Brunnentrog selber bauen und bepflanzen

Ein Brunnen auf dem Grundstück ist etwas Schönes. Man hat immer Wasser und ist unabhängig von der Wasserleitung und vor allen Dingen von den Kosten derselben. Allerdings ist es von Vorteil, wenn man das Wasser aus dem Brunnen in einem möglichst schönen Behältnis auffangen kann, damit es immer verfügbar ist und nicht erst mühsam zum Beispiel durch Pumpen
an das Tageslicht befördert werden muss.

Ein Brunnentrog, der außerdem noch hübsch bepflanzt ist, erlaubt es, das Wasser aufzubewahren und er bildet gleichzeitig einen Blickfang im Garten. Besonders schön ist ein selbst gebauter Brunnentrog. Ihn kann man mit einem bisschen handwerklichen Geschick und dem richtigen Material problemlos fertigen.

Das Material für den Brunnentrog

Ein Brunnentrog soll zum einen wasserdicht und zum anderen eine ansprechende Optik besitzen. Der Grundwerkstoff für einen Brunnentrog ist Beton. Um diesen farblich zu gestalten, kann man im Fachhandel diverse Farben zum Beimischen kaufen und während des Mischvorgangs beifügen.

Ganz wichtig beim Bau des Brunnentrogs: Es muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen, damit bei Bedarf nachgegossen werden kann. Ansonsten wird der Beton zu trocken und kann nicht mehr verwendet werden.

Neben Beton wird Torf oder Kokohum benötigt, Perlit und Acrylfiber, alternativ Maschendraht. Außerdem braucht man ein Mittel zum Abdichten des Betons und natürlich eine Form für den Brunnentrog. Da kommt einiges in Frage.

Man kann zum Beispiel eine Wanne für einen länglichen Trog nehmen oder einen Maurerkübel für einen runden Trog. Das kommt auf die persönlichen Wünsche bezüglich des Brunnentroges an. Nachdem man alles zusammen hat, kann man mit dem Bau beginnen.

Anleitung zum Bau eines Brunnentroges

Da hier keine Angaben zu exakten Mengen in Gramm bzw. Kilogramm angegeben werden können, werden die Angaben jeweils in Teilen vorgenommen. Man
nehme: 3 Teile Zement, 4 Teile Torf, 5 Teile Perlit und 1 Handvoll Fiber. Zu Beginn wird der Beton mit einer entsprechenden Masse vermischt. Hat die Mischung ihre gewünschte Konsistenz erreicht, kommen Torf, Perlit und Fiber hinzu.

Nunmehr wird die Masse nach und nach in die Form gegeben und auf dem Boden und an den Seitenwänden auf eine Dicke von mindestens 2 Zentimetern fest angedrückt. Dieser Vorgang nimmt einige Zeit in Anspruch, sollte aber mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.

Im Boden dürfen die Abzugslöcher nicht vergessen werden, also Holzstückchen oder ein paar klein geschnittene Stücke von einem Gartenschlauch einsetzen.

Jetzt ist der Brunnentrog fertig und muss nur noch trocknen, auch brennen genannt. Dazu wird die Form abgedeckt und regelmäßig – etwa einmal am Tag - mit Wasser gegossen werden. Die ausreichende Versorgung mit Feuchtigkeit ist immens wichtig, sonst wird der Trog porös. Der Brunnentrog benötigt einige Tage, bis er komplett ausgetrocknet ist.

Anschließend kann er aus der Form genommen und bearbeitet werden. Dafür kann man Hammer und Meißel einsetzen, um dem Brunnentrog eine ansprechende Form zu geben. Es ist außerdem möglich, den Trog mit Natursteinen zu verkleiden. Da sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Das Finish – den Brunnentrog bepflanzen

Bei der Bepflanzung des Brunnentrogs muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es hier sehr feucht ist. Viel Feuchtigkeit verträgt nicht jede Pflanze, deshalb sollte man auf Pflanzen zurückgegriffen werden, die mit diesen Voraussetzungen gut zurechtkommen. Farne, Schilf, Schwertlilien, Funkien und Begonien sind ideal für die Bepflanzung von besonders feuchten Böden.

Natürlich muss man beachten, wie groß die Pflanzen werden und wie groß sie werden dürfen. Auch ein Überbau oder ein Zwischenbau zum Aufstellen von anderen Pflanzen passt gut zu einem Brunnentrog. Zum Überwuchern von außen eignen sich diverse Kletterpflanzen wie Efeu, der es feucht mag.