Mein Kirschbaum hat Läuse... Was nun?

  • Ersteller des Themas Grünlinchen
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G

Grünlinchen

Neuling
Hallo!

Habe heute feststellen müssen das mein schöner Sauerkirschbaum (keine Ahnung was für einer), Läuse hat! Lediglich die frischen Triebe am Astende sind über und über von kleinen schwarzen Pünktchen befallen. Meine Mutter meinte es sind Läuse... Also, wie werd ich sie los?!? Kann ich nach Einsatz von Gift noch die Kirschen verzehren? Wenn Gift, welches?
 
  • A

    AZI

    Neuling
    Interessant, mein Kirschbaum hat dasselbe Problem, nur die jüngsten Blätte sind befallen, also die am Äußersten Astende.... Die Blätter haben Schwarze Punkte und Kräuseln sich...

    Ich vermute ebenfalls Läuse, weiß da wer ein Biologisches Mittelchen? Ich will nicht unbedingt Giftiges Zeug spritzen, da ich auch Schlangen und anderes unter Artenschutz stehendes Getier im Garten hab...
     
    J

    jomoal

    Foren-Urgestein
    Hallo,
    wenn der Kirschbaum noch nicht zu groß ist und es sich nur um die vorderen Blätter handelt, würde ich so eine biologische Schmierseifenbrühe erstellen und die Blätter darin kurz tränken oder einsprühen. Das müßte dann schon Wirkung zeigen.

    jomoal
     
    meike71

    meike71

    Mitglied
    Wenn das mit der Schmierseife nicht klappt, würde ich Calypso von Compo (hieß das glaub ich),empfehen.bei meinem Kirschbaum hat das super geholfen.
    Ich bin auch nicht so für solche Hammermittel, aber in diesem Fall war mir das zu wichtig,da ich sehr an dem Kirschbaum hänge.

    Viel Glück
     
  • G

    Grünlinchen

    Neuling
    Danke!

    Hab jetzt erstmal hart durchgegriffen!
    Hab die extrem befallenen Triebe abgeschnitten... Der Baum ist ein "Erbstück", und da kommt die Keule ran, nicht das er eingeht. Das Zeug von Compo bekomm ich im Bau/Gartenmarkt, oder nur im Fachhandel?
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • meike71

    meike71

    Mitglied
    Das kannst du auch im Baumarkt kaufen.
    Auch bei Ebay.
     
  • T

    Tuffi

    Guest
    Calypso ist ein Neonicotinoid. Es ist nicht nützlingschondend.
    Es ist auch unnötig jetzt noch Bäume zu spritzen, wenn es überhaupt im Hausgarten je notwendig ist. Jedenfalls macht man mit dem Mittel das komplette biologische Gleichgewicht im und um den Baum herum kaputt, sprich: Nützlinge sterben auch. Damit hat man das Problem im nächsten Jahr wieder. Läuse lassen keinen Baum eingehen. Die profitieren im Moment nur vom Saftstrom des Baumes zu den Wuzeln, sie schöpfen den Überschuss ab. In einigen Wochen stoppt der Saft und die Läuse gehen ein. In der Zwischenzeit ernähren sich die Gegenspieler der Läuse von ihnen und vermehren sich in Folge dessen auch noch, so dass sie im Frühjahr gleich da sind, wenn sich neue Läusepopulationen breit machen wollen.
    Im konventionellen Obstbau wird vor der Ernte gegen Läuse gespritzt, da Läuse sofern sie in Mengen auftreten das Obst durch ihre süßen Ausscheidungen beschmutzen. Auf dem Honigtau siedeln sich dann schwarze Rußtaupilze an, das Obst wäre nicht mehr zu vermarkten. Jetzt um diese Jahreszeit behandelt niemand mehr. Es ist unnötige Geldverschwendung und gedankenlos jetzt einen Feldzug gegen Läuse zu unternehmen. Jetzt macht man am Besten gar nichts mehr und lässt der Natur ihren Lauf. Im Frühjahr hängt man umgedrehte Blumentöpfe mit Holzwolle in den Baum, damit Ohrenzwicker darin wohnen können und den Baum schützen.
    Wie wäre es statt eines Spritzmittels ein gutes Buch über biologischen Pflanzenschutz zu kaufen? Das geht nie aus und hilft langfristig.

    Viele Grüße von Tuffi
     
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