Regenwasserversickerung unter der Terrasse

M

marsusmar

Guest
Klar ist ja wieder so ein Thema, das Landes bzw. Gemeindeabhängig ist.

Einmal der Baufirma sagen: "Keine Zuläufe ans Abwasser." Auch wenn keine Tonnen da waren, hat gereicht. Ergo - keine Gebühren.

Das Drainagerohr das im Winter das Überlaufen der großen Tonnen verhindert, endet hinten auf ner öffentlichen verwilderten Grünfläche, bevor es einmal durch den ganzen 50 m langen Garten läuft. Angekommen selbst bei Sturmregen ist da sichtbar noch nie etwas.

Eigentlich sollte mein heimatlicher Brandenburger/Berliner Sand dass doch besser hinbekommen? :grins:

Suse
 
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Bei uns beträgt sie je nach Region 0,31 -0,41 je qm versiegelter Fläche, da rechnet sich einer größerer Aufand nicht so gut.

    Ich hab ca. 280qm versiegelte Fläche wovon ich jedoch 210qm auf dem eigenen Grundstück entwässere. Ersaprnis 0,41*210= 86,10€ im Jahr.

    Allerdings spare ich zusätzlich noch rnd 15000l durch Zisterne und Regenfässer ein also zusätzlich 15 x (2,58+3,5€) = 91,20 €

    Hinzukommt. dass ich für Pool und Gießwasser kein Abwasser mehr zahlen muss.
    (Gartenwasseranschluss) Jährlich nochmal 35 x 3,5 = 122,50 €

    Insgesamte Ersparnis rund: 299,80 €

    Man darf eben nicht nur die Ersparnis der Niederschlagswassergebür rechnen, sondern muss zudem berechnen, ob man das zu entsorgende Wasser nicht effektiv selber nutzen kann.
    Rechnet man alles zusammen rentiert sich auch Zisternenanschaffung in wenigen Jahren.

    Mein Abwasserkonzept möchte ich nicht unbedingt vorstellen, weil es sehr speziell auf unser Grundstück und Lage zugeschnitten ist und demenstprechend kaum replizierbar ist (Hanglage, Ortsrand, gute Flächenversickerung).

    Dazu haben wir noch 35€ für die braune Tonne durch eigene Kompostierung eingespart.

    Schmutzwasser wird aber immer noch in den Kanal eingeleitet. Kosten bei uns 3,5€ je Kubik. Ich muss mal prüfen, ob sich hier evt auch eine Eigenlösung rechnen würde.
     
    S

    Swenny

    Guest
    Sinn und Zweck der getrennten Abwassergebühr ist bekanntlich mehr Verickerungsflächen zu schaffen...
    Nee, Sinn und Zweck ist einfach, den Abwasserzweckverbänden Geld zu verschaffen. Ob da ein paar Flüsse über die Ufer treten, ist doch so einem Zweckverband schnuppe.

    Beispiele?

    In der Großstadt haben sie Regenwasser und Abwasser getrennt. Jetzt jammern sie rum, weil ihnen die Abwasserkanäle zugammeln, weil nicht mehr genug Wasser durchfließt. Das Abwasser von den Straßen können sie aber auch nicht einfach irgendwo einleiten, das muß auch gereinigt werden.

    In einem kleinen Dorf hat die Verbandsgemeinde eine Einleitungsgebühr erhoben. Nun, haben die Leute sich halt Zisternen in den Garten gestellt und leiten nicht mehr ein. Dumm nur, eingeleitet wurde in den Dorfteich, der auch Feuerlöschteich ist, und jetzt extra aus einem Tiefbrunnen befüllt werden muß, damit er nicht austrocknet. Doppelt ins Knie geschossen.

    Einem Bekannten hat der Zweckverband untersagt, sein Regenwasser zu sammeln, er wurde unter Androhung von Zwangsmaßnahmen gezwungen, seine Zisterne zu verfüllen. Inzwischen ist die Macht der Abwasserzweckverbände nicht mehr ganz so absolut, aber der Beton ist da drin und kommt auch freiwillig nicht mehr raus.

    Nach der Wende wurden hier einige längst fällige Kläranlagen gebaut. Dummerweise wie üblich bei öffentlichen Projekten: Die Planer werden proportional zu den Baukosten bezahlt, also wurden die Dinger viel zu groß geplant und gebaut und sind jetzt völlig überdimensioniert. Dank Anschlußzwang ist das aber egal, DDB* bezahlts ja.

    *) Der Dumme Bürger

    Mach Dir mal keine Illusionen, daß es hier um Hochwasserschutz geht, es geht nur darum, den richtigen Leute Dein Geld zuzuschieben.
     
    T

    thomash

    Foren-Urgestein
    Da ist viel wahres dran.

    Wir haben vorher 5 € Wasser und Abwasser bezahlt und es hieß, dass die Trennung unter dem Strich nicht mehr kosten soll.
    Jetzt zahlen wir 6 € Wasser und Abwasser und zusätzlich Einleitungsgebühr.

    Ich bekenne mich ich gehöre zu den DDB.
     
  • S

    Swenny

    Guest
    Achso, nochwas: Es kommt natürlich stark auf die Art der Terasse an (Betonfläche, gepflastert, mit Platten belegt, Unterkonstruktion mit Terassendielen...).

    Aber rechne damit, daß sich die Rigole setzen wird. Der Boden über meiner Kies!rigole hat sich in den ersten 2-3 Jahren noch gesetzt.

    Nun hast Du das Problem, daß Du über der Kunststoffrigole nicht mit dem Stampfer rumhüpfen kannst, um den Boden zu verdichten. Du mußt also damit rechnen, daß der Boden arbeiten wird und Du da 2-3 Jahre keine Ruhe reinbekommst, um vernünftig pflastern oder betonieren zu können. Alles außer punktuell unterbaute UK mit Dielen wird da eher nix. Aber vielleicht hat die Terasse ja auch noch Zeit.
     
  • Mr.Ditschy

    Mr.Ditschy

    Foren-Urgestein
    Das Hauptproblem war doch nur das eine Gerichtsurteil (Mieter klagte glaub gegen ein Supermarktgelände usw. ...) ... seit dem müssen ja alle Gemeinden/Städte auf Abwasser/Regenwassertrennung umstellen > dass das eine Problem nun mal andere Probleme nach sich zieht, war ja klar.

    Bei uns haben die aber z.B. schon zuvor Regen- und Abwasserkanäle verlegt, um die Kanäle zur Kläranlage und dessen selbst zu entlasten ... hat auch so weit funktioniert, doch seit der Abwassersplittung trockenet der Rgenkanal auch aus und muss wohl mehr repariert werden > doch was da besser ist oder war?!
    Nun, aber der Bürger meint, er spare wenn er sein Regenwasser auf dem Grund versickern lässt, doch tatsächlich schützt es etwas gegen das viele Wasser zur Kläranlage, aber entlastet Schäden bei Gewitter oder den Geldbeutel leider nicht.
     
  • T

    thomash

    Foren-Urgestein
    doch tatsächlich schützt es etwas gegen das viele Wasser zur Kläranlage, aber entlastet Schäden bei Gewitter oder den Geldbeutel leider nicht.
    Genau das befürchte ich auch.

    Evt geht die Kölner Innenstadt nicht mehr unter aber dafür evt der eigene Keller.
    Daher ist es sicherlich am besten das ganze Abwasser-Bauwerk abnehmen zu lassen und das Rest-Risiko zu versichern.
     
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