Winterharte Schilfpflanze als Sichtschutz im Kübel

S

SVN14

Neuling
Hallo liebe Experten,

ich durchforste schon seit einiger Zeit das Internet nach brauchbaren Informationen und bin leider noch nicht zu 100%ig fündig geworden.

Meine Situation ist, dass ich auf meiner Terrasse gerne einen Sichtschutz installieren möchte.
Dafür habe ich „Raumtrenner“-Pflanzgefäße angeschafft.
Mit den Maßen: 80x92x30, einem Volumen von 199l.
Die würde ich aber ungerne komplett befüllen müssen. Dafür gäbe es Einsätze mit den Maßen: 75x30x25 (BxHxT).
Auf der Terasse ist die Sonne so bis 15Uhr und danach dann schattig. Sehr windanfällig ist es an der Stelle ebenfalls.

Mein „Problem“ ist es jetzt, passende Pflanzen zu finden, die ausreichend Platz in den Einsätzen haben und dennoch eine gewisse Höhe erreichen um als Sichtschutz durchzugehen.

Gefunden habe ich zB. Bambusarten mit Horstbildung. Aber eigentlich hätte ich eher gerne eine Art Schilf oder Gräserart. Da konnte ich aber nicht wirklich viel aussagekräftiges finden.

Könnt ihr mir da vielleicht helfen und hättet eine Empfehlung für eije Schilf- oder Gräserart, die ich in die Einsätze pflanzen könnte und an dem Standort passen würde?

Vielen Dank!

Gruß
 
  • Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Bei mir wächst in Betonpflanzringen Fargesia. Wir haben damit einen Sichtschutz zu Nachbars Terasse.
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Zebragras wäre evtl. eine Möglichkeit.
    Allerdings brauchen alle "schnellwüchsigen" Pflanzen, und das willst Du ja, entsprechenden Wurzelraum. Wenn Du kein Statikproblem befürchtest, würde ich lieber einmal "in den sauren Apfel beissen" und die Kübel komplett befüllen. 30 cm Höhe ist schon sehr mickrig!
     
    S

    SVN14

    Neuling
    Bei mir wächst in Betonpflanzringen Fargesia. Wir haben damit einen Sichtschutz zu Nachbars Terasse.
    Die dürften auch nicht viel mehr Platz haben oder?
    Könnte ich bei 75cm Breite des Einsatzes wohl 3 Fargesia nebeneinander versuchen? Oder ist das in der Breite bereits zu eng?

    Zebragras wäre evtl. eine Möglichkeit.
    Allerdings brauchen alle "schnellwüchsigen" Pflanzen, und das willst Du ja, entsprechenden Wurzelraum. Wenn Du kein Statikproblem befürchtest, würde ich lieber einmal "in den sauren Apfel beissen" und die Kübel komplett befüllen. 30 cm Höhe ist schon sehr mickrig!
    Ja, das ist auch so das, was meine Recherche bislang ergeben hat.
    Statikproblem müsste ich klären, da „Dachterasse“. Deswegen wollte ich es mir eigentlich einfach machen und die Einsätze nutzen.
    Vor allem müsste ich in die Einsätze auch noch Vlies und Granulat o.ä. bringen. Das nimmt ja auch noch Höhe weg.:
     
  • P

    Platero

    Mitglied
    Also eine Dachterrasse müsste eigentlich ausreichend stabil dimensioniert sein., vor Allem wenn der/die Kübel am Rand in der Nähe der tragenden Aussenwände aufgestellt werden. Ich hatte eher Befürchtungen bei Balkon am Altbau.... aber da kann Dir @Galileo bestimmt fachmännischer Rat erteilen.

    Haben die Gefässe unten Abzugslöcher? Wenn nicht, dann unbedingt welche rein bohren....sonst säuft dir jeder Insasse im Winter da drin ab. Da hilft auch keine Drainage!
    Bei einer langfristigen Bepflanzung lohnt es sich wirklich, von vorn herein die Arbeit in gute Vorbereitung zu stecken, sonst ärgerst Du Dich nachher über Mickerwuchs etc.
    Ich würde wirklich den ganzen Kübel befüllen und alles, was an Wurzelraum zur Verfügung steht nutzen. Das sparst Du nachher an Giess-und Düngeaufwand!
     
  • Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Auf jeden Fall so viel Erde wie möglich einfüllen. Meine Fargesia habe ich reduziert im späten Herbst gekauft und diese Pflanzen nochmal geteilt. Es dauerte ein bißchen , aber seit letztem Jahr ist die "Wand" blickdicht.
     
  • Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Hallo @SVN14
    Wie schon geschrieben: Abzugslöcher sind ein Muss.
    Darauf kommen Scherben und dann eine Drainageschicht aus Blähton (der günstigste reicht aus).
    Den Blähton füllst Du am besten in stabile Säcke aus hochwertigem Unkrautvlies oder legst das Vlies im Kübel aus und bindest es über dem Blähton zusammen (Kabelbinder). Das minimiert die Sauerei bei einer späteren Neubefüllung ungemein, da der Blähton sich leichter entnehmen lässt und nicht lose in der Erde verteilt ist.
    Fargesia hat den Vorteil, dass er immergrün und winterhart ist.
    Der Vergleich mit den Pflanzsteinen von @Marmande hinkt ein wenig: die Pflanzsteine werden nach unten offen sein und der Bambus somit im Erdreich wurzeln können.
    Aus Erfahrung weiß ich aber, dass Fargesien durchaus einige Jahre in Kübeln gedeihen und sich anschließend im Freiland prima weiter entfalten können.
    Informiere Dich doch mal hier über mögliche Sorten:
    Bambus-Pflanzen ohne Ausläufer (Sorten Fargesia) (bambuswald.de)
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Meine Pflanzsteine stehen auf bzw. in einem Betonfundament , das sollte also passen. Fargesia ist praktisch, die eingerollten Blätter sagen deutlich wenn es Zeit zum Gießen ist.
     
    schreberin

    schreberin

    Foren-Urgestein
    Um das Risiko des Umkippens bei Wind zu minimieren rate ich dir, unten in die Kübel schwere Steine reinzulegen, gerade wenn die Bepflanzung hoch sein soll. Unterschätze auch nicht kleine Böen, die Windlast kann erheblich sein. Sonst hast du mehr Liegekübel.
    Die Steine sparen auch ein wenig Substrat.
     
    S

    SVN14

    Neuling
    @Elkevogel Vielen Dank für den Tipp mit dem Blähton.
    Und Abzuglöcher sind ein Muss. Im Kübel sind bereits welche und in den Einsatz würde ich entsprechend welche machen.

    Also eine Sorte der Miscanthus o.ä. macht gar keinen Sinn in einem Kübel?

    Um das Risiko des Umkippens bei Wind zu minimieren rate ich dir, unten in die Kübel schwere Steine reinzulegen, gerade wenn die Bepflanzung hoch sein soll. Unterschätze auch nicht kleine Böen, die Windlast kann erheblich sein. Sonst hast du mehr Liegekübel.
    Die Steine sparen auch ein wenig Substrat.
    Die Kübel haben ein Eigengewicht von 32kg. Ich hätte jetzt gedacht, dass das ausreichend sein sollte. Aber vielleicht gehe ich da auf Nummer sicher.
     
  • Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    Das ist sicherlich ausreichend denn die Erde wiegt mit dem gespeicherten Wasser auch noch ordentlich. Würde Dir empfehlen das Volumen nur für Erde zu nutzen. Auf lange Sicht braucht es jedes bißchen davon.
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Doch, das kannst Du schon machen mit dem Miscanthus.
    Ich hatte einen im Garten, als das Haus dann verkauft wurde, habe ich ihn ausgegraben und eingetopft (um "Denen" nicht auch noch die Pflanzen zu überlassen :mad: . War auch gut so, was ich bisher gesehen habe, mögen die es eh "neumodisch", also Rasen und noch ne Hecke drumrum, fertig).
    Da ich im neuen Garten nicht weiss, wohin er definitiv soll, steht er seither im Kübel. Ab und an eine Hand Blaukorn und häufiger giessen als im Freiland, es geht ihm (bisher, seit 3 Jahren) gut.
    Gräser müssen halt im Frühjahr runter geschnitten werden und es dauert, bis der Sichtschutz wieder komplett ist.
     
    schreberin

    schreberin

    Foren-Urgestein
    Steine im Kübel verlagern den Schwerpunkt eben eher nach unten. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Riesenkübel es bei mir umweht,da reicht das Gewicht der Erde mEn. nicht aus
     
    P

    Platero

    Mitglied
    Ja, schon, aber Gräser bieten dem Wind wenig Widerstand, die biegt es dann um.
    Ich will nicht behaupten, dass ein Graskübel NIE umfallen kann, aber meine Japanischen Ahorn sind da viel gefährdeter, als das Zebragras neben dran. Bei Pflanzen, die einen stabilen Stängel /Stamm haben, da setzen dann ganz andere Hebelkräfte an.
     
    S

    SVN14

    Neuling
    Hallo zusammen,
    wir haben uns jetzt für die Einsätze in den Kübeln entschieden und werden das erst einmal mit 3 Kübeln testen.

    Zum testen haben wir Ruten-Hirse „Northwind“ genommen. Darf der Ansatz in der Erde sein oder wirklich nur der Wurzelballen?

    Danke für eure Hilfe!
     
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