Fallarmmarkise: traditionelle Markise zur Beschattung

Die traditionelle Fallarmmarkise besitzt wie auch andere Markisenarten eine Tuchrolle, auf die der Markisenstoff aufgerollt wird, wenn die Markise eingefahren wird. Ausgefahren und gespannt wird das Tuch durch die seitlichen Fallarme, die etwas unterhalb der Tuchrolle an der Wand festgeschraubt werden.

markise3_flDie
Bedienung der Markise erfolgt entweder mechanisch über eine Kurbel oder mit Hilfe eines elektrischen Motors. Dieser Markisentyp wird häufig für die Beschattung von Fenstern und Balkonen eingesetzt.

Vorteile der traditionellen Fallarmmarkise

Die Fallarmmarkise gehört zu den günstigen Markisentypen, weil ihre Konstruktionsweise recht einfach ist. Sie eignet sich für den privaten Bereich, wird aber auch häufig an gewerblichen Gebäuden eingesetzt.
  • In einer komfortablen Ausführung ist eine Fallarmmarkise mit einem Motor ausgestattet, der über einen Schalter oder eine Fernbedienung gesteuert wird.
  • Die Tuchrolle ist meist durch einen Kasten verdeckt, der die Rolle wie auch den Stoff der Markise vor Verschmutzung und Feuchtigkeit schützt.
  • Das Gestell besteht meistens aus Aluminium, das in jeder beliebigen Farbe pulverbeschichtet werden kann, um die Markise optisch interessant zu gestalten. Aluminium hat den Vorteil, dass es relativ leicht ist und nicht rostet, wodurch es gut für den Außenbereich geeignet ist.
  • Weil die Fallarmmarkisen häufig an Fenstern montiert werden, werden für diesen Markisentyp meist Stoffe verwendet, die nicht lichtdicht sind. Dadurch bieten sie einen guten Blend- und Sonnenschutz, lassen aber gleichzeitig noch genügend Tageslicht in die Räume.
  • Als Stoffarten stehen Acryl, PVC, Polyacryl und Polyester zur Auswahl. Sie können einfarbig, gestreift oder auch gemustert sein.
  • Ein Volant an der vorderen Kante des Markisenstoffes sieht schön aus und sorgt bei tief stehender Sonne für eine zusätzliche Beschattung.
  • Eine Fallarmmarkise muss nicht unbedingt an eine Wand gedübelt werden und eignet sich daher auch für Balkone in Mietwohnungen, wo die Anbringung einer Markise nicht gestattet ist. Dort wird sie an einem Standrohr befestigt, das zwischen Boden und Decke eingeklemmt wird.
Nachteile der Fallarmmarkise

Die Fallarmmarkise wird hauptsächlich zur Beschattung von Fenstern verwendet, nicht so gern jedoch auf Terrassen, weil ihre
Fallarme dort störend wirken. Für den privaten Bereich werden deshalb andere Markisentypen wie die Kassetten- oder Gelenkarmmarkise bevorzugt. Bei ihnen liegen die Ausfallarme direkt unter dem Stoff, wenn die Markise ausgefahren ist.

Preise

In der günstigsten Ausführung gibt es eine Fallarmmarkise schon zu Preisen von 20 bis 30 Euro, hierbei handelt es sich jedoch meist um ein Stahlgestell. Die höherwertigen Markisen mit einem Aluminiumgestell und einem UV-beständigen und lichtechten Stoff liegen bei einer Standardbreite von 2,50 Meter preislich im Bereich von 200 bis 300 Euro, bei einer Breite von 4 Metern bei etwa 350 bis 450 Euro. Bei der Bestellung einer Markise ist darauf zu achten, ob ein Montageset im Lieferumfang enthalten ist oder ob es separat bestellt werden muss.

markise_flHersteller und Händler
  • Rollo Rieper verkauft viele verschiedene Markisentypen, darunter auch Fallarmmarkisen. Diese sind zum Teil schon serienmäßig mit einem Elektromotor ausgestattet.
  • Ein großer Hersteller von Markisen ist die Firma Markilux, die ihre Produkte über den Fachhandel vertreibt. Über die Suchfunktion auf der Internetseite des Unternehmens lässt sich der nächstgelegene Händler finden.
  • Markisen in Standardgrößen können bei den Versandhändlern wie Otto und Schwab bestellt werden.
  • Eine gute Auswahl an Wand- und Klemmmarkisen hat auch das Hollywoodschaukel Paradies.
Fazit

Eine traditionelle Fallarmmarkise eignet sich gut für die Beschattung von Fensterflächen, weil dort die Fallarme, die an der Wand festgedübelt werden müssen, nicht stören. Für diesen Zweck ist es sinnvoll, ein Modell mit einem Elektromotor zu wählen, sodass die Markise vom Raum aus bedient werden kann. Für Terrassen bieten jedoch andere Markisenarten eine bessere Lösung. 

Tipps der Redaktion

  1. Eine weitere Möglichkeit zur Beschattung von Fensterflächen sind die Senkrechtmarkisen, bei denen der Stoff senkrecht entlang der Fensterfront ausgefahren wird. Sie haben gegenüber Rollos, die innen angebracht werden, den Vorteil, dass sie die Hitze schon abwehren, bevor sie die Glasflächen aufheizt.
  2. Eine Kombination aus einer Fallarmmarkise und einer Senkrechtmarkise ist die Markisolette. Bei ihr bewegt sich das Tuch vor dem Fenster zunächst ein Stück senkrecht nach unten und wird dann durch die Fallarme schräg ausgestellt.