Muß mal eben was loswerden...

tina

tina

Mitglied
...was mir gestern passiert ist.

Mein Sohn, 8, kann noch nicht richtig schwimmen. Das hat was mit seiner Entwicklungsverzögrung zu tun - bis jetzt hat es noch nicht geklappt. Will heißen, wenn wir zusammen im Freibad oder so sind, habe ich ihn ziemlich genau im Auge, er ist aber auch extrem vorsichtig.

Gestern nun waren wir hier am Stover Strand an der Elbe...und hatten einen absolut wunderschönen Tag! Irgendwann blies ich zum Aufbruch, wir packten und ich wies den Sohn an, sich nochmal eben abzuspülen, weil er so sandig war...und als ich kurz danach guckte, wo er ist, war er im Wasser, ca. 30m vom Ufer entfernt. Ich sah nur noch seine Haare. Und seine Hände.

Leute, so schnell war ich noch nie. Und ich habe ihn im letzten Moment gekriegt, griff ihm in die Haare, als er unterging - und stellte gleichzeitig fest, daß es an der Stelle eine heftige Unterströmung gab, so stark, daß es MICH runterzog...kombiniert mit dem panischen Sohn an meinem Hals war ich für ein paar Sekunden ziemlich sicher, daß es uns jetzt beide erwischt...
Dann allerdings waren meine Töchter (12/14) da, beide sehr gute Schwimmerinnen, die halfen, zogen und schoben und so bekamen wir das wasserspuckende Kind glücklich ans Ufer.

Ich war fix und fertig hinterher! Vor allen Dingen, als mir klar wurde, WIE knapp die ganze Geschichte war - 10 Sekunden später wäre er weggewesen. Und bei der Strömung hätte ich ihn auch nicht mehr gefunden!

Ihr könnt euch vorstellen, daß ich mir die übelsten Vorwürfe mache. Ich sehe dauernd seine Augen knapp über der Wasseroberfläche, die mich panisch angucken, gestern abend spät habe ich irgendwann nur noch geheult.

Das mußte ich jetzt mal eben loswerden. Danke fürs Lesen.

LG, Tina.
 
  • Maiglöckchen74

    Maiglöckchen74

    Mitglied
    Um Himmels Willen Tina, zum Glück ist euch nichts schlimmeres passiert. Bekam beim Lesen schon richtige Gänsehaut. Ein Fluss kann natürlich aufgrund der Strömungen schnell gefährlich werden. Kann schon verstehen, dass dir danach die Knie geschlottert haben, so ein Erlebnis wünsche ich auch keinem...

    Habt ihr es denn schon mal mit einem Schwimmkurs für deinen Kleinen versucht? Hier bieten sie gerade in den Ferien viele Intensivkurse an. Mein Kurzer hat auch in so einem Kurs erst ziemlich spät (Anfang dritter Klasse) das Schwimmen gelernt.

    Auf jeden Fall sucht euch beim nächsten Mal lieber einen kleinen Badesee oder das Freibad aus. Man kann eben seine Augen nicht überall haben.

    Waren denn da eigentlich keine anderen (erw.) Personen, die euch helfen konnten?

    Liebe schockierte Grüße

    Sara

    PS.: Und knuddel deinen Sohn mal ganz lieb!!!
     
    luise-ac

    luise-ac

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    hallo Tina!

    Das ist ein furchtbares Erlebnis. Meine Tochter ist mit drei Jahren von einer Ufermauer in einen Weiher gerutscht. Ich stand daneben und habe nur eine Sekunde weggeschaut. Es war schrecklich als ihr Kopf im Wasser verschwand.
    Mein ältester Sohn hat sie rausgefischt. Ich habe mir auch größte Vorwürfe gemacht.

    Mache dir keine Vorwürfe, es ist alles gut ausgegangen. Es kann immer und überall etwas passieren.

    Liebe Grüße

    Luise
     
    Bonny

    Bonny

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    Hallo tina,das ist echt heftig,da bekomme ich schon Gänsehaut beim Lesen.
    Nur gut daß alles gut ging und Du so schnell gehandelt hast,da hattet ihr gute Schutzengel.
    Klar verfolgt einem der Anblick noch länger,ich wünsche diese Bilder vor Deinen Augen verblassen bald,und Du kannst alles wieder genießen,wünsch Dir alles Gute,Gruß Bonny
     
  • tina

    tina

    Mitglied
    Ich danke euch, das konnte ich jetzt gut gebrauchen!

    @Maiglöckchen: ich habe ihn noch gestern abend zum nächsten Schwimmkurs angemeldet. Ich hoffe, er spielt mit, bin jetzt gerade aber guten Mutes, da er doch heftig mitgenommen war von der Geschichte gestern.
    Und ja, es waren genügend andere Leute da, aber ich glaube, das ging alles so schnell, daß die das gar nicht mitbekommen haben...will ich einfach hoffen. Wobei: wenn eine erwachsene Frau ohne Rücksicht auf Handtücher, Taschen etc. quer über den ganzen Strand sprintet und sich ins Wasser wirft? Mmmh. ICH wäre da hinterhergewesen, aber sei's drum.

    LG, Tina.
     
  • Ilona910

    Ilona910

    Mitglied
    oh je, das glaube ich dir gerne, dass dir Abends die Nerven durchgegangen sind. Du hast schnell reagiert und in Zukunft wirst du ganz bestimmt besser aufpassen. Sei froh und glücklich, dass das Unglück so gut ausgegangen ist.
     
  • Roxi

    Roxi

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    Hallo Tina

    ich kann dir sehr gut nachfühlen, wie es in dir aussah (sieht).
    Mein jüngster Sohn ist mit 11/2 Jahren bei Verwandten, beim spielen in den Teich gestürzt.
    Ich war ca. 5Meter entfernt und habe nichts bemerkt, so schnell ging das.
    Erst als mein älterer Sohn um Hilfe rief, sah ich sein Badehöschen an der Wasseroberfläche.
    Er hat sein Leben einem Schutzengel- nämlich seinen Bruder, zu verdanken.
    Ich bekomme heute noch oft Gänsehaut und habe das Popochen mit der blau- weißen Badehose vor Augen, wenn die Verwandten besuche.
    Obwohl alles einen guten Ausgang genommen hat, vergesse ich diesen schrecklichen Tag nie, obwohl mehr als 25Jahre vergangen sind...

    LG Roxi
     
    Fini

    Fini

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    *drückdichganzfestemal* eine schlimme Geschichte und Gott sei Dank habt ihrs heil überstanden ....

    ... solche Bilder vergißt man nie ...
     
  • Mo9

    Mo9

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    oh man Tina,:(

    weißt, Du bist ein sehr verantwortungsbewusster Mensch und das seh ich schon lange so, aber ehrlich, Du kannst nicht immer überall da sein und dir immer graue Haare wachsen lassen... was passiert in nächster Sekunde wenn er Unterwegs ist mit Freunden und ...
    Es wird ohne zweifel Situationen geben, da bist Du nicht dabei, er hat mit Sicherheit dazu gelernt und wird sich vorsehen!

    Mach dir keine Vorwürfe, es ist passiert um daraus zu lernen..

    Mo, die dir allerdings wünscht, daß Du immer für ihn da sein wirst, wie auch für deine anderen Kinder!:cool:
     
    Dackel

    Dackel

    Foren-Urgestein
    Liebe Tina, denk lieber daran, wie toll seine großen Schwestern reagiert haben! Das kann dir vielleicht beim Verarbeiten helfen.
    Fühl dich mal umärmelt von
    Gabi
     
  • S

    schweden-geli

    Guest
    boah...tina....mir is ganz schlecht geworden beim lesen.

    na der schutzengel is aber schwer auf trab.

    lass dich mal ganz feste umarmen....

    ganz liebe grüße von geli....die leider in solchen situationen nie die richtigen worte findet.
     
    TK-Mama

    TK-Mama

    Mitglied
    Ach Du meine Güte, was für ein schreckliches Erlebnis!!!!
    Ich hoffe Ihr habt Euch nun ein bisschen Erholt von dem Schock!!!
    Wir sind auch des öfteren am Rhein schwimmen. Man darf die Ströhmungen in solchen Gewässern wirklich nicht unterschätzen. Mein Mann meckert auch immer wenn ich zu weit raus schwimme, bis jetzt habe ich auch immer geschmunzelt, aber nach Deinem Erlebnis werde ich zukünftig auch nicht mehr so leichtsinnig sein.
    Laßt Euch gaaaanz lieb knuddeln....seid nochmal mit einem "blauen"Auge davongekommen!!!

    Gruß Andrea
     
    gabi67

    gabi67

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    Heftig Tina und umso schöner, dass alles gut ausgegangen ist.

    Ich kann das gut nachvollziehen, denn ich hatte ein vergleichbares Erlebnis mit meinem Sohnemann im Straßenverkehr. Da war´s auch kurz vor knapp, trotz allem Üben, Erklären, Überprüfen und drauf Achten und mein Junior gehört auch mehr in die "ich-bin -eher-vorsichtig-sein-Kategorie".

    Das ging so ratze fatz...Da guckst du kaum hinterher. Bei uns ist auch alles gut gegangen (die anderen Bilder des nicht gut Ausgehens habe ich heute, wenn ich an die Situation denke, allerdings immer noch sofort vor Augen).

    Ja, und türlich kommen einem da Vorwürfe (und geheult hab´ich auch heftigst). Freue dich über den guten Ausgang, noch mehr sensibilisiert bist du nun eh und es mag nun platt klingen, aber solche Erlebnisse lösen ja durchaus auch so manches Positives aus! Hmpf, jetzt find ich grad so gar nicht mehr die richtigen Schluss-Worte, aber ich hoffe du verstehst, wie ich es meine.:eek:

    Liebe Grüße
    Gabi
     
    Ise

    Ise

    Foren-Urgestein
    Hallo Tina,
    wie immer find ich auch nicht die richtigen Worte, schließe mich meinen vorrednerinnen an, umärmel dich ganz lieb..... und man kann nicht überall sein, gott sei dank ist alles gut ausgegangen. Toll das Du so sportlich bist und deine großen gleich geschaltet haben und mitgeholfen haben....
    Auf die kannst Du stolz sein!
    LG Ise
     
    tina

    tina

    Mitglied
    Ohmann, ich danke euch allen! Und ja, ihr habt die richtigen Worte gefunden!
    Mittlerweile geht es mir beser, der Schreck sitzt tief und die Bilder werde ich, denk ich, nicht wieder los, aber ich fühle mich nicht mehr ganz so als völlig verantwortungslose Mutter wie noch letzte Nacht.
    Und ihr habt recht...je länger ich nachdenke: meine Töchter waren toll. Sind SOFORT hinter mir hergeschwommen, eine blieb stehen und behielt Grund unter den Füßen, die Große zu mir und schubste mich und den Sohn in Richtung Ufer bzw. auf die jüngere Schwester zu, die uns dann zog...klasse. Ja, ich bin verdammt stolz auf die beiden.

    Wir sind auch des öfteren am Rhein schwimmen. Man darf die Ströhmungen in solchen Gewässern wirklich nicht unterschätzen. Mein Mann meckert auch immer wenn ich zu weit raus schwimme, bis jetzt habe ich auch immer geschmunzelt, aber nach Deinem Erlebnis werde ich zukünftig auch nicht mehr so leichtsinnig sein.
    Gruß Andrea
    Ja, HAHA, genau das ist ja mein Problem. Meine verfluchte Arroganz und Selbstüberschätzung. Ich dachte immer, ich bin eine so sichere Schwimmerin, wenns sein muß, ich rette die alle. DER Zahn wurde mir gestern gezogen. Das war wahrscheinlich ganz gut so.

    Ich sag jetzt gute Nacht und nochmal dankeschön!

    LG, Tina.
     
    B

    bolban

    Foren-Urgestein
    Bei Unterströmungen gibt es u.a. den Tipp, sich nicht gegen den Sog zu
    wehren, bis man den Grund erreicht hat, von dem man sich dann kräftig
    abstoßen "können soll". Alles Theorie zwar, aber so steht's geschrieben.
     
    P

    pere

    Guest
    Tina,

    du bist einfach eine tolle Frau und hast eine echt super Familie, die zusammenhält und sich einsetzt, wenn es nötig ist!

    Das hat dieses schreckliche Erlebnis wieder mal bewiesen!

    Also, sei stolz auf eure kleine Gemeinschaft, die ja funktioniert.

    Liebe Grüße
    Petra, die dein Erlebtes nicht erleben möchte
     
    -neugier-

    -neugier-

    Foren-Urgestein
    :cool: :? :cool:
     
    Zuletzt bearbeitet:
    KiMi

    KiMi

    Foren-Urgestein
    Hallo Tina,

    mit Schrecken habe ich Deine kleine Geschichte eben gelesen. Ich bin froh zu hören, dass der erste Schock am verfliegen is, auch wenn der Schrecken immernoch tief sitzt.

    Ich kann mich gut erinnern, da war ich vielleicht 9 oder 10 oder so, da waren wir mit meiner Tante und deren Kindern am Fluss. Ein ganz unscheinbarer Mini-Fluss. Wir saßen weiter weg von der Böschung, bestimmt 30 Meter vom Ufer weg. Auf einmal sah ich nur noch wie meine Tante quasi über die Leute hinweg geflogen is (sie war damals noch um einiges kräftiger, aber mein lieber Scholli... die Erde hat gebebt, aber so schnell hab ich sie seitdem nie wieder irgendwo unterwegs gesehen). Wir alle wussten im ersten Moment gar nicht was los war, bis wir dann sahen, dass mein Cousin im Wasser in Not geraten war. Sie hatte es scheinbar als einizge bemerkt, obwohl bestimmt noch 15 andere Erwachsene da waren (soviel dazu!). Es ist Gott sei Dank alles gut gegangen.

    Das Erlebnis hat mich damals schwer beeindruckt, so sehr, dass ich es bis heute nicht vergessen habe. Es ist für mich ein Inbegriff des Mutterdaseins. Man kann nicht immer und jede Sekunde da sein und die kids vor allem beschützen. Aber wenn man was bemerkt, als Mutter, dann kämpft man doch wie eine Löwin um seine Kinder. So hab ich meine Tante damals gesehen... wie eine Löwin, eine Übermutter im positiven Sinn. Es hätte wahrscheinlich nichts und niemand meine Tante in dem Moment davon abhalten können, zu ihrem Sohn zu kommen.

    Und warum erzähle ich das? Ich erzähle das weil Du ganz genauso gehandelt hast und Deine Geschichte mich sofort an das Erlebnis von damals erinnert hat. ICh weiß, dass Du Dir Vorwürfe machst, und das wird bestimmt auch so bleiben, egal, was man Dir sagt. Aber Du hast in Sekundenschnelle gehandelt und hattest nur das Wohl Deines Sohnes im Auge. Du bist eine gute Mutter! Und Deine Töchter, also, denen gehört ja wohl ein Orden verliehen. In DEM Alter so geistesgegenwärtig zu handeln, und dann noch sich zu einer Art Team zusammenzuschließen... was hast Du nur für TOLLE Kinder!!!

    Von ganzem Herzen,

    KiMi
     
    Okolyt

    Okolyt

    Moderator
    Mitarbeiter
    Oh Mann, Tina,

    da habt ihr ja einen Mist erlebt! Zum Glück ist alles gut ausgegangen!
    Mach dir keine Vorwürfe, eine hunderprozentige Kontrolle gibt es einfach nicht!

    Gruß
    Okolyt
     
    T

    Tono

    Guest
    Mei Tina, bei solchen Geschichten bin ich immer ganz sprachlos. Ich hoffe, der Kleine kommt schnell darüber hinweg.
    Aber Deine Töchter sind schon super! Auf die kannst Du echt stolz sein! Da kannst ihnen das ein oder andere locker verzeihen, was sie sonst so mal verbocken. Du weisst, was ich meine. :rolleyes:

    erleichterte Grüße
    Tono
     
    Z

    zaubernuß

    Mitglied
    Mit fünf bin ich fast ertrunken in einem Regenwassertrog.
    Ich kann mich wie gestern darann erinnern,ich hatte mich über den schmalen Trog gebeugt ,nach einem Wasserkäfer,
    bin hineingerutscht und kam nicht mehr vor und zurück.
    Ich kann mich an das grün erinnern und an das Gurgeln des Wassers ,dann weiß ich nichts mehr. Aufgewacht bin ich auf
    der Wiese , meine Mutter weinend über mir.Ein alter Nachbar der zufällig auf den Hof kam hat mich rausgezogen.

    Zaubernuß ,bis heute habe ich einen Heidenrespekt vor
    Wasser.
     
    S

    sabine65

    Guest
    Hallo Tina!

    Mich hat Deine Geschichte sehr berührt und mich an eine Begebenheit vor ca 20 Jahren erinnert, die leider nicht so glimpflich ausgegangen ist.
    Damals ist der 1jährige Sohn eines Freundes in einem nicht gesicherten Zierteich ertrunken....:confused:
    Es muss also nicht immer ein Fluss mit Unterströmungen sein..

    Ich freue mich für Dich, dass alles ein gutes Ende genommen hat.
    Mensch und auf Deine Mädels kannst Du echt stolz sein!
     
    KASCHU

    KASCHU

    Foren-Urgestein
    Hallo Tina,

    mir fehlen echt die Worte, ich mußte gerade an einen zweieinhalbjährigen
    Jungen denken der im Parkteich ertrunken ist, das Wasser war nicht mal
    30 cm hoch, ist schon 25 Jahre her.
    Habt ihr gut gemacht, Du hast echt tolle Kinder.

    LG Jutta
     
    -neugier-

    -neugier-

    Foren-Urgestein
    :cool: :? :cool:
     
    Zuletzt bearbeitet:
    muecke1401

    muecke1401

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    Liebe Tina

    jetzt hab ich das grad entdeckt und beim lesen bekam ich sowas von Gänsehaut... pfhuuuu.
    Du hast so reagiert, wie jede andere Mama auch, denke ich. Das ist Urinstinkt
    und das deine beiden anderen lieben sooo gut reagiert haben, das hast DU ihnen mit beigebracht ! Also einfach gesagt : du hast ALLES richtig gemacht
    (und jetzt hätte ich gerne einen applaudierenden smilie eingefügt)

    Das sich deine Nerven auch entladen , ist ja wohl normal.
    mein töchterchen hat sich vor jahren mal mit so nem Schwimmreifen wo man nicht durchrutschen kann, innerhalb von einer Sekunde rumgedreht- da schauten nur noch die strampelnden beinchen hoch- ich stand genau daneben- 1 Sekunde zum Strand geschaut...

    Es macht einem immer wieder klar, wie flott ein Unglück passieren kann! und man selber steht ohnmächtig daneben.
    Aber hier liest man wie oft Wasser schon zur absoluten gefahr wurde.

    Ganz liebe Grüsse und ich weiss, warum ich in fremden Gewässern nur bis zu den Knien ins Wasser gehe.... in wilde sowieso...

    Die schissige Mücke1401 :cool::cool:
     
    Nicki2203

    Nicki2203

    Mitglied
    Oje so eine schreckliche Situation wünscht man wirklich niemanden,fühl Dich mal ordentlich gedrückt und mach Dir keine Vorwürfe Du hast dein Bestes gegeben und ihr habt als Familie zusammen gehalten,das wird euch für die Zuknft nur noch särken und dem Wasser mehr "Respekt" ientgegenbringen was Gefahren angeht. Ihr seid alle mit einem riesen Schrecken davon gekommen den es noch zu verabreiten gilt aber ihr lebt und das ist am allerwichtigsten.
    Wünsche euch alles Gute
    LG Nicki
     
    Xena

    Xena

    Foren-Urgestein
    Mei Tina......du hast da tolle Kids!!!!!!!!!!!!!!!

    Und bitte mach dir keine Vorwürfe mehr..da kann ich mich nur den anderen anschließen.....

    Ich werde nie vergessen..als ich im Teeniealter war ist ein türkischer Junge im Schwimmbad ertrunken.....da war ziemlich viel Betrieb...keiner hat es mitgekriegt...erst so nach ner halben Stunde ist jemand wohl aufgefallen , daß der Junge nicht taucht.....er konnte auch nicht schwimmen...

    Außerdem erinnere ich mich, daß 2 ausgewachsene Männer an unserem Badesee ertrunken sind....obwohl mehrere Leute gleich eingegriffen haben und dort keine Strömung herrschte....

    Ihr habt das toll gemacht und genau richtig reagiert!!!!!!!!!

    zum Glück ist alles gut gegangen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
    Neela

    Neela

    Mitglied
    Boah....mir wurde vom lesen schon ganz schlecht. Gott sei Dank ist alles gut gegangen....über weiteres mag man gar nicht nachdenken. Fühle mit dir und drück dich mal ganz feste. Das braucht ne Menge Zeit um es zu verarbeiten, gib sie dir und mach dir keine Vorwürfe...sowas geht soooo schnell. *Bussigeb*
     
    philamia

    philamia

    Mitglied
    Mein Gott - was für eine Geschichte! Dieser Schreck sitzt nun sicher erstmal eine ganze Weile tief!
    Xena hat Recht - Tina, Du hast tolle Kinder!

    Meine Nichte ist mit ca. 3 Jahre auch in einen kleinen Teich gefallen. Meine Schwägerin und mein Bruder haben sich nur kurz umgedreht (der Teich war noch nicht eingezäunt) und schon wars passiert. Man sah nur noch die Beine, der Rest war bereits unter Wasser - alles völlig lautlos. Es ist alles gut gegangen, obwohl sie bereits Wasser geschluckt und auch eine Nacht im Krankenhaus verbracht hat. Der Teich war dann schnellstens eingezäunt.

    Meine Nichte hat es gut weggesteckt und auch jetzt keine Angst vor dem Wasser. Meine Schwägerin nach der Geschichte allerdings schon:Zwei Jahre später wollte meine Nichte ein kleines Boot auf die Wasseroberfläche einer Regentonne setzen - ganz harmlos - und meine Schwägerin ist fast durchgedreht vor Schreck.

    Phila
     
    Luna

    Luna

    Foren-Urgestein
    Moin Tina!

    Da kann einem ja schlecht werden beim lesen......
    Man habt ihr Glück gehabt! Das läßt die Familie noch mehr zusammen schweissen.
    Gratulation an Deine Töchter.:)
    Hoffentlich hat Dein Kleiner das gut verkraftet.
    Dem Bademeister beim Schwimmunterricht würde ich von dem Vorfall erzählen, damit er gegebenfalls darauf eingehen kann.

    Ein ruhiges Restwochenende für euch zusammen....:D
     
    Marie

    Marie

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    Man Tina, ein Albtraum.Ihr hattet aber gute Schutzengel. Und Hut ab vor deinen Töchtern. Hast sie prima erzogen das sie Nerven behalten und wissen was zu tun ist.Solche Momente vergißt man sein ganzes Leben nicht. Euch vieren einen schönen Sommer. marie
     
    tina

    tina

    Mitglied
    So, ihr Lieben...der Sohn war heute wieder im Freibad. Völlig angstlos. Er erzählt zwar wüste Geschichten ("mein halber Geist ist neulich in der Elbe ertrunken! Jetzt habe ich nicht mehr soviel Geist in mir wie vorher!":D), aber er geht ins Wasser ohne Sperenzchen.

    Seinem Schwimmkurs sieht er mit gemischten Gefühlen entgegen - das allerdings, weil er Arbeit wittert und weiß, wie kasernenhofmäßig unsere Bademeister drauf sind. Die stehen nicht so sehr auf "das-Prinzchen-sachte-an-das-Wasser-heranführen", keine Kuschelpädagogik, da geht's zur Sache. Und das weiß er. Und er weiß, daß seine Schwestern dabei sein werden, die womöglich noch gnadenloser sind!
    (und: ich glaube, es wird höchste Zeit, daß auch ich aus der Haltung rauskomme, daß er ja schließlich der Kleine ist!)

    Ich danke euch allen nochmal für eure Worte und eure Aufmunterung - das hat mir letzte Woche wirklich sehr geholfen.

    So, und um euch nun noch zu zeigen, wo wir uns da rumgetrieben haben, hänge ich ein Foto dran. Die drei in der Bildmitte sind meine!

    LG, Tina.
     

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    KiMi

    KiMi

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    Tina,

    schön, dass es "voran" geht... und gut, dass Dein Kleiner das ganze scheinbar gut verarbeiten kann.
     
    luise-ac

    luise-ac

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    Hallo Tina!

    Meine Tochter hat sich in der Grundschule geweigert vom Beckenrand ins Wasser zu springen. Die Sportlehererin :mad:hat ihr gedroht: "Beim nächsten mal mußt du ins Wasser springen!" Meine Tochter: " Nein, ich mag nicht springen und so ein blödes Pferdchen möchte ich erst gar nicht auf meinem Badeanzug haben:D."
    In der gleichen Woche ist mein ältester Sohn mit meinem Töchterchen schwimmen gegangen. Er hat es dann sogar geschafft, das sie sich getraut hat vom 3 Meter Brett zu springen. Was glaubst du was die Lehrerin für Augen gemacht hat. Aber das Seepferdchenabzeichen wollte Tochter trotzdem nicht:D.

    Lg Luise
     
    tina

    tina

    Mitglied
    Puh. Mein eigener Forenjahresrückblick...beim Lesen sind mir gerade nochmal die Tränen gekommen. Das hat mir echt übel einen mitgegeben.

    Kurz zur Aktualisierung: der Schwimmkurs führte nicht ganz bis zum Seepferdchen, Söhnchen hatte einfach nicht die Traute, dabei konnte er's...
    seit den Herbstferien aber hatte er Schwimmunterricht in der Schule, und, was soll ich euch sagen, da machte er in der zweiten Stunde das ersehnte Abzeichen. Zweimal. Weil, wegen der Sicherheit und man weiß ja nie.:D:D
    Allerdings besteht er darauf, im kommenden Sommer bei unserem - wie bereits erwähnten - hammerharten Bademeister dann das Seepferdchen bitteschön NOCHMAL abzulegen...der hat ihn übel getriezt, und ich denke, der Sohn will dem alten Sklaventreiber dann nochmal zeigen, was er kann.

    Soll er, hm?

    Eure Unterstützung in diesem Thread hat mir sehr geholfen, ich danke euch nochmal!

    LG, Tina.
     
    Ilona910

    Ilona910

    Mitglied
    Er soll!
    Ist bestimmt für sein Ego gut, wenn er dem Bademeister beweisen darf, dass er jetzt ganz alleine schwimmen kann;)
     
    Kräuterhexx

    Kräuterhexx

    Mitglied
    Hallo Tina,
    ich habe gerade zum ersten mal von eurem Horror-Erlebnis gelesen.
    Wirklich furchtbar, aber Gott sei Dank mit einem guten Ausgang.

    Toll, dass dein Lütter sich durch die Schwimmkurse gekämpft hat. Dass er sich bei seinem Bademeister beweisen will, sehe ich als sehr gutes Zeichen. Ich würde ihn dabei unterstützen. Für sein Selbstbewusstsein bestimmt von Vorteil. Aber er scheint ja eine starke Persönlichkeit zu haben, dass er von sich aus auf diese Idee gekommen ist.

    Man merkt, dasss du deine Kids stark machst. Toll! Mach weiter so!
    Du bist eine tolle Mama.

    Liebe Grüße, auch an deine wunderbaren Kinder:cool:
    von Petra
     
    scheinfeld

    scheinfeld

    Foren-Urgestein
    hab gerade eure Geschichte gelesen-gottseidank mit gutem Ausgang!
    Ich hab unseren Junior im Schwimmbad neben mir gehabt-1 Jahr alt-und nicht gemerkt,daß er untergegangen ist.
    Zum Glück stand die Schutzengel-Oma auch daneben und hat es entdeckt.Alles gut ausgegangen,er hat später schwimmen gelernt,Note 1 in der Schule und ist eine Wasserratte ohne Ende bis heute (24 Jahre).
    Ich glaube,daß für unsere Kinder viele Schutzengel zur Seite stehen.
    (ich bin als knapp 3 Jährige in Nürnberg über eine 4 spurige Straße getigert und es ist nix passiert,ausgebüchst von zu Hause und mit Hilfe einer Mülltonne die Haustüre geöffnet)

    Schöne Feiertage
    Sigi
     
    G

    grünländer

    Guest
    Hallo Tina, als ich, Mama grünländer, Deinen ergreifenden Beitrag las, kamen alte Erinnerungen in mir hoch. Nur gut, dass es bei Euch so gut ausgegangen ist.

    Als Kind bin ich beim Schwimmenlernen in einem See abgegluckert. Meine große Schwester, die mich da raus gelockt hatte, alberte mit ihrer Freundin rum. Sie sagten mir, dass man da draußen stehen könne. Also versuchte ich es auch, bekam Panik, da ich keinen Grund fand und verschwand in den Tiefen. Meine Schwester rettete mich, als sie begriff, dass mein Verschwinden kein Spaß war, sie war eine gute Taucherin und sehr unerschrocken, und versprach mir, mich nie wieder so zu veralbern. Was geblieben ist, ist das ziehende, lähmende Gefühl. Meist, wenn ich in einem tiefen, kalten Wasser schwamm, kam plötzlich dieses ziehende Gefühl, die Angstlähmung und das Herzrasen zurück. Ich versuchte dann ruhig zu bleiben und mein Mann schwamm mit mir an Land. Das ist total blöd, dass man sowas wohl nie wieder los wird. Ich liebe eiskaltes Wasser und die Freiheit in einem See oder im Meer zu schwimmen. Alleine kann ich also nicht zu weit raus. Unsere Kinder sind die reinsten Wasserratten. Als unser Sohn mal in einem großen See schwamm und Papa im Boot relaxte, sprang der Junge plötzlich wie ein Delphin ins Boot und verwunderte sich über seine plötzliche Tiefenangst. Er hat nicht mal Höhenangst, beschrieb uns die Panikatacke und war total entsetzt über sich. Wir fragen uns ernstlich, ob so ein Erlebnis, wie ich es hatte, irgendwie vererblich ist. Die Ärzte lachen darüber, aber unser Sproß hatte plötzlich wahnsinnige Todesängste und versteht es bis heute nicht, obwohl er gern und gut im Meer taucht.

    So, ich muss wieder raus.
    Gruß
    Mama grünländer
     
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