Weide gefährlich fürs Nachbarhaus?

  • Ersteller des Themas kareszma
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K

kareszma

Mitglied
Um möglichst schnell die unschöne Ansicht des Nachbar-Hinterhauses zu verdecken, hatte ich mir die Weide ausgesucht. Sie wächst ja problemlos und schnell.
Nun bin ich durch Zufall darauf gestoßen, dass verschiedene "Flachwurzler" Schäden an Gebäuden und Pflasterungen anrichten können.
Ich würde die Weide schon so nah an's Nachbarhaus pflanzen, wie es erlaubt ist. Bei stark wachsenden Sträuchern ist das hier 1 Meter.
Oder zählt die Weide als Baum?
Bei sehr stark wachsenden Bäumen muss man 4 Meter Abstand halten. Pfff! Dann bin ich schon fast mitten in meinem schmalen Garten!
Ist das Mauerwerk wirklich in Gefahr?
 
  • Moorschnucke

    Moorschnucke

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    Hallo kareszma,
    natürlich ist die Weide ein Baum und kein Strauch bzw. welche Art hast du ausgewählt?

    Also ehe du später für die Schäden aufkommen müsstest - hab das früher mal aus der Ferne mitbekommen, wie viel Ärger und Kosten so was verursacht - würde ich mir was anderes überlegen.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:

    P.S. Könntest du evtl. ein Foto der örtl. Gegebenheiten einstellen?
     
    K

    kareszma

    Mitglied
    Rechts ist das Nachbarhaus , das ich "verstecken" möchte. Oben, unsichtbar, ist noch ein Giebel, der scheinbar mit schwarzer Plane bedeckt ist. Das Haus steht mit der Aussenwand auf der Grenze.
    Links ist ein Teil unseres (Fachwerk)-Hauses zu sehen.

    Alles andere in diesem Bereich ist auch noch kein "Garten" sondern einfach nur das Gelände, das mal ein Garten wird. ;)
     

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    Moorschnucke

    Moorschnucke

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    Hallo nochmal,
    das ist bestimmt nicht euer einziges Gartenstück am Haus?

    Ist ne tolle Wildnis momentan, Bäume o.ä. standen dort auch ...oder? Und blüht links eine Heckenrose? Was dort alles lebt, können wir uns gar nicht vorstellen.:?

    http://www.gartendatenbank.de/wiki/1_pflanzen-b%e4ume_str%e4ucher_geh%f6lze_im_garten#abstand-baum-haus

    Etwas weiter unten im Link steht, dass der Baumabstand der späteren Höhe entsprechen sollte, um Schäden zu vermeiden.

    Wie wäre es entweder mit Halbstamm-Obstbäumen oder .... - mir fällt gerade nichts anderes ein.

    Welche Fenster sind das beim Nachbarn - wisst ihr das?

    Ist echt schwierig, dir etwas zu raten.

    Herzliche Grüße
    von
    Moorschnucke:eek:
     
  • billymoppel

    billymoppel

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    oh, ist da eine giersch-plantage? dann viel spass beim garten anlegen...:d
    aber mal im ernst: das haus mag dir nicht passen, aber du kannst deinem nachbarn doch nicht zumuten, sein haus ungefragt zuzusstellen. würde dir das im umgekehrten fall gefallen?
    mit manchen dingen muss man einfach leben
    . und ich weiß ja nicht, in welchem bundesland du lebst, kann mir aber nicht vorstellen, dass deine informationen zutreffend sind: die frage, ob baum oder strauch dürfte eigentlich nach allen nachbarschaftsgesetzen unerheblich sein - auf die höhe kommts an. und in der nähe der grenze ist da - zu recht- halt nicht viel drin.
     
  • K

    kareszma

    Mitglied
    Also: erstmal, damit ich noch ein wenig bedauert werde:
    Ja, es ist eine Giersch-Plantage! Wir konnten nicht so viel essen, wie nachwuchs. :D
    UND: Das was da an Aststapeln rumliegt (noch viel mehr ist unter Giersch) sind die abgesägten hunderte Essigbäume in allen Stadien, des Wachstums.
    Zur Zeit besteht meine Gartenarbeit aus mindestens dreimal die Woche Giersch mähen, Essigbaumschösslinge ausbrechen und ansonsten mit Axt bewaffnet, Pflanzlöcher ausheben.

    Das ist tatsächlich der Hauptteil unseres Gartens. Hinten weitet er sich noch etwas nach Norden (im Bild links) aus. Der Problembereich ist aber der Blick von der Terrasse aus. Da ist eben diese Wand mit dem ollen Giebel.

    Zum Nachbarhaus: Der Bereich, der mich jetzt beschäftigt ist der Stall! Da sind nur die kleinen Stallfenster und oben ein mit Teerpappe verhängter Giebel. Für den Nachbarn wird ein hoher Baum an der Stelle keine Beeinträchtigung sein.
    Aber ich will halt nichts pflanzen, was Schäden verursacht.

    Ja, links ist eine gigantische Heckenrose, die ich wohl so behalten werde. Sie blüht jetzt schön und kriegt bestimmt tolle Hagebutten (hoffe ich).
    Links steht auch ein Ahorn. Weit genug entfernt von den Grenzen.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • T

    Tomtom

    Mitglied
    Hallo,

    eine Bekannte hatte eine Trauerweide recht nah, ca. 2 - 3 m an ihr (eigenes) Haus gepflanzt. Nach einigen Jahren durfte sie dann den Garten aufgraben und die Kellerisolierung des Hauses an dieser Seite erneuern lassen. Also Vorsicht mit Bäumen (zu) nah am Haus.
    Ich würde an Deiner Stelle erstmal voll in die Gierschbekämpfung einsteigen, z.B. über eine Unkrautplane und darauf Rindenmulch und erst dann dort etwas Pflanzen. Wenn du erst den Giersch zwischen den Baumwurzeln rauspulen darfst....

    Gruß

    Tom
     
    B

    barisana

    Guest
    hallo
    meine ehrliche meinung: solande das grundstück so total verwildert ist - mit giersch, essigbaumstümpfen und was sonst noch alles - kannst du nichts pflanzen. ausserden reich es nicht, ein einzelnen baum als sichtschutz zu pflanzen. mit der zeit wächst der stamm, dann hast du nur in der höhe den sichtschutz. untenherum siehst du nach wie vor die unschöne mauer.
    das grundstück unkrautfrei zu machen, ist m.e. was für eine fachfirma. die kommen mit dem bagger und machen kurzen prozess mit all dem wildwuchs. in einer woche ist das wahrscheinlich erledigt. ein baum ja, aber nicht unbedingt eine weide.
    salweiden können durchaus als sträucher gepflanzt werden. solche weidensträucher gibt es zuhauf in der natur. es sollten männliche pflanzen sein, nur die bilden in frühjahr die schönen weidenkätzchen.
    also, es spricht nix dagegen, weidensträucher als sichtschutz zu pflanzen. eine baumschule bietet z.b. sträucher vom 60-100cm höhe als containerware für ca. 7€ an. mit einem baum wäre ich dagegen vorsichtig, der kann enorme ausmasse annehmen. sowohl ober- als auch unterirdisch.
     
    K

    kareszma

    Mitglied
    Mit Bagger und anderem schweren Gerät ist hier nichts zu machen. Das ist ein Hang. Das Nachbarhaus steht oben, unseres unten. Also in der Längsrichtung geneigt.

    Pflanzen muss (musste) ich, um meine mitgebrachten Pflanzen unterzubringen.

    Im hinteren Bereich (auf dem Foto nicht schtbar) habe ich bereits einen kleinen Kartoffelacker erfolgreich gerodet. Sowohl massenhaft Giersch mit Wurzeln und Rizomen als auch Essigbaumstümpfe und Wurzeln habe ich rausgeholt.
    Die Kartoffeln wachsen gut, und was an Giersch nachwächst kann ich gut ausjäten.
    Von den großen Essigbaumstümpfen gibt es nur drei, die holt GG demnächst raus.
    Im Westbereich (vom Foto aus im Rücken) stehen Bäume und Sträucher und das gefällt mir so ganz gut. Da sieht man, wie es sein könnte. Allerdings ist da die Nachbarfassade auch schön und stört deshalb nicht.

    Als wir uns in das Haus verliebten, mussten wir den Garten so mitnehmen wie er war. Und ich bin wild entschlossen, das Beste draus zu machen. :grins:

    Alles was ich ändern kann, macht mir keine Sorge. Das kriege ich mit der Zeit schon hin. Aber auf Fassaden von anderen Leuten habe ich keinen Einfluss. Deshalb muss ich mir etwas einfallen lassen.
    Klar würde ich einen Baum nicht unmittelbar an die Wand pflanzen. Schließlich muss die Krone ja auch Platz haben.
    Was ist mit Tiefwurzlern? Gibt es da Erfahrungen?
    Sonst muss ich halt irgendwas Buschiges strategisch so pflanzen dass es mitten im Garten steht, und dass gleichzeitig die Hauswand, zumindest vom Sitzplatz am Haus aus, verdeckt ist :rolleyes:
     
  • M

    mahatari

    Mitglied
    Das mit dem Kartoffelacker ist doch super, so kenne ich es für das urbar machen.
    Da wirst Du Dich ja Stück für Stück vorarbeiten können. Ich würde auch erst ans Pflanzen größerer Sachen denken, wenn der Giersch weg ist, Du wirst sonst immer wieder welchen haben. Der Garten ist eine Herausforderung, doch Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.
    Eine Weide würde ich niemals in meinen Garten pflanzen. Sie braucht sehr viel Wasser und geht deshalb auch in alle Ritzen und zerstört ganze Kanalisationen...meist sieht man sie ja auch an Gewässern stehen. Vielleicht erlaubt der Nachbar ja eine Begrünung, dann kannst Du das Haus mit Wein bewachsen lassen...So machen wir es gerade mit Nachbars Garagenrückwand(natürlich mit seinem Einverständnis).Da vor habe ich Eiben und Kirschlorbeer gepflanzt, das kann ich schmal beschneiden... dann habe noch Trompetenwinde gesät, die wird den Wein etwas bunt machen...hoffe ich
     
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