Zeitgesteuerte Heizkörperthermostaten sinnvoll?

P

Pflanzbert

Foren-Urgestein
#1
Ich überlege, mir für den Winter zeitgesteuerte Heiskörperthermostaten zuzulegen. Wenn ich bei der Arbeit bin, dann muss die Wohnung nicht geheizt werden. Und nachts könnte ich in vilen Räumen auch auf die Heizung verzichten, wenn es dann morgens nach dem aufstehen wieder warm ist.

Die Farge ist jetzt - macht das Sinn? das Mauerwerk kühlt aus, und muss wieder aufgeheizt werden. Ausgekühlte Böden lassen sich nur sehr schwer wieder erwärmen. Unter meiner Wohnung ist der keller, d.h. die Böden sind im Winter sowieso eher zu kalt, und da kalte Luft imemr unten ist, werden doe Böden auch nicht warm. Die Warmluft der Heizung steigt nach oben (und bleibt auch oben), d.h. die Böden bekommen von der heizung fast nichts ab.

Deshalb bin ich unsicher ob eine Absenkung der Temperatur in den Räumen sinnvoll ist, oder ob dann Mauern und Böden zu sehr auskühlen, und die Räume unangenehm, werden, auch wenn die Lufttemperatur stimmt.
 
  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    #2
    Wir haben Funkventile mit einem Raumfühler und machen die Heizkörper nicht aus sondern senken nur ab und das sowohl tagsüber wenn wir zur Arbeit sind als auch nachts...

    Ganz ausmachen würde zuviel Energie zum "aufheizen" benötigen, da hast Du recht, besonders wenn die Wände dann richtig auskühlen...

    Wir senken auf 16 Grad ab..
     
    karlh

    karlh

    Foren-Urgestein
    #3
    Ich denke, das macht Sinn. Allerdings muss man die Außentemperatur immer im Blick haben.

    Ich hatte das mal ausprobiert. Allerdings hat das Messsystem nicht zum Heizkörper gepasst. Da kommt es auf die Stiftlänge darauf an.
    Muss man ausprobieren.

    Gruß Karl
     
    F

    feiveline

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    #4
    Unsere Heizung hat einen Außenfühler und reguliert darüber schon ihren Vorlauf... den Rest machen dann die Ventile über die Raumfühler..
     
  • M

    marsusmar

    Guest
    #5
    Kommt auf die Heizung an
    Hast du Fernwärme kann man ja sagen, alles andere muss genauer von dir beschrieben werden.

    Warum?

    Mit Fußbodenheizung, Aussenfühler und Wärmepumpe macht jedes drehen von der vollen Aufdrehung weg, der vorhanden Ventile? das ganze nämlich kaputt! Gut die kann man nicht Steuern, aber abdrehen, das hat uns auch niemand gesagt. Steht aber für die Kollegen die das Ding aufbauen, in der 100 seitigen Anleitung.

    Das steuert die Heizung allein. Heißt Ventile sind hier völlig unnötig. Haben jetzt "Kurzschluss" bekommen und sind abgebaut worden. Wozu soll ich die Dinger in jedem Raum haben, wennich sie nicht anfassen darf?

    Insofern was hast du denn für ne Heizung?

    Suse
     
  • F

    feiveline

    Foren-Urgestein
    #6

    Mit Fußbodenheizung, Aussenfühler und Wärmepumpe macht jedes drehen von der vollen Aufdrehung weg, der vorhanden Ventile? das ganze nämlich kaputt!
    Gut die kann man nicht Steuern, aber abdrehen, das hat uns auch niemand gesagt. Steht aber für die Kollegen die das Ding aufbauen, in der 100 seitigen Anleitung.
    Sorry, aber gibt es diesen Post auch in eingermaßen verständlich...? :confused:
     
  • F

    falccone

    Mitglied
    #7
    Hallo,

    da Du von Heizkörperthermostatventilen redest, nehme ich an, du hast normale Plattenheizkörper in deinen Wohnräumen installiert. Weiterhin redest du von einer Wohnung, so dass ich von einer Miets- oder Eigentumswohnung (und keinem Einfamilienhaus) ausgehe.

    Diese Heizungen werden normalerweise über einen Aussentemperaturfühler + eine Zeitsteuerung mit Nachtabsenkung gesteuert. Und hier liegt die Krux. Da man nicht weiss, wann die einzelnen Mieter/Eigentümer Wärme benötigen, ist die Nachtabsenkung meist sehr kurz (00 Uhr bis 04:00Uhr) ausgelegt oder kplt. deaktiviert.

    Und hier leisten zeitgesteuerte HK-Thermostate sehr gute Dienste. Du kannst nämlich dadurch jeden Raum in deiner Wohnung sep. steuern. Schlafzimmer ist vielleicht nicht notwendig; da hat man eh oft nur auf Frostschutz (ca. 6°C). Aber fürs Bad macht das schon wieder Sinn: von 05 Uhr bis 07 Uhr stellt man 21°C ein und das gleiche noch mal für 21-22 Uhr. Den Rest kann man mit Absenkung auf 15°C fahren.

    Sicher kann man so alle Räume auch per Hand einstellen - aber ehrlich... wer macht das schon bei allen Heizkörpern und jeden Tag. Ausserdem ist das Bad schon warm wenn man aufsteht.

    Auf folgendes solltest du noch achten:

    - je mehr Winter umso teurer sind die Geräte
    - versuche vorher rauszubekommen, welchen Ventiltyp du hast (Danfoss, Oventrop etc) die meisten Thermostate haben aber gängige Adapter
    - die erste Zeit kann eine Anpassung notwendig sein (18° an der Anzeige muss nicht 18° Raumtemp. bedeuten)
    - oft sind nur insgesamt 4 Schaltzeiten pro Tag möglich
    - jeder Tag der Woche kann aber anders belegt werden (z.B. Mo-Fr, Sa, So)

    Die oft versprochene Einsparung von 30% habe ich bei mir nicht erreicht. Basierend auf den Daten von 2009 bis 2014 habe ich eine Einsparung von 19% erreicht. Allerdings kann ich nicht nachweisen, dass dies ausschliesslich dem Einsatz der Thermostate zu gute zu schreiben ist.

    gruss
    falccone
     
    M

    marsusmar

    Guest
    #8
    @ Feiveline Nicht immer wie du hoffentlich seit Monaten weisst.


    Kurz gesagt unser SiemensTechniker hat einen Herzinfarkt bekommen, als er sah das wir die Drehventile angefasst haben, das ist verboten.
     
    M

    marsusmar

    Guest
    #10
    Falsch war die Aussage nicht. Sogar verflucht logisch und sogar im Handbuch dokumentiert. Bei einer Computergesteuerten Wärmepumpe. Aber eben nur bei der. Denn ne WP hat mir ner Heizung rein gar nichts zu tun, das ist ne umgedrehte Klimaanlage.

    Im Original war mein Text auch nur eine Erklärung um zu zeigen, das wir mehr Infos über die Heizung um die es geht, brauchen. Da hilft Rätselraten nicht.

    Suse
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    #11
    Danke an alle für die Ideen und Ratschläge! Es sind Plattenheizkörper in einer Mietwohnung. Die Heizung hat eine Nachtabsenkung, die für mich aber falsch eingestellt ist - aber wie Falconne schon sagte, die ist für Leute mit einem normalen Arbeitsrhytmus eingestellt. Ist auch verständlich, und ich kann das nicht ändern, auch wenn ich im Winter öfters fluche wenn es ab Mitternacht in allen Zimmern kalt wird.

    Ich denke für mich macht es vor allem im Bad Sinn, um es morgens schön warm zu haben. Für die anderen Räume muss ich mir noch Gedanken machen. Ich habe mir jetzt mal zwei solcher Thermostate mit Wochenprogramm gekauft, und werde die im kommenden Winter testen.
     
    M

    marsusmar

    Guest
    #12
    Ja nur wenn die Nachtabsenkung im Steuerungssystem für alle Wohnungen eingestellt ist, wird das ein Thermostat an einem Heizkörper nicht ändern, der kommt erst danach.

    Du muss dir das als Zeichnung (oder einen Fluss) vorstellen. Dein Thermostat ist das letzte was eingreift. Wo kein warmes Wasser ist, kann der keines reinschalten.

    Das funktioniert nur bei Einfamilienhäusern, also ungesteuerten Heizungen so 80-iger Jahren, die einfach nur heizen heizen heizen. Eigentlich kannst du nur abschalten, was zuschalten wo nichts ist, geht logischerweise nicht.

    Suse
     
    Marmande

    Marmande

    Foren-Urgestein
    #13
    Unser Heizungsbauer rät von starker Absenkung ab.

    Da unsere Mieter unterschiedliche Schichten haben,
    steht Heizungswärme in dem Haus rund um die Uhr zur Verfügung.
    Sie müssen die Ventile von Hand steuern.
    Ein Mieter heizt immer und wenn es zu warm wird
    lüftetet er eben. Die haben abartige Heizkosten,
    aber es ist denen nicht beizukommen.
    Bisher haben sie es auch immer bezahlt.:rolleyes:

    Zuhause habe ich eine Absenkung programmiert ,
    aber die Temperatur fällt über Nacht,
    selbst bei großer Kälte, nie mehr als 2-3 Grad.

    Wir heizen 200 m2 100jährigen Altbau mit teilweise offener Bauweise
    über 3 Etagen incl. Heißwasser für 3 Personen für ca. 2000 € mit Gas.

    Das wird jetzt mal wieder billiger, wird aber auch Zeit.:schimpf:
     
    M

    marsusmar

    Guest
    #14
    Was auch sinnvoll ist.

    GG musste gestern um 6:30 aufstehen, ist heute um 2 Uhr aufgestanden und hat morgen frei. Schichtbedingt

    Suse
     
    P

    Pflanzbert

    Foren-Urgestein
    #15
    Ja nur wenn die Nachtabsenkung im Steuerungssystem für alle Wohnungen eingestellt ist, wird das ein Thermostat an einem Heizkörper nicht ändern, der kommt erst danach.
    Das ist klar, aber darum geht es nicht. Wie ich im ersten Posting geschrieben habe, will ich weitere Absenkungen programmieren, wenn ich nicht in der Wohnung bin, und die Frage war, ob das heizungstechnisch sinnvoll ist.

    Sinnvoll in zwei Hinsichten:

    1) Wohnqualität - ich möchte angenehme Zimmerwärme, wenn ich da bin (und nein, wenn ich die Nachtabsenkung ändern wollte, würde ich mich an den Vermieter wenden, und nicht Thermostaten kaufen). Zu "angenehme Zimmerwärme" gehört aber nicht nur warme Luft, sondern auch warme Wände und Boden, weil der Körper die Strahlungswärme bzw. das fehlen derselben ebenfalls wahrnimmt. Dass ich den Boden nicht extra heizen kann, kann man aus meinem Eingangsposting entnehmen. D.h. ich kann die Bodentemperatur nur sehr indirekt beeinflussen, wie ich schon schrieb, weil die Wärme der Heizkörper erst mal nach oben steigt, und der Boden tendenziell immer saukalt ist. Ich möchte das auf keine Fall noch verschlechtern, weil ich einen ausgekühlten Boden im Winter nie mehr warm bekomme. Das problem der kalten Böden will ich auf andere Weise angehen, aber das ist ein anderes Thema. Hier gehts erst mal darum, dass es nicht schlimmer wird.

    2) Einsparungen - ich möchte die Heizkosten senken. Wobei ich bereits einen reltativ niedrigen Verbrauch an Heizwärme habe, den ich seit Jahren durch verschiedene maßnahmen senken konnte. Die Thermostaten sind jetzt ein weiterer Baustein für den Plan. D.h. ich enstpreche nicht dem von Marmande beschriebenen Profil desjenigen der heizt wie blöd und notfalls lüftet.

    Suse, es wäre mir manchmal recht, wenn Du genauer ließt was ich schreibe, und bei den Antworten dann auch beim Thema bleibts - ich schrieb, ich will weitere Absenkungen programmieren, Du antwortest, dass ich die Nachtabsenkung der Heizung mit den Thermostaten nicht ändern kann. Die Antwort ist zwar richtig, hat aber nichts mirt meiner Frage zu tun, und ärgert mich, weil sie impliziert, dass ich zu doof bin um zu verstehen, wie die Heizung und die Thermostaten zusammenwirken - und das an einem Punkt festmachen, zu dem ich gar nichts gesagt oder gefragt hatte.
     
    K

    kristin83

    Mitglied
    #16
    Ich hab solche programmierbaren Thermostate schon seit Jahren an fast allen Heizkörpern - und ich find sie sehr praktisch. Morgens beim Aufstehen und wenn ich Abends heim komme ist es angenehm warm, ohne dass den ganzen Tag unnötig geheizt wird. Tagsüber hab ich dann so 17-18 Grad eingestellt und Morgens/Abends 19-21 Grad je nach Raum. Die meisten haben auch eine einfache Methode um zu erkennen, wenn Fenster geöffnet werden und drehen sich dann automatisch runter. Die einfachen messen die Temperaturen einfach direkt am Thermostat - da muss man manchmal erst etwas ausprobieren, bis man die optimale Einstellung für die richtige Raumtemperatur gefunden hat. Es gibt aber auch welche mit extra Temperaturfühlern, die man woanders im Raum anbringen kann. Ich hab so ganz billilge für 10-15 Euro das Stück.
     
    M

    marsusmar

    Guest
    #17
    Habs nur überflogen. Dann gewartet um zu erfahren, was du für eine Heizung hast, weil jede weitere Antwort vorher sinnlos war. Und jetzt, Gehtst dir wie uns damlas Handbuch lesen..........

    Du warst ja nun schon einkaufen.

    Suse
     
    F

    falccone

    Mitglied
    #18
    @marsumar

    Eigentlich kannst du nur abschalten, was zuschalten wo nichts ist, geht logischerweise nicht.

    Genau darum gehts, dass man eine zusätzliche Absenkung (per Thermostat) nutzt, wenn dass die zentrale Steuerung nicht macht. Und das macht sie bei mehreren Wohnungen im Haus üblicherweise nicht.
    Deshalb eigenen sich dafür zeitgesteuerte Thermostate in den einzelnen Räumen sehr gut - sie machen nix anders als du per Hand machen würdest: Die Temperatur absenken, wenn du sie nicht benötigst.

    Das funktioniert sehr gut bei Platten- oder Radiatorheizkörpern; nicht oder sehr schlecht bei Fussbodenheizungen, weil hier die Heizkreise schon eingeregelt sind bzw. sehr träge reagieren. (ob davor eine Wärmepumpe oder Brennwerttherme oder Kessel sitzt ist pillepalle) Das es aber verboten ist, einzelne Fußbodenheizkreise abzustellen oder runterzuregeln, halte ich aber für ein Gerücht - ob es sinnvoll ist, steht auf einen ganz anderen Blatt.

    Ich habe die besten Erfahrungen mit einer Absenktemperatur von ca. 5grd gemacht; sprich bei Raumtemp. von 21°C geht die Absenkung auf 16°C runter. Allerdings ist unser Haus auch ganz gut isoliert.

    gruss
    falccone
     
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