Bewässerungsplanung: "Simples Rechteck", doch so kompliziert?

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Ierwin

Mitglied
Hallo zusammen,

ich plane schon eine ganze Weile eine Bewässerung in meinem kleinen Garten zu installieren.
Bisher immer so ein bisschen mit dem Horizont "das mache ich irgendwann mal. Nächstes Jahr vielleicht".
Nun wahrscheinlich geht es mir wie vielen und momentan habe ich irgendwie überdurchschnittlich viel Zeit beziehungsweise zwischen Homeoffice und "Decke auf den Kopf Fallen" brauche ich einfach was zu tun.

Also mal wieder die Zeichungen raus geholt, wieder mal so einiges gelesen und hin und her geplant... und am Ende irgendwie immer noch nicht schlauer.
"Eigentlich" habe ich eine recht kleine und symmetrische Fläche. Neben diversen Spielgeräten steht dort eigentlich nur ein Gartenhaus wodurch die Fläche an einer Stelle schmaler ist.
Ich würde gerne Hunter MP Rotator einsetzen, unter Anderem weil wir hier recht lehmigen Boden haben und eine langsamere Bewässerung sinnvoller scheint. Außerdem würde ich gerne wenn möglich mit nur einem Regnerkreis auskommen.

Wassermenge an der Entnahmestelle (Außenwasserhahn) sind 33 Liter pro Minute, den Druck im Fluss kann ich leider bisher nicht messen. Der Wasserhahn ist allerdings von der Rasenfläche noch mal etwa 15 Meter entfernt. Es liegt bereits 25er PP Rohr bis zum Gartenhaus, wo die Unterverteilung mit Magnetventilen erfolgen soll.

Aber hier geht es mir ersteinmal primär um die richtige Regnerplatzierung.
Ich habe meine Fläche zunächste einmal singemäß in zwei Teilflächen geteilt (siehe teilflächen.png).
Für die rote Fläche habe ich 6 Regner vorgesehen.
Ich bin unschlüssig ob ich da zum MP2000 oder MP3000 greifen sollte, da die Entfernungen mit ca. 6 Meter irgendwo im Mittelbereich liegen.
Ich hab in meiner Zeichnung mal 3000er in den Ecken und 2000er an den Längsseiten gesetzt.
Überspray in die Beete wäre in gewissem Maße zu verkraften.
Dabei vielleicht auch gleich die Frage: Druckgeregelte Gehäuse oder nicht? Flussmenge am Magnetventil kann geregelt werden. Aber gerade wenn ich versuchen würde am selben Strang 3000er mit 6,5m und 2000er mit 5,5m zu fahren wird das ja vermutlich nicht mit dem selben Druck gehen.
Vielleicht doch lieber die rote Fläche mit 6 MP2000 bei maximalem Druck und 30-50cm nach innen versetzt? Dann müssen sie ja auch nur noch 6 Meter schaffen.

Kniffliger wird es bei dem blauen Teilstück. Beziehungsweise ich hab es mir leicht gemacht und auch da ganz stur vier MP1000 in die Ecken gepflanzt und nicht weiter beachtet dass das Stück hier und da um 20% vom pefekten Quadrat abweicht.
Ist so eine Annahme "gut genug"?
Das Wasser hat ja eh kein Maßband dabei und wird sich wohl nicht an meine zentimetergenaue Planung halten. Also kann man sowas "übern Daumen" planen oder muss man hier penibel auf die Winkel achten?

Was sagt Ihr sonst zu der Regnerplatzierung?
Ich bin für Anregungen und Meinungen offen und würde mich über Erfahrungen zu den MP Rotator unter realen Bedingunen freuen.

Eine letzte Anmerkung noch:
Das Trampolin im der Zeichung steht da wirklich. Und ganz ehrlich: da drunter wächst nichts was man bewässern müsste. Ich glaube den Regner der da in der Ecke sitzt würde ich die nächsten 2-3 Jahre erst einmal gar nicht in Betrieb nehmen, so lange das Teil steht. Aber ich gehe davon aus dass Trampolin und Spielturm irgendwann verschwinden und will die Bewässerung ja langfristig planen.

Viele Grüße

Kolja
 

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  • T

    top_gun_de

    Mitglied
    Hallo Kolja,

    wenn die Radien in der Zeichnung stimmen, dann ist das eine akzeptable Toleranz. Wie ist die gerechnete Wassermenge der ganzen Rotatoren zusammen?

    Die dynamische Druckmessung ist essentiell. Die meisten Pumpen können zwar gigantische Wassermengen, aber nicht zu den Druckbedingungen die die Regner brauchen. Meine Tiefbrunnenpumpe liefert "offen" 5000l/h an Geländeoberkante. Mit 3,8 Bar sind es dann noch ziemlich genau 3000l/h.

    Rotatoren wollen unbedingt ihren Nenndruck haben, sonst sackt die Reichweite massiv ab. Und anders als bei Getrieberegnern kann man hier nicht durch Spielen mit der Düsengröße schummeln.

    Wenn ein Rotator etwas zu kurz ist, dann nimm ohne Bedenken den nächstgrößeren. Man kann sie 20% kürzer regeln, dabei bleibt die Gleichmäßigkeit gewahrt. Zu kleine Rotatoren kann man nicht größerstellen :)
     
    Pumkin

    Pumkin

    Mitglied
    Hallo lerwin, ich hatte mich in diesem Jahr auch mit der Bewässerung meines Garten beschäftig und war sehr unschlüssig. Welches System, welches Zubehör - keine Ahnung. Irgendwann bin ich auf die Seite von mnrainman.com > Planungshilfe > Projektdatenblatt gestoßen. Die machen gegen eine Schutzgebühr von 50€ ein komplettes Projekt mit Einkaufsliste, Verlegeplan, Düsenauswahl für die jeweiligen Regner - einfach grandios. Die 50 € bekommst Du bei der Bestellung gegengerechnet. Also praktisch ist die Planung im Preis inbegriffen - spart Nerven und Fehlkäufe - einfach grandios.
    PS: für die maßstabgerechte Zeichnung hab ich den GardenPlanner3 verwendet. Ist einfach zu handhaben und tut was er soll.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Die dynamische Druckmessung ist essentiell. Die meisten Pumpen können zwar gigantische Wassermengen, aber nicht zu den Druckbedingungen die die Regner brauchen. Meine Tiefbrunnenpumpe liefert "offen" 5000l/h an Geländeoberkante. Mit 3,8 Bar sind es dann noch ziemlich genau 3000l/h.
    Wie misst man denn den dynamischen Druck? Das tut ja leider so ein einfaches Manometer in das ich sicher investieren könnte nicht.

    Bei mir hängt übrigens die Bewässerung an einem Außenwasserhahn der direkt mit den Hauswasseranschluss verbunden ist. Am Hausanschluss gibt es einen Druckminderer mit Manometer wo aktuell 3bar eingestellt sind.
    Ich habe das Haus nicht selbst gebaut und glaube ich auch keine Unterlagen die das hergeben, aber ich weiß zumindets dass von der Anschlussstelle zum Außenwasserhahn relativ wenig Weg mit nur einer "Kurve" ist. Das Haus ist relativ jung, die Leitungen also sicher nicht zugesetzt. Ich gehe also eigentlich schon davon aus dass ich die 2,8bar an den Regner bringen würde. Aber ohne Messen ist und bleibt das Spekulation also wenn kostengünstig möglich würde ich das schon lieber messen wollen.

    Bezüglich der Regner ist mir aufgefallen dass ich mit den MP1000 im blauen Bereich für 4,5-5 Meter etwas knapp geplant habe. Ich denke da setze ich wahrscheinlich doch eher 2000er die lassen sich ja ca. auf 4,5 Meter runter drehen. Für die Entfernungen im roten Bereich gehe ich momentan auch davon aus dass ich in der Realität wenn die Regner ein bisschen Abstand vom Rand bekommen und wenn ich mit einkalkuliere dass eines der Beete auch gerne noch mal 20cm breiter werden darf, ebenfalls mit MP2000 hin komme. Ich gehe da real von einer erforderlichen Wurfweite von maximal 6 Metern aus und so weit bekommt man ja wohl die 3000er nicht runter.
    Alles mal unter der Annahme dass der Hersteller bei den Wurfweiten nicht übertreibt.

    Wären also 4x MP2000@90 für die blaue Fläche,
    4x MP2000@90 und 2x MP2000@180 für die rote Fläche.
    Macht in Summe laut Datenblatt 1132,8 Liter pro Stunde.
    Der Eimertest hat 2000 Liter ergeben also sehe ich auch da kein Problem.

    So oder so habe ich mir schon vorgenommen, die ganze Konstruktion erst einmal oberirdisch zusammenzustecken und zu testen wie weit und wo hin die Regner denn dann wirklich werfen, bevor ich alles eingrabe.


    [EDIT]
    Jetzt habe ich ein bisschen im Forum zum Thema "Fließdruck messen" gelesen und viele ernüchternde Beiträge gefunden, die meine Euphorie doch ordentlich dämpfen.
    Da sieht es mir nun doch so aus als ob so ein "Standard Außenwasserhahn" eben doch oftmals nicht für die Bewässerung geeignet ist.
    Ich glaube da werde ich tatsächlich lieber erst mal messen bevor ich überhaupt weiterdenke.
     
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  • M

    Moister

    Mitglied
    Die machen gegen eine Schutzgebühr von 50€ ein komplettes Projekt mit Einkaufsliste, Verlegeplan, Düsenauswahl für die jeweiligen Regner - einfach grandios. Also praktisch ist die Planung im Preis inbegriffen - spart Nerven und Fehlkäufe - einfach grandios.
    Mach doch mal einen neuen Beitrag auf und stell den Plan und die Stückliste rein. Das wäre doch mal schön zu sehen was der Profi plant und verbaut. Mich würde das echt interessieren.
     
  • Pumkin

    Pumkin

    Mitglied
    So schaut es aus, Blumenbeete werden mit Microsprühern beregnet. Die Wiese wird mit Versenkregner angefeuchtet und das Gemüse wird unterirdisch befeuchtet. Ich habe lediglich nachträglich einen Kreislauf getrennt und noch ein sechstes Ventil eingebaut.
    Derzeit ist alles verbaut und montiert. Gesteuert wird es von einem kleinen RaspberryPi. Derzeit nach einem Zeitplan, im laufe des Jahres will ich dann auf Bodenfeuchtesensoren erweitern. Die sollen die Werte per 433MHz oder WLAN an den Raspi senden, welcher dann entsprechend der Bodenfeucht bewässert.
     
  • T

    top_gun_de

    Mitglied
    Den Druckminderer mit Manometer musst Du entweder höher stellen, oder Du lässt vom Klempner die Außenleitung vor dem Druckminderer anbauen.

    Zur Fließdruckmessung hast Du ja jetzt schon etwas gelesen. Wichtig noch: Dünne In-house-Leitungen sind bei hohen Wassermengen eine Zeitbombe, die dir in 5 oder auch erst in 15 Jahren explodieren kann. Du bekommst bei hohen Durchflüssen Wasserschlag, d.h. beim Schließen des Ventiles bildet sich durch die Masse des Wassers eine Druckwelle, die vom Ventil rückwärts durch die Leitung läuft. Wenn da 1/2" verbaut ist, lass es besser sein. Ab 3/4" bist Du für normale Hausgrundstücke safe, die üblichen 1,5cbm gehen da durch ohne etwas kaputtzumachen. Genaueres kann man den Tabellen im Hunter-Katalog entnehmen, da findest Du Angaben zur "Fließgeschwindigkeit", die sollte ideal unter 1,5m/s liegen, maximal ist nach DIN m.W. 2,0m/s vorgesehen.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    So, Messgerät ist angekommen und ich habe den Wasserdurchsatz gemessen.
    Das war leider wirklich sehr ernüchternd und zeigt wohl dass die Leitungen in der Wand so dünn sind wie befürchtet.
    Bei 3,5 Bar habe ich ca. 40 Sekunden für den 10 Liter Eimer gebraucht.
    Das ergibt also gerade mal läppische 900 Liter pro Stunde.

    Also was sind meine Optionen?
    - Leitung verändern ist leider ausgeschlossen, zwischen Hausanschluss und Wasserhahn liegt die Eingangstür, da müsste man viel zu viel aufhacken. Einen anderen Weg "nach draußen" gibt es auch nicht, bzw. nichts was mit vertretbarem Aufwand realisiert werden kann.
    - "Zwischenpuffer" durch ein großes Fass oder IBC Container am Gartenhaus. Da habe ich so oder so schon mal dran gedacht, als Erweiterung der Anlage irgendwann in der Zukunft. Hätte halt den Charme dass man dadurch das Regenwasser vom Gartenhausdach mit nutzbar machen könnte. Sind aber natürlich zusätzliche Kosten. Ich glaube da müsste ich mein Budget glatt verdoppeln. Allein was so ne kräftige Pumpe kostet...
    - Aufteilen der Kreise auf die beiden markierten Bereiche aus meiner Zeichnung. Der "rote Bereich" würde bei Verwendung von MP2000 mit ~750 Liter auskommen, der Blaue mit 400. Erfordert ein paar mehr Rohre im Boden und ein zusätzliches Magnetventil, wäre aber wohl finanziell die günstigste Variante.
    - Statt MP Rotator irgendwas anderes einsetzen? Gibt es da was? Also mal abgesehen von Tropfschlauch ;)
     
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    X

    xanonymx

    Neuling
    Hallo lerwin,

    auch ich stehe vor einem ähnlichen Problem.

    Nach dem Druckminderer in der Garage kommt ein T-Stück, davon ab geht ins Haus eine 3/4 Zoll Leitung und eine 1/2 Zoll Leitung in den Garten.
    Am Außenhahn liegt ein statischer Druck von 4bar an. Komplett geöffnet benötige ich für 10 Liter 28 Sekunden.
    Wenn ich ein selbstgebasteltes Messgerät anschließe und mittels Kugelhahn den Druck auf 3,5bar begrenze, benötige ich für 10 Liter 225 Sekunden!

    Ich habe keine Ahnung ob ich etwas falsch mache oder aber die Hausinstallation absoluter Schrott ist.

    Welchen Durchmesser hat deine Leitung zum Hahn?

    Ich frage mich wie der Leitfaden von Hunter bei meinen Gegebenheiten bei einem statischen Druck von 4bar auf einen Fließdruck von 3bar und einen Durchsatz von 2040 Liter/Stunde kommt.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Welchen Durchmesser hat deine Leitung zum Hahn?
    Kann ich leider nicht mit Sicherheit sagen, weil das Ales unter Putz liegt.
    Ich weiß mit ziemlicher Sicherheit das der Außenwasserhahn (Modell "Frosti") in der Wand einen Halbzoll Anschluss hat. Ich gehe also davon aus dass das Rohr ähnlich ist.
    Weil der Außenwasserhahn an der Außenwand der Küche hängt hatte ich die Hoffnung gehabt dass da vielleicht wenigstens 3/4 Zoll bis zur Küche liegt und dort dann aufgeteilt wird, aber ich denke eher das ist überall nur Halbzoll.
    225 Sekunden ist aber noch mal ne deutliche Ecke schlechter als bei mir. Da würde ich an deiner Stelle auch auf einen Messfehler hoffen. Ich habe mir das Messgerät von DVS besorgt (allerdings über Kleinanzeigen "nur einmal benutzt").
    Dem Messgerät traue ich zumindest.
    Ich will nachher noch ein paar Messungen mit unterschiedlichen Drücken machen und auch mal den Verlust der schon existierenden Pipeline bis zum Gartenhaus messen.
    Aber grundlegend bessere Ergebnisse erwarte ich dadurch auch nicht.
     
  • X

    xanonymx

    Neuling
    Auch bei mir ist alles unter Putz bzw. im Estrich verlegt, aber die Abzweigung nach der Wasseruhr bzw. dem Druckminderer in der Garage ist sichtbar, zumindest die ersten 30 Zentimeter, danach geht alles im Verborgenen weiter.

    Ist es denn realistisch, dass wir trotz selbem Durchmesser der Leitung und 3,5 Bar am Messgerät so unterschiedliche Zeiten haben? Was sagen die Profis dazu?

    Welchen Durchmesser hat denn das Messgerät von DVS? Meins hat mir ein befreundeter Klempner zusammengebaut; 1/2 Zoll flexiblen Schlauch mittels Adapter mit 3/4 Zoll Innengewinde an den Hahn fest gemacht, anschließend ein 1/2 Zoll T-Stück mit Manometer drin und dann 1/2 Zoll Kugelhahn.
    Eventuell liegt es an der Dimension des Testgerätes?
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Ich kann leider nicht verlinken, dafür bin ich hier noch zu "jung".
    Such gegebenenfalls einfach mal bei DVS nach "Messgerät Druck / Durchfluss zur Bestimmung der verfügbaren Wassermenge"

    Das dürfte alles 3/4" sein
     
    X

    xanonymx

    Neuling
    Ich kenne das Messgerät von DVS, habe mir dort das Planungshandbuch durchgelesen und wollte dort auch eigentlich Düsen, etc. bestellen. Zum Messgerät selbst ist dort auf der homepage keine Spezifikation angegeben.
    Dachte aber, dass ich mir das Messgerät sparen kann da ich ja bereits eins habe.
    Die Frage ist ja jetzt, ob es einen Unterschied macht wenn das Messgerät in 3/4 Zoll oder 1/2 Zoll ausgeführt ist.
    Dennoch danke für deine Mithilfe.
     
    F

    Faxe59

    Mitglied
    Hallo xanonymx
    Zum Messgerät. Wenn dei Aussenwasseranschluss nur 1/2 Zoll ist kann das Messgerät auch so sein.
    Es sollte von der Dimension immer mit der Hauswasserleitung harmonieren.
    Mann kann das aber auch günstig selber bauen. T-Stück in richtiger Dimension an den Wasserhahn. An ein freies Ende Manometer -6 oder 10 bar Messbereich. An das letzte Ende Absperrventil mit Schlauchstück.
    Absperrventil zu Wasserhahn auf. Am Manometer Statischer Druck.
    Absperrventil langsam öffnen bis ca.3,5 bar am Manometer. Fliesdruck.
    Dann stoppen bis Eimer voll.
    Wenn die Leitung nur 1/2 Zoll ist wird bei 3,5 bar die Menge sehr niedrig sein.
    Kommt dann auf deine Leitungslängen und die Anzahl der Fittinge an was da am Regner noch ankommt.
    Der Leitfaden von Hunter geht anscheinend gar nicht auf die Relevanz des Leitungsquerschnitt ein.
    Am besten mit einer Leitung und zwei drei Düsen oder Regnern oberirdisch testen.
    LG Herbert
     
    X

    xanonymx

    Neuling
    Hallo Faxe59,

    das Messgerät ist ja selbst gebaut.
    An einem 1/2 Zoll Gewebeschlauch mit einer Schelle einen Gewindeadapter befestigt und an den Hahn angeschlossen.
    An der anderen Seite des Gewebeschlauchs ein T-Stück dran, dort dann ein Manometer und ein Kugelhahn.
    Aber eben alles in 1/2 Zoll Ausführung. Dementsprechend ist am Kugelhahn der Querschnitt auch ziemlich gering.
    Hätte gedacht mit einem Messgerät in 3/4 Zoll Ausführung wäre das Ergebnis etwas passabler. Aber dem scheint nicht so deiner Aussage nach.

    EDIT:
    Aber wieso hat lerwin bei der selben Ausgangssituation ein wesentlich besseres Ergebnis als ich?
     
    F

    Faxe59

    Mitglied
    Hi
    Er hat mit einem Messgerät gearbeitet. Ich habe damit leider keine Erfahrung.
    Wenn du deine selbstgebaute Messeinheit auf 3/4 Zoll veränderst und deine Leitung plus Wasserhahn 1/2 Zoll ist ,wirst du vermutlich ein bisschen mehr Menge bekommen. Aber es ändert wahrscheinlich nichts daran das du mit einer zu kleinen Leitung aus dem Haus kommst.
    Gibt es keine Möglichkeit zumindest mit 3/4 Zoll so wie ins Haus auch in den Garten zu gehen. Frag mal deinen Installateur.
    Ist jetzt leider so. Frage mich aber warum ein Fachmann mit 3/4 Zoll ins Haus aber nur mit 1/2 Zoll nach außen geht. Im Normalfall braucht man im Haus die wesentlich kleinere Wassermenge.
    Lg Herbert
     
    X

    xanonymx

    Neuling
    Sein Messgerät ist ja letzten Endes nicht anders als das meine, nur eben anderer Durchmesser und nicht Marke Eigenbau. Aber schauen wir mal, habe das Gerät bei DVS bestellt, bin gespannt was da für ein Ergebnis bei rumkommt. Werde auf jeden Fall berichten wenn Interesse besteht.

    Keine Ahnung warum der "Fachmann" das so gemacht hat. Scheinbar hat er gedacht, dass das für einen simplen Gartenschlauch ausreicht und hat nicht weiter gedacht. Die Tage habe ich ihn telefonisch nach Druck und Fluss gefragt, er wollte wissen was ich vor habe und sagte mir dann, dass von den 4 Bar statischem Druck 3 Bar ankommen bei einer Flussrate von 1,5 m³/Stunde. Wie er darauf kam weiß ich nicht.

    Die einzige Möglichkeit dies nun nachträglich zu ändern wäre die alte Leitung abzuklemmen und eine neue sichtbar über dem Fliesenboden entlang der Wand zu verlegen. Aber dafür müsste ich immer noch die Außenwand aufstemmen. Bin kein Profi was das angeht, werde den Installateur mal antanzen lassen...aber wie ich ihn kenne, wohl erst in zwei Monaten aufgrund der vollen Bücher.

    Aber ich möchte das Thema von lerwin nicht weiter zuspamen. Wer Interesse hat kann sich unter folgendem Link einklinken (https:// www. hausgarten.net/gartenforum/threads/hilfe-bei-der-planung-einer-automatischen-bewaesserung-bei-einem-neubau.83563/#post-2091040).

    EDIT:
    Da ich noch nicht verlinken darf, bitte das Leerzeichen vor und nach www entfernen.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Aber ich möchte das Thema von lerwin nicht weiter zuspamen. Wer Interesse hat kann sich unter folgendem Link einklinken (https:// www. hausgarten.net/gartenforum/threads/hilfe-bei-der-planung-einer-automatischen-bewaesserung-bei-einem-neubau.83563/#post-2091040).
    Da bleibe ich auf jeden Fall mal mit dran, finde ich ja auch höchst interessant.

    Zurück zu meiner Planung:
    Ich habe vorhin noch ein paar messungen am Hahn mit verschiedenen Drücken gemacht.
    Bei 2 Bar erreiche ich zum Beispiel ca. 1300 Liter pro Stunde.
    Bei 2,5 Bar sind es immerhin noch ca, 1050 Liter.

    Vielleicht reicht es ja auch, die Rotatoren mit 2 Bar zu fahren, wenn sie damit die erforderliche Reichweite schaffen?
    Und wie verhält es sich mit dem Wasserverbrauch wenn man die Wurfweite der Rotatoren am Regler runter dreht? Ich vermute mal die nimmt dann auch ab, oder?

    Ich habe mich jetzt aber vor Allem gefragt ob ich nicht doch auch meine Regnerpositionen noch mal überdenken sollte. Immerhin habe ich im roten Bereich sehr große Stellen die dreifach überdeckt sind. Wenn man diese Anteile noch weiter reduzieren könnte und wirklich die ganze Fläche nur zweifach bedeckt, dann wären wir schon deutlich dichter an dem was die Leitung her gibt, denke ich.
    Dazu sei vielleicht auch noch gesagt dass ich mit der Gestaltung der Beete rechts und oben im Bild noch "künstlerische Freiheit" habe. Ich hab die ersteinmal so sehr gerade gezeichnet, ich denke aber dass da eher noch der eine oder andere "Schwung" rein kommen dürfte.
    Ich habe dazu gerade noch mal den Gardena Planer mit einer variierten Beetform gefüttert und den Screenshot angehängt.
    Falls jemand ein gutes Beispiel für Regnerplatzierung bei geschwungenen Beeten hat, würde ich mir das gerne mal ansehen. Irgendwie kann ich mir das bei komplexeren Formen nicht mehr so recht vorstellen...
     

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    xanonymx

    Neuling
    Also ich bin da genau so ein Anfänger wie du, aber was ich bisher rausgelesen habe ist, dass das laut Hunter genau so sein soll...ein Quadrat und in jede Ecke einen Rotator.
    Würde bedeuten, dass sich Stellen teilweise vierfach überlappen wie es bei dir ja auch der Fall im roten Bereich ist. Aber nur dann sei wohl eine gleichmäßige Bewässerung mit den 11mm/h gewährleistet.

    Und die Rotatoren funktionieren auch mit weniger als 2,8 Bar, dafür gibt es ja z.B. extra die Gehäuse die den Druck auf 2,1 Bar regulieren. Dementsprechend ändert sich aber die Wurfweite des jeweiligen Rotators.
    Optimal laufen die aber laut Hunter mit 2,8 Bar. Inwieweit sich das Ergebnis bis auf die andere Wurfweite ändert wenn man die Rotatoren stattdessen mit 2,1 Bar betreibt weiß ich nicht.

    Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege, möchte keine Fehlinformationen verbreiten sondern was dazu lernen.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Ich hab eben auf nem Schmierzettel noch ne andere Regner Platzierung durchgespielt.
    Den roten Bereich habe ich dabei komplett mit MP1000ern "zugepflastert". Dabei immer ne ordentliche Überdeckung aber wenn ich mich nicht verrechnet habe deutlich weniger Wasser pro Zeit.
    Muss ich morgen mal sauber aufzeichnen.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    So, hier jetzt die Variante mit vielen MP1000.
    Weil es sich besser zeichnen ließ habe ich den Gardena Planer benutzt und anstelle von MP1000 S80 mit 3,7m Wurfweite gesetzt.
    Natürlich viel merh Buddelarbeit und Mehrkosten für Regner aber mir gefällt das eigentlich ganz gut dass es so viele Regner sind. Gerade weil diese diversen Spielgeräte im Garten stehen kann ein einzelner Regner der zum Beispiel direkt gegen den Spielturm sprüht natürlich schnell mal in seinem Wirkbereich eingeschränkt werden. die vielen Regner würden das sicher besser ausgleichen.

    Aber rechnen wir mal durch.
    In dieser Variante wurden insgesamt 14 Regner verbaut. Ich gehe von den MP1000 mit 2Bar am Regner aus, denn damit schaffen sie laut Datenblatt die 3,7 Meter
    5x 90° (a 0,64 l/m) => 3,2 l/m
    6x 180° (a 1,29 l/m) => 7,75 l/m
    1x 270° (a 1,82 l/m) => 1,82 l/m
    2x 360° (a 2,62 l/m) => 5,24l/m

    Sind in Summe nahezu exakt 18 Liter pro Minute.
    Im Gegensatz zu ich glaube es waren ca. 24 Liter bei der Variante mit weniger größeren Regnern.
    18 Liter schaffe ich laut Eimertest bei 2,5 Bar am Wasserhahn, also nach Abzug von 0,5Bar für die Leitungen könnte das aufgehen.

    An dieser Stelle hoffe ich jetzt dass noch jemand mit Erfahrung mitliest.
    Was wären Vor/Nachteil der beiden Lösungsansätze?
    Viele kleine Regner oder wenige große und dann besser zwei Kreise?
     

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    I

    Ierwin

    Mitglied
    Ich noch mal.
    Also ich muss feststellen dass ich bisher einen Denkfehler hatte, der mir wohl zu Gute kommt.
    Und zwar gehe ich davon aus (denn das ist ja das Werbeversprechen) dass die Rotatoren die Niederschlagsrate konstant halten wenn die Wurfweite reduziert wird.
    Ich habe also bei meiner Berechnung des tatsächlichen Wasserbedarfs immer geschaut welche Wurfweite ich brauche (z.B. 6,5 Meter bei MP3000 bei 2 Bar). Dazu müsste ich die Wurfweite des MP3000 auf 79% runter drehen. Also habe ich für den Wasserverbrauch dieses Regners ebenfalls 79% von dem Wert angenommen den Hunter bei voller Wurfweite annimmt.
    Das ist aber falsch.
    Wenn beim Runterregeln die Niederschlagsrate konstant bleibt, dann reicht es natürloch nicht die Wurfweiten ins Verhältnis zu setzen, sondern die beregnete Fläche. Wir erinnerun uns. irgendwas mit Pi und r Quadrat ;). Jedenfalls ergibt das im Beispiel des MP3000 für 6,5 Meter einen Verbrauch von nur 54%, nicht 79%.
    Und wenn ich das alles so noch mal nachrechne mit der "großzügigsten" Regnerkonfiguration, also im roten bereich lauter MP3000 die entsprechend weit runtergedreht werden und im blauen Bereich MP2000 dann lande ich bei 17,1 Liter/Minute.
    Die schaffe ich bei 2.5 Bar am Hahn.
    Diese Regnerkonfiguration verwendet dann wirklich überall tendenziell eher das größere Modell und keinen einzigen voll aufgedrehten Regner. Finde ich für die Planung angenehm weil dann überall noch ein bisschen Reserve ist die man aufdrehen kann.
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Nur falls noch jemand mitliest, ich habe eben den Fließdruck am Gartenhaus gemessen. Zwischen dem Wasserhahn und dieser Stelle liegen ca 25-30m 25mm Pipeline mit insgesamt 4 rechten Winkeln (Gardena Verbinder).
    Herausgekommen sind bei 3 Bar ca 800 Liter pro Minute, bei 2,5 Bar ca 1000 Liter.
    Das finde ich durchaus beachtlich denn bei 2,5 Bar ist das kaum ein Unterschied zur Menge am Hahn.
    Von den Stelle aus muss das Wasser später noch durch ein Magnetventil, ein paar Winkel und maximal 20 Meter bis zum entferntesten Regner.
     
    F

    Faxe59

    Mitglied
    Hallo lerwin
    800l/ min kann ich nicht glauben. Das sind 48m3 /h
    Ich kann mir nicht mal 80l/min vorstellen. 4800l/h
    Grüße Herbert
     
    I

    Ierwin

    Mitglied
    Du hast natürlich Recht, das wäre wohl eher der Bereich von Feuerhydranten. Ich meine 800 Liter pro Stunde bei 3Bar.
    Ich habe ausgerechnet dass ich für meine Rotatoren 800 l/h bei 2 Bar am Regner brauche.
     
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    T

    top_gun_de

    Mitglied
    Hallo lerwin
    800l/ min kann ich nicht glauben. Das sind 48m3 /h
    Ich kann mir nicht mal 80l/min vorstellen. 4800l/h
    Grüße Herbert
    80 sind nicht utopisch. Mein Brunnen hat beim Test 5000l/min gebracht, wenn vom Brunnenkopf einfach ein 1"-Rohr in ein Gefäß fördert. Da war die Pumpe am Anschlag. DN115, 4m Filterstrecke. Ich hatte dem Brunnenbauer eine Garantie für 3000l abgepresst, und er hat es durch Überdimensionierung gelöst.
     
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