Aktiver Insektenschutz - was tut ihr für Insekten?

EvaKa

EvaKa

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#51
Tolle Sachen, die ihr da macht.
Da der Winter und die damit verbundene Kälte viel zu lange gedauert hat,
sind die Bienen total ausgehungert.
Wer seinen "Summsern" nicht nur ein neues Hotel bieten möchte, sondern auch was gegen den Kohldampf, der kann "Zuckerwasser" anbieten:
http://www.bienenwiki.de/wiki/index.php?title=Fütterung#Herstellung_von_Zuckerwasser

Aus o.g. Beschreibung habe ich folgenden Passus entnommen und stelle ihn hier ein, da er der wichtigste Passus ist:

Herstellung von Zuckerwasser
Die vielleicht einfachste, aber zumindest kostengünstigste Methode ist die Flüssigfütterung. Man kann mit gewöhnlichem Raffinade- oder Haushaltszucker Zuckerwasser zubereiten. Für die Bienen ist es am einfachsten, es im Verhältnis von 3 Teilen Zucker zu 2 Teilen Wasser aufzunehmen. Bei einer konzentrierteren Lösung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Kristallisation, eine geringere Konzentration bedeutet für die Bienen zusätzlichen Energieaufwand beim Eindicken der Lösung. Man mischt dazu einfach den Zucker in warmem Leitungswasser auf und rührt die Lösung so lange, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.


Ich werde morgen ganz sicherlich schnell ein paar "Naschtöpfchen" fertig machen für die Bienen.
 
  • Büchermammut

    Büchermammut

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    #52
    @evaka

    aber du weist ja schon , dass die fütterung sich auf die herbstmonate bezieht , damit sie den winter gut überleben , oder hab ich das jetzt falsch verstanden:confused:
     
    sarkuma

    sarkuma

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    #53
    Hier ist dieses komische Pflänzchen, was allen Insekten so viel Freude bereitet. Keine andere Pflanze wird so stark besucht, wie dieses Gestrüpp. Im Sommer trägt es rote Knopsen/Beeren.

    Kennt es jemand?
     

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    Gecko

    Gecko

    Löschmann
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    #54
  • Elkevogel

    Elkevogel

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    #55
    Danke Stefan,

    ich wunderte mich grade über Zuckerwasser und den Link von EvaKa.

    Opa Nachbar hat Bienenstöcke (und immer viel leckeren Honig für uns) und wird für die Grundernährung (wie evt. Zuckerwasser)doch wohl selber sorgen, solange sie in der freien Natur bzw. den umliegenden Gärten nichts finden.
    Du hast meinen Gedankengang grade bestätigt :D

    Insektenfreundliche Grüße von
    Elkevogel (nur die ollen Mücken mag ich so gar nicht - das juckt schon beim dran denken)
     
  • asta

    asta

    Mitglied
    #57
    Hallo, darf ich mich mit dieser Frage gleich anschließen?
    Dachte auch immer Honigwasser wäre für herum fliegende Bienen im Frühjahr eine Hilfe.Ich lege ihnen auch manchmal ein Melonenstück hinaus.
    Falsch? Oder?
    Jetzt kommen sie manchmal in der Mittagszeit und finden an den blühenden Weiden,Winterlingen und Primeln gefallen.
    Bitte um Aufklärung!
    LG
     
    asta

    asta

    Mitglied
    #58
    War die Frage sooo dumm,dass da keine Antwort mehr kommt?
    LG
     
    Gecko

    Gecko

    Löschmann
    Mitarbeiter
    #59
    Nö, hab´s nur vergessen.:rolleyes:
    Solche Fütterungsaktionen können ganz schell zur Räuberei führen,
    und wenn dann noch Honig im Spiel ist,
    kommt die Gefahr, diverse Seuchen zu verbreiten hinzu.

    Grüße
    Stefan
     
  • A

    antgarden

    Guest
    #61
    Ich habe schon viele dieser Beiträge gelesen und habe mich jetzt entschlossen meinen Garten ebenfalls umzustrukturieren. Es ist mir auch schon im letzten Jahr aufgefallen, dass unsere 2 Fliederbäume immer mehr von Schmetterlingen besucht werden.
    :?

    Und da wären auch schon die ersten Fragen:

    1. Ich habe gelesen, dass man viele Blumen einer Sorte pflanzen soll da die Hummeln bei neuen Blumen erst das Sammeln lernen müssen. Ist das richtig und welche Pflanze würden sich am besten eignen für eine mehrfache Pflanzung?

    2. Wir haben in unserem Garten eine Art Steinplatz neu gebaut. Er ist erhöht und folgendermaßen aufgebaut:
    Zuerst Steinplatten hochkant stellen und ein Viereck bilden, dann Sand rein und oben rauf nochmal Steinplatten. Nun hatte ich den Eindruck das sich dort eine Hummelkolonie eingenistet hat. Ist das möglich obwohl wir den Platz häufig benutzten und er im Schatten liegt? (Sachen drauf stellen, darauf herumlaufen, usw.)

    3. Aus unseren Rosenstöcken (häufig mit nicht zugänglichen Blüten für Bienen und Hummeln) treiben unten andere Rosentriebe aus. Sie haben ein weit offene Blüte und werden bevorzugt von den oben genannten Hummeln. Soll ich diese Rosen wachsen lassen?
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

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    #62

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    Moorschnucke

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    #64
    Hallo ihr Lieben,
    gestern dachte ich noch, ich hätte mich geirrt - aber eben hab ich es ziemlich nah (leider ohne Digi) live beobachten können/müssen:

    Das Hummel- und Bienengetümmel am Euodia hupehensis ist tatsächlich von Hornissen entdeckt worden, d.h. zumindest von einer.
    Sie flog ein paarmal durch den Baum und die Bienen/Hummeln flüchteten. Nur eine Biene war derart vertieft in die Blüten, dass sie die große Jägerin nicht bemerkte.:(

    Die Hornisse fing sie, biss allerlei ab und flog mit dem Rest davon.

    Obwohl ich weiß, dass das nichts anderes ist, als wenn wir Menschen Fleisch essen oder unsere Katzen eine Maus, schaudert es mich immer ein wenig.

    Liebe Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:

    P.S. War gerade nochmal mit Digi draußen ... und wahrhaftig war schon wieder eine Hornisse auf der Jagd. Auf einem der Fotos kann man das Geschehen einigermaßen erkennen...
     

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    Zuletzt bearbeitet:
    Katzenfee

    Katzenfee

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    #65
    Hallo Moorschnucke


    Das habe ich auch schon beobachtet.
    Wenn die hohe Fetthenne ihre Blüten langsam öffnet, sitzen immer -zig Bienen und viele Schmetterlinge drauf.
    Plötzlich kam im Sturzflug eine Hornisse, schnappte sich eine Biene und flog mit ihr davon.
    Das Bienchen tat mir leid - aber auch eine Hornisse hat Hunger.



    LG Katzenfee
     
    G

    gardener02

    Guest
    #66
    Hallo antgarden

    Andere können dazu bestimmt viel mehr sagen, ein kleines Bisschen von mir:

    1. Ich habe gelesen, dass man viele Blumen einer Sorte pflanzen soll da die
    Hummeln bei neuen Blumen erst das Sammeln lernen müssen. Ist das richtig und
    welche Pflanze würden sich am besten eignen für eine mehrfache Pflanzung?
    Ersteres weiss ich nicht. Bzgl. Pflanzen ist Oregano im Moment der Hit, sehr beliebt beim geflügelten Volk. Praktisch ist, dass du ihn nicht mehrfach Pflanzen musst, er versamt sich ganz von alleine. Durch Rückschnitt einiger Pflanzen vor der Blüte, blühen diese dann später, und es gibt lange was zu Holen für Hummel und Co.

    3. Aus unseren Rosenstöcken (häufig mit nicht zugänglichen Blüten für Bienen und
    Hummeln) treiben unten andere Rosentriebe aus. Sie haben ein weit offene Blüte
    und werden bevorzugt von den oben genannten Hummeln. Soll ich diese Rosen
    wachsen lassen?
    [/QUOTE]

    Ist nicht so gut für die Rosenstöcke, ich glaube, es schwächt sie. Wenn du neue Rosen pflanzen willst kannst du ja dann die insektenfreundlichen mit den einfachen Blüten nehmen, die zudem auch Hagebutten ausbilden (z.B. Wildrosen, Moschusrosen....).
    Viel Spass bei der Umgestaltung!
     
    Moorschnucke

    Moorschnucke

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    #67
    Guten Morgen liebe InsektenfreundInnen,
    gerade jetzt im Frühling, wenn es nachts kalt wird und es auch öfter regnet, haben wir festgestellt, wie wichtig DIE Frühblüher sind, die hängende Blüten ausbilden.

    Heute Morgen waren bei 7° Hummeln zugange - nicht an den Schlehen, nicht an den wilden Johannisbeeren, sondern nur an den Berberitzen.

    In deren hängenden Glöckchen finden sie auch nach Regen Nektar und Pollen, während viele andere sonst begehrte Blüten wohl "verwässert" sind.

    Soeben - bei 9° - hab ich Hummeln auch an anderen Hängeblüten fotografieren können....:eek:

    Liebe Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     

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    P

    pinsel53

    Mitglied
    #68
    Hallo an Alle,
    das einzige was ich gegen Insekten mache ist sie totschlagen wenn sie des Nacht mir um die Ohren summen. Ich mag es nicht wenn Mücken mich nachts umsäuseln. Dazu habe ich eine Frau. das ist mir viel lieber - da säusel ich gerne zurück!!!! Mittlerweile haben wir neue Fenster mit Insektenschutzgitter und ich hoffe dass die Plagegeister des nachts weniger werden. Ansonsten bieten wir freien Lauf, da wir wissen wie wichtig Insekten sind. Also sind wir seit Jahren weg von der chemischen Keule gleich welcher Art der Baumarkt oder Fachhandel sie auch anpreist. Das einzige was läuft ist Brennesselsud und das wars. Was ich bis heute nicht verstanden habe ist die Symbiose zwischen der Igelfamilie und der Schlangenfamilie. Da tappe ich derart in Finstern das geht gar nicht. Beide leben im Komposthaufen. Da ist beim Umsetzen Feeling und Disziplin angesagt. Die beiden möchte ich nicht verlieren. Vielleicht kann mir da jemand aus der Community weiterhelfen. Danke!!!


    Karl der Heinz

    der kein grüner Spinner ist, sondern was für die Natur übrig hat, weil er aus dem Walde kommt
     
    sarkuma

    sarkuma

    Foren-Urgestein
    #69
    Sofern mir die Schnecken nicht alles zerfressen, versuche ich Nahrungspflanzen anzubieten. Der absolute König ist bisher die Mispel. Mein Gartennachbar hatte letztes Jahr einen Bienenstock. Die Biester waren komplett high davon und schmausen auch in diesem Jahr begeistert von den roten Blüten. In jedem Garten sollte eine Mispel Pflicht werden!!! :grins:

    Des Weiteren möchte ich endlich mein Insektenhotel bauen. Bisher hatte ich zuviele andere Sachen zu erledigen, aber kommen wird es auf jedenfall. 1,5m Höhe, sollte auf drin sein :?
     
    Borstel2

    Borstel2

    Foren-Urgestein
    #70
    in dem ich ein insektenhotel selbst angefertigt und aufgestellt habe und nun auf viele hotelgäste warte,einige wildbienen sind schon mal reingeschlüpft.
    v.g.bernd
     

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    PalmenFan .

    PalmenFan .

    Mitglied
    #71
    Hallo,

    auch ich beschäftige mich seit diesem Jahr schwerpunktmäßig mit aktivem Insektenschutz. Heute kam das zweite Insektenhotel an, das erste hängt seit dem letzten Jahr im Garten und steht leider noch leer. In den vergangenen Wochen habe ich speziell Blühpflanzen und Wildblumenmischungen gesäet/gepflanzt.
    Ich bin gespannt, denn zahlreich erscheinen sie jedes Jahr in unserem Garten. Nun hoffe ich, dass sie sich endlich mal ansiedeln.
     
    yama

    yama

    Neuling
    #72
    Ich habe seit letztem Jahr ein Mini-Insektenhotel, das hauptsächlich einen Wohnort für Marienkäfer bieten soll. Das war jedoch nicht ganz uneigennützig, da Marienkäfer Blattläuse fressen und ich ein großes Blattlausproblem hatte. Habe dann über das Internet Marienkäferlarven bestellt und die guten hier einziehen lassen:

     
    F

    Florina Fina

    Guest
    #73
    - Gift gibts keins bei mir,
    - dafür gibts ein Insektenhotel
    - offenen Kompost
    - totes Holz, das unter Sträuchern und Hecken liegenbleiben darf
    - eine Blumenwiese
    - Schmetterlingsflieder u.ä.
    - eine Ecke, in der Brennesseln wuchern dürfen

    und sicherlich noch das ein oder andere, was mir gerade nicht einfällt.
     
    zitronennarr

    zitronennarr

    Gesperrt
    #77
    Habe ein "All in One" Hummelheim gebastelt und letztens eine - ganz offensichtlich suchende - Hummel gefangen.
    Wohlweißlich um die gefangene Zeit wissend, habe ich die Hummel innerhalb einer Toleranzzeit in ihr neues Heim entlassen. Sie brummte ein wenig verärgert, begann aber nach kurzer Zeit mit der Flucht nach Vorn.
    Den Rückweg für etwas mehr als 1/2 Minute versperrt gehalten, wartete ich mehrere Minuten auf die Rückkehr ihrer Majestät zum Ausgang. (in der Hoffnung sie würde ihr neues Heim mit einem Orientierungsflug quittieren)
    .....
    Hat wirklich lang gedauert .....
    aber dann kam sie "rausgeschossen" und hat sich nicht mal mehr umgesehen ...
     
    Hero

    Hero

    Foren-Urgestein
    #78
    Das Thema wird immer aktueller, weil auch auf dem Land die Schottergärten überhand nehmen, Wiesen ohne Not zu früh und zu oft gemäht werden und wenn bei uns die Felder abgeerntet sind, mäht die Kolonne von der Straßenmeisterei auch schnell noch die blühenden Straßenränder, damit wirklich keine Nahrung für Insekten übrig bleibt.
    Vor kurzem gab eine Größe von der NABU ein Interview, in dem er sagte, daß Pflanzen wie Buddleia bei uns nichts zu suchen hätte.
    Einheimische Pflanzen werden bevorzugt, doch was blüht im Spätsommer und im Herbst noch?
    Buddleia, Euodia, Heptacodium sollten auch an den öffentlichen Böschungen zusätzlich zu den einheimischen, im Frühjahr und Frühsommer blühenden Sträuchern gepflanzt werden.
    In Kürze bepflanze ich mein Garagendach hauptsächlich mit sommer- und herbstblühenden Stauden und Kräutern, die verschiedenen Insekten Nahrung bieten.
    Den Aufbau, die Bepflanzung einschl. Pflanzliste möchte ich hier dokumentieren und hoffe auf viele Nachahmer.
     
    elis

    elis

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    #79
    Hallo !

    Habe mehrere Insektenhotel aufgehängt, schon seit vielen Jahren. Dann habe ich immer blühende Pflanzen im Garten,von Frühling bis zum Herbst blüht immer was. Vogeltränken stehen mehrere rum. Da sehe ich oft Insekten trinken. Wie die Bienen schon bei den Winterlingen und Krokussen schon rumschwirren, das wundert mich immer. Da ist es ja scheinbar noch so kalt. Dann im Herbst wie sie die Fetthennen, Herbstastern, Verbena bonariensis,Natternkopf, Katzenminze, Steinquendel usw. lieben, das macht richtig Freude das zu sehen. Dann verzichte ich schon seit Jahrzehnten auf Kunstdünger, jeglichen Spritzmitteln im Garten. Arbeite ja schon seit ca. 16 Jahren mit der EM-Technologie, da wird sowieso auf den natürlichen Kreislauf geachtet. Ich finde das ganz wichtig. Außerdem kaufe ich jetzt meine Pflanzen nur in Bio-Gärtnereien, die keine Neonicotinoiede verwenden. Die sind ja so giftig für die Insekten, wenn die Pflanzen damit gespritzt werden ( in den konventionellen Gärtnereien werden die noch häufig verwendet) die Insekten dann die Blüten anfliegen, werden die vergiftet. Das habe ich nicht gewußt, ich war richtig entsetzt wie ich das gehört habe, von einem Gärtnermeister. Den sein Betrieb arbeitet seit Jahren als Biobetrieb. Bei den Neonix dachte ich immer nur an Landwirte, aber das die meisten Gärtnereien auch damit arbeiten war mir nicht bewußt. Es ist so wichtig, das wir Verbraucher danach handeln, wenn wir für unsere Insekten was tun wollen.

    lg. elis
     

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