Garapa

Das Holz Garapa stammt aus dem tropischen Südarmerika und kommt überwiegend aus Brasilien und Bolivien. Es gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 1 und kann unbehandelt bis zu 25 Jahren im Außenbereich liegen.

In unseren Breiten ist dieses Holz noch relativ unbekannt und wird als Ersatz für Bangkirai eingesetzt. Bevor die natürliche Vergrauung einsetzt, weist Garapa einen sehr hellen bräunlichen Farbton auf, der bis ins Orange variieren kann. Durch seine helle bis hellbraune Farbe hebt es sich von den meisten Harthölzern ab.

Bei Garapa kann es jedoch zu Auswaschungen der Inhaltsstoffe kommen, sodass angrenzende Gebäude verfärben können, wenn bei der Verbauung nicht ein entsprechender Abstand zum Gebäude eingehalten wurde.

Das Holz ist mittelhart, aber recht schwer und besitzt eine gute Widerstandsfähigkeit. Es hat kaum Wurmlöcher und ist ein sehr formstabiles Holz mit einer geringen Neigung zur Bildung von Rissen und Splittern, was von Familien mit Kindern besonders geschätzt wird. Zudem ist dieses Holz sehr widerstandsfähig gegen Pilze, Insekten und
verschiedene Termiten.

Überwiegend wird Garapa im Terrassen- und Gartenbau eingesetzt, wobei es auch im Brückenbau, bei Eisenbahnschwellen und im Schiffsbau verwendet wird. Es gibt auch eine ganze Reihe von Gartenmöbeln, die aus Garapa bestehen.

Die Bearbeitung ist sehr gut möglich, obwohl das Holz über eine extrem hohe Dichte verfügt. Da es sich um ein sehr hartes Holz
handelt, sollte möglichst mit stellirisierten Sägen gearbeitet werden. Bei einem Kontakt mit Eisen kann es zu einer oberflächlichen blau-schwarzen Verfärbung kommen. Daher sollte Garapa ausschließlich mit einem Befestigungsmaterial aus nicht rostendem Edelstahl verarbeitet werden.

Der Preis für Garapa-Terrassenholz liegt bei ca. 6 Euro je lfm. Durch ein regelmäßiges Ölen der Oberfläche kann die Standzeit des Garapa wesentlich erhöht werden. Mit speziellen, pigmentierten Holzölen kann zudem der freundliche, helle Farbton erhalten und das Holz vor der natürlichen Vergrauung durch die UV-Strahlung geschützt werden.

In den meisten Fällen kommt das in Deutschland verarbeitete Garapa aus einer  brasilianischen, zertifizierten, nachhaltigen Forstwirtschaft.