Wann Tomaten düngen

ralph12345

ralph12345

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Wann düngt ihr Eure Tomaten? (Topf und Freiland)
-nach dem einpflanzen / pikieren.. und dann später nochmal?
-Was tun die bei zuviel Dünger?
-Wieviel??
Bei meinem TomatendDünger ist leider nicht angegeben wieviel pro Topfpflanze sondern wiviel pro Quadratmeter, da kann ich nicht wirklich was mit anfangen..
 
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    AW: Düngen

    Bei zuviel Dünger tun Tomaten das, was sie am Besten können: Zicken!

    Von leichten Überdüngungserscheinungen bis Exitus ist alles drin.

    Was hast du für 'nen Tomatendünger? Ggf. kann man Dir weiterhelfen, wegen der Düngermenge...

    Hier auf dem Acker habe ich abgelagerten Pferdemist im Boden. Das funktioniert gut.

    Über das wieviel und das ab wann und so weiter kann man keine pauschalen Aussagen treffen. Kommt ganz auf den Dünger drauf an...

    So Langzeitdüngekügelchen etwa bietet es sich an in die Erde zu mit rein zu mischen, wenn du die Pflanzen in die Töpfe auspflanzt nach den Eisheiligen.

    Ansonsten Vorsicht bei zu kleinen Pflanzen mit dem Düngen. Nach dem Pikieren müssen Tomaten nur gedüngt werden, wenn sie in nährstofffreien Substrat aufgezogen werden. Ansonsten enthält Erde ausreichend Nährstoffe fürs Erste.

    Grüßle, Michi
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    OK, danke. Das reicht mir schon. Dann guck ich mal, wie sich die so machen, ich hab vor ein paar Tagen etwas nachgedüngt. Marke: Keine Ahnung, muß ich mal gucken.
     
    S

    SlGGl

    Mitglied
    Ich schließ mich hier mal an...
    Meine Tomaten, die alle in Kübeln stehen, sind schön buschig, haben nun ne Menge mittelgroße Früchte und bilden wie wild neue Blüten...An sich keine Anzeichen irgendwelcher Mängel...Ich mache mir eher Sorgen, dass all die Früchte gar nicht ausreifen können bei der Menge...
    Ich hab sie beim Umpflanzen in die großen Kübel nicht gedüngt, weil ich dachte, die neue Erde wäre nährstoffreich genug...Einige Wochen später habe ich dann Langzeitdünger hinzugegeben...

    Nun die eigentliche Frage:
    Der Langzeitdünger wirkt angeblich 3-4 Monate...Gedüngt habe ich vor etwa 2 Monaten...Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass man in der Zeit der Fruchtbildung nochmals nachdüngen sollte, da die Pflanze logischerweise dann sehr viele Nährstoffe braucht, die dann aber bereits so gut wie aufgebraucht sind..Gilt das denn auch für Langzeitdünger?

    Möchte nicht überdüngen..Wie gesagt, die Pflanzen sehen eigentlich nicht so aus, als ob ihnen was fehlt..Bis auf nen kleinen Hitzeschaden aufgrund des übertrieben guten Wetters...

    Gruß SiGGi
     
  • Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
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    Erfahrungsgemäß hält der Langzeitdünger nie so lange wie versprochen. Meist geht man her und düngt später zur Saison mit Flüssigdünger nach. Ich glaube die Meisten machen das so ab Ende Juli, Anfang August.

    Eine vorsichtige Ration Dünger kannst du ja ausprobieren...

    Aber solange alles grünt und gedeiht. Keine Mangelsymptome auftreten und auch das Fruchtwachstum nicht stockt darf man keineswegs nach dem Prinzip "viel hilft viel" düngen. Das geht meist nach hinten los...

    Wiegesagt eine milde Dosis und dann beobachten ob dies die Pflanzen positiv/neutral/negativ bewerten...

    Grüßle, Michi
     
  • S

    SlGGl

    Mitglied
    Da sich im Moment alles ganz gut entwickelt, halt ich mich mit dem Ausprobieren lieber erstmal zurück..
    Wachstum stockt nicht, neue Blüten und Früchte im Überfluss...Vielleicht in ein paar Wochen...Wenn sie sich vom gestrigen Sturm etwas erholt haben..

    Thx Michi...

    Gruß SiGGi
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Erfahrungsgemäß hält der Langzeitdünger nie so lange wie versprochen. Meist geht man her und düngt später zur Saison mit Flüssigdünger nach. Ich glaube die Meisten machen das so ab Ende Juli, Anfang August.
    Ich muß mal den alten Thread aufwärmen...
    Rückblickend erschienen mir meine Tomaten Ende der Saison kraftlos, ausgelutscht. Lag sicher auch an zu kleinen 10l Töpfen.
    Ich würde in 2014 später in der Saison dann gerne mal düngen. Wenn düngen dann flüssig, liegt glaube ich nahe. Was festes bringt man da nicht weiter als an die Oberfläche. ... Irgendwelche speziellen Empfehlungen? Hakaphos? Welchen? Soft Spezial? Oder irgendwas ganz anderes?
     
    Sunfreak

    Sunfreak

    Moderator
    Mitarbeiter
    Nabend Ralph!

    Ich "like" mal Deinen Post, um die neue Funktion zu testen! ;)

    Ich nehme für solche Zwecke Hakaphos. Hakaphos soft Plus.

    Grüßle, Michi
     
    tihei

    tihei

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    Hallo Ralph,

    Bei Komposterde den Topf mit einem phosphatarmen, kalireichen Dünger aufdüngen, etwas aufkalken und später ab dem xyz. Fruchtansatz mit einem Flüssigdünger auf Vinassebasis weiter düngen.

    Die Anreicherung mit Phosphor ist umso bedeutender, je häufiger du die Erde wiederverwenden möchtest (zB im Gewächshaus). Wird diese nach der Saison auf den Kompost geschmissen, so braucht man sich wenig Gedanken drüber machen.

    Ob man zum Aufdüngen einen wirkungsverzögerten Kunstdünger wie zB "Blaukorn Entec" verwendet oder auf bio-taugliche Dünger wie Kalimagnesia oder "Vitalkali" und Hornspäne, Rizinusschrot, Mist, o.ä. zurückgreift, ist eine Glaubenssache. Die Schnecken glauben jedenfalls fest an Hornspäne.

    Ab wann du zusätzlich flüssig düngst, hängt neben der Menge der „Startdüngung“ davon ab, wie groß der Topf ist.
    Damit sich die Wurzeln gut entwickeln und die Pflanze nicht so schnell in die Höhe schießt, sollte man mit der Flüssigdüngung nicht zu früh anfangen. Außerdem bedeutet eine unnötig große Menge verfügbaren Stickstoffs auch, das die Früchte größer und wässriger werden.
    Je mehr Stickstoff der Dünger enthält, desto mehr Blätter und desto mehr Wasser erntest du (und desto mehr Probleme gibt es mit Pilzen und Blütenendfäule). Je länger die Kultur dauert (=Erntemenge), desto mehr verschiebt sich das Verhältnis in Richtung Kalium.
    Dem Chilibauer ist das natürlich egal, der schmeckt ob der extremen Schärfe ohnehin keine Nuancen (behaupte ich mal ganz dreist).
    bei Tomaten wäre die "Soft" Variante ohne Spezial sicher die geeignetere.

    Ein großer Vorteil von Vinassedüngern ist, dass das Bodenleben sehr stark stimuliert wird, sodass aus den organischen Subtrat-Bestandteilen über die Saison weitere Nährstoffe nachgeliefert werden.

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tomaten/52124-tomatenpflanzen-biologisch-duengen.html#post954288

    N ist Stickstoff (Nitrogen)
    P ist Phosphor
    K ist Kalium
    Die Angaben sind jeweils Gewichtsprozent. Also NPK 3+1+5:
    3% Stickstoff
    1% Phosphor
    5% Kalium
    Für 1Kilo Früchte benötigt eine Tomatenpflanze ungefähr 3,3gr Stickstoff, 0,5gr Phosphor und 5,3gr Kalium, wobei das von der Art der Kultur und von Sorte zu Sorte unterschiedlich ist.
    Das hört sich vielleicht erstmal nach viel an, aber in der Erde sind ja bereits Nährstoffe vorhanden, welche die Pflanze ebenfalls aufnimmt. Dies sollte man immer bedenken. Besonders, wenn man mit Phosphor düngt. Viele Kulturen benötigen nur sehr sehr wenig Phosphor, sodass der Boden schnell überdüngt ist. Das hat dann negative Auswirkungen auf die Aufnahme anderer Nährstoffe.
    [...]
    Also nicht wild drauf losdüngen. Überschüssige Nährstoffe reichern sich an, was Probleme mit anderen Nährstoffen mit sich zieht oder werden ausgewaschen und belasten unsere Gewässer und gegebenenfalls den Geldbeutel.
    -Till
     
  • ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Die Topf Tomaten kommen bei mir dies Jahr in 20L Blumenerde. Der Kompost ist noch nicht durchgerottet... Blumenerde ist ja nun auch recht nährstoffreich... Flüssigdünger wollte ich später in der der Saison machen, wenn die Pflanzen Mangelerscheinungen zeigen. War 2013 definitiv der Fall.

    Bzgl. Chilis: Das werden milde Chilis ohne viel Schärfe, die man auf den Grill packen und so essen kann. Auch die sollen aber nicht einfach nur sinnlos in die Höhe schiessen.

    Vinasse enthält laut Wikipedia 8% Phosphat^^ Laut Inhaltsangabe beim Dünge gar keins.
    ???

    bei Tomaten wäre die "Soft" Variante ohne Spezial sicher die geeignetere
    Den gibts nicht. Gibt Soft extra, plus, spezial, elite, novell, ultra.
    Die Stickstoffärmste wäre die Soft extra mit 10+20+30+(2). Scheint mir dann wohl die beste für spät in der Saison zu sein?

    Ansonsten werd ich mich an den Mangelerscheinungen orientieren, die hier dokumentiert sind:
    http://5e.plantphys.net/article.php?ch=3&id=289
    (aus dem festgetackerten Thread Tomaten Links)
    Und ich werd in jedem Fal mal gaaanz vorsichtig dosieren!

    Danke schonmal an alle!
     
    Zuletzt bearbeitet:
    rafa

    rafa

    Mitglied
    ich werde sowohl bei Chili wie bei Tomaten eher mehr Stickstoff für die Anfangs-sprich Wachstumsphase geben und dann bei Fruchtbildung genau umgekehrt N zurückfahren und mehr Kalium und Phospor geben.

    Die Haka grün und soft sind mir zu stickstofflastig, für die Aufzucht der chilis nehme ich Haka blau, und werde das auch bei den Tommis einsetzen. Draussen kommt dann Kompost zum Einsatz und Langzeitdünger Triabon gemischt mit Basacote plus 6mk. Triabon wirkt 3-4 Monate, Basacote plus 5-6, somit wird Stickstoff nach 3 Monaten reduziert und Kalium bleibt verfügbar. Nach 3-4 Monaten kaliumbetont zusätzlich flüssig. So der Plan.
     
    tihei

    tihei

    Foren-Urgestein
    Für die Anzucht ist der Algoflash Dünger mit 4+6+8 gar nicht schlecht.

    Bezüglich der Blumenerde:

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tomaten/59287-tomatenzoeglinge-2013-a-43.html#post1182341


    Vinasse enthält laut Wikipedia 8% Phosphat^^ Laut Inhaltsangabe beim Dünge gar keins.
    ???
    Das sind unterschiedliche Stufen der weiteren Nutzung, bis man das "Abfallprodukt" am Ende als Dünger nutzt (da geht vorher noch was).
    Phosphor wird mit Kalkmilch entfernt, daher die Nährstoffzusammensetzung im Dünger.

    Kaliumnitrat ist für die Flüssigdüngung besonders geeignet, aber für den Privatmann eher schwierig in bezahlbarer Qualität zu bekommen.

    Den gibts nicht. Gibt Soft extra, plus, spezial, elite, novell, ultra.<br />
    Die Stickstoffärmste wäre die Soft extra mit <font color="black">10+20+30+(2). Scheint mir dann wohl die beste für spät in der Saison zu sein?</font><br />
    Der enthält aber sehr sehr viel Phosphor.
    Der klingt doch nicht schlecht. Mit ungefähr 2+1+4 ist man schon recht nah dran.
     
    ralph12345

    ralph12345

    Foren-Urgestein
    Ok. Prima! Danke!
    Dann verlink ich mir den Thread noch eben in die Favoriten, nicht daß ich das bis zum Sommer alles wieder vergesse :)

    Und nach 4 Jahren sackweise Blumenerde kaufen hab ich in 2017 dann auch irgendwann das Beet so hoch aufgefüllt, und genug Kompost angesetzt, daß ich meinen Bedarf da decken kann...
     
    rafa

    rafa

    Mitglied
    Till,
    nochmal danke mit dem Phosphorhinweis, da braucht es in der Tat nicht so viel. Ist mir jetzt sowieso etwas unheimlich das ich jetzt so ungehemmt mit dem Kunstdünger plane..., hatte 2013 gar nix bei den Tomaten (ab April angezogen), nur Kompost, Hornspäne, Rinderpellets und wenig Trissol.
    Ich werd dann als zusätzlichen Flüssigdünger Bio Trissol nehmen 12:4:20, hat wenig Phosphor.
    Der jüngste Komposthaufen bekommt Holzasche mit . Sollte also wenn fertig (nächstes Jahr) genug Kalium verfügbar sein...

    wobei ich dieses sowohl im Topf als auch normal in der Erde ziehen werde, da werde ich sicher unterschiedliche Dinge tun bzgl. Düngung. Die obigen Überlegungen sind für die Töpfe.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    K

    Kapha

    Guest
    Bisher war bei mir auch immer nur Bio angesagt , leider machen das heutige Einflüsse immer schwieriger .
    Letztes Jahr bekamen meine Tomaten und Paprika alles wie die Jahre zuvor .
    Nach der Hitzeperiode war fertig , die Pflanzen waren erschöpft , nicht mal ein organischer Dünger brachte richtig was und ich musste zu einem anderen Flüssigdünger greifen .... Worauf sie sich aufrafften und wieder Früchte ansetzten .

    Ich denke es ist da wie bei Medikamenten .... Es kommt auf die Dosis an ;)

    Ich werde es dieses Jahr im Notfall auch wieder einsetzen wenn es nötig ist .
     
    Stina73

    Stina73

    Mitglied
    Hallo,

    ich häng mich mit meiner Frage hier mal ran ... ich will in meinem Garten zwei Tomatenhäuschen aufstellen und dort den Großteil meiner noch zu keimenden Tomaten ;) reinpflanzen. Auf dem Stück wuchsen bisher wilde Brombeeren, Farn, Brennesseln. Im Herbst hab ich das alles runtergeschnitten und kleingeschnippelt liegen gelassen. Das würde ich demnächst mal abharken und gucken, dass ich den Boden wo die Häuschen hin sollen, umgrabe, um noch die Brombeerwurzeln zu entfernen.

    Jetzt hab ich schon öfter gelesen, dass abgelagerter Pferdemist gut sei. Könnte ich von einer Freundin holen - jetzt frag ich mich nur: wie viel? Die Fläche ist zweimal 80x200cm, wie viel Mist sollte da drauf? Mein Gefühl sagt mir: einen locker gefüllten Mörteleimer pro 80x200 Beet? Oder ist das zu viel?
     
    M

    Melonenhätschler

    Mitglied
    Hallo Stina, ja mit der Portion Mist kannste anfangen zusätzlich brennesel und anderes vergären lassen. Umgraben ist etwas kontraproduktiv für die Organismen. Du hast bestimmt ne schöne Gare durch die Herbstmulchung.
    Wenn es geht nur die Wurzelunkräuter rausstechen.
    Ich habe mir dann mal Wurmgülle gegönnt,auch eher Wurmtee genannt.Also ich meine für die Pflanzen:d.Zwar nicht besonders gut verdünnt aber citrus und Tomaten schreien doch permanent danach:grins:
     
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