Garten-Tipps für Mai - Gartenkalender

Im Mai muss das Gemüse pikiert werdenStauden abstützen, gegen Schädlinge vorgehen, Gehölze zurückschneiden und Gerüste für Kletterpflanzen anbringen - im Mai ist einiges zu tun, auch wenn die meisten Pflanzen schon draußen sind. Der Mai ist meist sonnig und mild, wird in der Mitte recht kalt und gegen Ende heiß. Frostempfindliche Pflanzen dürfen erst jetzt nach draußen, Kübelpflanzen auch. Der Mai bringt ein bisschen Gartenarbeit mit sich, aber eben auch die Möglichkeit, den gepflegten Garten zu genießen.

Mitte Mai: Die Eisheiligen

Die Eisheiligen

sind ein spannendes Datum, denn erst danach wird es in Deutschland fast überall frostfrei. Bis zum 15. Mai (Hl. Sophie, die letzte der Eisheiligen) sollten empfindliche Pflanzen also auf jeden Fall noch drinnen bleiben, zumindest über Nacht. Tomaten, Oleander und Bougainville machen sich im Kübel ganz gut und können im Mai tagsüber durchaus schon draußen stehen, während sie die Nacht noch im geschützten Haus verbringen. Übrigens lagen die Eisheiligen nach dem alten Kalender am Ende des Monats Mai - wer wirklich sicher gehen will, setzt die empfindlichen Pflanzen erst dann ins Freiland. Übrigens sind auch die meisten Kräuter frostempfindlich, ebenso Zucchini und Geranien. Die Balkonkästen können im Mai natürlich schon bepflanzt werden, sollten aber gegebenenfalls noch geschützt übernachten.

Gemüse

Das Gemüse, was bereits im Freiland wächst, sollte im Mai pikiert (ausgedünnt) werden. Wenn die Pflanzen zu dicht beieinander wachsen, nehmen sie sich gegenseitig Licht und Nährstoffe weg. Beete sollten aufgelockert werden, so dass der Boden das Wasser leichter aufnimmt und länger halten kann. Wenn Sie den Boden gleichzeitig mulchen, ist das perfekt. Ein Volldünger wie Kompost tut den Gemüsepflanzen im Mai aber auch gut. Nach den Eisheiligen Mitte Mai können Tomaten, Mangold, Zucchini, Salate und Kräuter aus den Kübeln heraus und ins Freiland gesetzt werden. Wer die Pflanzen säen will, kann auch das jetzt im Freiland tun. Sollte es doch wider Erwarten noch Nachtfrost geben, können Sie die Pflanzen mit Vlies oder etwas Zeitungspapier schützen. Zuckermais und Kürbisse dürfen übrigens schon Anfang Mai in Freiland, Rosenkohl wartet besser bis Ende Mai. Sie können jetzt schon einiges zur Pflege und Gesundhaltung der Pflanzen tun: Achten Sie auf Mischkulturen, denn die sind weniger anfällig für Pilze und Schädlinge. Tomaten, Gurke und Zucchini vertragen sich recht gut mit Tagetes, Kapuzinerkresse und Ringelblumen, während sich Möhren zwischen Zwiebeln und Lauch wohl fühlen. Kohl, Lauch und Sellerie fühlen sich zusammen auch ganz wohl.

Zwiebelgewächse neigen im Mai zum VerblühenDüngen und Schneiden

Die meisten Zwiebelgewächse blühen früh und sind im Mai schon verblüht. Die Pflanzen brauchen jetzt Pflege, sie haben kaum noch Kraft und dürfen gedüngt werden. Tulpen und Narzissen sollten mit kalireichem Dünger versorgt werden, so dass die Zwiebeln Nährstoffe für den nächsten Winter einlagern können. Befinden sich Gruppen von Tulpen und Narzissen schon seit längerer Zeit am selben Ort, sollte man sie teilen und auseinandersetzen. Im Mai ist das optimal, Gärtner sollten auf keinen Fall damit warten, bis die Pflanzen das Laub vollständig abgeworfen haben. Werden die Zwiebelgruppen geteilt, müssen sie sofort wieder unter die Erde. Denn nur dort finden sie die wichtigen Nährstoffe, die sie brauchen, um sich für das nächste
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Frühjahr zu erholen.

Formschöne Hecken bekommt man, wenn man die entsprechenden Gewächse jetzt im Mai kräftig kürzt und in die gewünschte Form schneidet. Auch großen Sträucher wie Hibiskus, Flieder und Goldregen werden im Mai geschnitten und, wenn nötig, geteilt. Wenn der Garten jetzt noch einen Sichtschutz für den Sommer erhalten soll, können Sträucher wie Sommerflieder oder Kirschlorbeer gepflanzt werden - im Mai geht das noch. Allerdings sollten Sie dafür Containerpflanzen verwenden, die bereits einen Wurzelballen haben.

Obstbäume und Beerensträucher werden auch im Mai gestutzt und tüchtig gedüngt. Das sollte bei trockenem Wetter passieren, weil da weniger Pilzsporen herumfliegen und die Gefahr einer Infektion der Gehölze geringer ist. Junge Obstbäume tragen in den ersten Jahren eher Früchte, wenn im Mai die senkrechten Triebe mit Gewichten beschwert oder leicht nach unten gebogen werden. Für Obstbäume gilt das Gleiche wie für Sträucher: Im Mai können Pflanzen mit einem Wurzelballen durchaus noch in den Garten gesetzt werden.

Wasser

Im Mai muss gegossen werden, und zwar nicht nur in Kübeln und Kästen, sondern auch im Freiland. Junge Pflanzen, die im Beet heranwachsen, haben noch kein so tiefes Wurzelwerk wie alte Sträucher und Bäume. Sie können die tieferen, auch an trockenen Tagen ergiebigen wasserführenden Erdschichten nicht erreichen und sind auf regelmäßiges Gießen angewiesen. Vor allem früchtetragenden Pflanzen brauchen viel Wasser, denn sie können nur reichlich Blüten und Obst ausbilden, wenn sie genügend Feuchtigkeit zur Verfügung haben. Das gilt für Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Kürbisse und Melonen genauso wie für Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren. Obst besteht zu einem Großteil aus Wasser, und das muss die Pflanze irgendwoher bekommen. Gegossen wird übrigens nicht nur an den besonders heißen Tagen, sondern regelmäßig.

Im Mai beginnt die Saison des RasenmähersRasenpflege

Der Mai ist ein guter Monat, um etwas für einen schönen, dichten Rasen zu tun. Das Unkraut muss entfernt werden, anschließend kann der Rasen auf etwa vier bis fünf Zentimeter gekürzt werden. Den Rasenschnitt müssen Sie nicht entsorgen, der kann in einer Kompostieranlage mit anderen Gartenabfällen vermischt werden. Vermischen Sie die verschiedenen Abfälle gut, damit bei der Zersetzung nicht der typische Gestank von rottendem Material entsteht. Kompost, der jetzt angesetzt und gut gepflegt wird, kann schon im Herbst verwendet werden. Aber Rasenschnitt eignet sich auch frisch zum Mulchen.

Tipps für Schnellleser:
  • Frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen (also nach dem 15. Mai) ins Freie setzen.
  • Gemüse im Mai pikieren, Beete auflockern und mulchen oder düngen. Zuckermais und Kürbisse dürfen Anfang Mai ins Freiland, Rosenkohl erst Ende des Monats. Tomaten, Gurken, Zucchini, Mangold, Salate und Kräuter dürfen nach dem 15. Mai raus. Beim Raussetzen am besten Mischkulturen anlegen.
  • Zwiebelpflanzen und Frühlingsblüher gut düngen und gegebenenfalls Zwiebelgruppen teilen.
  • Hecken, Sträucher und Büsche kürzen und in die gewünschte Form bringen. Containerpflanzen mit Wurzelballen dürfen jetzt noch gepflanzt werden.
  • Jungen Obstbäumen die senkrechten Triebe beschweren.
  • Im Mai schon regelmäßig gießen, damit die Pflanzen ausreichend Wasser zur Blüten- und Fruchtbildung haben.
  • Rasen ausjäten und kürzen, Rasenschnitt zum Mulchen verwenden oder kompostieren.
  • Rosen, Wilde Wurzeltriebe abreißen. Gegen Mehltau spritzen. Rosendünger ausbringen.
  • Wildkräuter auf den Rabatten frühzeitig bekämpfen.
Pflanzenpflege im Mai
  • Rittersporn und Lupinen stützen.
  • Stecklinge von Chrysanthemen in Töpfen bis zum Herbst bewurzeln.
  • Pflanzung von Tagetes und Zinnien nach den Eisheiligen.
  • Aussaat von Fingerhut, Glockenblume und Goldlack.
  • Stecklinge zur Bewurzelung von Dahlien in Töpfe setzen.
  • Zur Einschränkung von Pilzinfektionen um die Erdbeerpflanzen Stroh oder schwarze Folie legen.
  • Wässern der Obstgehölze, bei längerer Trockenheit, verhindert den Junifruchtfall.
  • Brokkoli, Erbsen, Kohlrüben, Möhren, Radieschen und Salate säen.
  • Saatpflanzen von Blumenkohl und Brokkoli sowie gut abgehärtete Jungpflanzen der Fruchtgemüse Ende des Monats auspflanzen.
  • Aussaaten von Busch- und Stangenbohnen, Chicoree, Gurken, Kürbis, Zucchini und Zuckermais vornehmen.
  • Küchenkräuter, Basilikum und Majoran abhärten und 2 Wochen später auspflanzen.