Wie richten wir ein Hügelgrab her? Brombeere, Flugwald

  • Ersteller des Themas Balou89
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B

Balou89

Neuling
Hallo liebe Community,

meine Partnerin und ich brauchen Eure Hilfe.

Wir haben ein Hügelgrab auf dem Grundstück und möchten dieses vom Bewuchs befreien.
Im Anschluss möchten wir eine gleichmäßige Oberfläche formen und eine einheitliche Bepflanzung vornehmen.

Nun ist die Erfahrung von Euch Profis gefragt. :–)

Wie fangen wir am besten damit an?

Vom Vorbesitzer wurden Gartenabfälle auf dem Hügel gesammelt und nun wächst hier Allerlei.
Brombeere, Fingerhut, Vogelbeere, Eiche, Birke, etc.... Zum Teil sind dicke Wurzeln und Baumstümpfe zu finden.

Über hilfreiche Tipps zur Vorgehensweise, Arbeitsgerät und was Euch so einfällt, freuen wir uns sehr.
Was die Gartenarbeit angeht sind wir noch grün hinter den Ohren. :D

LG aus der Lüneburger Heide6F29555F-0961-4D1F-8FBD-F44E39F7ECB7.jpegEAF07B1B-73BA-4610-9403-C2094E6824B9.jpeg
 
  • Scarlet

    Scarlet

    Foren-Urgestein
    Irgendwie sieht das so aus, wie in meinem verwilderten Garten, den ich mit dem Hauskauf übernommen habe. Wir haben mal alles kurz und klein gemacht, sprich jeglichen Bewuchs gerodet, auch die Bäume, weil die waren eh teilweise hinüber und großteils sinnlos gepflanzt. Ich hab das Glück, dass mein Nachbar Forstarbeiten macht und entsprechende Gerätschaft hat und der Garten auch von der hinteren Grundstücksgrenze befahrbar ist mit schwerem Gerät. Der hat auch die Wurzelstöcke mit dem Forwarder rausgeholt und auch entsorgt. Jetzt kommt dann eine große Rodungsfräse, die dann den Boden fräst und das bis auf 40 cm runter, also eine ordentliche Tiefe nimmt die.
     
    S

    Swenny

    Guest
    Also jetzt echt ein Hügelgrab, so bronzezeitlich? Oder nur einen Haufen hingeworfener Steine, die woanders im Weg waren?
     
  • Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Hallo Balou,

    ganz eigennützig sage mal vorsichtig:
    Eiche, Birke und Vogelbeere grabt ihr vorsichtig aus, wickelt die Ballen mit etwas Erde leicht feucht in Zeitung, packt die Dinger in ein oder 2 Plastiktüten und schickt sie mir (gegen Portoerstattung und kleinen Obolus) als Paket.
    Fingerhut wäre auch gut.
    Wenn ihr das machen würdet, schickt mit bitte eine PN, dann bekommt ihr meine Adresse.
    Die Brombeere dürft ihr gerne behalten bzw. kompostieren - da habe ich selber reichlich von:rolleyes:
    (vor der Kompostierung in der Sonne vertrocknen lassen - sonst wächst die im Kompost evt. weiter)
    Ansonsten:
    ja, ist es ein echtes Hügelgrab? Dann müsstet ihr bei der Gemeinde über die Vorgehensweise nachfragen.

    Ist es jedoch nur ein Geröllhaufen:
    Grabegabel wäre das größte und erste Werkzeug meiner Wahl und die braucht man auch später immer wieder (Boden lockern, Stauden ausgraben...)- am besten gleich in ein hochwertigeres Modell investieren.
    Fiskars z.B. wäre eine gute Wahl.
    Dazu sowas:
    https://www.gardena.com/de/produkte/beet-bodenbearbeitung/combisystem/combisystem-kultivator/901040201/
    Einen Unkrautstecher gibt es da auch zu.
    https://www.gardena.com/de/produkte/beet-bodenbearbeitung/combisystem/unkrautstecher/967095101/
    Und die 3 Teile reichen erstmal aus.
    Ich hoffe, das wird jetzt nicht als Werbung betrachtet, aber das Stecksystem von Gardena ist wirklich klasse.
    Grade auch für Gartenanfänger, die noch nicht sicher sind, was sie so alles mal brauchen werden.
    2 oder 3 Griffe mit den wichtigsten Teilen und alles andere wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
    Dieser Kultivator aus dem Link ist hier im steinigen Lehm mein Lieblingswerkzeug, da er sowohl mit kurzem wie auch langem Stiel durch alle Steinansammlung einfach durchzuziehen ist.

    Zurück zum Hügelbeet:
    2 -3x mit Grabegabel in einer Ecke reinstechen, lockern, rupfen und dann das nächste Teilstück in Angriff nehmen.
    Die Steine auf einem Haufen sammeln und sich auf die zukünftigen Bewohner freuen. Oder später für einen kleinen Steingarten verwenden....

    Es wäre toll, wenn ihr berichten würdet, wie es mit eurem Hügelbeet weiter geht.
    LG
    Elkevogel
     
  • B

    Balou89

    Neuling
    Hallo Ihr Lieben,

    tatsächlich ist das ein Hügelgrab aus der Bronze-/Kupferzeit. :rolleyes:
    Dadurch sind wir in der späteren Bepflanzung etwas eingeschränkt (Flachwurzler, Heidegewächs, etc.).

    Viele Steine haben wir da trotzdem nicht. Bei den Erdarbeiten zum Haus wurden alte Spuren von Ochsenkarren gefunden. Die Bauern mussten damals an die Landesherren Tribut in Form von Steinen zollen und haben sich gerne an diesen "komischen, alten Steinhaufen" bedient. ;-)

    Danke schon mal für die Tipps. Wir werden uns sicher allerlei an Gartengeräten zulegen.
    Mit den Nachbarn haben wir auch schon eine Gartenfräse gekauft. Mit fingerdicken Wurzeln wird sie nur leider nicht fertig. :eek:rr:

    Wenn ihr gerne am Ball bleiben wollt, dann schaut mal in unserem Bautagebuch vorbei:
    bautagebuch-liste.de/bautagebuecher/anna-lena-dennis-mit-heinz-von-heiden

    Noch steht zwar das Haus im Mittelpunkt, aber am Garten versuchen wir uns ja jetzt auch nach und nach.

    Wie ist Eure Erfahrung zum Unkrautflies?
    Könnte man auch oberflächlich alles abschneiden, ein Fließ darauf platzieren und eine neue Schicht Erde anfüllen? Dann neu bepflanzen; oder kommt alles durch das Fließ durch; wie der Löwenzahn im Asphalt? :confused:

    Liebe Grüße!


    PS - Pflanzen-Landverschickung: Ich schaue mir das nochmal genau auf dem Hügel an und melde mich dazu
     
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    Hero

    Foren-Urgestein
    Meine Frage: Wie groß ist das Hügelgrab?
    Die Pflanzen nur abschneiden und dann ein Unkrautvlies drauf, das wird nichts.
    Alle Pflanzen entfernen und die Wurzeln mit der Kreuzhacke rausmachen.
    Wenn möglich, könnt ihr alles häckseln und kompostieren.
    Dann ist darauf zu achten, ob Wurzelunkräuter wie Winden und Giersch auf der Fläche sind. Wenn ja, ist es am besten,
    die gesamte Fläche ein halbes Jahr mit schwarzer Folie abzudecken. (Gibt's oft gebraucht bei Bauern.)
    Erst danach kann über eine Bepflanzung nachgedacht werden.
     
    B

    Balou89

    Neuling
    Hallo Hero,

    der Durchmesser des Hügels beträgt 12,00m.

    Wir haben oberflächlich alles kurz gemacht und sind jetzt am Modellieren mit der Erde vom Aushub der Grundplatte.

    Jede Wurzel bekommen wir da leider nicht raus, weil dort auch 2-3 größere Bäume gestanden haben, dessen Wurzeln sich nur mit schwerem Gerät entfernen ließen. Bagger & Co. dürfen wir da nicht benutzen.

    Warum klappt das mit der Plane bei Giersch und nicht bei den anderen Gewächsen?

    Unsere Idee war: Wo kein Sonnenlicht hinkommt, findet auch keine Fotosynthese statt.
    Gilt das nicht auch fürs Unkraut & Rest-Wurzelwerk?


    Liebe Grüße!



    PS - Pflanzen-Landverschickung: Der Nachbar war schneller. Er hatte noch was bei uns gut und gestaltet gerade seinen Garten neu. Wir sind nur froh, dass es weg ist. :pa:



    Aktueller Stand: IMG_2017.jpg
     
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    Foren-Urgestein
    In meinem Garten habe ich einige größere Sträucher und Bäume auch nur abgesägt und die Wurzeln belassen.
    Bei Sträuchern muß eventuell eine Folie drauf, weil diese wieder ausschlagen."Normales" Unkraut kann man jäten und bekommt vieles mit
    Mulch in den Griff. Guter Mulch ist halbverrotteter Häcksel; Rindenmulch ist nicht so gut.
    Alternativ könnt ihr auch mit Split mulchen, welcher zu Gräsern etc. besser passt.
    Giersch und Winden sollte man mit Folie abdecken und beten, daß man dieses Teufelszeug los wird.

    Eure Baustelle sieht schon gut aus! Da könnt ihr schon bald ans Bepflanzen gehen.
    Ihr könnt ja mal posten, was die Vorgaben sind.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    B

    Balou89

    Neuling
    Hallo mal wieder! ;)


    unten auf den Bildern, sieht man wie weit wir mit dem Hügel sind. Wir haben vieles an Wurzeln und Pflanzen raus gerissen und noch mehr unten liegen gelassen. Es wurde teilweise mit Erde modelliert; es sind aber noch große Unebenheiten zu sehen.
    Dann kam ein Vlies rüber und eine kleine Schicht Erde darauf. Nachher soll dann nochmal Vlies oben drauf, um noch mehr Sonnenlicht zu nehmen. Bisher spielt uns das Wetter gut in die Karten. Von uns aus, darf es gerne noch etwas trocken bleiben. :D

    Ich finde die Bepflanzungsliste gerade nicht wieder. In der Mail habe ich aber gelesen, dass es sich eher um eine Verbotsliste handelt mit Empfehlungen zur Bepflanzung. Es wurde aber sehr allgemein gehalten.
    In etwa so: "Verboten sind alle Pflanzen mit tiefen Wurzeln. Erlaubt sind Flachwurzler, wie z.B. Heidegewächse, Efeu,...."

    Gibt es da etwas immergrünes, pflegeleichtes? :confused:


    IMG_2206.jpg

    IMG_2212.jpg
     

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    Foren-Urgestein
    Tut mir leid, daß ich mich erst heute melde.
    Immergrün und pflegeleicht ist z.B. Geranium maccrorhizum. Davon gibt es mehrere Sorten - bei Staudengärtnereien.
    Mit diesen Pflanzen kommt man leicht zu einem immergrünen Teppich. Damit euer Hügelbeet nicht langweilig aussieht, könnt ihr einzelne Gräser wie z.B. Federborstengras und Fetthenne, höhere Sorten wie Matrona oder Herbstfreude pflanzen.
     
    S

    Swenny

    Guest
    tatsächlich ist das ein Hügelgrab aus der Bronze-/Kupferzeit.
    Ähm hallo? Ihr habt das aber schon mit der zuständigen Denkmalbehörde abgesprochen, oder?

    Auch wenn das in eurem Garten ist, ist das dennoch ein geschütztes Bodendenkmal. Auch wenn da kein Schild dranklebt. Und einige Denkmalbehörden können da - je nach Bundesland - sehr sackig werden, wenn man in "ihren" Bodendenkmälern rumbuddelt.

    Ich hab den Spass hier auch durch, mit "alter historischer Ortskern", "slawisches Siedlungsgebiet", "könnte ja ne Himmelsscheibe liegen"... Auflage Handschachtung, kein Bagger. Dass da vorher die Landwirtschaft mit dem Schiebeschild drübergegangen ist, egal. Hauptsache die können sich wichtig machen.

    Nicht dass ihr da nachträglich Ärger bekommt wegen eurer Buddel- und Pflanzaktionen.

    Ursprünglich waren diese Hügelgräber mit Erde bedeckt. Darauf wuchs dann Gras. Wenn der Regen die Erde über Jahrhunderte runtergewaschen hat, lagen die Steine frei. In Schweden sieht man dann je nach Region oft Heidekraut oder Blaubeeren zwischen den Steinen wachsen.
     
    B

    Balou89

    Neuling
    Danke für die Pflanzentipps!

    Wir stehen natürlich im Gespräch mit dem zuständigen Denkmalschützer (in unserem Fall das Helms-Museum).
    Dieser hat uns die oben etwas spärlich beschriebenen Vorgaben gemacht (Flachwurzler, etc.).
    Es gibt aber keine abschließende Pflanzenliste und deshalb haben wir hier noch einmal Rat gesucht. ;)

    Unten seht ihr unser bisheriges Ergebnis.
    Wir sind bisher sehr zufrieden mit unserer Arbeit und haben uns natürlich an die Vorgaben gehalten und keine schweren Geräte für die Arbeiten benutzt. (y)

    IMG_2361.jpg
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    S

    Swenny

    Guest
    Ja gut. Immergrün geht natürlich auch. Ihr werdet das zwar in ein paar Jahren bereuen, aber fürs Erste geht das.


    Das Geld für den Spindelstrauch hättet ihr sparen können. Den macht das Immergrün eh platt.
     
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