Garten

Fertigrasen im Test

Christine Schonschek(Bild: Christine Schonschek) Schnell zum schönen Rasen in saftigem Grün zu kommen, wer möchte das nicht? Eine sehr einfache Möglichkeit diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen ist das Auslegen eines Fertigrasens. Das österreichische Testmagazin “Konsument” prüfte für die Mai-Ausgabe 2009 mehrere Fertigrasen mit stolzen Preisen zwischen 360 und 490 Euro pro 100 Quadratmeter. Das Ergebnis ist allerdings durchwachsen. Gerade einmal drei von sechs Produkten erhielten dabei das Qulitätssiegel “gut” der Rest bekam die Bewertung “weniger zufriedenstellend”.

Am häufigsten kritisiert wurde neben der Verunkrautung auch die mangelhafte botanische Zusammensetzung der Grasnarbe. Ein guter Fertigrasen zeichnet sich durch eine möglichst dichte Rasennarbe aus. Das bedeutet, wenn man von oben auf das ausgelegte Rasenstück blickt, sieht man zwischen den Halmen kein beziehungsweise nur sehr wenig Anzuchtboden. In diesem Punkt schnitten die von “Konsument” geprüften Fertigrasen alle mit “gut” ab.

In punkto Verunkrautung wiesen nur zwei Fertigrasen gar keinen Fremdgewächsanteil auf, dazu gehört natürlich auch der Testsieger Zehetbauer Fertigrasen. Die Ergebnisse bei der Verfilzung waren noch massiver. Eigentlich sollte die Filzschicht maximal nur fünf Millimeter dick sein. Aber bei zwei Produkten war sie einen beziehungsweise sogar 1,5 Zentimeter stark. Ein zu dichter Rasenfilz behindert den Austausch von Luft, Wasser sowie die Düngeraufnahme.

Grund zur Kritik gab auch die botanische Zusammensetzung der Rasennarbe, weil zu wenig Gräserarten verwendet wurden. Vor allem für das Verlegen des Rasens ist die Gräsermischung von Bedeutung. Falls diese nämlich unzureichend ist, kann ein Rasenstück von 1,5 Metern durch das Eigengewicht abreißen, wenn man es mit den Händen hoch hält. Dies den Konsument-Testern ist beim Fertigrasen Mayer passiert.

Vorbereitung entscheidet für Anwuchserfolg

Um den Anwuchserfolg zu gewährleisten, ist selbstverständlich eine gute Vorbereitung des Bodens wichtig. Man sollte die Verlegefläche tiefgründig lockern, planieren und vorwalzen, so dass sie eben aber auch feinkrümelig ist. Außerdem sollte man sich vorher beim jeweiligen Fertigrasen-Produzenten erkundigen, ob das Ausbringen eines Grund- und Rollrasendüngers sowie eines Bodenstarters ratsam ist oder nicht.

Pflegehinweise für ein schönes Grün

Frisch verlegter Fertigrasen braucht circa drei bis vier Wochen, um anzuwachen. Während dieser Zeit sollte er dauerhaft feucht gehalten werden. Bei trockener, heißer Witterung benötigt ein Quadratmeter bis zu sieben Liter Wasser täglich. Der Fertigrasen soll aber nicht “ertränkt” werden. Man sollte nur soviel wässern, dass die Sode und rund fünf Zentimeter des Bodens feucht sind. Dabei sollte der Rasen noch begehbar bleiben. Nach dem Verlegen kann man den Rasen zum ersten Mal schon nach etwa fünf bis acht Tagen mähen. Die anschließende Dauerpflegemaßnahmen beinhalten den wöchtenlichen Schnitt, die Wässerung je nach Witterung ein bis zweimal pro Woche sowie eine Düngung alle sechs bis acht Wochen.

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