Rasenfläche mit Poa supina vertikutieren

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Pluto

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#1
Der im letzten Herbst neu angelegte Rasen mit Poa supina (Saat: Kiepenkerl Royal Supreme) hat sehr unter der Trockenheit in diesem Jahr gelitten. Die Fläche erhält zwar nur etwa 2 Stunden am Tag direktes Sonnenlicht und liegt sonst im Schatten des Hauses und großer Platanen auf dem Nachbargrundstück, hat aber nur 20-30 cm Boden oberhalb einer Garagendecke. Bewässert wurde wie auch in den anderen helleren Bereichen, wenn sich erste Wassermangel Erscheinungen zeigten mit mehr als 10 Litern pro qm. Bei dieser Rasenfläche war der Übergang von noch grün zu vertrocknet sehr abrupt, so dass das Wässern wohl zu spät kam.

Jetzt habe ich Probleme das vertrocknete Gras heraus zu harken. Mit Harke, Laubrechen und Handvertikutierer reiße ich schnell ganze Grassoden aus dem Rasen, wenn ich nicht extrem vorsichtig bin.




Auch die anderen Rasenflächen, die vorwiegend aus Wiesenrispe, Weidelgras und Rohrschwingel bestehen, enthalten, wie in jeden Jahr viel Heu, dass sich allerdings ohne größeren Schaden entfernen lässt. Trotzdem bleibt reichlich trockenes Gras zurück, so dass die Fläche nach dem Vertikutieren sogar gelber erscheint, vermutlich, weil die restlichen gelben Blätter aufgerichtet werden.



Die Frage ist nun, wie ich möglichst viel abgestorbenes Gras entferne, ohne das gesunde zu sehr zu schädigen.
 
  • Parzival

    Parzival

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    #2
    Lieber Pluto,

    ich bin ja nicht der Rasenprofi… warum harkst Du den SunnyGreen Rasen so gründlich aus?
    Würden da nicht ein „Aufstellen“ der Narbe mit einem Laubbesen und nochmaliger Schnitt schon die gewünschte Optik bringen?

    Beim Royal Surpreme Bild würde ich denken: Er ist zu lang, um mit dem Striegel drüber zu gehen.
    Auch das Areal würde ich mit einem Laubbesen behutsam aufrichten und noch einmal etwas kürzer mähen. Dann siehst Du ob Du es so lassen willst, oder noch mal nachsähst.
    Je nach Anspruch: Mit einer kräftigen Stickstoffgabe im nächsten Frühjahr wird das sicher dicht.

    Jetzt sind allerdings genau die Tage, in denen man noch etwas reißen kann….
    Ich „repariere“ gerade all die Stellen, an denen diese heurigen Gräser vertrocknet sind.

    An anderer Stelle fragst Du, ob jemand Erfahrungen mit Herbstdünger hat. Erfahrungen würde ich das in meinem Fall nicht nennen. Aber ich denke, dass die Wirkung dieser Herbstdünger in der Optik nur bedingt zu erkennen ist. Es muß das Kalium sein, das die Wurzelbildung fördert. Die Wirkung von Herbstdünger sehe ich erst im Frühjahr.

    Nach vielen Jahren zähem Ringen, komme ich langsam zu dem Fazit: Fairway Qualität ist nur von Pensionären oder von eigens dafür bestelltem Personal zu schaffen/halten.

    Ich halte Dir den Daumen
    Viel Glück
     
    P

    Pluto

    Mitglied
    #3
    … warum harkst Du den SunnyGreen Rasen so gründlich aus?
    Würden da nicht ein „Aufstellen“ der Narbe mit einem Laubbesen und nochmaliger Schnitt schon die gewünschte Optik bringen?
    Ich habe bedenken, dass Düngergaben auf dem abgestorbenen Gras liegen bleiben, denn der Boden ist nicht mehr zu sehen. Außerdem macht das Heu den Gräsern den Platz streitig, so wie Moos dies zu tun pflegt.

    Beim Royal Surpreme Bild würde ich denken: Er ist zu lang, um mit dem Striegel drüber zu gehen.
    Das vermute ich auch. Aufgrund der Schattenlage und der trockenen Witterung habe ich den Rasen bislang ebenso hoch wie den Sunny Green Rasen gemäht. Aber Trockenheit und Hitze sind hier für die nächste Woche schon wieder angesagt.

    Jetzt sind allerdings genau die Tage, in denen man noch etwas reißen kann….
    Das habe ich ja leider schon wörtlich gemacht.

    Die Wirkung von Herbstdünger sehe ich erst im Frühjahr.
    Und was hast Du dabei beobachtet?
     
    Parzival

    Parzival

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    #4
    Lieber Pluto,

    ein wenig abgestorbenes Gras ist sicher nicht so schlecht. Dass da ein bisschen zu „kompostieren“ ist doch hohes Ziel. Der Dünger wird nach dem ersten Wässern schon an der richtigen Stelle ankommen.
    Beim SunnyGreen scheint mir die letzte Gabe nicht ihr Ziel verfehlt zu haben.

    Herbstdüngen? Das habe ich leider nicht so wissenschaftlich verfolgt, wie Rasenmaster in seinen Tests. Aber ganz auf meine subjektive Wahrnehmung gestützt würde ich sagen: Wann immer es mir geglückt ist, im November vor dem letzten Schnitt bei Temperaturen um die 10 – 12 Grad noch eine Runde Herbstdünger zu verteilen, war der Rasen in den Wintermonaten schön grün und nicht so blass gelb. Ich bilde mir ein, im März weniger gelbe Halme zu haben und der Start nach den ersten warmen Tagen ist kraftvoller.

    Um das jetzt mit ein paar Bildern zu dokumentieren, müßte man einfach mal zwei Felder abstecken.

    Da gibt es einen netten Langzeittest bei Youtube, in dem jemand quasi rasenmastermäßig 6 Düngersorten in 6 Testfeldern vergleicht. Das ist sicher nicht wissenschaftlich, aber für den Mann und für mich gab es für den zu verwendenden Unterhaltsdünger deutliche „Indizien“.
     
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