Für viele Menschen ist der Gummibaum, eine Pflanzenart aus der Gattung der Feigen, eine dekorative Zimmerpflanze. Allerdings enthalten speziell die Blätter des Gewächses ein leichtes Gift, das bei Kindern und Haustieren zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Bereits der Hautkontakt reicht aus, um eine allergische Reaktion hervorzurufen. Wählen Sie deshalb einen für den Nachwuchs und Tiere unzugänglichen Standort aus.

Verschiedene Arten und ihre Giftigkeit

Die dekorativen Gummibäume zieren die Fenster vieler Haushalte. Alternativ schmücken die als Feigenbaum bezeichneten Pflanzen die Zimmer. Der pflegeleichte Ficus elastica mit seinen dicken, dunkelgrünen Blättern gehört zur Familie der Maulbeergewächse. Als Zimmerpflanzen kommen auch andere Vertreter der Pflanzenart infrage:
  • Ficus benjamina
  • Ficus pumila
  • Ficus lyrata
  • Ficus palmeri
Der
Gummibaum ist leicht toxisch. Kommen Ihre Kinder mit dem Gummibaumsaft in Berührung, treten zunächst leichte Reizungen der Schleimhaut auf. Reiner Hautkontakt führt zu einer allergischen Reaktion, die sich oftmals in einer Rötung oder Hautirritation äußert. Waschen Sie die betroffenen Stellen mit lauwarmem Wasser ab, verschwinden die unangenehmen Symptome innerhalb kurzer Zeit.

Speziell Kleinkinder faszinieren die dicken Blätter und sie beißen hinein. Der schlechte Geschmack sorgt dafür, dass sie reflexartig ausspucken. Dennoch gelangt die Pflanzenmilch unter Umständen an die Mundschleimhaut und darüber in den Organismus. In der Folge quält sich das Kind mit unangenehmen Krankheitsanzeichen:
  • Magen-Darm-Verstimmung und Erbrechen als typische Vergiftungssymptome
  • Körper reagiert mit Durchfall auf enthaltene Pflanzentoxine
  • Beim Verzehr großer Menge des Blattwerks drohen Krämpfe und Lähmungen.
Tipp: Beißt Ihr Kind vom Gummibaum ab, verdünnen Sie die aufgenommenen Giftstoffe mit lauwarmen Getränken. Dafür eignen sich Tee oder Wasser, keinesfalls Milch. Animieren Sie den Nachwuchs nicht zum Erbrechen, da sonst starke Schleimhautreizungen drohen.

In der Regel reagieren Haustiere stärker auf das Toxin des Gewächses als Kinder. Bei ihnen führt die orale Aufnahme ebenfalls zu Magenverstimmungen und Erbrechen. Stellen Sie den Ficus elastica an einen Ort, den Kind, Katze und Hund schwer erreichen, vermeiden Sie Vergiftungen mit ihren Folgen.

Vergiftungserscheinungen beim Baby

Gummibaum - Ficus elasticaSobald Babys krabbeln, erreichen sie einen auf dem Boden stehenden Gummibaum problemlos. Durch dessen lange Äste reichen die breiten Blätter oft bis in die Bodennähe. Berührt Ihr Nachwuchs die Blattoberfläche, bilden sich auf der empfindlichen Haut schnell rote Flecken. Das unangenehme Jucken bringt Babys und Kleinkinder zum Weinen, sodass Sie die Gefahr durch den Ficus elastica rechtzeitig bemerken und eindämmen.

Berührt das Kind das dunkelgrüne Blattwerk, zieht es daran oder bricht es ab. Durch die dicke Struktur fühlt sich das Blatt ähnlich einem Gummispielzeug an. Durch das Reißen an der Pflanze tritt deren weißer Milchsaft aus. Zudem enthalten die Blätter des Gummibaums:
  • Kautschuk
  • Wachse
  • Cumarine
  • Chlorogensäure
Letzteres ist eine leicht giftige Substanz, die in zahlreichen Pflanzen vorkommt. Im Organismus Ihres Babys führt sie zu starker Magenverstimmung, Durchfall und Krämpfen. Die Stärke der Symptome hängt maßgeblich von der aufgenommenen Menge ab. Für Kinder unter zwei Jahren reicht eine geringe Dosis aus, um gesundheitliche Beschwerden nach sich zu ziehen. Daher suchen Sie bei Verdacht auf eine Vergiftung durch den Gummibaum den Kinderarzt auf. Neben dem Blattwerk besitzt die Rinde des Feigenbaums toxische Komponenten. Dazu gehört beispielsweise die Gerbsäure. Gelangt diese in größeren Mengen in den Mund des Kleinkindes, ruft sie Magenschmerzen und Erbrechen hervor. Zusätzlich steht sie unter dem Verdacht, Krebs zu erregen.

Nascht Ihr Nachwuchs einmalig an der Rinde des Gummibaums, brauchen Sie im Normalfall keine Komplikationen zu befürchten. Die Blüten und Früchte des Ficus elastica sehen unscheinbar aus, üben auf Kinder aber eine besondere Wirkung aus. Sie pflücken die feigenähnlichen, kleinen Pflanzenteile ab und stecken sie in den Mund. Steht ein Gummibaum in Ihrer Wohnung, bedenken Sie Folgendes:
  • Blätter beinhalten ebenfalls Toxine
  • Toxische
    Bestandteile in jungen Trieben stärker als im Blattwerk
  • Orale Aufnahme der grünen Kügelchen für Kinder gesundheitsgefährdend
  • Führt zu starkem Bauchschmerz und Übelkeit
Die Blüten des Gummibaums zeichnen sich nicht durch Duft oder Farbigkeit aus. Dennoch empfinden Ihre Sprösslinge sie unter Umständen als interessant. Da sie ebenfalls zu den leicht giftigen Pflanzenelementen gehören, drohen beim Verzehr gesundheitsschädigende Komplikationen. Zwar blüht der Feigenbaum in der Wohnung selten, dennoch bewährt es sich, die Blüten rechtzeitig abzusammeln. Tragen Sie hierbei Handschuhe, um Hautreizungen zu vermeiden. Eine bessere Alternative besteht darin, den Baum auf einem Hocker oder Sideboard zu platzieren. Dadurch gelangen Babys und Kinder nicht in die Nähe von Blattwerk, Frucht und Blüte.

Giftstoffe in den Pflanzenteilen

Gummibaum - Ficus elastica giftigIm Ficus elastica befindet sich eine Reihe von Giftstoffen. Diese sind speziell für kleine Kinder und Babys gefährlich. Nimmt Ihr Nachwuchs Blätter oder Rinde des Gummibaums in den Mund, hilft es, diesen zunächst auszuspülen. Bei einer oralen Vergiftung wirkt zudem Aktivkohle. Zu den Pflanzenstoffen, die sich negativ auf die menschliche Physiologie auswirken, zählen beispielsweise die Furocuramine. Die sekundären Pflanzenstoffe befinden sich neben Maulbeergewächsen auch in Zitruspflanzen. Sie dienen der Krankheits- und Schädlingsabwehr.
  • Gelangen Furocuramine auf Hautoberfläche, entstehen verbrennungsähnliche Symptome
  • Trifft gleichzeitig Sonnenlicht auf die Epidermis, entsteht Schmerzreiz
  • Vergiftungsreaktion hängt von Hautempfindlichkeit ab
  • Leichter Hautausschlag bis zum schmerzenden Brennen als typische Anzeichen
  • Stechend rote Hautirritationen bei kleinen Kindern
Flavonoide gehören ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen. Die Substanzen existieren in sämtlichen Zier- und Nutzpflanzen, um diese vor Fressfeinden zu schützen. Sie gelangen ausschließlich über die Nahrung in den Körper. Nimmt Ihr Nachwuchs die Blätter des Ficus elastica oder dessen Milchsaft in den Mund, führen die Pflanzenstoffe zu Magengrummeln. In einer größeren Menge - beispielsweise beim Verzehr mehrerer Blätter - drohen durch sie starke Magenschmerzen und Erbrechen.

Kinder empfinden den Gummibaum nicht als schmackhaft. Sie nehmen maximal einen Bissen vom verführerisch glänzenden Blatt. Ein weiterer Inhaltsstoff des Feigenbaums ist Kautschuk. Ihm verdankt er seinen volkstümlichen Namen Gummibaum. Die Substanz verursacht bei Berührung unter Umständen allergische Reaktionen. Speziell Personen mit einer Latexallergie verwenden bei der Pflege des Gewächses Handschuhe, um den Hautkontakt zu unterbinden. Bei kleinen Kindern treten folgende Allergiereaktionen auf:
  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Schuppung der Epidermis
  • Anaphylaktischer Schock

Schutz vor der Giftigkeit

Der Ficus elastica zählt zu den leicht giftigen Zimmerpflanzen. Dennoch brauchen Familien mit Kindern nicht auf sein dekoratives Aussehen in der Wohnung zu verzichten. Damit der Nachwuchs nicht mit der Rinde und herabhängenden Blättern in Berührung kommt, platzieren Sie den Gummibaum für Babys und Kinder unzugänglich.
  • Auf einem Schrank finden kleine Exemplare der Pflanze problemlos Platz
  • Eine sichere Möglichkeit besteht zudem in einem abschließbaren Wintergarten
  • Stellen Sie die Zierpflanze im heimischen Arbeitszimmer auf und verbieten sie dem Kind den Zugang
Dadurch vermeiden Sie, dass neugierige Kinderhände den Feigenbaum untersuchen. Steht Ihr Gummibaum in einem Zimmer, das das Kind ebenfalls frequentiert, sammeln Sie herabfallende Blätter zeitnah auf. Sonst laden sie Ihren Sprössling zum Spielen und Ausprobieren ein. Berühren Sie das Blattwerk bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mit ungeschützten Händen. Zusätzlich empfiehlt es sich, bei der Pflege der Pflanze langärmelige Kleidung und Handschuhe zu tragen.
Gummibaum - Ficus elastica
In seltenen Fällen spritzt der Milchsaft beim Abschneiden der Blätter. Daher bearbeiten Sie das Gewächs nicht, solange sich Ihr Nachwuchs in der Nähe befindet. Gelangt der Pflanzensaft auf Ihre Kleidung, gehört diese in die Wäsche. Sonst kommt Ihr Baby oder Kind auf diesem Umweg mit der allergenen Substanz in Berührung.