Langstielige Schönheit: Amaryllis

IZB(Foto: IZB) Jetzt da es draußen kalt, kahl und trist ist, fühlt man sich in einem warmen, hellen und blühenden zu Hause einfach wohl. Die Amaryllis (Hippeastrum) gehört mit Sicherheit zu den schönsten winterblühenden Zimmerpflanzen. Das Ende des bis zu 70 Zentimeter hohen Stengels zieren drei bis sechs große sternförmige Blüten, die unterschiedliche Farbtupfer ins Haus bringen.

Die Farbvielfalt der Amaryllisblüten erstreckt sich von einem edlem Weiß über dezentes Rosa bis hin zu einem saftigen Orangeton oder kräftigen Rubinrot. Manche Blüten sind sogar zweifarbig, diese wirken besonders raffiniert. Im Handel werden derzeit die großen braunen Amarylliszwiebeln angeboten oftmals sogar mit Tontopf und Blumenerde. Wer besonders große Blüten möchte, sollte nach großen Blumenzwiebeln Ausschau halten. Als Pflanzgefäß eignen sich am besten Tontöpfe, weil diese im Vergleich zu Plastiktöpfen ein höheres Gewicht aufweisen und deshalb standfester sind. Denn die großen Blüten können mitunter ganz schön schwer werden und es wäre ja jammerschade, wenn die langstielige Schönheit deshalb umfällt und dabei vielleicht sogar abknickt.

Was zu tun ist

Es ist empfehlenswert, wenn die Töpfe nicht sehr viel größer als die Zwiebeln selbst sind. Als Faustregel kann man sich einen circa daumenbreiten Abstand merken. Außerdem sollte die Zwiebel nicht zu tief gepflanzt werden. Ein Drittel der Blumenzwiebel sollte mindestens aus der Erde schauen. Beim Einpflanzen ist darauf zu achten, dass das die Wurzeln nicht beschädigt werden. Wer sich an der hohen Schönheit gar nicht satt sehen kann sollte im Abstand von rund zwei bis drei Wochen einzelne Amarylliszwiebeln pflanzen. Im Gartenmarkt oder auch beim Floristen kann man natürlich auch fertige getopfte Amarillys bekommen. Nach sechs bis acht Wochen im mollig warmen Zimmer zeigt die Zwiebelblume ihre volle Blüte. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Zwiebelpflanze sollte die erste Zeit nur sparsam gegossen werden. Haben die Blütenstiele sich etwa handhoch aus der Zwiebel geschoben und zeigen sich bereits Blütenknospen, dann braucht die Amaryllis mehr Wasser. Die Winterblühende freut sich auch über 14-tägige Düngergaben und einen Standort auf dem Fensterbrett. Durch regelmäßiges Drehen der Töpfe soll ein gerader Wuchs gefördert werden, weil sich die Pflanze nach dem Licht ausrichtet. Ab der Blütezeit sollte die Pflanze etwas kühler gestellt werden.

Alle Jahre wieder

Um auch im nächsten Jahr die Amaryllis wieder zum Blühen zu bringen, entfernt man nach der Blüte zunächst die verwelkten Blütenblätter. Sobald auch der Stiel vertrocknet ist, kann man auch diesen noch abschneiden. Allerdings sollte man die neu gebildeten, riemenförmigen, grünen Laubblätter dran lassen. Die Sommermonate also Mai bis September verbringt die Amaryllis gerne draußen an einem sonnigen Standort und wächst. Deshalb kann ein Umtopfen notwendig werden. Mit regelmäßigen Wasser- und Düngergaben sollte sie bis August versorgt werden. Im September wird nicht mehr gegossen, denn ab dann beginnt die Ruhephase. Die Blätter welken und die Zwiebel holt sich Kraft für einen neuen Austrieb. Erst wenn die Blätter komplett vertrocknet sind dürfen sie abgeschnitten werden. Für die Ruhephase braucht die Pflanze einen dunklen, nicht zu warmen Platz, der idealer Weise eine Temperatur zwischen 16 bis 18 Grad Celsius aufweist. Falls die Blumenzwiebel wärmer steht, sollte sie gelegentlich gegossen werden. Ansonsten ist in der Ruhepause keine Pflege notwendig. Wenn sich nach etwa drei Monaten neue Austriebe zeigen, zeigt die Amaryllis an, dass sie ihre Ruhezeit beendet hat und nun wieder mehr Wasser benötigt damit sich erneut die wunderschönen Blüten zeigen können.

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