Weinrebe Romulus krank?

Pomeranze

Pomeranze

Mitglied
Hallo Weingärtner*innen,
ich habe 3 Reben Romulus. Sie stehen im vierten Jahr voll im Saft und tragen, was sie halten können. Eine Rebe hatte ab dem Frühling nach unten gewölbte Blätter. Gedüngt sind sie im Herbst mit Dolomitenkalk, im Frühling mit Kompost.
Behandelt habe ich die gewölbten Blätter mit Raubmilben ( vorsorglich gegen Spinnmilben). Gesprüht habe ich vor dem Knospenbruch mit Fungizid, die Tage noch einmal. Alle Wochen bekommen sie Frischmilch verdünnt mit Wasser (Milchsäurebakterien gegen Pilzbefall).
Hat jemand Ahnung, was mit dem einen Stock los ist? Hat dieses Schadbild schon einmal jemand erlebt? Was kann ich machen? Die letzten zwei Bilder sind von den gesunden Rebchen.
 

Anhänge

  • Pomeranze

    Pomeranze

    Mitglied
    Sollte meine Frage doch noch jemand finden, liefere ich nun auch die Antwort nach der Analyse eines Labors, wo ich die Blätter prüfen ließ. Es ist eine Viruserkrankung, nicht behandelbar. Die Pflanze muß die Erkrankung selbst bewältigen. Ich werde ihr Blaukorn und Dolomitenkalk geben.
     
    Pomeranze

    Pomeranze

    Mitglied
    Danke Sandor. Die Ernte wird nicht ganz schlecht, die kranken Triebe schneide ich direkt danach, nicht erst im Februar. Im Frühjahr kommt dann der Vitaminstoß und Tagetes gegen Nematoden. Dieser Virus scheint immer noch seltener aufzutreten.
    LG Monika
     

    Anhänge

  • O

    Obstfreund

    Neuling
    Hallo Monika, leider hat auch mein Beitrag vom 18.8.2020 (Obstfreund) #Weinreben "Venus" erkrankt#
    wenig Resonanz gefunden.
    Umso interessanter waren mir daher Deine Erkenntnisse und Erfahrungen zu Deinen Weinreben. Die letzten Fotos der Trauben sind bewunderswert. Leider habe ich als Anfänger keine Erfahrungen und bin für Ratschläge dankbar. Gerne würde ich von Dir oder anderen Weinfreunden erfahren, z.B. wann und mit was man düngt, ob man im Sommer im Bereich der Trauben die Blätter entfernt u.v.m.
    Beispiel: Als ich die Reben gekauft habe, war am Preisanhänger ein Etikett angebracht, auf welchem vermerkt war, daß man auf keinen Fall düngen soll (auch nicht mit Kompost). Demfolgend sind meine Weinstücke möglicherweise an Nährstoffmangel erkrankt, da ich dies berücksichtigt habe.
    Ich würde mich freuen, wenn Du mir ein paar Tipps vermitteln könntest, Mir ist als Neuling hier im Forum nicht bekannt, ob Du mir hierzu eine persönliche Nachricht über das Forum senden kannst.
    Ansonsten würde ich Dir meine E-Mail Adresse übermitteln.
    Viele Grüße Manfred (Obstfreund)
    2020-08-31_
     
  • Pepino

    Pepino

    Foren-Urgestein
    Dass du wenig Resonanz bekommst, mag daran liegen, dass hier im Forum sehr wenige Wein anbauen. Vielleicht solltest du mit so speziellen Fragen in ein Weinbauforum gehen.
     
  • Sandor 2

    Sandor 2

    Mitglied
    Am 19.08. habe ich Dir auf Deinen Beitrag geantwortet, bisher ohne Rückmeldung?
     
    O

    Obstfreund

    Neuling
    Am 19.08. habe ich Dir auf Deinen Beitrag geantwortet, bisher ohne Rückmeldung?
    Das ist richtig. Aber leider hat Deine Antwort (siehe nachstehend) noch weitere Hinweise zu Freitagabend (=21.8.2020) erwarten lassen, auf die ich "sehnsüchtig" gewartet habe. Trotzdem haben mir auch die gegebenen Stichworte"Mauke u.a." schon mal eine Richtung gezeigt, wofür ich auch dankbar bin.

    Eigentlich finde ich Mauke als Auslöser dafür. Aber die Welkekrankheit hat auch dieses Erscheinungsbild. Stiellähme, Traubenwelke, Stickstoffmangel sind auf den Bildern zu erkennen.
    Dies vorab, mehr gerne Freitagabend.
     
  • Pomeranze

    Pomeranze

    Mitglied
    Hallo Jungs, ich freue mich über die Reaktionen zur kranken Rebe. Rebchen mit Ernteerfolg zu kultivieren ist nach meiner Erfahrung nicht einfach. Gepflanzt habe ich 2017, nachdem ich als Neugärtnerin einen ganzen Winter gelesen habe, welche Erfahrungen andere in den letzten Jahren gemacht und aufgeschrieben haben. Virus kam dort noch nicht vor 😐
    - pflanzen ohne Dünger (verbrennt junge Wurzeln) im zeitigen Frühjahr
    - einen Haupttrieb entscheiden, alles andere ausbrechen (Hormone am Auge ließen immer nachwachsen)
    - diesen einen Haupttrieb nach oben oder zur Seite binden, Triebe stehen lassen, Fotosyntese, Stärkung, ...
    - Februar Haupttrieb bis auf ca. 6-8 Augen einkürzen, Seitentriebe bis auf 1- 3 cm kürzen (Zapfenschnitt)
    dort bildet sich das einjährige Holz und wird Trauben tragen
    - Kupfersulfat auf die noch geschlossenen Knospen gegen Pilzerkrankungen sprühen (da sind noch kaum
    Insekten unterweges)
    - entscheide, willst du Schattenlaube oder Ertrag
    - regelmäßig mit verdünnter Frischmilch sprühen (Milchsäurebakterien gegen Pilzsporen)
    - Ertrag: Blüte abwarten, Fruchtansätze hängen nach unten, 6- 8 Blattpaare stehen lassen (sorgen für süße
    Trauben)
    - traubenlose Triebe ausreißen (Wasserschosser )
    - Milchsäurebakterien gegen Pilzsporen ( Stängelwelke, Beerenwelke, Mehltau echt und unecht, ...) nie vergessen (
    wöchentlich)
    - Düngen nach dem Pflanzjahr:
    erster Herbst Dolomitenkalk
    Frühling Kompost, Sand oder Steinmehl, Pflanzenjauche aus Beinwell, Farn, Brennnesseln,
    Empfehlung des Labors nach Diagnose Virus - Blaukorn
    - August so auslichten, dass Trauben Sonne bekommen
    - Februar - alles abschneiden im Zapfenschnitt, außer dem Haupttrieb, den nur kürzen

    So hab ich das seit 2017 auf Lemboden im Garten gemacht, im Frühling kommen Tangetes dazu, sollten Nemathoden den Virus verursacht haben.
    Zum professionellen Schnitt gibt es außer guten Büchern auch hilfreiche YouTube's.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Pomeranze

    Pomeranze

    Mitglied
    Danke für den Hinweis. Ich nahm an, es hilft gegen mehrere Sporenarten. Ich glaube, wenn die Krankheit Oidium (echter Mehltau) ausgebrochen ist, hilft gar nichts mehr, außer abschneiden und vernichten. Daher besprühe ich schon die Knospen, bevor sie anfangen aufzuplatzen und die daraus wachsenden Triebe mit Milch. Vorsorglich also. Sandor 2, schau doch mal bei Venus von Manfred vorbei. Ich bin gespannt, was du von der Schnittidee hältst.
     
  • Top Bottom