Steinofen selber bauen - Bauanleitung & Bauplan

Ein Steinofen im Garten sieht nicht nur gut aus, er kann auch zur Anfertigung wirklicher Delikatessen benutzt werden. Nur aus dem Steinofen schmeckt ein Brot so, wie es schmecken sollte. Pizza gewinnt ebenso durch diese Zubereitungsart, und echten Flammenkuchen können Sie ohne einen Steinofen zu Hause überhaupt nicht herstellen. 

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Planung des Steinbackofens


Vor dem Bau steht die Überlegung, welche Größe Ihr Pizzaofen bekommen soll. Welche Größe ihre Bodenplatte und der Unterbau darauf bekommen, hängt von der Größe des Ofens darüber ab. Vielleicht wird es auch ein Unterbau mit zwei Kammern, weil noch ein Räucherofen oder ein Grill integriert werden sollen. Zuerst planen Sie also auf dem Papier Ihren Ofen, aufbauend auf dessen Maßen kann dann das Gestell darunter samt Bodenplatte bemaßt werden. Der Ofen selbst bekommt eine Grundfläche aus Schamotteplatten oder besonders glatten Ziegelsteinen, diese bilden mit dem runden Obergewölbe die spätere Backfläche. Diese Art von Ofen bäckt, indem die Steine des eigentlichen Ofenraumes direkt mit Holz so erhitzt werden, dass nach Entfernen des Holzes und Säubern der Backfläche genügend Hitze vorhanden ist, um Pizza oder Brot zu backen. Der Schamottstein speichert die Hitze für eine ganze Weile, meist sind mehrere Backvorgänge möglich.            

Standort des Steinbackofens

Je nachdem, ob der Ofen einen Kamin bekommen soll oder nicht, dürfen in den Luftraum über dem Ofen Pflanzen hineinragen oder nicht. In Ofennähe sollten sich keine brennbaren Materialien befinden, ansonsten brauchen Sie nur noch ebenen Boden. Darauf wird ein Fundament gegossen oder es werden sandverdichtete Natursteine oder mit feuerfestem Mörtel verbundene Betonplatten verlegt. Jetzt brauchen Sie einen Unterbau, damit der Ofen in einer komfortablen Bedienhöhe steht.   

Steinofen Bauanleitung
  • Der Sockel des Ofens wird meist als einfache Konstruktion aus drei Wänden, vorne offen, gemauert. Sie können aber grundsätzlich alles verwenden, was nicht brennbar ist, von geschichteten und mit Mörtel befestigten Natursteinen bis zu einem riesen Findling mit waagerechter Oberfläche.
  • Auf diesen
    Sockel kommt jetzt eine waagerechte Platte. Sie kann gegossen werden, bei dieser Arbeit in der Höhe brauchen Sie eine Umrandung und eine Unterschalung zum Betongießen. Die Unterschalung kann zum Beispiel eine Holzplatte sein, die vom Boden aus durch mehrere senkrechte Hölzer gestützt wird. Die Waagerechte kann auch gemauert werden, darauf kommt jetzt der eigentliche Ofen.
  • Der eigentliche Backofen kann auf verschiedenen Wegen hergestellt oder eingebracht werden: Es gibt fertige Einsätze als Bausatz zu kaufen, der Sockel wird dann den Größen dieser Bausätze angepasst. Sie können einen Boden aus Schamottsteinen mit einer Kuppel versehen, hier wird ähnlich gemauert wie bei einem Torbogen. Sie können den Backboden auch mit einer Kuppel ausstatten, indem Sie den späteren Innenraum aus Sand und Lehm gestalten und darüber feuerfesten Beton zur Kuppel formen. Der Sand wird nach dem Aushärten aus dem Backraum entfernt. Wenn Sie eine Ofentür zufügen wollen, können Sie jetzt eine Styroporform basteln, die die Stelle der Tür beim Schichten des Betonmantels einnimmt.
  • Diese Kuppel kann auch ohne Wände bleiben, dann wird die Kuppel mit einer Schicht aus Lehm und Stroh gedämmt. Für diese Lehm-Stroh-Dämmung wird Stroh (keine zu langen Halme nehmen) mit Lehm und Wasser gemischt, das Gemisch kommt so lange auf die Kuppel, bis sich eine dicke Schicht gebildet hat. Mindestens 10 Zentimeter, je mehr, desto besser die Dämmung. Diese Schicht kann anschließen noch verputzt und eventuell sogar gestrichen werden. Bei einer Kuppel mit Wänden wird der Freiraum zum Backraum hin so gut wie möglich gedämmt, zum Beispiel mit einem Gemisch aus Lehm und nicht brennbaren Fasern oder mit nicht brennbarem Dämmmaterial.
Tipps

  1. Besteht Ihr Garten aus schrägem Gelände? Legen Sie eine Stufe an, die obere Ebene ist dann der perfekte Platz für den Steinofen.
  2. Feuerfesten Beton werden Sie vielleicht nicht im nächsten Baumarkt finden, wenn Sie keine Bezugsquelle in der Nähe finden, kann er zum Beispiel bei www.schmidt-feuerfest.de bestellt werden. Allerdings werden die Versandkosten individuell kalkuliert und werden wohl beträchtlich sein. Vielleicht haben Sie einen Ofenbauer in der Nähe, der Ihnen etwas von seinem Material abgeben kann.
  3. Wenn Sie gerne und häufig die Köstlichkeiten zubereiten, die nach stundenlangem Schmoren am besten schmecken (Boeuf Bourguignon, Bigos, Szegediner Gulasch, echte Soße Bolognese ...), können Sie durch Nutzung des Steinofens sogar merkbare Mengen Stromenergie sparen.