Lese regelmäßig mähen, das ist gut für den Rasen und schlecht für die Unkräuter. Und wenn ich dich richtig verstehe sollte allein regelmäßiges mähen (einmal die Woche) schon über die Zeit partiell Besserung bringen, richtig?

    Was ich aus deiner Antwort auch lese ist, dass das eisenzeug Quatsch war, denn Moos haben wir praktisch gar nicht nur an ein paar wenigen stellen.

    Per se bin ich kein fan von chemischen Substanzen zur Unkraut Vernichtung. Aber ich muss auch gestehen dass ich darüber nachdenke würde wenn jemand sagt mit einmal ist das meiste Weg und das Unkraut reduziert sich auf eine Menge die man manuell gut bewältigen kann ohne den Rasen in eine Kraterlandschaft mit Erdlöchern zu verwandeln :).

    Zier Rasen strebe ich nicht an, aber er soll auch nicht wie ein Kräuterbeet aussehen :)
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Als erstes solltest Du diesen Thread mal lesen und die dort gestellten Fragen beantworten... Was ist wichtig bei Fragen zu Problemen mit Rasen? - Hausgarten.net

    Dann sehe ich, dass Du an mindestens einer Seite eine Friedhofs- ääähhh Thujahecke gesetzt hast (oder der Nachbar).
    Thujas entnehmen dem Boden extrem Feuchtigkeit und Nährstoffe die dem Rasen dort dann fehlen...

    Fehlendes Wasser und fehlende Nährstoffe schwächen die Monokultur „Rasen“ und geben Wildkräutern bzw. „Spontanvegetation“ die Gelegenheit und Kraft sich dort anzusiedeln und den Rasen zu verdrängen.

    Um es umgekehrt hinzubekommen musst Du den Rasen regelmäßig (spätestens alle 6-8 Wochen) mgl. organisch-mineralisch düngen, mindestens einmal die Woche mähen und bei Bedarf wässern (nicht nur gießen!).
     
  • P

    Pluto

    Mitglied
    Ich befürchte, dass die hellen Flächen im Rasen durch das Jährige Rispengras (Poa annua, Foto 4) und das Gemeine Rispengras (Poa trivialis) gebildet werden. Das Gemeine Rispengras kann ich zwar auf dem sechsten Foto nicht erkennen, aber die Beschreibung der Wuchsform passt dazu. Das eingekringelte Gras dürfte wohl auch Poa annua sein. Bild 5 könnte aber eines von den guten Rasengräsern darstellen: Das Weidelgras. Das könnte passen, wenn die Oberseite des Blattes gerieft ist. Sonst ist es wohl doch auch Poa trivialis.

    Bei dem vermutlich massenhaften Auftreten von Fremdgräsern vermute ich eine schattige Fläche und einen zu Staunässe neigenden Boden. Falls dem so ist: Oberste Bodenschicht weg, sandige Erde drauf und Rasen mit Poa supina säen. Dieses Gras fühlt sich dort wohl, wo auch Poa annua und Poa supina gedeihen.
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Fremdgräser bilden kleine helle Flecken, meist stören die gar nicht weiter, wenn man keinen perfekten Rasen haben will.

    Das großflächige helle gelbgrün in den Bildern oben zeigt einen deutlichen Nährstoffmangel. Da ist düngen angesagt!
     
  • T

    top_gun_de

    Mitglied
    Den Nährstoffmangel sehe ich bei dir auch. Erster Schritt ist eine sofortige Düngung mit ca. 5g Stickstoff pro qm. Bei 20%Stickstoff (beispielhaft, bzw gängig, stehthinten drauf) also 25g Dünger pro qm. Mit Schleuderstreuer oder notfalls Streuwagen ausbringen, von Hand wirst Du die Flecken nur dahin verlagern wo diesmal zuwenig hinkommt.

    Chemisch bekämpfen ist eine Option, die aber nur dann von Dauer ist wenn Du künftig genug düngst und regelmäßig mähst. Sonst kommt in den Lücken neues Unkraut.
     
    Frau B aus C

    Frau B aus C

    Mitglied
    Alles gesagt: jede Woche mähen und regelmäßig düngen. Und abwarten. Geduld.
     
    H

    hanseat

    Neuling
    vielen Dank für eure Beiträge, ich komme leider erst jetzt dazu alles durchzuarbeiten. Das regelmäßige Mähen praktiziere ich schon länger also einmal die Woche, vielleicht sollte ich eher zu alle fünf Tage übergehen.

    Habt ihr Tipps was für Dünger man am besten kauft also kann es ein noname Produkt wie grüner Jan sein oder sollte es ein Produkt eines großen Herstellers sein. Dann würde ich morgen namlich mal etwas dünger ranschaffen und einen Streuwagen.

    Dürfte auch recht haben mir fallen immer mehr von diesen störrischen Gräsern auf. Ich dfrage mich werden diese Gräser (Poa annua und Poa trivialis) nicht durch den dünger dann auch gestärkt?

    Bisher habe ich diese Gräser immer raus gezogen, meist mit wurzel da die Halme so fest an den Wurzeln hängen. Aber höre damit nun auf weil meine Frau über viele braune Flecken klagt. Ist das beste bei den braunen Erd-Flecken dss beste, einfach nochmal nachsäen?
     
    F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    Theoretisch kannst Du den Dünger von Al*i nehmen, allerdings ist der rein mineralisch, heißt er wirkt schnell, aber nicht so lange.
    Von daher würde ich immer zu organisch-mineralischem Dünger raten, da er durch die organischen Bestandteile (wirken später, dafür nachhaltiger) einfach länger „hält“.

    Da gibt es auch unzählige Tipps und Erfahrungen, aber meiner Ansicht reicht für einen normalen Hausgarten jeder Dünger den Du auch im Baumarkt bekommst. Es sollte allerdings reiner Dünger sein, das heißt ohne „Moosentferner“ o.ä.
     
  • merls

    merls

    Mitglied
    Ich persönlich würde mich von den mineralischen Düngern komplett verabschieden und rein organisch düngen.
    - Kein Verbrennen bei zuviel Dünger auf einer Stelle weil es erst dann wirkt wenn es von Microorganismen "verdaut" wurde
    - Microorganismen im Boden werden gefördert statt gekillt
    - kostenlose Verwertung von abgestorbenen Wurzeln und Grasabschnitten zu Dünger (wenig bis gar kein Rasenfilz)
    - vollautomatische Belüftung des Bodens durch mehr Würmer
    - Tiere und Kinder können sofort wieder auf den Rasen

    Einziger Nachteil die ersten 1-2 Tage nach dem Düngen riecht es etwas na Kuhwiese aber das wars auch schon an Nachteilen.
     
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