Markisen als Sonnenschutz: Arten & Modelle

Markisen erfreuen sich auf Terrasse und Balkon zunehmender Beliebtheit, weil sich mit ihnen eine große Fläche beschatten lässt und sie bei Nichtgebrauch einfach eingefahren werden, sodass der Stoff vor Regen und Wind geschützt sind. Für jeden Standort gibt es passende Arten und Modelle.

markise flVorteile der verschiedenen Arten

Die verschiedenen Markisenarten unterscheiden sich vor allem durch die Technik, mit der das Tuch ausgefahren wird. Daneben gibt es aber auch spezielle Modelle für kleine Balkone und zur Beschattung von Fenstern.
  • Auf Terrassen werden meist Gelenkarmmarkisen verwendet. Bei ihnen wird der Stoff auf eine Tuchrolle aufgerollt, wenn die Markise nicht in Gebrauch ist. Zusätzlichen Schutz für den Stoff und die Rolle bieten die Kassettenmarkisen, bei denen die Rolle durch eine Kassette verdeckt ist.

  • Auf Balkonen sind die Klemmmarkisen von Vorteil. Sie besitzen Teleskopstangen, sodass sie in der Höhe variabel sind und werden zwischen Boden und Decke eingeklemmt. Dadurch ist kein Bohren und Schrauben nötig und im Falle eines Umzugs kann die Markise einfach mitgenommen werden. Auch für die Wintermonate kann ein solcher Sonnenschutz einfach demontiert und im Keller eingelagert werden.

  • Fallarmmarkisen sind besonders gut zur Beschattung von Fensterflächen geeignet. Eine gute Stabilität auch bei Wind erhalten sie dadurch, dass sie an mehreren Punkten an der Wand befestigt werden. Die Tuchrolle wird oberhalb des Fensters an die Hauswand geschraubt, die Fallarme, die das Tuch spannen, seitlich der Fenster.

  • Einen noch größeren Sonnenschutz für Fenster bieten die Senkrechtmarkisen und Markisoletten. Eine Senkrechtmarkise wird wie ein Rollo nach unten ausgefahren, bei den Markisoletten verläuft das Tuch nur im oberen Teil senkrecht und wird danach schräg nach außen ausgestellt.
Nachteile dieser Art Sonnenschutz

Markisen sind nicht so flexibel wie ein Sonnenschirm, der an jeder beliebigen Stelle im Garten aufgestellt werden kann und außerdem um einiges teurer. Darüberhinaus ist nicht jedes Modell für jeden Standort geeignet.
  • Günstige Modelle haben außerdem oft ein Gestell aus Stahlrohr, das rosten kann. Für den Außenbereich sind Gestelle aus Aluminium besser geeignet, sie sind allerdings meist auch teurer.

  • Klemmmarkisen haben oft den Nachteil, dass sich bei ihnen der Neigungswinkel nicht verstellen lässt, sodass sie bei niedrig stehender
    Sonne keinen Schutz bieten. Außerdem gibt es diese Modelle meist nur bis zu einer Höhe von 2,75 Meter.

  • Bei einer Fallarmmarkise müssen zusätzlich zum Kasten mit der Tuchrolle die seitlichen Fallarme befestigt werden. Da diese Arme oft stören, ist diese Art Markise für Terrassen nicht so gut geeignet.
markise4 flPreise

Der Preis für eine Markise ist grundsätzlich immer von ihrer Größe und von der Qualität des Stoffes abhängig. Daneben spielt auch die Bedienung eine große Rolle. Markisen mit einer einfachen Kurbel sind natürlich günstiger als solche, die per Motor oder sogar per Fernbedienung ein- und ausgefahren werden. Eine Gelenkarmmarkise ohne Motor kostet etwa 500 bis 1000, ein Modell mit Motor zwischen 1000 und 2000 Euro. Fallarmmarkisen mit Stahlrohrgestell gibt es schon für 20 bis 30 Euro, höherwertigere Modelle liegen jedoch eher im Bereich von 200 bis 300 Euro. Klemmmarkisen sind im Vergleich mit anderen Markisen recht günstig und kosten in der Regel 100 bis 200 Euro.

Hersteller und Händler
  • Viele verschiedenen Markisenarten können im Internet bei den Firmen Rollo Rieper, Sundiscount, beim Raumtextilienshop oder beim Hollywoodschaukel Paradies bestellt werden. Dort sind die meisten Markisen in verschiedenen Abmessungen und Stoffen erhältlich.

  • Klemmmarkisen gibt es bei den Versandhäusern Otto, Schwab und Neckermann oder bei den Internethändlern Sowero und Brigitte Hachenburg.

  • Markisoletten können unter anderem bei den Firmen Hofsäss, Weinor und Warema in Auftrag gegeben werden.
Fazit

Eine Markise ist eine gute Variante eines Sonnenschutzes, der sich für Terrassen und Balkone eignet. Beim Kauf sollte allerdings auf die Wahl des richtigen Modells geachtet werden. Für die Beschattung einer freien Fläche mitten im Garten muss jedoch auf andere Arten des Sonnenschutzes wie Sonnenschirme, Pavillons oder Sonnensegel zurückgegriffen werden.

Nützliche Zusatzhinweise

  1. Bei den Stoffen, mit denen die Markise bespannt wird, haben Sie die Wahl zwischen Acryl, PVC und Polyester. PVC wird jedoch meist nur für feststehende Markisen an Ladengeschäften verwendet.

  2. Acrylstoffe sind besonders lichtecht, sodass dieses Tuch auch nach jahrelanger Sonneneinstrahlung noch seine ursprüngliche Farbe hat.

  3. Wenn Sie in einer sehr windigen Gegend wohnen, ist dagegen ein Polyesterstoff gut geeignet, weil er besonders reißfest ist.