Frangipani - PlumeriaDie auch als Tempelbaum, Pagodenbaum oder westindischer Jasmin bekannte Plumeria gehört zu den Sukkulenten und den Hundsgiftgewächsen. Während sie in ihrer natürlichen Heimat Symbolcharakter hat, ist sie hierzulande vor allem wegen ihrer traumhaft schönen und herrlich duftenden Blüten beliebt. Entsprechend ihrer Herkunft ist sie in unseren Breitengraden nicht winterhart. Auch was die Bodenbeschaffenheit sowie das Gieß- und Düngeverhalten angeht, ist die Frangipani etwas anspruchsvoller. Dementsprechend gibt es sowohl bei der Dosierung als auch der
Zusammensetzung des Düngers Einiges zu beachten.

Richtiges Gießverhalten

Bei der Bewässerung gilt es zunächst darauf zu achten, dass der Tempelbaum weder zu nass noch zu trocken steht. Nasse Füße mag diese bezaubernde Pflanze überhaupt nicht. Zu viel Nässe kann hier sehr schnell zu Fäulnisbildung und damit zum Absterben führen. Besser etwas weniger gießen als zu viel und auf eine optimale Drainage im Pflanzgefäß achten.
  • Den Sommer über regelmäßig gießen
  • An heißen Tagen gegebenenfalls bis zu zweimal täglich gießen
  • Höherer Wasserbedarf im Sommer der großen Blattmasse geschuldet
  • Darüber verdunstet diese Pflanze sehr viel Wasser
  • Nicht während der Mittagszeit bzw. in der prallen Mittagssonne gießen
  • Empfindlichen Wurzeln könnten sonst Schaden nehmen
  • Besser morgens oder abends mit Wasser versorgen
  • Zwischen den einzelnen Wassergaben die Erde abtrocknen lassen
  • Wasser in Übertöpfen oder Untersetzern immer kurz nach dem Gießen entfernen
  • Kurzzeitige Trockenheit wird ohne Probleme vertragen
  • Für eine hohe Luftfeuchte, Blätter zusätzlich regelmäßige mit Wasser besprühen
  • Am besten auch in den Morgen- oder Abendstunden
Teilweise kann es vor allem im Winter vorkommen, dass der Stamm der Frangipani, vor allem bei jüngeren Exemplaren, etwas runzlig wird, vergleichbar mit einem alten, vertrockneten Apfel. Ursache dafür kann sein, dass ihre Wurzeln noch nicht gut genug ausgebildet sind, um ausreichend Wasser aufnehmen zu können. Dann verabreicht man etwa eine viertel Tasse Wasser. Innerhalb der folgenden 2-3 Tage sollte der Stamm wieder prall und fest sein.

Tipp: Den Sommer über kann diese Pflanze sehr gut im Freien an einem geschützten, zugluftfreien und sonnigen Plätzen stehen. Während der Blüte sollte sie möglichst nicht bewegt oder umgestellt werden, ansonsten könnte sie die Blüten abwerfen.

Beginn und Ende der Winterruhe

Ab November ist das Gießen komplett einzustellen, sodass sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten kann. Erstes Anzeichen dafür ist der Abwurf der Blätter, allerdings nur bei Laub abwerfende Unterarten des westindischen Jasmins, wie der Plumeria rubra, die hierzulande am häufigsten zu finden ist. Sofern jetzt noch die eine oder andere Blütendolde an der Pflanze zu sehen ist, kann es sein, dass diese nicht mehr komplett ausreift und abfällt.
Frangipani - Plumeria
Gegossen werden sollte deshalb aber nicht. Ausnahme sind immergrüne Arten
wie die Plumeria obtusa, die auch im Winter einen Großteil ihrer Blätter behält, vorausgesetzt die Überwinterung erfolgt artgerecht. Diese Art sollte von November, bis Anfang/Mitte April nur in größeren Abständen minimal etwas Wasser bekommen. Sobald ab März/April der neue Blattaustrieb und mit etwas Glück auch die erste Blüte zu erkennen ist, können auch Laub abwerfende Arten wieder sparsam gegossen werden. Nach weiteren 3-4 Wochen kann man wieder zum normalen Gießrhythmus übergehen.

Düngen

Neben dem Gießen sind eine hochwertige Erde und der richtige Dünger Voraussetzung, um die Frangipani zum Blühen zu bringen. Übrigens blühen aus Samen gezogene Exemplare in der Regel nach 3 - 5 Jahren das erste Mal, sehr selten auch schon nach zwei Jahren, vorausgesetzt, die Bedingungen sind optimal.
Düngung junger und älterer Pflanzen
  • Wichtigste Nährstoffe für diese Pflanze sind Stickstoff, Kalium und vor allem Phosphor
  • Pflanzen, die jünger sind als drei Jahre, sind noch nicht blühfähig
  • Sie benötigen neben Phosphor einen erhöhten Stickstoffanteil
  • Bei erwachsenen Pflanzen hoher Phosphatanteil besonders wichtig
  • Phosphor fördert Blütenbildung und Wurzelwachstum
  • Während der Wachstumsphase von April/ Mai bis September durchgehend düngen
  • Einmal wöchentlich Spezialdünger in entsprechender Dosierung verabreichen
  • Jungpflanzen ab einem Alter von 2 Monaten alle zwei Wochen in halber Konzentration düngen
Tipp: Beim Düngen der Frangipani ist es ratsam, auf eine gleichmäßige Versorgung mit Nährstoffen zu achten, so wie es auch an ihren natürlichen Standorten der Fall ist. Eine Überdüngung sollte unbedingt vermieden werden, denn die macht diese exotische Schönheit blühfaul.

Geeignete Dünger

Die im Handel angebotenen Spezialdünger für den Tempelbaum beinhalten in der Regel ein ausgewogenes Verhältnis der wichtigsten Nährstoffe. Die Konzentration der Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium (N, P, K) ist in diesen Düngern meist in einem Verhältnis 10:52:10 oder 10:30:10 enthalten. Zum Düngen gibt man 1 - 2 g dieser Dünger auf 1 Liter Gießwasser.
Frangipani - Plumeria
Bei Jungpflanzen empfiehlt sich die Gabe von 0,5 g eines solchen Düngers pro Liter Wasser. Für Jungpflanzen, die den Winter über durchkultiviert werden sollen, haben sich auch handelsübliche Kakteendünger bewährt. Organische Dünger wie z.B. Kuhmist sind nur bedingt geeignet. Sie können maximal als Grundversorgung dienen. Sie sind meist zu stickstofflastig.

Fazit
Der Tempelbaum zählt zweifellos zu den schönsten exotischen Pflanzen, die man auch hierzulande kultivieren kann. Sie bezaubern mit spektakulären und je nach Sorte mehr oder weniger intensivem Blütenduft, der Lust auf Urlaub macht. Sie sollte weder zu viel noch zu wenig gegossen werden, wobei sie wesentlich schneller verfault als vertrocknet. Mit speziellem Plumeriadünger bekommt sie alle Nährstoffe, die sie benötigt, in optimaler Konzentration. Trotz allem sollte man, sofern Kinder und Haustiere im Haushalt leben, nicht vergessen, dass die Plumeria, wie alle Hundsgiftgewächse, giftig ist.