Bambus pflanzen, wie tief die Wurzelsperre

A

Ashley

Mitglied
Hallo Leute,

ich würde bei mir im Garten gerne einen Bambus haben, nun aus Erfahrung weiß ich das die ganz schon Austreiben.

Um das Monster im zaum zu halten wollte ich eine Wurzelsperre setzen, die Frage ist nur wie muss diese Dimensioniert sein damit ich später nicht überall im Garten den Bambus habe?
 
  • Elkevogel

    Elkevogel

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    Hallo @Ashley,
    wenn Du dich für einen Fargesia entscheiden würdest, brauchst Du keine Rhizomsperre.
    Fargesia braucht zwar auch Platz (je nach Sorte mehr oder weniger) aber er schiebt die Rhizome brav im Kreis um die Basispflanze herum und wuchert nicht.
    Liebe Grüße
    Elkevogel
     
    G

    Galileo

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    Oft werden nur die üblichen 70 cm hohen 2mm-Folien empfohlen.
    Die halte ich, zumindest für Phyllostachis-Sorten und Riesenbambus für unzureichend.
    Auch muss die Folie 10 cm über das Erdreich ragen, da die Rhizome gern auch mal "überspringen". So kann der "Nestflüchter" dann leichter erkannt und abgeschnitten werden.
    Ich empfehle die 100 cm hohe Folie und keineswegs dünner als 2 mm.

    Wichtig ist das die Folien-Umfassung dicht und dauerhaft verschlossen wird.

    Als ich vor mehr dreißig Jahren mit dem Bambus pflanzen anfing, waren die Verschluss-DoppelSchienen noch aus Aluminium-Rechteckmaterial 60 x 8 mm mit M 10er oder M 12er Schrauben und Muttern.
    Nach und nach wurden diese Aluschienen dünner - bei gleich bleibenden Preisen - Gab es 2021 noch Schienen von 50 mm Breite und 5 mm Stärke, so wird dieses Jahr überwiegend 3 mm starkes Material angeboten, für 35 € im Durchschnitt.
    Lasst die Finger von diesen Blechstreifen - sie sind nutzlos - Haarwurzeln, die den Weg zwischen die zusammen geschraubten Folien finden, werden dicker und treiben dann das dünne Material auseinander.
    Besorgt Euch beim Schlosser 8 mm - Material min. 50 mm breit.
    Bambus_Rhizomsperre_01.jpg unzureichende Rhizomsperre Bambus_Rhizomsperre_0.jpg

    Mein Lesezeichen: Bambus, Rhizomsperre
     
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    Celtis

    Celtis

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    Hallo Leute,

    ich würde bei mir im Garten gerne einen Bambus haben, nun aus Erfahrung weiß ich das die ganz schon Austreiben.

    Um das Monster im zaum zu halten wollte ich eine Wurzelsperre setzen, die Frage ist nur wie muss diese Dimensioniert sein damit ich später nicht überall im Garten den Bambus habe?
    der Durchmesser deiner Rhizomsperre muss entsprechend der Art groß genug gewählt werden, dann braucht es auch keine 1m Sperre
    welchen Bambus möchtest du denn pflanzen?
     
  • Celtis

    Celtis

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    es gibt Fargesien, die jedes Jahr bis 30cm zulegen ;)
     
  • A

    Ashley

    Mitglied
    Ich würde euch mal ein Foto machen beim nächsten Spaziergang, in der Kleingartensiedlung hat jemand einen der gefällt mir sehr gut. Kenn die Art nur leider nicht.

    Hab nur einfach Respekt vor Bambus im Garten weil mein Arbeitskollege damals den gesamten Garten umgraben musste wegen den Wurzeln^^
     
    Celtis

    Celtis

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    die Wurzeln sind harmlos, du meinst sicher die Rhizome
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Lach, bei Nachbars steht irgendwann eine Baggeraktion an, um einen Phylostachus-Wald zu entfernen.
    Spätestens, wenn er unser Gartenmäuerchen zum Wohngarten sprengt, ist Handlungsbedarf angesagt :D
    Noch freuen wir (und Nachbars Zwerg) uns über das Wäldchen und die Rhizome, die unseren Weg hinter dem Wohngarten erobern wollen, lassen sich abmähen.

    in der Kleingartensiedlung hat jemand einen der gefällt mir sehr gut. Kenn die Art nur leider nicht.
    Vielleicht ist ja mal jemand vor Ort und Du kannst fragen.
    Oder schau Dich mal hier um bzw. lass Dich beraten:
    Öffnungszeiten Hofstetter Mühle GmbH - Bambuswald | Bambuswald
     
  • Celtis

    Celtis

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    durch abmähen lässt sich ein Bambus erst recht nicht beeindrucken, da ist es egal, welche Art man abmäht
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Wir machen das seit Jahren und halten das Wäldchen so im Rahmen.
    Der gemähte Weg (Trampelpfad) ist etwa 1m breit und nur 1 x hat sich ein Rhizom bis zu unserer Hecke an dem Mäuerchen durchmogeln können
    Das hat GöGa ausreißen können.
    Bei Nachbars klappt das mit dem Mähen auch.
     
    A

    Ashley

    Mitglied
    Hab nun mal Bilder gemacht, wisst ihr zufällig um welche Sorte es sich hier handelt?

    img_2175-jpg.702375

    img_2176-jpg.702376
     
    A

    Ashley

    Mitglied
    Na dann muss ich mir nun erstmal gedanken über einen Standort machen :D
     
    Celtis

    Celtis

    Foren-Urgestein
    Wir machen das seit Jahren und halten das Wäldchen so im Rahmen.
    Der gemähte Weg (Trampelpfad) ist etwa 1m breit und nur 1 x hat sich ein Rhizom bis zu unserer Hecke an dem Mäuerchen durchmogeln können
    Das hat GöGa ausreißen können.
    Bei Nachbars klappt das mit dem Mähen auch.
    Ich habe heute Rhizome ausgegraben, weil diese ja unterirdisch wachsen,
    Ich würde in diesem Zusamnenhang gerne mal deinen Rasenmäher sehen,
    weil ich mich frage, wie der das schafft,
    diese unterirdisch wachsenden Rhizome abzumähen?
    hätte ich mir ja das Graben mit dem "richtigen Mäher" sparen können
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    Hallo @Celtis,
    wir haben einen größeren Benzinmäher - ich glaube Makita(?)
    GöGa kümmert sich ums mähen und "rennt" jede Woche mit dem Ding über Wiese (also unseren Nichtrasen :D ) und die angrenzenden Streifen.
    Nachbars habe ein ähnlich kräftiges Teil und zusätzlich einen Aufsitzmäher, mit dem sie auf ihrer Seite die Austriebe erfolgreich abmähen.
    Und die Nachbarn sind da sehr akribisch, da vor dem Bambushain Sandkiste und Schaukel platziert sind.
    Sie würden ganz sicher nicht zulassen*, dass die Kids sich an den spitzen Austrieben verletzen könnten (*wir auch nicht, da die Zwerge auch um das Wäldchen rumlaufen und sich verstecken).
    Wenn es mit Mähen nicht funktionieren würde, wäre der bereits erwähnte Bagger schon lange am Werk gewesen.
     
    Celtis

    Celtis

    Foren-Urgestein
    ich hatte dich schon verstanden,
    trotzdem kannst du mit keinem Rasenmäher die Rhizome abmähen ;)
    sondern nur die aufkommenden Halme, oder wie du es geschrieben hast "die Austriebe"
    die Rhizome wachsen unterirdisch weiter
     
    Elkevogel

    Elkevogel

    Foren-Urgestein
    Ich gestehe in Schande: ja, meine Wortwahl war falsch :oops:
    Dennoch ist es so, dass offensichtlich auch die Rhizome durch das regelmäßige abmähen zumindest geschwächt werden.
    Ich "warte" seit Jahren darauf, dass sie unser Mäuerchen erreichen oder gar drunter her kriechen.
    Aber bis auf den bereits erwähnten sehr aktiven Ausläufer ist da noch nichts passiert.
    Wir stehen mit Nachbars in regelmäßigem Austausch und sollte es zu einem Durchbruch bei uns kommen, werden wir eine gemeinsame Lösung finden.

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich für diese Bambuspflanzung quasi verantwortlich bin.
    Ein früherer Freund und Nachbar von uns hatte 2004/2005 Ableger aus dem elterlichen Garten und ich habe unserer pflanzenverrückten Babysitterin (damals 14) - die den Bambus toll fand - ahnungslos vorgeschlagen, da doch ein Stück von auf die elterliche Wiese zu pflanzen. Auch die Eltern kannten den Spender und es hat niemand Einspruch erhoben.
    Und nun haben wir "den Salat"
    Die Babysitterin ist die Schwester unserer Nachbarin und ihr Zwerg rennt da auch mit rum.
    Wir haben daher tatsächlich eine gemeinsame Schuld und werden das zu gegebener Zeit auch gemeinsam lösen.
     
    Celtis

    Celtis

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    Ihr müsst die Verbindung der Rhizome zur Mutterpflanze kappen, also mit einem scharfen Spaten durchtrennen, nur dann wird das Rhizom in Verbindung mit dem regelmäßigen abmähen geschwächt und stirbt bei konsequenter Anwendung sogar ab, denn ohne Photosynthese kann das Rhizom langfristig nicht überleben
    Demnächst, wenn die neuen Halme wieder austreiben, sieht man den ungefähren Verlauf unter der Erde
     
    wilde Gärtnerin

    wilde Gärtnerin

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    Unser Bambus - vor x Jahren auch noch in Unwissenheit gepflanzt - wandert entlang des Zaunfundaments; das Darunterkriechen hat er bisher noch nicht geschafft.
    Wir - Schwiegersohn und ich - rücken ihm bzw. seinen Rhizomen jedes Jahr im Frühjahr und Herbst mit Spaten, Pickel zu Leibe.
    Darüber mähen kann ich nicht, weil davor Staudenbeete sind.
    Ob wir den Kampf gewinnen?
    Eingeschränkt haben wir den Bambus auf jeden Fall in seiner Ausbreitungswut.

    Vergessen. Wurzelsperre wurde eingebaut; aber zu schwach und nicht tief und v.a. hoch genug.
     
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