Deckenpaneele anbringen

tina1

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#1
Hallo zusammen,
ich bin gerade eifrig beim Renovieren.
Jetzt ist das Wohnzimmer dran. Ich beabsichtige die Decke(Untergeschoß) mit Paneele zu verkleiden.
Da es ein Fertighaus (Baujahr 1995) ist, hegt mein Schwager Befürchtungen bezüglich der Tragfähigkeit der Decke.
In den Bauunterlagen kann ich nicht wirklich etwas finden, was aussagekräftig ist.
Ich persönlich kann mir schlecht vorstellen, daß die Decke die Paneele nicht trägt.
Eh ich womöglich einen Statiker bemühe, möchte ich hier mal fragen:
Hat jemand ein Fertighaus in dem die Decken mit Paneele verkleidet sind?
 
  • karlh

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    #2
    Hallo Tina,

    oben drüber ist auch ein begehbarer Raum, oder Dachboden? Ist drüber ein begehbarer Raum, dann kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das die relativ leichten Paneele für eine Zwischendecke irgend eine Relevanz darstellen. Wie willst du die festmachen? Wie ist die Decke beschaffen? Beton oder?

    Ist darüber ein Dachboden, dann wurde sicherlich eine Spardecke mit Gipskartondecke o.ä. eingebracht. Aber selbst da hätte ich keine Bedenken.
    Ehrlich, ist denn eine Decke mit Paneelen noch in? Ich finde, das ist ziemlich altbacken, hatte ich mal vor 20 Jahren. Würde ich heute nicht mehr machen. Lieber eine weiße Decke und farbige Wände.
     
    tina1

    tina1

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    #3
    Also oben drüber sind Zimmer, unbewohnt. Ein Gästezimmer und das ehemalige Büro meines verstorbenen Mannes.
    Estrich, bzw.Beton habe ich nicht, sondern eine Holzdecke aus einer Art Spanplatten, keine Ahnung, wie die sich nennen.
    Ich weiß nicht, ob Paneele noch in sind, zumindest sehen sie nicht mehr aus wie bayrische Bierstubn.
    Einen Maler kann ich mir nicht leisten, der will für das eine Zimmer 2800€. Ich wäre dann wenigstens in der Lage, bei Bedarf immer mal die Wände zu tapezieren und mit der Decke auf alle Zeiten ausgesorgt zu haben, denn ich finde keinen, der sie mir tapezieren will.
     
    karlh

    karlh

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    #4
    Hallo Tina,

    Nun gut, Decke tapezieren ist nicht einfach, habe ich früher mit meiner Frau gemacht. Ich habe die Tapete über Kopf angesetzt und sie hat mit einem Besen den Rest gehalten. Dann die Leiter ein Stück weiter geschoben und das nächste Stück angeklebt. Es kann da schon mal passieren, dass eine Bahn mal kaputt geht. Heute wollte ich das auch nicht mehr machen. Maler machen das auch nicht gern. Aber dein genannter Preis hat schon was von Luxus.

    Wenn du Paneele dran machen willst, musst du wissen, wo die Balken sind, an denen du die Paneele anbringen willst. Wie willst du das herausbekommen? Aber über Kopf die Paneele anbringen ist für ungeübte auch nicht ohne.
     
  • tina1

    tina1

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    #5
    Aber ich kann doch nicht wissen wo Balken sind. Und was mache ich dort, wo keine sind?
    Mein Bekannter hat sowas schon öfter gemacht, allerdings nicht im Fertighaus, der würde sie mir anbringen.
    Übrigens, wir habe auch bisher immer so tapeziert.
     
  • karlh

    karlh

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    #6
    "Und was mache ich dort, wo keine sind?"

    Kommt darauf an, was drunter ist und wie stabil das dran ist. Z.B. Gipskartonplatten. Daran kannst du keine Paneele annageln. Sind Bretter drunter und Putz drauf, dann ginge es schon. Aber so wurde in den 70er Jahren in der DDR nicht gearbeitet. Bretter waren dafür viel zu wertvoll. Zu der Zeit wurden häufig Platten verwendet, deren Name ich vergessen habe, die bestanden aus gepressten Stroh mit Gips vermischt und waren etwa 2 cm dick. Auch da kannst du keine Paneele annageln. Sicher ist es, die Balken zu erwischen, aber dafür ist es wichtig zu wissen, wo die sind. Das ist auch der Grund, warum ich fürs tapezieren votieren würde. Einfach die Decke mit Latex streichen willst du nicht?
     
  • jolantha

    jolantha

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    #7
    tina1

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    #8
    "Und was mache ich dort, wo keine sind?"

    Kommt darauf an, was drunter ist und wie stabil das dran ist. Z.B. Gipskartonplatten.Es sind eine Art Holzplatten, total glatt und darüber ist Tapete. Aber wo darunter Balken sind, weiß keiner. Ist sicher auch unnötig zu wissen, weil diese Holzplatten dick genug sind, um daran was festzunageln. Daran kannst du keine Paneele annageln. Sind Bretter drunter und Putz drauf, dann ginge es schon. Aber so wurde in den 70er Jahren in der DDR nicht gearbeitet. Das Haus ist BJ 1995.Bretter waren dafür viel zu wertvoll. Zu der Zeit wurden häufig Platten verwendet, deren Name ich vergessen habe, die bestanden aus gepressten Stroh mit Gips vermischt und waren etwa 2 cm dick. Auch da kannst du keine Paneele annageln. Sicher ist es, die Balken zu erwischen, aber dafür ist es wichtig zu wissen, wo die sind. Das ist auch der Grund, warum ich fürs tapezieren votieren würde. Einfach die Decke mit Latex streichen willst du nicht?
    Der Maler rät davon ab, weil dann die Tapete runterfallen würde.
     
    tina1

    tina1

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    #9
    Tina,
    ich hab bei mir im Badezimmer auch Paneele angebracht, und das ging ganz gut. Am Besten geht das mit einer Unterlattung, wo
    Du im Abstand von 40 cm Dachlatten anbringst.
    Schau mal da : https://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/wohnraum_gestalten/waende_verkleiden/decken_waende_mit_paneelen_verkleiden/decken_waende_mit_paneelen_verkleiden.html
    Warum sollte ich nicht diese clipse direkt an die Decke nageln können?
    Mit Unterlattung kommt mir die Decke zu tief. Sie ist eh nur 2,40m hoch, äh niedrig.
     
    karlh

    karlh

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    #10
    Sorry Tina, ich habe mich etwas geirrt, wegen des Alters des Hauses. Nach 1990 wurde natürlich anders gebaut als vorher. Wenn du meinst, dass als Decke Holzplatten sind, dann kannst du ja die Paneele dran nageln. Federt bei Nageln etwas, kann man ja mit einem spitzen Dorn etwas nachhelfen. Wie schon geschrieben, dürfte das Gewicht der Paneelen kaum eine Relevanz haben.
     
  • tina1

    tina1

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    #11
    Mir machte nur die Tragfähigkeit Sorgen, das heißt, mein Schwager hat mich diesbezüglich etwas verängstigt. Ich persönlich hätte da keine Bedenken gehabt.
    Ich habe Reste dieser Platten gesehen, weiß aber die Dicke nicht wirklich. Machten aber für mich den Eindruck, daß man da gut dran was befestigen kann.
    Könnte man diese clipse nicht schrauben?
     
    P

    Puglio

    Mitglied
    #16
    Die Verkehrslast, auch bei Fertighäusern, beträgt mindestens 150 kg/m2. Selbst wenn die Paneele 100 kg/m2 wiegen, passiert nix.

    Gruss P.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    #17
    Hallo Tina,
    die Decke wird ja wohl kaum mit "Siemens-Luftankern" angebracht sein (und die Zimmer oben quasi im freien Luftraum schweben;))
    Es gibt so kleine Detektoren, die alles mögliche erkennen können: Holzbalken, Stahlträger, Stromleitungen, Wasserleitung, Hohlräume.
    Evt. wäre das ein Hilfsmittel um die Träger zu finden, an denen die Paneele befestigt werden können.
    Vielleicht hat im Bekanntenkreis jemand so ein Teil, aber man kann sie auch in vielen Baumärkten ausleihen.
    Der Kaufpreis liegt zwischen 20 und 70+ Euronen.
    Wir haben so ein mittelpreisiges Teil von Bosch und sind in unserem Überraschungsaltbau bisher gut damit zufrieden.

    Liebe Grüße
    Elkevogel
     
    karlh

    karlh

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    #18
    Hallo Elkevogel,

    meinst du wirklich, dass es Geräte im Baumarkt gibt, die Holzbalken finden?
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    #19
    Müssen Holzpaneele nicht hinterlüftet sein?
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    #21
    Hey jolantha:)
    Das hatte ich ihrem Post auch so entnommen.
    Meine Frage war eher dahingehend gemeint, ob es nicht unumgänglich ist, die Schalung zu hinterlüften um zu gewährleisten, dass alles auch noch in ein paar Jahren so ist, wie es seien soll.
     
    Elkevogel

    Elkevogel

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    #22
    Hallo Elkevogel,

    meinst du wirklich, dass es Geräte im Baumarkt gibt, die Holzbalken finden?
    Jepp - und bei uns funktioniert das sogar:D
    Alle Deckenleuchten, die nicht am vorhandenen, mittigen Stromauslass montiert wurden, haben auf die Art einen Balken zur Befestigung gefunden.
    Und Stahlträger sowie Stromkabel erkennen die auch.


    Erst hatten wir einen wirklich billigen - der war noch ein bisschen mit Überraschungseffekt. Das hochwertigere Ding funktioniert super:
    Bosch PDO Multi - für Metalle, Holz und Leitungen

    LG
    Elkevogel
     
    tina1

    tina1

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    #23
    Warum soll ich unter der Paneele lüften?

    Wenn mein übervorsichtiger Schwager mir wegen der Tragfähigkeit nicht so eine Angst eingejagt hätte, wäre ich nie auf diese Frage gekommen.
    Der kommt noch vor meiner Mutter.
    Die telefonierunfreudige Dame rief mich beim letzten Sturm an, und fragte, ob es mir gut ginge. Und weil sie so einen ängstlichen Tonfall in der Stimme hatte, fragte ich, ob sie sich aus einem Grunde Sorgen mache.
    Da meinte sie:"Na ja, ihr mit eurem Fertighaus, fliegt das denn bei so einem Sturm nicht weg?"
    Ich konnte mir gerade noch so einen Lachanfall verkneifen.
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    #24
    Damit es zwischen Decke und Holzpaneel nicht gammelt.
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    #26
    Jau, ich könnte mir vorstellen, dass das passiert.

    Man könnte natürlich auch die Argumentationskette umdrehen.

    Wie viele Vertäfelungen wurden ohne UK gefertigt? Warum sprechen bspw. die von jolantha verlinkte Anleitung von einer UK?
     
    tina1

    tina1

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    #27
    Ich habe mich eben durch die webseite eines Tischlers gelesen.
    Unterlattung ist nicht nötig, wenn:
    die Wand oder Decke eben ist
    es keine Außenwand ist
    das Bauwerk trocken ist
    es kein Feuchtraum ist
    der Raum Fenster hat und beheizt wird
    Lediglich ist eine Schattenfuge sinnvoll, das heißt, die Paneele schließen nicht direkt mit der Wand ab.
    Das wäre bei mir eh nicht der Fall, da ich an allen Wänden entsprechende Zierleisten habe. Diese sehen so aus.
    https://www.google.de/search?q=zier...UICygC&biw=1360&bih=671#imgrc=YSDPyieUB1mPJM:
     
    Baby Hübner

    Baby Hübner

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    #28
    Na dann ist ja alles klar. Viel Erfolg beim bauen
     
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