Handpumpe für den Garten

Es gibt verschiedene Pumpen, die von Hand bedient werden können, im Garten kommen jedoch meist die Schwengelpumpen zum Einsatz, bei denen ein Hebel auf- und niedergedrückt wird, um Wasser aus dem Brunnen heraus zu befördern.

wasserhahn-garten_flVorteile der
Handpumpen

Handpumpen brauchen keinen Strom und dementsprechend auch keinen Stromanschluss, weil sie mechanisch bedient werden. Dadurch lassen sich nicht nur Stromkosten, sondern auch die Ausgaben für die Verlegung der Kabel einsparen.
  • Sie erfüllen aber nicht nur einen praktischen Zweck, sondern wirken auch ein wenig nostalgisch. Sehr idyllisch in einem Garten sind die Pumpen aus Guss mit einem Dekor, etwas eleganter wirken Pumpen aus Edelstahl, Kupfer oder Messing.
  • Um sie noch besser zur Geltung kommen zu lassen, sind ein steinernes Auffangbecken und einige Pflanzen rund um die Pumpe gut geeignet.
  • Kinder freuen sich über einen Wasserspielplatz rund um die Pumpe, wo sie ein wenig plantschen, das Wasser stauen oder kleine Boote fahren lassen können.
  • Da die Handpumpen unabhängig von einer Stromversorgung sind, kann bei einem Stromausfall notfalls dort Wasser entnommen werden. 
Nachteile der Gartenpumpen

Handpumpen wurden vor langer Zeit erfunden, als es noch keinen Strom gab, um das Wasser aus der Erde nach oben zu befördern. Weil sie rein mechanisch funktionieren, ist ein gewisser Kraftaufwand notwendig.
  • Die Bewässerung eines großen Gartens kann mit einer Handpumpe auf Dauer sehr anstrengend werden, für diesen Fall eignet sich eine elektrische Pumpe, an die ein Schlauch oder ein Rasensprenger angeschlossen werden kann, natürlich besser.
  • Aus den Handpumpen tropft es oft noch eine Weile, nachdem Wasser entnommen wurde. Auch das Gefäß, in das das Wasser gefüllt werden soll, steht nicht immer passend, sodass sich vor der Handpumpe schnell eine große Pfütze bildet und der Boden darunter eingeschlämmt wird. Um dies zu verhindern, kann ein etwas größeres Becken oder eine Schale vor der Pumpe aufgestellt
    werden.
  • Schwengelpumpen für den Garten sind meist nur etwa 70 bis 75 Zentimeter hoch. Um sie bequem bedienen zu können, ist eine Standsäule empfehlenswert, auf die die Pumpe aufgesetzt wird.
  • Die Ansaughöhe liegt bei den meisten Handpumpen bei maximal sieben Metern. Fällt der Grundwasserspiegel darunter, können diese Pumpen nicht mehr benutzt werden.
wasser_flPreise

Die günstigsten Handpumpen für den Garten gibt es schon für weniger als 50 Euro, sie bestehen meist aus Grauguss. Produkte aus Edelstahl und anderen Metallen sind teurer und kosten etwa 250 Euro. Hinzuzurechnen ist meistens noch ein Standfuß, damit sich die Pumpe bequem bedienen lässt. Ein Teil der Ausgaben für die Pumpe und das Zubehör wird aber später wieder eingespart, indem das kostenlose Wasser aus dem eigenen Brunnen für die Bewässerung des Gartens genutzt wird.

Hersteller und Händler
  • Handpumpen aus Edelstahl verkauft die Firma Westfalia. Dort lässt sich viel Geld sparen, indem die Pumpe mit einer passenden Standsäule als Set bestellt wird.
  • Die Firma Wollschläger fertigt Handpumpen aus Messing, Kupfer und Edelstahl, die nach Kundenwünschen einzeln angefertigt werden und damit Unikate sind, die sich in keinem anderen Garten finden. 
  • Auch auf ebay und bei amazon werden viele solcher Schwengelpumpen verkauft.
Fazit

Um hin und wieder ein wenig Wasser von Hand aus dem Brunnen zu befördern, ist eine Handpumpe gut geeignet. Sie wirkt aber auch sehr idyllisch und kann daher gezielt zur Gestaltung des Gartens eingesetzt werden. Soll jedoch der gesamte Garten mit dem Wasser aus dem Brunnen regelmäßig gewässert werden, ist eine elektrische Pumpe besser geeignet und auf Dauer weniger anstrengend.

Tipps der Redaktion

Bevor Sie einen Brunnen in Ihren Garten bohren lassen, sollten Sie sich bei Ihrer Gemeinde erkundigen, ob Sie hierfür eine Genehmigung benötigen. Dort kann man Ihnen auch gleich sagen, in welcher Höhe der Grundwasserspiegel liegt, wie die Wasserqualität ist und wofür Sie das Wasser aus Ihrem Garten nutzen können.