|
Blumensamen - diesen kann man selbst herstellen |
|
Gartenpflege -
Pflanzen pflegen / Pflege - Hobby
|
Blumensamen - selbst gemacht
Als Samen bezeichnet man die Diaspore der Samenpflanzen. Der Samen besteht aus einer Samenschale, die man auch Testa nennt und dem Embryo. Viele Samen haben auch ein so genanntes Nährgewebe. Der Samen, beispielsweise einer Blume, enthält somit alle Anlagen, um unter günstigen Keimungsbedingungen zu einer neuen Pflanze heran zuwachsen.
Samen entstehen, wenn eine in den Samenanlagen sitzende Eizelle durch eine generative Zelle eines Pollenkorns befruchtet worden ist. Durch die so genannte mitotische Zellteilung entsteht aus der so befruchteten Eizelle, die man Zygote nennt, ein
pflanzlicher Embryo. Dieser wächst aber nicht weiter. Er wird vielmehr durch teilweise Austrocknung in einer Art vorläufiger Wartestellung gehalten. Pflanzt man schließlich Blumensamen in Erde ein und führt man dem Samen Wasser zu, beginnt sie zu keimen.
Blumensamen kann man entweder kaufen oder aber auch selbst herstellen. Am Beispiel der Sommerazaleen, die man auch Godetia oder Atlasblume nennt, wird nachstehend das selber Herstellen von Blumensamen erläutert.
Im September sind die Samen bei den Sommerazaleen reif. Obwohl an den Pflanzen immer noch Sommerazaleen-Blüten nachkommen, sind schon seit einiger Zeit Samenstände dran. Nachdem die Blüten abgeblüht sind, fallen die Blätter ab und die Sommerazaleen-Samenkapseln werden braun und öffnen sich von oben her. Zu diesem Zeitpunkt kann man anfangen die Samenkapseln abzupflücken.
Die Blumensamen müssen anschließend gut getrocknet werden. Danach kann man sie für den Winter gut verpacken. Am besten ist es, wenn man sie an einem trockenen luftigen Platz auf saugfähigem Papier nachreifen und trocknen lässt. Man sollte sie nicht der immer noch zum Teil prallen Herbstsonne aussetzen. Das schwächt die Keimkraft nämlich erheblich. Anschließend sollte man den so gewonnen Blumensamen in kleine Tüten oder aber in Streichholzschachteln füllen. Für die anschließende Aufbewahrung an einem kühlen trockenen und dunklen Ort bis zur Aussaat des Samens, eignen sich auch leere Filmdosen von Kleinbildfilmen oder aber leere 1-Portion-Eisbecher mit Deckel.
|