Gartenküche selber bauen - aus Stein und Holz

Heute werden viele fertige Küchenmodule verkauft, die zur Gartenküche zusammengestellt werden können. Hier überwiegt das professionelle Aussehen, Edelstahl und edles Schwarz sind gerne dabei.

gartenstuhl-gartendeko-herbst_flWenn der Garten sehr naturnah gestaltet ist, wünschen Sie sich vielleicht eine Küche mit einer ebenfalls natürlichen Ausstrahlung. Diese wird am besten aus Holz und Stein
gebaut, den im Garten vertretenen Elementen. Hier ein Beispiel für die Planung einer Gartenküche, die ein gartennahes Ambiente ausstrahlt:


Die Planung der Gartenküche


Die Outdoorküche beginnt mit Überlegungen. Welche Geräte sollen draußen betrieben werden? Soll Strom beteiligt sein, oder wollen Sie sich auf gasbetriebene Geräte beschränken? Welche Kochmöglichkeiten sollen integriert werden, soll vielleicht sogar ein Steinbackofen ein Teil der neuen Küche werden? Zweckmäßig bei einer Küche mittlerer Größe sind ein Gasgrill und ein Gaskochfeld, ein Waschbecken und ein Kühlschrank. Auch genug Arbeitsfläche und Stauraum müssen eingeplant werden. Wenn ein Steinbackofen gewünscht wird, kann die Planung auch vorsehen, dass er erst später angebaut wird. 

Es gibt alles für die Gartenküche, vom Gasgrill in verschiedensten Formen über das Waschbecken, das an den Gartenschlauch angeschlossen werden kann. Jedes Elektrogerät kann eingebaut werden, auch ein Holzkohlegrill ist möglich.

Die Gartenküche erhält einen Unterbau, der je nach der Anzahl der geplanten Geräte verschiedene Abteilungen vorsieht. Dieser Unterbau sollte am besten aus Ziegeln erstellt werden. Sie vertragen die von Gasgeräten und Holzkohlegrill abgestrahlte Hitze, sie sehen auch meist im Garten am natürlichsten aus. Sie können natürlich auch Natursteine mit anderen Farben verbauen, ganz so, wie es am besten zur Fassade Ihres Hauses passt. Vielleicht können Sie sogar Schamottziegel aus einem Abriss bekommen, diesen Ziegeln macht keine Hitze etwas aus. Sie können sogar direkt für den Backraum eines Steinbackofens vermauert werden, wenn Sie feuerfesten Mörtel für die Verbindungen nehmen. Auch ein Unterbau aus Holz wäre theoretisch möglich, dann können aber einige Geräte aufgrund der Hitze, die sie abstrahlen, nicht integriert werden. 

Die Gartenküche muss auf ein Fundament gestellt werden, wenn sie nicht auf einer Terrasse mit Steinbelag oder sonst absolut festem und ebenem Boden gebaut wird. Wenn Ihnen ein Fundament optisch nicht zusagt, müssen Sie diesen festen und ebenen Boden auf andere Art schaffen. Grundsätzlich ist jeder Steinbelag denkbar, er kann mit Sand verdichtet oder mit Mörtel fest verlegt werden.

Für die Arbeitsplatten wird häufig Holz verwendet, das ist aber bei einer Gartenküche nur angemessen, wenn die Konstruktion ständig vor Regen geschützt wird. Außerdem ist gerade beim Bau von Gartenküchen häufig zu beobachten, dass eine Reihe von Geräten
in Holzarbeitsplatten versenkt werden, die mit ihrer Hitzeabstrahlung eine ständige Brandgefahr verursachen. Ein Einbaugrill für den Betrieb mit Holzkohle in einer Holzplatte - da sollte wirklich immer der Feuerlöscher danebenstehen.

garten-party2_flUnverwüstlich und von sehr schöner Optik, aber nicht billig, sind Sandsteinplatten als Arbeitsplatten. Sie sehen sehr gut aus zu Klinker, Ziegelstein, Schamottsteinen und eigentlich auch allen anderen Natursteinen. Hier können alle Geräte eingelassen werden, eine Brandgefahr ist nicht gegeben. Auf jeden Fall nicht in Bezug auf die Sandsteinplatte, Sie müssen natürlich allgemein darauf achten, dass bei einer Gartenküche keine brennbaren Substanzen in der Nähe sind. Sandstein ist auch hervorragend zu säubern, selbst von öligen und rußigen Grillresten. 

Die Gartenküche, die häufig benutzt werden soll, bekommt ein Dach. Denn wenn Sie die Outdoorküche nicht nur nutzen, wenn Besuch kommt, werden Sie auch Vorbereitungsarbeiten draußen erledigen. Es macht nun einmal mehr Spaß, das eigene Obst bei gutem Wetter für Marmelade oder Kuchen vorzubereiten als im Haus. Dann können Sie aber nicht einfach alles zusammenräumen, wenn einmal ein paar Tropfen fallen. Oder Sie können das schon, es wäre aber eine Menge ärgerliche Arbeit.

Das Dach kann selbst gebaut werden, denkbar ist auch die Verwendung eines Pavillons. Je nach Lage des Grundstücks kann auch eine Seitenwand sinnvoll sein, in manchen Gegenden würde sonst der Grill dauernd von Windböen angeweht. Das macht nicht nur ein gutes Grillergebnis schwierig, sondern kann auch gefährlichen Funkenflug verursachen.

Tipps: Wenn Sie den Gartenschlauch nach Gebrauch am Weg entlang in die Sonne legen, haben Sie beim nächsten Gebrauch eine ganze Menge angenehm erwärmtes Wasser für Ihre Gartenküche zur Verfügung. Achten Sie darauf, dass das Wasser aus dem Schlauch zur Gartenküche im Winter abgelassen wird, er würde sonst platzen. Wenn Sie ohne Dach auskommen, sollten Sie die Gartenküche für den Winter gut in eine Folie einpacken (vorher alle Anschlüsse fetten).

Eine Gartenküche macht nicht nur Spaß, sondern hat auch einen positiven gesundheitlichen Aspekt. Allein die Zeit an der Luft ist gesund, die Outdoorküche lädt aber auch förmlich dazu ein, sommerlich gesunde Gerichte mit vorbildlichen Nährwerten wie köstliche Salate und Fisch vom Grill zuzubereiten.

Wenn Sie die neue Außenküche möglichst schnell nutzen möchten, können Sie auch auf die gemauerte Konstruktion verzichten. Auch in einem Holzpavillon zum Beispiel lassen sich viele Küchenideen verwirklichen. Der Grill bekommt dann eben eine extra Fläche, so weit weg, dass keine Funken auf die Holzküche überspringen können. 

Für ganz schnelle Heimwerker gibt es auch Bauanleitungen für kleine mobile Outdoorküchen, die wahlweise beim Grillfest auf der Terrasse ihren Dienst tun oder hinten im Garten Marmelade köcheln, während die Herrin des Kochvorgangs im Liegestuhl ein Buch liest.