Beregnungsanlage Hunter - was meint ihr zum Vorhaben?

D

Dennis1983

Neuling
Hallo zusammen,

endlich ist es soweit. Die Gartensaison steht vor der Tür und man strotzt nur so vor Tatendrang. Dieses Jahr steht die Anschaffung und Montage einer Beregnungsanlage der Fa. Hunter auf dem Plan *freu*.

Wie es doch leider immer so ist. Je mehr Anleitungen und Ratschläge man liest, desto verunsicherter wird man. Nun erhoffe ich mir an dieser Stelle ein paar nützliche Hinweise/Tipps, welche mir meine "Ängste" nehmen oder mich wenigstens auf die richtige Fährte bringen.

Zum Projhekt:
Es soll u.a. eine Rasenfläche von 16,50m x 13,00m beregnet werden. Um eine nahezu lückenlose Überlappung der Beregnungskreise zu erreichen, möchte ich 6 Regner platzieren. Der Hauptstrang ca. 17m soll aus einem 1"-PE-Rohr bestehen von dem jeweils Zuleitungen aus 3/4"-PE-Rohr mit max. 8m abgehen.

Die Wasserbereitstellung erfolgt mit einer Kreiselpumpe ESPA-Aspri 15-5. Diese fördert ca. 2500 L / Std. (Wassereinmertest), was nach Pumpenkennlinie und Manometer einen Druck von 3,5 bar erkennen lässt. Ist das jetzt der Druck mit dem ich nach Abzug von Reibungsverlusten im PE-Rohr, Kupplungen usw. rechen kann? Die Beschreibungen mit Fließdruck, Größe Wasseruhr etc. machen mich wuschig.

Die generelle Frage: Ist mein Vorhaben für folgende 2 Varianten zu ambitioniert?

1.)
- 6 Regner PGP Ultra
- insgesamt 1,62m³ Wasser/Std.
- lt. Hersteller reichen 1,7bar an den Regner zum Erreichen der Wurfweite

2.)
- 6 Regner MP-Rotator
- davon 2x MP3000 90° = je 0,17 m³
- davon 2x MP3000 180° = je 0,36m³
- davon 1 x MP3000 140" = je 0,27m³
- davon 1 x MP3500 90° = je 0,26m³
- insgesamt 1,59m³ Wasser/Std.
- lt. Hersteller reichen 2,0bar an den Regnern zum Erreichen der Wurfweite

GS.JPGPumpennkennlinie.jpg

Was meint Ihr? Welche Tipps / Vor- oder Ratschläge habt ihr? Würdet Ihr den PGP oder die MP-Rotatoren verwenden.

Vielen Dank vorab für Eure Unterstützung.

Viele Grüße!!!
 
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Lieber Denis,

    Deine Skizze sieht so aus, als hättest Du schon eine ganze Reihe von wichtigen Dingen in Sachen bedarfsgerechte Bewässerung verinnerlicht (finde ich – dieses gegenseitige Erreichen). Deine Pumpe scheint mir ein sehr ordentliches Modell zu sein. Wenn der Eimer in ca. 15 sec vollläuft und Du dabei auf dem Pumpenmanometer 3,5 BAR erkennst (dann hast Du den Fließdruck gemessen) ist doch alles wunderbar.

    Ob ein PGP Ultra mit irgendeiner Düse bei 1,7 Bar 8 Meter weit kommt, erscheint mir sehr optimistisch. Dass sechs PGP in Summe nur 1,62 m³ Wasser verbrauchen wollen, halte ich für unmöglich.

    Aber von Vorn: Die MP Version sieht fast nach Hunter Lehrbuch aus. Es fehlt eine MP Düse in der Mitte, dann wäre es perfekt. Auch hier scheint mir der Wasserverbrauch von 1,6 m³ als nicht realistisch. Deine Pumpe wird diese Regner ja mit einem 32 mm PE Rohr mit einem Fliessdruck zwischen 2,5 und 2,8 BAR versorgen und entsprechende Wassermengen verschülpern. In dieser Konstellation liefern die Düsen irgendetwas um die 11mm Niederschlag in der Stunde. Für einen auskömmlichen Niederschlag laufen sie eben lange. Wobei das bei „sieben auf einen Streich“ und einer Fläche von 200 m² wahrscheinlich unerheblich ist, wenn die Fläche mit diesen sieben komplett bewässert wird.
    Einen Wechsel auf 25 mm PE halte ich für unnötig. Man hat dann nur unnötig verschiedene Verschraubungen und Anbohrschellen im Keller.

    Das Gleiche mit PGP: da wird man wohl für 8 Meter Radien an dieser Pumpe nur 2 oder 3 Regner pro Strang installieren können. Ein höherer Installationsaufwand (zwei Magnetventile mehr).
    Die Bewässerungszeit dürfte in Summe identisch sein.

    Ein Phänomen gilt es noch zu beachten. Diese Planungsskizzen suggerieren immer, dass Regner, wie Laserschwerter funktionieren. Man muss sich so einen Regner vielleicht vorher mal beschaffen und anschauen, was 9 Meter Max – Radius eigentlich bedeuten. Vielleicht fliegt der letzte Tropfen 9 Meter weit. Die auskömmliche Niederschlagsmenge wird aber wahrscheinlich (je nach Modell) nur bis zur 8 Meter Marke ausgebracht. Profis platzieren Regner daher nie in der äußersten Ecke.

    Was man da nun plant, muss letztlich jeder für sich entscheiden. Die wenigen Bewässerungsfirmen, denen ich im Internet bei ihren Planungsentwürfen über die Schulter schauen kann, setzen häufig auf MP Düsen mit großen Radien.

    Ein Bewässerungsprofi aus dem südlichen Berliner Stadtrand nennt diese Kollegen „Spritzer“. Seine Konzepte sind teuer, aber zuverlässig. 20 oder 30 Sprühdüsen sind nicht so schnell verbaut, liefern aber dass, was ein Greenkeeper eigentlich will.

    Wenn Ich noch einmal planen müsste, würde ich Perrot LVZX30WR oder RAIN BIRD MAXI PAW mit ins Kalkül ziehen. Kein anderes Regner Modell bietet derart homogene Wasserverteilung. Am Rand dann Sprühdüsen.

    Viel Glück
     
    D

    Dennis1983

    Neuling
    Hallo Parzival,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Damit hast Du einige Zweifel bei mir ausgeräumt und mich zusätzlich noch mit zahlreichen nützlichen Informationen versorgt. DANKE!!!

    Die Bewässerung der angesprochenen Rasenfläche mit nur einem Strang hat eigentlich oberste Priorität, da diese nur ein Teilbereich des Grundstücks darstellt.

    Von daher steht meine Entscheidung - dank deiner Hilfe - fest. Ich werde diese Fläche mit MP-Rotatoren (auch liebevoll Spritzer genannt) versehen und mit ca. 30 cm Randabstand platzieren.

    Jetzt überlege ich, ob es sinnvoll ist generell auf MP3500 umzustellen, da die Reichweite noch einmal etwas höher ist und der überlappende Bereich der Regner sinnvoll mit Wasser beregnet wird. Der Wasserverbrauch der Regner würde gemäß der Leistungstabelle bei niedrigen 1,7 bar bei 2m³ liegen. Der Druck sollte an den Regner doch eigentlich ankommen. Die benötigten 2m³ werden von der Pumpe ebenfalls hervorgerufen. Die Niederschlagsrate ist durch die mehrfache Überlappung ebenfalls passabel.

    Sollte doch klappen, oder?

    Viele Grüße
     

    Anhänge

    Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    Lieber Dennis,

    das wird schon klappen.

    Nicht ganz klar sind mir Deine Vision vom Wasserverbrauch bei 1,7 BAR.

    Auf Deiner Pumpenkennlinie kannst Du den Arbeitspunkt Deiner Pumpe unter Einfluss des Wasserverbrauchs sehen. Erst wenn ca 3,5 m³ abgerufen werden, erreicht der Fließdruck einen Wert um die 1,7 BAR. Die Förderhöhe muss immer noch abgezogen werden. Aber so Pi x Daumen kannst Du das so verfolgen.

    Viel Glück
     
  • D

    Dennis1983

    Neuling
    Guten Abend,

    damit wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass die gewünschte Wurfweite trotz eines wesentlich geringeren Drucks zu erreichen sein wird/müsste.

    Viele Grüße
    Dennis
     
  • Parzival

    Parzival

    Foren-Urgestein
    MP 3000 oder PGP mit Düse Blau 2,5 – wer ist der Niederschlagsfavorit?

    Lieber Dennis, lass uns mal hier weiter machen – dann finden vielleicht andere Leser für sich prüfenswerte Aspekte.

    Klare Antwort: Beide gleichauf!

    Um noch mal mein Vorurteil gegen MP Düsen zu erklären. Diese „Rotator-Düsen“ Idee ist ja nicht neu. Schon um die letzte Jahrtausendwende hatte GARDENA einen T 100 (glaube ich) am Start. Natürlich muß ein Bewässerungsfreund alles einmal ausprobieren… eine Saison haben sie wohl durchgehalten. Schmutz hat den Regnern zugesetzt. Sie drehten nicht mehr, die Düsen waren teilweise verstopft – ein Bild des Jammers. Ob das nun das eisenhaltige Brunnenwasser war oder Erdreich beim Einfahren eingeschwemmt wurde? Ich habe das nicht genau geprüft und das System an diesen Stellen auf RAIN BIRD MAXI BIRDs umgestellt. Heute stehen in diesem Bereich an anderen Stellen PGPs. Neben technischen Neuerungen muß man seine Bewässerung in den Jahren auch gewachsenen Gegebenheiten anpassen. Nichts ist so Beständig, wie der Wandel in einer möglichst perfekt funktionierenden Bewässerungsanlage.

    Also diese „Spritzdüsen“ waren für mich gestorben.

    Heute habe ich ein kleines Testareal vielleicht 250 m² mit 7 MP3000 und einem PGP mit einer winzigen Düse in Betrieb. Das „Aussenrevier“! Versenkregner boten sich da nicht an (es lag auch gerade dort noch eine ungenutzte 19 mm Leitung), also habe ich die Düsen in sehr preiswerten Uni Sys Gehäusen an die Zaunpfähle montiert. Das funktioniert fabelhaft. Allerdings läuft die Konfiguration für 10 – 11 mm Niederschlag eine Stunde. Um das Areal grün durch den Hochsommer zu bringen, läuft es daher öfter.

    Zu den Parametern: Ich habe den Fließdruck an den Regnern nicht gemessen, aber ich bin ziemlich sicher, dass mehr als 2 BAR anliegen. Die Reichweite von 8.20 m könnte sogar hinkommen, wobei mein Installationsort in 1.20 m Höhe liegt. Bei sachgerechtem Einbau und einem anständigen Regnergehäuse kann das wirklich funktionieren.

    Für Gartenfreunde mit schwacher „Quelle“ und viel Zeit, ist das also tatsächlich ein prüfenswerter Aspekt.

    Bewässerung (das ist mein ganz persönlicher Eindruck) geht anders. Eine Rasenfläche bot sich für den Einsatz von PGP Regnern an (in Gruppen zu zwei und drei Regnern - Radius ca. 9-10 Meter mit einem Wasserverbrauch von jeweils 1 – 1,5 m³) Das braucht eine kräftige Pumpe und einen ergiebigen Brunnen. Alles Aspekte, die man nicht vernachlässigen sollte. Ein „überpumpter“ Brunnen ist nach zwei drei Jahren Nutzung einfach erledigt. Ach so: Ein PGP mit einer blauen 2,5 Düse? Sicher geht das, aber da hättest Du ggü. einer MP 3000 Düse absolut nichts gewonnen.

    Die perfekte Lösung für Dich kann ich Dir nicht bieten – lediglich Aspekte aus meinen Erfahrungen, die Du einfach ausprobieren mußt.

    Viel Glück
     
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