Kiesgarten/Sandbeet

H

huw

Mitglied
#1
Liebe Gartenfreunde,

nicht zuletzt unter dem Eindruck dieses besonders trockenen Sommers habe ich vor, einen Teil meiner Experimentierwiese (ein ehemaliger, total verkommener Rasen unseres Vorgartens, in den ich schon mit unterschiedlichem Erfolg diverse Gräser und Stauden hineingepflanzt habe) in ein Sand- oder Kiesbeet zu verwandeln, wie man es z.B. hier auf diesem Bild sieht:



Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gesammelt? Welche Pflanzen bieten sich dafür am besten an?

Viele Grüße
huw
 
  • jolantha

    jolantha

    Foren-Urgestein
    #2
    Hi, Erfahrung habe ich keine, aber ich glaube, der Arbeitsaufwand ist mit der Zeit erheblich höher, als wenn man Rasen hat.
    In Deinem Kies sammeln sich genauso Unkrautsamen wie in Beeten und im Rasen. Willst du das alles händisch beseitigen ?
    Natürlich kann man auch mit der Giftspritze arbeiten, aber in so einem verseuchten Garten würde ich nicht leben wollen.
     
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    #3
    Die ehemalige Rsenfläche muß zuerst mit Sand abgemagert werden, das heißt, daß mind. 5 cm hoch Sand aufgetragen wird und dann mit einer Fräse untergearbeitet werden muß. (Manche Fachleute empfehlen, die obersten 10 cm komplett abzutragen und dann mit einem Erd- Sandgemisch aufzufüllen. Das ist allerdings eine Preisfrage.)
    Danach wird eingepflanzt und erst danach feiner Kies oder Split auch ca. 5 cm hoch aufgetragen.
    Die Wege können mit Unkrautvlies unterlegt werden.
    Ansonsten kann Unkraut aus dem Kies leicht gezogen werden. Eine Hacke hat im Kiesgarten nichts verloren. Tiefwurzler werden mit dem Unkrautstecher entfernt.
    Passende Pflanzen für einen Kiesgarten bekommst du in jeder guten Staudengärtnerei.
     
    W

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    #4
    Ja, hab Erfahrung: vor fast 10 Jahren einen Kiesgartenteil im Garten angelegt.


    wilde Gärtnerin

    @huw, jetzt hab ich mehr Zeit....

    Einige Fragen:
    Bekommt dieser Gartenteil Sonne voll?
    Wie sieht es mit dem Boden, der Erde unter dem Gras aus?

    Wenn du einen wirklich echten Kiesgarten anlegen willst, dann musst du einiges an Vorarbeit leisten, v.a. wenn der Untergrund nicht so optimal sein sollte.

    Ich kann dir nur mitteilen, dass mein Kiesgartenteil ohne Gift auskommt, dass es hier das ganze Jahr über üppig blüht, so dass vom Kies in der "Hochsaison" fast nichts mehr zu sehen ist - und: das dürfte für dich das Wichtigste sein.
    Während der anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer hab ich nur zwei mal gießen müssen - und das auch nur bei den etwas empfindlicheren Stauden.

    Aber, wie gesagt: es steht einige Arbeit an...........
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • W

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    #5
    Hi, Erfahrung habe ich keine, aber ich glaube, der Arbeitsaufwand ist mit der Zeit erheblich höher, als wenn man Rasen hat.
    In Deinem Kies sammeln sich genauso Unkrautsamen wie in Beeten und im Rasen. Willst du das alles händisch beseitigen ?
    Natürlich kann man auch mit der Giftspritze arbeiten, aber in so einem verseuchten Garten würde ich nicht leben wollen.
    Hallo jolantha,

    ich glaub, du meinst so ein Schotter-Vorgarten-Ungetüm, in dem nur ein paar vereinzelte Bäumchen vor sich hin kümmern.

    Mit einem Kiesgarten, so wie es die leider inzwischen verstorbene Beth Chatto http://www.bethchatto.co.uk/, hast du wahrscheinlich noch nie auseinander gesetzt.

    LG
    wilde Gärtnerin
     
  • jolantha

    jolantha

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    #6
    Hallo Frau Gärtnerin,
    Danke für Deinen Link. Hab ich mir jetzt als Lesezeichen gesetzt, um da mal ganz in Ruhe und Muße durchzuschauen .
    Da gefällt mir jetzt schon so Einiges. (y)
     
  • H

    huw

    Mitglied
    #7
    Hallo ihr Lieben,

    meine Vorstellungen vom Sandbeet gehen natürlich auf keinen Fall in die Richtung dieser steril-stylishen Schotterstrecken. Mir geht es um eine möglichst natürlich wirkende, sich über die Jahre selbst entwickelnde sandige Phase vor dem Rest meiner Experimentierwiese, in die ich zwar einiges hineingepflanzt, aber auch anderes von alleine sich hervorbilden lassen habe, wie z.B. zu meinem besonderen Entzücken ein großer Natternkopf.
    Vielen Dank Wilde Gärtnerin für deinen Link, muss ich mal in Ruhe anschauen. Mich hat u.a. auch das "Blackbox-Gardening" motiviert. Die von euch vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bodenvorbereitung kann ich leider nicht mehr ausführen, da ich auf der betreffenden Fläche den Boden schon größtenteils ca. 20 cm tief ausgehoben und einfach mit Spielkastensand aufgefüllt habe. (Da muss noch etwas anderes drüber, gefällt mir noch nicht so richtig.) Das sieht jetzt noch etwas neu und künstlich aus, wird aber hoffentlich bald verwachsen und verwittern.
    Mich interessieren vor allem Vorschläge für Pflanzen, mit denen ihr eventuell schon gute Erfahrungen gemacht habt oder zumindest vermutet, dass sie sich dafür gut eignen könnten. Der größte Teil der Sandfläche (übrigens höchstens 3 m²) bekommt mindestens einen halben Tag Sonne.

    Viele Grüße
    huw
     
    W

    wilde Gärtnerin

    Mitglied
    #9
    Hallo ihr Lieben,

    meine Vorstellungen vom Sandbeet gehen natürlich auf keinen Fall in die Richtung dieser steril-stylishen Schotterstrecken. Mir geht es um eine möglichst natürlich wirkende, sich über die Jahre selbst entwickelnde sandige Phase vor dem Rest meiner Experimentierwiese, in die ich zwar einiges hineingepflanzt, aber auch anderes von alleine sich hervorbilden lassen habe, wie z.B. zu meinem besonderen Entzücken ein großer Natternkopf.
    Vielen Dank Wilde Gärtnerin für deinen Link, muss ich mal in Ruhe anschauen. Mich hat u.a. auch das "Blackbox-Gardening" motiviert. Die von euch vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bodenvorbereitung kann ich leider nicht mehr ausführen, da ich auf der betreffenden Fläche den Boden schon größtenteils ca. 20 cm tief ausgehoben und einfach mit Spielkastensand aufgefüllt habe. (Da muss noch etwas anderes drüber, gefällt mir noch nicht so richtig.) Das sieht jetzt noch etwas neu und künstlich aus, wird aber hoffentlich bald verwachsen und verwittern.
    Mich interessieren vor allem Vorschläge für Pflanzen, mit denen ihr eventuell schon gute Erfahrungen gemacht habt oder zumindest vermutet, dass sie sich dafür gut eignen könnten. Der größte Teil der Sandfläche (übrigens höchstens 3 m²) bekommt mindestens einen halben Tag Sonne.

    Viele Grüße
    huw
    Hallo huw,

    da es dir v.a. zunächst erst mal ums Experimentieren geht: schau dir mal diese Beiiträge an

    https://guenstiggaertnern.blogspot.com/2012/02/auf-sand-gebaut.html

    https://www.nachrichten.at/freizeit...n-Pflanzen-in-den-Sand-gesetzt;art123,2628898

    (Wie gesagt, beschäftige ich mich ja schon lange mit dem Thema Kiesgarten und bin bei meinen Recherchen natürlich auch auf ähnliche Gartentypen gestoßen (Präriegarten wäre evtl. auch noch für dich interessant), so auch auf das Gärtnern auf Sand.

    Du kannst dich für den Anfang aber auch an den "Zeigerpflanzen" orientieren und diese wären für Sandböden: Königskerzen, diverse (wunderschöne) Disteln, Wolfsmilch, Mohn.

    Und, wenn es etwas anspruchsvoller Stauden sein sollen, dann kannst du die direkte Pflanzstelle ja immer noch verbessern. Da kann ich dir gerne weiter helfen..........

    Grüße
    wilde Gärtnerin
     
    H

    huw

    Mitglied
    #10
    Hallo Wilde Gärtnerin,

    vielen Dank für die Tipps und Links. Es freut mich, dass meine Idee wohl nicht ganz so abwegig ist. Der Begriff Präriegarten ist mir vor einiger Zeit auch mehrmals untergekommen und scheint sich in vielen Dingen mit meinen Vorstellungen zu treffen.

    Viele Grüße
    huw
     
  • wonny

    wonny

    Neuling
    #11
    Ja, hab Erfahrung: vor fast 10 Jahren einen Kiesgartenteil im Garten angelegt.


    Ich kann dir nur mitteilen, dass mein Kiesgartenteil ohne Gift auskommt, dass es hier das ganze Jahr über üppig blüht, so dass vom Kies in der "Hochsaison" fast nichts mehr zu sehen ist - und: das dürfte für dich das Wichtigste sein.
    Während der anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer hab ich nur zwei mal gießen müssen - und das auch nur bei den etwas empfindlicheren Stauden.

    Aber, wie gesagt: es steht einige Arbeit an...........
    Hallo liebe wilde Gärtnerin!

    Ich glaube ich habe endlich eine Meisterin gefunden *hüpf* und *freu* :pa:

    Ich spiele schon seit ein paar Jahren mit dem Gedanken mir einen Kiesgarten anzulegen.
    Der diesjährige Sommer hat mich in meinen G-gängen nur bestätigt.

    Zeigst du bitte mal deinen üppigen Kiesgarten?
    Kann ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, so eine Üppigkeit.
    Was ich bisher in natura gesehen habe, war eher mikkerig und sehr "übersichtlich" obwohl einige davon schon so lange bestehen.
    Was wächst bei dir alles im Kiesgarten?
    Und büdde-büdde die Üppigkeit zeigen, bin schon ganz hibbelig.
     
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