Ofen im Garten, Grills

Gartenzeit ist Grillzeit – der typische Geruch von frisch Gegrilltem gehört für viele zur Sommerzeit dazu. Kaum ein Garten, in dem die Zubereitung von Fleisch, Fisch oder angegrillten Brotscheiben nicht zelebriert wird. Dass es mittlerweile diverse Modelle gibt, die den Hobbygrillmeister begeistern dürften, zeigt auch, welch große Beliebtheit Grills und Öfen in vielen heimischen Gärten haben.

Ofen im Garten, Grill & Co.

Wer sich im Fachhandel und Baumarkt umsieht, stößt zunächst auf eine Armada an Grillmodellen. Ob Trommelgrill oder Trichtergrill aus Edelstahl – die Auswahl an Grills ist riesig. Dass hierbei die unterschiedlichsten Preis- und Qualitätssegmente vertreten sind, wird ebenso schnell deutlich. Ob man letztlich dem preiswerten Modell um die 30 Euro den Vorzug gibt oder eine Luxusausführung wünscht, hängt natürlich auch entscheidend davon ab, wie oft man letztlich grillen möchte. Wer sich einmal im Jahr der Zubereitung von Bratwurst & Co. widmet, benötigt kaum ein hochpreisiges Profimodell. Beliebt sind auch sogenannte Schwenkgrills, für die besondere Töpfe gekauft werden können. Man kann so – neben der eigentlichen Grillfunktion – auch die Möglichkeit nutzen, Kesselgulasch o. ä. zuzubereiten. Beliebt sind jedoch auch diverse Gartenöfen, die es gleichwohl im Fachmarkt zu kaufen gibt. Neben der eigentlichen Funktion, für die Essenszubereitung zu sorgen, vermitteln viele Öfen im Garten auch eine gewisse Lagerfeuerromantik. Auch die Idee, einen Gartenofen selber zu bauen, wird gern aufgegriffen. Was an Material nötig ist und ein kurze Anleitung zum Bau finden Sie unter unserer Rubrik „Ofen im Garten, Grills“. Beliebt zum Brutzeln und Braten sind darüber hinaus auch diverse Kocher sowie Stein- und Holzbacköfen. Artikel, die Informationen zu den verschiedensten Modellen liefern, finden Sie weiterhin bei uns.

Der Kamin, Highlight in Wohnzimmer und Garten

Anhaltend großer Beliebtheit in heimischen Wohnzimmern, aber auch Gärten erfreuen sich Kamine Was es rund um den Garten-Kaminofen zu wissen gibt, aus welchem Material ein gutes Kaminbesteck sein muss und ob ein Kamin mit Funkenschutzgitter oder Funkenschutzglas vorzugswürdiger ist, erfahren Sie zudem in unserem Ratgeber “Ofen im Garten, Grills“

Einbaugrill für die Gartenküche

Alle richtigen Gartenküchen haben natürlich einen Grill dabei, in der Regel ist der Grill sogar das Herz der Gartenküche. Für die Gartenküche werden Einbaugrills mit verschiedenen Heizmethoden angeboten, die alle ihre Vorteile und Nachteile haben:

grill-steingrill_flHolzkohlegrill, Gasgrill, Elektrogrill, Grill-Neuentwicklungen?Sie können sich grundsätzlich entscheiden zwischen dem Betrieb mit Holzkohle, Gas oder Elektro. Dann werden noch Grills angeboten, die aus alten Traditionen neu entwickelt wurden und mit denen Sie noch viel mehr können als Grillen. 

Häufig wird ein Holzkohlegrill für den Einbau in die Gartenküche gewählt. Er vermittelt das eigentliche Grillerlebnis, gerade Männer bestehen oft auf das offene Feuer, hier werden wohl urmenschliche Jagdinstinkte wach. Holzkohlegrills gibt es vom Trichtergrill, der in die Arbeitsplatte eingefügt wird, bis hin zum fahrbaren Grillwagen mit allem Zubehör, das das Herz sich wünscht. Hier sind ausgesprochen durchdachte Geräte im Angebot, die nicht nur unzählige Erweiterungsmöglichkeiten bieten, sondern auch eine Grillfläche, die groß genug ist für die nächste Party (zum Beispiel 40 x 60 Zentimeter). Häufig ermöglichen die Geräte sowohl direktes als auch indirektes Grillen, oft ist auch eine Temperaturregelung über die Luftzufuhr möglich. Geräte aus Edelstahl sind in der Überzahl, sonst werden beschichteter Stahl und auch Gusseisen eingesetzt.

Ein Holzkohlegrill überzeugt auf jeden Fall mit dem Geschmack, den er hervorbringt. Er bietet mit dem Glutbett auch köstliche zusätzliche Zubereitungsmöglichkeiten, wie die beliebten gebackenen Kartoffeln in Alufolie. Ein Holzkohlegrill braucht aber immer einige Zeit, bevor das Grillvergnügen losgehen kann. Vor der Party ist das in der Regel kein Problem, wenn daran gedacht wird, ihn rechtzeitig anzuheizen. Aber das spontane Grillvergnügen am Abend kann eben ganz so spontan nicht losgehen. Außerdem sollten Sie genau überlegen, ob Sie wirklich eine sehr große Grillfläche brauchen, auch wenn nur ein Teil genutzt werden soll, wird hier mehr Holzkohle verbraucht.

Der Gasgrill

Eine oft gewählte Alternative ist der Gasgrill. Frauen teilen die Urinstinkte ihrer Männer nicht unbedingt, sie achten eher auf gesunde und effiziente Nahrungszubereitung, bei der die Ergebnisse berechenbar sind. Auch bei den Gasgrills wird viel Komfort geboten. Vom kompakten Einbaugerät bis hin zum Grillmobil aus Edelstahl mit integriertem Warmhalterost ist alles möglich. Meist sind mehrere Grillroste einzeln entnehmbar, ein schönes Zubehör ist auch eine Steakplatte aus Gusseisen mit glatter oder strukturierter Zubereitungsfläche zum Wenden. Die Gasgrills von heute sind reinigungsfreundlich, haben eine elektronische Zündung und mehrere Brenner, die stufenlos regelbar sind. Es kann ein Wok Seitenbrenner enthalten sein, mit dem Pasta und Saucen zubereitet werden können oder ein Infrarot-Vertikalbrenner für 360 Grad Grillspaß. Mit den neuen Geräten können Sie mit der Niedriggarmethode arbeiten und Braten an einem Drehspieß zubereiten. Wichtiges Detail, wenn Sie häufig grillen möchten: Ein Flammenverteiler verhindert, dass Fett in die Flammen tropft, dessen Verbrennrückstände gerade bei häufigem Gebrauch des Grills als gesundheitsschädlich angesehen werden. 

Auch hier werden meist partygerechte Großgrillflächen geboten. Gerade ein Gasgrill eignet sich aber zum schnellen Grillen im Familienkreis. Achten Sie also darauf, inwieweit die Grillfläche teilerhitzt werden kann, wenn Sie nur ein paar Stücke grillen wollen, sonst wird die Gasflasche immer sehr schnell leer sein. Für die Aufbewahrung dieser Gasflasche im Garten sind übrigens einige Vorschriften zu erfüllen, erkundigen Sie sich am besten vor dem Kauf, ob das bei Ihnen problemlos gewährleistet ist.

grillen-steaks_flDer Gasgrill hat einige Vorteile:
  • Er kann sofort benutzt werden, ohne dass Holzkohle lange aufgeheizt werden müsste.
  • Er ist einfacher zu reinigen, und die Temperaturregelung durch ein Regeln der Gaszufuhr ist schon sehr präzise.
  • Vor allem aber erzeugt ein Gasgrill fast keinen Qualm, das ist für Hausbesitzer mit kleineren Gärten, die ihren Grill wirklich häufig benutzen möchten, ein entscheidendes Argument.
Nachteile des Gasgrills:

Bei den heutigen Grills handelt es sich um hoch technisierte Geräte, die entsprechend störanfällig sind.

Wem Grillen alleine nicht reicht, der entscheidet sich für einen Keramik Grill, den es ebenfalls als Einbaugerät gibt. Er arbeitet nach einer Jahrtausende alten Methode und kann Grillen und Backen, Räuchern und Garen. Es handelt sich also eigentlich um einen normalen Grill, der auch das kann, was ein Steinofen bietet. Das runde Gerät arbeitet mit Grillkohle und eröfnet neue Designmöglichkeiten für die Gartenküche: Es ist in mehreren Farben (schwarz, grün und rot) erhältlich.

Auch in die Gartenküche können Sie natürlich einen Elektrogrill einbauen, besonders wenn Sie ohnehin weitere mit Strom betriebene Geräte integrieren möchten. Dann fehlt zwar der typische rauchige Geschmack, aber zartes Fleisch und Gemüse können mit genau der richtigen Hitze gegart werden, was ihnen einen intensiven Geschmack gibt. Umwelt und Gesundheit danken das emissionsfreie Garen, und ein bequemeres Grillen ist auch nicht denkbar.

Einen guten Überblick über die angebotenen Varianten bieten

www.santosgrills.de und
www.gardelino-aussenkuechen.de, bei denen Sie auch alles sonstige Zubehör für die Gartenküche begutachten können.

Steinofen selber bauen - Bauanleitung & Bauplan

Ein Steinofen im Garten sieht nicht nur gut aus, er kann auch zur Anfertigung wirklicher Delikatessen benutzt werden. Nur aus dem Steinofen schmeckt ein Brot so, wie es schmecken sollte. Pizza gewinnt ebenso durch diese Zubereitungsart, und echten Flammenkuchen können Sie ohne einen Steinofen zu Hause überhaupt nicht herstellen. 

gartenkamin_flPlanung des Steinbackofens

Vor dem Bau steht die Überlegung, welche Größe Ihr Pizzaofen bekommen soll. Welche Größe ihre Bodenplatte und der Unterbau darauf bekommen, hängt von der Größe des Ofens darüber ab. Vielleicht wird es auch ein Unterbau mit zwei Kammern, weil noch ein Räucherofen oder ein Grill integriert werden sollen. Zuerst planen Sie also auf dem Papier Ihren Ofen, aufbauend auf dessen Maßen kann dann das Gestell darunter samt Bodenplatte bemaßt werden. Der Ofen selbst bekommt eine Grundfläche aus Schamotteplatten oder besonders glatten Ziegelsteinen, diese bilden mit dem runden Obergewölbe die spätere Backfläche. Diese Art von Ofen bäckt, indem die Steine des eigentlichen Ofenraumes direkt mit Holz so erhitzt werden, dass nach Entfernen des Holzes und Säubern der Backfläche genügend Hitze vorhanden ist, um Pizza oder Brot zu backen. Der Schamottstein speichert die Hitze für eine ganze Weile, meist sind mehrere Backvorgänge möglich.            

Standort des Steinbackofens

Je nachdem, ob der Ofen einen Kamin bekommen soll oder nicht, dürfen in den Luftraum über dem Ofen Pflanzen hineinragen oder nicht. In Ofennähe sollten sich keine brennbaren Materialien befinden, ansonsten brauchen Sie nur noch ebenen Boden. Darauf wird ein Fundament gegossen oder es werden sandverdichtete Natursteine oder mit feuerfestem Mörtel verbundene Betonplatten verlegt. Jetzt brauchen Sie einen Unterbau, damit der Ofen in einer komfortablen Bedienhöhe steht.   

Steinofen Bauanleitung
  • Der Sockel des Ofens wird meist als einfache Konstruktion aus drei Wänden, vorne offen, gemauert. Sie können aber grundsätzlich alles verwenden, was nicht brennbar ist, von geschichteten und mit Mörtel befestigten Natursteinen bis zu einem riesen Findling mit waagerechter Oberfläche.
  • Auf diesen Sockel kommt jetzt eine waagerechte Platte. Sie kann gegossen werden, bei dieser Arbeit in der Höhe brauchen Sie eine Umrandung und eine Unterschalung zum Betongießen. Die Unterschalung kann zum Beispiel eine Holzplatte sein, die vom Boden aus durch mehrere senkrechte Hölzer gestützt wird. Die Waagerechte kann auch gemauert werden, darauf kommt jetzt der eigentliche Ofen.
  • Der eigentliche Backofen kann auf verschiedenen Wegen hergestellt oder eingebracht werden: Es gibt fertige Einsätze als Bausatz zu kaufen, der Sockel wird dann den Größen dieser Bausätze angepasst. Sie können einen Boden aus Schamottsteinen mit einer Kuppel versehen, hier wird ähnlich gemauert wie bei einem Torbogen. Sie können den Backboden auch mit einer Kuppel ausstatten, indem Sie den späteren Innenraum aus Sand und Lehm gestalten und darüber feuerfesten Beton zur Kuppel formen. Der Sand wird nach dem Aushärten aus dem Backraum entfernt. Wenn Sie eine Ofentür zufügen wollen, können Sie jetzt eine Styroporform basteln, die die Stelle der Tür beim Schichten des Betonmantels einnimmt.
  • Diese Kuppel kann auch ohne Wände bleiben, dann wird die Kuppel mit einer Schicht aus Lehm und Stroh gedämmt. Für diese Lehm-Stroh-Dämmung wird Stroh (keine zu langen Halme nehmen) mit Lehm und Wasser gemischt, das Gemisch kommt so lange auf die Kuppel, bis sich eine dicke Schicht gebildet hat. Mindestens 10 Zentimeter, je mehr, desto besser die Dämmung. Diese Schicht kann anschließen noch verputzt und eventuell sogar gestrichen werden. Bei einer Kuppel mit Wänden wird der Freiraum zum Backraum hin so gut wie möglich gedämmt, zum Beispiel mit einem Gemisch aus Lehm und nicht brennbaren Fasern oder mit nicht brennbarem Dämmmaterial.
Tipps

  1. Besteht Ihr Garten aus schrägem Gelände? Legen Sie eine Stufe an, die obere Ebene ist dann der perfekte Platz für den Steinofen.
  2. Feuerfesten Beton werden Sie vielleicht nicht im nächsten Baumarkt finden, wenn Sie keine Bezugsquelle in der Nähe finden, kann er zum Beispiel bei www.schmidt-feuerfest.de bestellt werden. Allerdings werden die Versandkosten individuell kalkuliert und werden wohl beträchtlich sein. Vielleicht haben Sie einen Ofenbauer in der Nähe, der Ihnen etwas von seinem Material abgeben kann.
  3. Wenn Sie gerne und häufig die Köstlichkeiten zubereiten, die nach stundenlangem Schmoren am besten schmecken (Boeuf Bourguignon, Bigos, Szegediner Gulasch, echte Soße Bolognese ...), können Sie durch Nutzung des Steinofens sogar merkbare Mengen Stromenergie sparen.

Flammkuchenofen selber bauen - Bauanleitung

Ein selbst gebauter Backofen bringt nicht nur dem Nachwuchs eine ursprüngliche Form der Nahrungsherstellung nahe. Er entspricht auch dem Bedürfnis vieler Menschen, ihre Lebensmittel selbst herzustellen, da sie so kontrollieren können, welche Zutaten verwendet werden. Außerdem ist im Moment die Gartenküche auf dem Vormarsch. Vor allem wenn Gäste kommen, wird ein in die Gartenküche integrierter Flammkuchenofen viel Anklang finden. Er ermöglicht die Herstellung von Flammkuchen, so wie sein Name es vorschreibt: Vor dem offenen Feuer umzüngelt von Flammen, die ihm braune Ränder gegen.

kueche-backen_flDer selbst gebaute Flammkuchenofen für den Außenbereich kann auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken. Das Prinzip ist einfach: Ein Gewölbe aus Stein oder Lehm wird mit einem Holzfeuer erhitzt und gibt anschließend die gespeicherte Wärme an die Backware ab. Ein solcher Ofen ist nicht schwer zu bauen und verschafft doch den Backwaren durch das Backen im Holzfeuerraum einen köstlichen Geschmack.

Standort des Flammkuchenofens
  • Der nach der hier skizzierten Bauweise gefertigte Flammkuchenofen kommt ohne Schornstein aus, er kann deshalb eigentlich beliebig im Gelände platziert werden. Es sollte allerdings Platz für eine Überdachung sein, da er mit Lehm vermauert wird. Bei einem Ofen ohne Kamin können während der Befeuerung Flammen aus der Backöffnung schlagen, in der Nähe dürfen sich also keine leicht entflammbaren Gegenstände befinden.
  • Eventuell können Sie auch einen terrassenförmigen Absatz im Gelände nutzen, dann können Sie auf die Errichtung eines Unterbaus verzichten. Der Absatz wird zur Stufe ausgeformt, der Ofen kommt auf die waagerechte Fläche, und Sie können auch ohne Unterbau in bequemer Höhe den Ofen bedienen. 

Flammkuchenofen selber bauen
  • Ist der Standort gefunden, kann mit dem Bau begonnen werden. Möglichst im frühen Sommer, damit Unterbau und Ofen ausreichend Zeit zum Trocknen haben. Auch im ersten Jahr kann der Ofen über den Sommer schon benutzt werden. Häufig wird empfohlen, den Flammkuchenofen auf ein Fundament zu stellen, das ist aber nicht zwingend. Er kann auch auf in Sand gebetteten Feldsteinen ruhen, so wurden früher ganz Häuser gebaut. Dann sollten Sie als Sperre gegen Feuchtigkeit von unten darauf Dachpappe legen, auf diese Ebene wird der Unterbau gemauert. Dafür brauchen Sie feuerfeste Steine, entweder aus dem Baumarkt oder als gebrauchtes Baumaterial. Die zweite Variante schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Außerdem sieht ein Ofen aus alten Steinen in den Augen der meisten Betrachter viel schöner aus. Als Mörtel für den Unterbau kann Lehmmörtel, Kalkmörtel oder auch Kalk-Zementmörtel eingesetzt werden. Der Unterbau besteht aus drei Steinreihen in U-Form in gewünschter Höhe.
  • Dann wird die obere Fläche wird danach mit besonders glatten feuerfesten Ziegelsteinen oder mit Schammotteplatten ausgelegt, sie bilden die Backfläche. Darüber kommt das Backgewölbe. Sie können ein Gewölbe mauern, das geschieht nach dem Prinzip eines Torbogens. Dazu verwenden Sie entweder feuerfeste Ziegel oder im Optimalfall Schamottsteine. Schamott speichert die Hitze am besten. Die zweite Möglichkeit ist, dass Sie aus Lehm und Sand auf der Backfläche eine Kuppel formen, über die Sie eine Schicht von circa 15 Zentimeter feuerfestem Beton mit einer Armierung aus Drahtgeflecht aufbringen. Das ist das Backgewölbe, nach dem Trocknen wird der Sand entfernt. Der Backraum kann eine Tür bekommen, aus Blech oder aus Holz. Der Vorteil von Holz ist, dass es vor dem Backen in Wasser eingelegt werden kann, dann spendet es beim Backen willkommene Feuchtigkeit. Perfektionisten verstreichen die Tür bei jedem Backvorgang mit einem Lehmmörtel, um den Ofen völlig dichtzumachen.
  • Anschließend wird der Backraum mit gemauerten Wänden auf den Außenseiten des Unterbaus versehen, den Abschluss nach oben kann wiederum ein gemauertes Gewölbe bilden. Auch ein gerader waagerechter Abschluss ist natürlich möglich. Der Backraum kann auch offenbleiben und mit Lehm-Stroh-Gemisch gedämmt werden. Dazu brauchen Sie kurze Strohhalme und eine etwas dickere Lehmpampe, die zusammengeknetet werden. Der Strohanteil soll ziemlich hoch sein, sonst wird keine gute Dämmung erzielt. Mit dieser Mischung wird das Gewölbe so lange beworfen, bis eine Schicht von mindestens 10 Zentimetern entstanden ist. Außen wird diese Schicht jetzt geglättet, vielleicht auch nach dem Trocknen mit einer Lehm-Sandmischung verputzt. 
  • Wenn der Ofen fertig, muss er langsam trocken geheizt werden, auch in diesem Stadium sollte er schon überdacht sein. Dann können Sie die ersten Backvorgänge starten. Es wird noch ein wenig knifflig sein, die beste Backtemperatur herauszufinden. Hierbei kann helfen, wenn Sie anfangs jedes Aufheizen mit einem Thermometer nachmessen. Im Flammkuchenofen können auch Brot oder Pizza gebacken werden oder Kuchen oder an einem kalten Sommerabend Bratäpfel.
  • Echter Flammkuchen wird übrigens bei mindestens 350 Grad gebacken, nutzen Sie also für den Flammkuchen immer die erste (größte) Hitze. Danach kann dann die Pizza rein, dann kommt das Brot.

Brotbackofen selber bauen - Bauanleitung

Das Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Wie köstlich kann eine frische Brotscheibe sein, bestrichen mit guter Butter und belegt mit Knochenschinken (oder mit Tomate, die auch nach Tomate schmeckt). Leider ist die Brotscheibe heute häufig nicht mehr so köstlich, industriell hergestelltes helles Einheitsbrot erinnert nur schwach an den Geschmack eines echten Sauerteig-Brotes. Wenn Sie so etwas nicht gerne essen, haben Sie die Wahl: Sie können im Feinkostladen oder beim spezialisierten Bäcker in der nächsten Stadt naturbelassenes und gut durchgebackenes Brot kaufen, allerdings in der Regel zu einem nicht gerade geringen Preis. Oder Sie setzen selbst einen Sauerteig an und backen ihn im eigenen Brotbackofen zu wunderbarem Krustenbrot.

gartenkamin_flDas Grundprinzip

Ein Brotbackofen ist eine bis auf die Befeuerungsöffnung geschlossene Einheit aus feuerbeständigen und hitzespeicherfähigen Steinen. Eventuell regelt ein zweiter Auslass als Kamin den gleichmäßigen Brennvorgang. Durch die Öffnung wird Holz eingelegt, das während einer längeren Brennzeit die Umgebung bis zu 300 Grad aufheizt. Diese Hitze wird lange gespeichert. So lange, dass es für ein Brot mit einer Backzeit von über einer Stunde gut ausreicht. Ein Brotbackofen entwickelt auch genau die richtige Hitze für den Backvorgang: Brot möchte heiß angebacken werden und dann bei geringerer Hitze langsam durchbacken.

Der richtige Platz für den Brotbackofen

Zunächst muss der richtige Platz für den Brotbackofen gefunden werden. Wenn der Brotbackofen zur täglichen Versorgung beitragen soll, sollte er sicher nicht zu weit von der Küche entfernt sein, in der ja der Brotteig hergestellt wird. Wenn das Brotbacken oder Pizza backen eher ein gemeinsames Partyvergnügen werden soll, kann er seinen Platz auch innerhalb einer Outdoor-Küche finden, die speziell für Einladungen zur Verfügung steht.

Fundament oder nicht?

Sie brauchen eine ebene Fläche, wenn Sie den Brotbackofen auf ein Fundament stellen wollen. Dann werden Sie in der Regel einen Unterbau mauern, um den Ofen auf bequeme Bedienhöhe zu bringen. Eine andere Möglichkeit gibt es bei einem stufigen Gelände: Sie formen einen Absatz, vor die Senkrechte kommt eine Steinmauer. Auf die Waagerechte kommt der Brotbackofen, je nach Höhe des Absatzes in bequemer Bedienhöhe.

Der Brotbackofen kann aber auch auf andere ebene Flächen gestellt werden, bei denen keine Brandgefahr gegeben ist, ohne dass ein Fundament gegossen wird. Der Boden kann zum Beispiel mit Natursteinen belegt werden oder mit Betonplatten, die mit feuerfestem Mörtel zu einer Einheit verbunden werden.

Der Backraum des Brotbackofens

Die eigentliche Gestaltung des Brotbackofens ist nicht festgelegt. Es gibt verschiedene Wege, diese geschlossene Backeinheit herzustellen: Sie können einen fertigen Innenofen als Bausatzteil kaufen, der dann in ein entsprechendes Gestell gebaut wird. Sie können einen Boden aus Schamottsteinen mit einer Kuppel versehen, hier wird ähnlich gemauert wie bei einem Torbogen. Sie können den Backboden auch mit einer Kuppel ausstatten, indem Sie den späteren Innenraum aus Sand und Lehm gestalten und darüber aus feuerfestem Beton eine Kuppel formen. Der Sand wird nach dem Aushärten aus dem Backraum entfernt.

Der Unterbau und die Wände des Brotbackofens

Die gesamte Backeinheit wird meist auf einen Unterbau gestellt und von Wänden umgeben, die die Hitzespeicherfähigkeit noch verstärken. Um den unteren Teil des Ofens zu mauern, brauchen Sie hitzebeständige Steine. Diese gibt es im Baumarkt, viele Öfenbauer greifen aber auch gerne auf gebrauchte Steine zurück. Sie geben dem Brotbackofen ein schon fast antikes Aussehen, außerdem sind sie in der Anschaffung sehr günstig. Meist wird ein Unterbau in mit drei Wänden gemauert, der dann neben dem Backraum mit Seitenwänden komplettiert wird.

Anschließend wird der Freiraum zum Backraum hin so gut wie möglich gedämmt, zum Beispiel mit einem Gemisch aus Lehm und nicht brennbaren Fasern oder mit nicht brennbarem Dämmmaterial.

Im fertigen Ofen kann natürlich nicht nur Krustenbrot gebacken werden. Ebenso gut eignet er sich für Pizza und damit auch für verschiedene Varianten von Fladenbrot. Auch echter Flammkuchen kann hier entstehen, der seinen Namen daher hat, dass beim Backvorgang offene Flammen von den Seiten einwirken. Die Restwärme nach mehreren Backvorgängen kann genutzt werden, um Obst zu dörren oder Kräuter zu trocknen.

Pizzaofen selber bauen - eine Bauanleitung

Wenn Sie dem Trend der Zeit folgen möchten und draußen kochen wollen, ist das auf viele Arten möglich. Sie können sich eine komplette Küche ins Gartenhaus bauen, mit allen Geräten, die Ihre Küche im Haus auch hat.

gartenkamin_flFür viele Menschen liegt es jedoch nahe, etwas ganz Neues auszuprobieren, wenn es schon um ungewohnte Kocherlebnisse geht. Wie wäre es mit einem Pizzaofen, in dem Sie im Garten nicht nur leckere Pizza, sondern auch das eigene Brot backen können?

Planung des Pizzaofens

Erst sollten Sie überlegen, ob Ihr Pizzaofen alleine stehen soll oder einen Platz in einer Outdoorküche bekommen soll. Soll er zur Gartenküche gehören, muss sein Standort innerhalb des Verbundes bestimmt werden. Feuer und Wasser, Elektrik und Gas wollen hier in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Dann muss die Größe des Ofens festgelegt werden, danach richtet sich die Größe des Gestells. Vielleicht bekommt es eine Abteilung, vielleicht auch zwei, wenn Grill oder Räucherofen integriert werden sollen. 

Bauanleitung für einen Pizzaofen 

Ein Pizzaofen, mit dem Sie eine Weile arbeiten möchten, bekommt eine ordentliche betonierte Bodenplatte. Dazu heben Sie Erde in Größe der Bodenplatte aus, legen an den Seiten Bretter als Schalung und auf dem Boden eine Folie aus, auf den Boden kommt über die Folie eine Baustahlmatte als Armierung. Darauf kommt dann der Beton, der jetzt langsam austrocknen muss. 

Auf den Boden kommt ein Unterbau, der den Pizzaofen in die richtige Bedienhöhe bringt. Dazu entsteht aus Steinen ein Gestell in U-Form. Sie können beliebige Steine verwenden, diese müssen natürlich genügend hitzebeständig sein. Bei dieser Art Konstruktion wird im Unterbau selbst kein Feuer gemacht werden, er muss nur die Hitze aushalten, die die auf ihm aufgebrachte Backfläche abstrahlt. Dafür sind sogar Ytong Steine geeignet. Diese können Fliesenkleber geklebt werden, achten Sie darauf, dass der Fliesenkleber für die Außen-Verwendung geeignet ist.

Auf diesen u-förmigen Unterbau kommt jetzt eine Plattform, auf die später die Backfläche kommt, über der die Ofenkuppel geformt wird. Dafür brauchen Sie eine Platte, die über das offene Gestell aus Mauerwerk kommt. Das kann eine Schamottplatte sein, oder Sie fertigen sich eine Schalung an und gießen eine Betonplatte. Die Schalung braucht dann nach unten eine Holzfläche (die gegen den Boden mit Kanthölzern abgestützt wird) und als seitliche Begrenzung Schalungsbretter.        

Nachdem diese Platte fertig ist, werden Schamottsteine aufgebracht, die mit feuerfestem Beton zur Bodenfläche des Ofenraumes vermauert werden. Darauf wird nun die Form des Backraums als Kuppel aus einem Gemisch aus Sand und Lehm geformt. Über diese Form kommt feuerfester Beton in einer Schicht von etwa 15 Zentimetern, die mit Draht armiert wird. Wenn ein Abzug gewünscht wird (andernfalls müssen Sie mit Flammen rechnen, die aus dem Ofen schlagen), wird dafür ein Stück Styropor als Platzhalter eingesetzt, darauf kommt später ein Kaminrohr aus Edelstahl. Später wird der Sand aus dem Backraum entfernt, der Ofen bekommt jetzt noch eine Außenhaut zum Beispiel aus hitzebeständigen Ziegeln, dazwischen kommt eine Isolierung. 

Alternativen für die Ofenkonstruktion, Pizzaofen mit zwei EtagenWichtig ist, die ganze Ofenkonstruktion aus feuerfestem Material zu konstruieren und später so zu dämmen, dass die Hitze möglichst lange gehalten wird. Der Ofen selbst kann auf mehrere Arten entstehen, bei der oben skizzierten Konstruktion wird auf eine Bodenfläche eine Kuppel aus feuerfestem Beton geformt. Möglich ist auch ein komplett gemauerter Ofenraum aus feuerfesten Steinen, dazu muss also ein Rundboden auf der Backfläche gemauert werden. Es gibt auch fertige Bausätze, die aus Ofenelementen mit Boden und Kuppel bestehen, die in die gemauerte Umhüllung eingebracht werden.

Wenn Sie für das ganze innere Konstrukt Schamottsteine nehmen, erhalten Sie eine Konstruktion, bei der Sie auch in der unteren Etage Feuer machen können. Das eröffnet ganz andere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann unten erhitzt werden, oben wird das Gargut auf einer Schale aus Räuchermehl auf einem Rost köstlich geräuchert. Oder es wird von unten sehr wenig Hitze entfacht, dann wird die obere Etage zum Dörrofen.


Einbrennen und erste Backvorgänge


Der fertige Ofenbau muss am Anfang vorsichtig durch mehrmaliges Anheizen eingebrannt werden, bevor die erste Pizza in den Ofen kommt. Ist das Material durchgetrocknet, wird ein Feuer entzündet, dessen Glut dann an den Innenseiten des Backraums verteilt wird. Wenn mehrere Backvorgänge folgen sollen, wird nur die Mitte der Backfläche mit einem nassen Feudel gereinigt, rundum helfen dann kleine Holzstücke auf der Glut, die Hitze länger zu halten.

Ein Steinbackofen kann natürlich auch so konstruiert werden, dass in ein Nebenfeld ein Grill eingebaut wird, dann haben Sie fast schon eine komplette Gartenküche. Wenn Sie jetzt noch in der Nähe einen schönen Gartensitzplatz anlegen und ihn vielleicht mit einem Pavillon überdachen, kann ein großer Teil der Nahrungszubereitung im Sommer an der gesunden frischen Luft erfolgen. Gegessen wird dann natürlich auch gleich draußen.

Gartenofen selber bauen - Material und Kurzanleitung

Der Grillplatz im Garten kann mit Hilfe eines selbst gebauten Edelstahl- Grills, Räucherofens, Steinbackofens oder Grillkamins zu einer gemütlichen Sitzgelegenheit gestaltet werden. Durch einen komfortablen und individuell gestalteten Gartenofen wird jedes Fest zu einem besonderen Erlebnis.

Gartenöfen - verschiedene Modelle

Es gibt viele, verschiedene Arten von Gartengrills. Sie unterscheiden sich in mobile Grills und Grillanlagen. Zu den mobilen Garten - Grills gehören Holzgrills, Barbecuegrills und Kanonengrills. Grillanlagen sind gemauerte Grill -Grillkamine, Gartengrills, Gartenöfen, Backöfen oder Pizzaöfen.

Material- und Bauanleitung für einen Holz - Backofen

Einen soliden Backofen kann man mit den entsprechenden Materialien und einer Bauanleitung einfach selber bauen. Für den Holzbackofen mit einer Backfläche von 60 x 100 Zentimeter benötigt man eine halbe Tonne Sand, eine viertel Tonne Lehm, Dachpappe, Zement, zirka 220 Ziegelsteine, 80 Schamottesteine, biegsame Presspappe, zirka 40 Meter Kantholz, vier Ortgangbretter, 18 Dachlatten, vier Metallfüße, acht Firstziegel, Nägel und Schrauben. Idealerweise wird der Lehm - Backofen im Frühjahr oder Sommer gebaut, damit er ausreichend trocknen kann. Der Ofen wird auf Sand gebetteten Feldsteinen oder einen Betonplatte errichtet. Dazu wird das Erdreich bis auf einen festen Untergrund wie Lehm oder Gestein ausgehoben. Im Anschluss wird das Loch mit Sand und Feldsteinen befüllt oder die Betonplatte ausgegossen. Der Sockel des Gartenofens wird mit Lehmmörtel oder Kalk- Zementmörtel gemauert. Auf die Außenränder des Fundaments werden jetzt zwei Reihen Steine gesetzt. Zwischen den Reihen wird die gebogene Hartfaserplatte gestellt, die zusätzlich von oben mit Ziegelsteinen beschwert wird. Nun wird das Gewölbe gemauert, was von beiden Seiten gleichzeitig erfolgen muss. Danach werden die Seitenwände bis an das Gewölbe heran gemauert und der Sockel- Hohlraum mit Sand befüllt. Jetzt wird das Gewölbe mit Schamotteplatten ausgelegt. Die Platten stellen die Backfläche dar. Das Backgewölbe wird mit Schamottesteinen ausgemauert, da diese als besonders gute Wärmespeicher fungieren. Aus Stroh und Lehm-Schlamm wird nun das Dichtungsmaterial hergestellt. Beide Elemente werden sorgfältig miteinander vermischt und anschließend zehn Zentimeter dick auf den Ofen aufgetragen. Ist der Backofen gut getrocknet, kann er in Betrieb genommen werden.

Dazu wird der Backraum mit Gehölz befeuert. Nach zirka 1,5 Stunden wird die Glut mit einem Schaber entfernt und der Backraum mit einem feuchten Tuch ausgewirbelt. Der Ruß sollte vollständig ausgebrannt sein, bevor mit dem Backen begonnen wird.

In einem Holz - Backofen lassen sich schmackhafte Fisch,- Brot,- Nudel- Pfannen und Pizzagerichte zubereiten.

Gartenofen- der richtige Standort

Da der selbst gebaute Garten -Backofen über keinen Schornstein verfügt, kann er grundsätzlich überall aufgestellt werden. Bei der Standortwahl sollte man jedoch bedenken, dass die Flammen aus der Ofenöffnung ausschlagen können. Aus diesem Grunde sollten in unmittelbarer Nähe keine leicht entflammbaren Gegenstände aufbewahrt werden.

Kaminbesteck aus Edelstahl, Messing

Wer einen Kamin in der Wohnung oder im Haus hat, der benötigt auch das passende Zubehör, um das Feuer gut anfachen zu können, Brennmaterial nachlegen zu können und zum Reinigen. Das passende Kaminbesteck muss her. Diese gibt es aus vielen verschiedenen Materialien. Edelstahl ist wie der Name schon sagt, ein besonders edles. Dazu ist es aber auch schön anzusehen, pflegeleicht und langlebig. Bei Kaminbestecken aus Messing handelt es sich häufig um richtig antike Stücke. Sie werden meist von Antiquitätenhändlern, aber auch manchmal von Privatpersonen angeboten. Diese Kaminbestecke passen zu alten, traditionellen Kaminen. Einige moderne Modelle sind aus Eisen, in Messingoptik gehalten.

Was gehört zu einem Kaminbesteck?

Zu einem ordentlichen Kaminbesteck gehören ein Schürhaken, eine Kamin- oder Ofenzange und Kehrschaufel und Besen. Hin und wieder wird noch eine Spaltzange mit angeboten. Zu dem Set gehört in der Regel auch ein Ständer, an welchem alle Werkzeuge befestigt werden können, Ordnung muss schließlich sein. Der Schürhaken wird zum Schüren des Feuers genutzt, zur Lagekorrektur des Brenngutes, aber auch zum Reinigen des Rostes.  Mit der Zange kann man Holz, Kohle oder anderes Brennmaterial in den Kamin einbringen, ob das Feuer schon brennt oder nicht. Man spart sich mit der Zange das Verschmutzen der Finger und das Einziehen von Holzschiefern. Außerdem verlängert sie den Arm, wenn man etwas weiter hinten platzieren möchte und sich am Feuer vorbeimogeln muss. Kehrschaufel und Besen dienen natürlich zur Reinigung des Kamins an sich und der Verschmutzungen drum herum, die oft nicht ausbleiben, wie vorsichtig man auch arbeitet. Um alle diese Werkzeuge immer griffbereit und zusammen zu haben, werden sie an einem passenden Ständer angebracht. Das sieht ordentlich aus und mit einem Griff hat man, was man benötigt.

Modelle und Preise

Die preiswertesten Modelle aus Edelstahl gibt es schon unter 20 Euro, allerdings sind das sehr einfache Ausführungen. Ab 40 Euro gibt es dann schon Kaminbesteck in sehr ansprechender Form, welches man auch im Wohnzimmer nicht verstecken muss. Besonders die Ständer sehen nach etwas aus und sind verkleidet, so dass von dem Werkzeug meist gar nichts zu sehen ist. Es gibt auch Kaminbestecke aus Edelstahl, die sind teurer. Die Modelle ähneln sich aber. Ausgefallene Modelle, die von Künstlern in Handarbeit hergestellt werden, sind deutlich teurer. Einige Hundert Euro sind da keine Seltenheit.
Kaminbestecke aus Messing sind seltener. Sie werden häufig gebraucht angeboten. Neue Modelle sind meist nur in Messingoptik, aber aus Eisen gefertigt. Sie sehen aber auch sehr gut aus. Neue Kaminbestecke aus massivem Messing sind vom Stil her ebenfalls auf antik gemacht und kosten ab etwa 70 Euro.
Kaminbesteck aus Messing passt sehr gut zu altmodischen Kaminen. Es gibt auch Funkenschutzgitter oder Funkenschutzglas mit Messingumrandung und -füßen, diese passen sehr gut zu dem Besteck. Kaminbesteck aus Messing bekommt man mit etwas Glück für etwa 100 Euro. Oft ist es aber erheblich teurer, weil es einfach antik ist.

Kaminbesteck für den Garten-Kaminofen

Wer in seinem Haus oder seiner Wohnung keinen Kamin hat, erfüllt sich diesen Traum oft mit einem Garten-Kaminofen im Freien. Diese halboffene Feuerstelle dient in erster Linie dazu, an kühleren Tagen oder in frischen Sommernächten Wärme zu spenden und etwas Lagerfeuerromantik zu erzeugen. Meist steht der Kaminofen auf oder in der Nähe der Terrasse. Da die Öfen schwer und unhandlich sind, werden sie meist nicht umgestellt, anders als Terrassenfeuer.

Was gehört zu einem Kaminbesteck?

Für jeden Kamin, auch für den im Garten ist ein Kaminbesteck unverzichtbar. Das Besteck ist im Grunde eine Werkzeugsammlung zur Bedienung des Kamins oder des Ofens. Wichtig ist, dass alle Teile aus unbrennbaren Materialien bestehen. Zu solch einem Werkzeugset gehören ein Schürhaken zur Lagekorrektur des Brenngutes und eine Kamin- oder Ofenzange, mit welcher man das Brennholz, die Holzkohle oder die Briketts in den Brennraum verbringen kann. So spart man sich das Verschmutzen der Hände, denn die Brennmaterialien sind meist schmutzig. Mit Hilfe der Zange kann man auch noch einmal Brenngut verrücken, an einer anderen Stelle platzieren, wenn das Feuer schon brennt. Natürlich ist Vorsicht dabei geboten. Der Schürhaken macht sich auch gut bei der Reinigung des Rostes. Weiterhin gehört eine Spaltzange zum Set, mit welcher man runde Holzbriketts in kleine Scheiben Spalten kann, um so das Anfeuern zu erleichtern. Unverzichtbar in einem Kaminbesteck sind auch Kehrschaufel und Besen. Sie dienen zum Ausräumen der Asche aus dem Brennraum und zur Reinigung des Stellplatzes. Meist dient ein Ständer dazu, die Teile bei Nichtgebrauch zusammenzuhalten.

Materialien und Preise

Kaminbestecke für den Gartenkamin gibt es in vielen Ausführungen aus den verschiedensten Materialien. So kommen Edelstahl, Eisen oder Schmiedeeisen zum Einsatz. Das Design ist meist eher robust, dem Garten-Kaminofen angepasst. Oft bestehen die Kaminbestecke für den Garten nur aus Schaufel, Besen, Schürhaken und Ständer. Besonders beliebt sind die Kamingarnituren aus Schmiedeeisen. Sie sind meist sehr rustikal, außerdem pflegeleicht, langlebig und gehen nicht kaputt. Der Preis ist auch nicht zu hoch, beginnt bei etwa 25 Euro und richtet sich nach der Ausführung und dem Design. Kaminbesteck aus Schmiedeeisen für 150 Euro ist auch keine Seltenheit.

Edelstahl ist schon ein edleres Material, aber auch gut für den Garten-Kaminofen und den Aufenthalt im Freien geeignet. Das Material ist witterungsbeständig und auch Feuer macht ihm nichts aus. Zwar verliert Edelstahl, wenn es mit Feuer in Berührung kommt , meist sein schönes Aussehen, aber die Funktionalität bleibt zu 100 Prozent erhalten. Kaminbestecke aus Edelstahl bekommt man ab etwa 40 Euro, aber auch hier gibt es wesentlich teurere Modelle, die aber meist für den Wohnzimmerkamin verwendet werden.

Ein Kaminbesteck aus Eisen ist oft die preiswerteste Variante. Man bekommt die Teile schon unter 20 Euro, dabei ist das Material lange haltbar und pflegeleicht. In der pulverbeschichteten Variante sieht es sogar edel aus, die unbeschichtete ist eher rustikal. Handgeschmiedetes Kaminbesteck von einem Künstler kann aber auch schon mal mehr als 1000 Euro kosten, ganz nach Geschmack. Für den Garten ist das aber meist zu schade.