Nistkasten im Garten

Nistkästen im Garten sehen nicht nur gut aus, sie helfen auch den Vögeln, eine Brutmöglichkeit zu finden. Viele der gefiederten Gesellen finden in der freien Natur keine Nistplätze mehr.

NistkastenDas liegt zum Teil daran, dass der Mensch sehr zur Ordnung neigt. Alles, was alt und kaputt ist, wird
ausrangiert. Totes Holz, kaputte Mauern, das ist, was Vögel lieben. Wir Menschen verbauen ihnen ihre natürlichen Nistgelegenheiten, also müssen wir künstliche schaffen. Nebenbei, die meisten Naturliebhaber tun es gern. Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichsten Nistkästen aus verschiedenen Materialien. Ganz nach Wunsch kann man sich den passenden aussuchen.

Vorteile eines Nistkastens
  • passend für bestimmte Vogelarten erhältlich
  • in verschiedensten Designs möglich
  • Einflugloch in passender Größe wählbar
  • am richtigen Platz aufzuhängen oder zu befestigen
  • kann auch selbst gebaut werden
  • können gut kontrolliert und gereinigt werden

Besonders gut geeignet sind Nistkästen aus Holzbeton oder Styroporbeton. Sie sind besonders witterungsbeständig. Dazu kommen guter Klimaaustausch, größere Helligkeit und sie können nicht aufgebrochen und umgebaut werden (z.B. von Specht oder Kleiber).


Nachteile eines Nistkastens

Nachteile gibt es nur bei unsachgemäßem Umgang und Nistkästen, denen nicht den Anforderungen entsprechen.
  • Wenn das Einflugloch in die falsche Richtung zeigt, können Regen und Wind eindringen. Also immer nach Osten oder Südosten ausrichten!
  • Wenn nicht richtig befestigt oder aufgehängt, können Fressfeinde an die Jungen gelangen.
  • Wenn das Einflugloch nicht mit Blech hinterlegt ist, kann die Öffnung von Specht und anderen Feinden vergrößert werden und die Jungen sind in Gefahr.
  • Halbhöhlen sind sehr offen und sollten auch recht niedrig platziert werden. So können Fressfeine oft an die Vögel gelangen. Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper und manchmal auch Rotkehlchen und Zaunkönig nehmen aber keine normalen Nistkästen aus, immer nur Halbhöhlen. Man muss diese sehr versteckt
    anbringen!
Preise

Die Preise unterschieden sich je nach verwendetem Material, Größe, Aufwand bei der Herstellung und Hersteller.
Nistkasten
  • Die einfachsten Nistkästen bekommt man schon für wenige Euro.
  • Auch Bausätze sind in dieser Preislage erhältlich. 
  • Die meisten Nistkästen liegen zwischen 10 und 30 Euro.
  • Nistkästen aus Keramik kosten ab 25 Euro.
  • Nisthöhlen aus Holzbeton gibt es ab etwa 15 Euro. Sie sind nicht wirklich hübsch, aber sehr gut für den Zweck geeignet und halten ewig. 
  • Die Schwegler Zaunkönigkugel kostet um die 35 Euro.
Hersteller und Händler

Nistkästen gibt es im Bau- und Gartenmarkt, im Zoofachhandel, während Gartenausstellungen und -märkten, ab und zu in Discountern, im Bastelbedarf und natürlich im Internet. Auch Bausätze und Bastelanleitungen sind im World Wide Web zu finden. Die Auswahl ist groß. Es werden auch viele handgefertigte Nistkästen angeboten. Der führende Hersteller für Holzbeton-Nistkästen ist die Firma Schwegler. Auch über den Naturschutzbund sind Nistkästen erhältlich.

Fazit 

Die besten Nistkästen sind die aus Holzbeton. Der Kauf lohnt, auch wenn sie etwas teurer sind als die aus Holz. Sie sind deutlich länger haltbar, absolut witterungsbeständig, machen es Fressfeinden extrem schwer, sind pflegeleicht und bieten den Vögeln ideale Brutbedingungen. Es gibt so gut wie keine Schwitzwasserbildung und das Material ist atmungsaktiv. Für Vögel und ihre Jungen sind diese Kästen ideal. Man kann auch diese Nistkästen selbst bauen. Wie es geht, erfahren Sie zum Beispiel unter: http://www.hausgarten.net/arbeit-im-garten/bauanleitungen/nistkasten.html

Tipps der Redaktion

  1. Die pralle Mittagssonne sollte nicht auf das Vogelhaus scheinen!- Wichtig ist, die Nistkästen so anzubringen, dass Feinde nicht an die heran kommen!
  2. Bausätze sind praktisch, aber die Häuser bieten kaum passenden Schutz für die Vögel, lassen sich meist nicht gut reinigen und entsprechen auch den Wünschen der meisten Vögel nicht wirklich.