Garteneibisch-Pflege: Schneiden, Krankheiten & Schädlinge

Garteneibisch-Pflege: Schneiden, Krankheiten & Schädlinge

Den Garteneibisch oder Hibiskus gibt es in vielen verschiedenen Blütenfarben. Er bildet im Hochsommer sehr große Blüten, die sich zwar nicht lange halten, dafür aber in großer Zahl am Strauch erscheinen.

hibiskus2 flStandort und Pflege

Der Garteneibisch braucht einen sonnigen Platz im Garten, wo er etwas geschützt steht, sodass seine großen Blüten bei stärkerem Wind nicht abgeweht werden. Bei der Bodenbeschaffenheit ist er recht anspruchslos und wächst daher auf fast allen Böden, die einigermaßen nährstoffreich sind.


/>Gepflanzt wird der Strauch am besten schon im Frühling, denn im ersten Jahr reagiert er noch etwas empfindlich auf Kälte und hat auf diese Weise bis zum Winter genügend Zeit, ausreichend Wurzeln zu bilden. Trotzdem sollte er im ersten Winter einen leichten Schutz für den Wurzelbereich bekommen. Hierfür eignet sich Laub oder Reisig. Eine Mulchschicht, die schon im Frühling aufgebracht wird, erfüllt jedoch den gleichen Zweck und verhindert gleichzeitig, dass der Boden zu sehr austrocknet. Während der Zeit der Blüte sollte auf eine gute Bewässerung geachtet werden, ansonsten versorgt sich der Garteneibisch meist allein.

Schneiden des Garteneibischs

Der Hibiskus blüht immer nur an den einjährigen Trieben, deshalb muss er im Frühling zurückgeschnitten werden, damit sich wieder neue Triebe mit Blüten bilden. Hierzu werden alle Zweige bis auf zwei bis drei Augen eingekürzt. Mit diesem Schnitt kann ruhig gewartet werden, bis es draußen schon wieder etwas wärmer geworden ist, denn der Hibiskus gehört zu den Pflanzen, die erst sehr spät, oftmals erst im Mai, wieder austreiben. Ebenso verliert er sein Laub oft schon recht früh im Herbst.

/>Probleme und Krankheiten
  • Ein Garteneibisch, der nicht blüht, wurde vermutlich nicht rechtzeitig zurückgeschnitten, damit sich wieder neue Triebe bilden. In diesem Fall sollte der Strauch im folgenden Frühling stark zurückgeschnitten werden.
  • Knospen, die vorzeitig abgeworfen werden, sind meist auf einen Wassermangel zurückzuführen. Um ein weiteres Abwerfen zu verhindern, sollte daher die Bewässerung gesteigert werden.

  • Bei gelben Blätter, die allmählichen verwelken, ist dagegen meist ein Zuviel an Wasser die Ursache. Liegt es an der Witterung, lässt sich nichts machen, eventuell ist aber auch der Boden zu dicht, sodass sich dort das Wasser staut. In diesem Fall hilft regelmäßiges Hacken, sodass die Feuchtigkeit zumindest an der Oberfläche besser verdunsten kann. Weiterhin können mit einer Grabegabel Löcher in den Boden gestochen werden, in die etwas Sand gestreut wird. Dieser Sand sorgt dafür, dass der Boden insgesamt durchlässiger wird.
  • Besondere Krankheiten treten beim Hibiskus dagegen nur selten auf.
Schädlinge des Garteneibischs

blattlaeuse2 flEin Insekt, das sich häufig auf dem Garteneibisch findet, ist die Blattlaus. Sie wird am einfachsten mit etwas Spülmittel bekämpft. Hierzu werden dem Gießwasser einige Tropfen Spülmittel hinzugefügt und der Strauch mit dieser Lösung gegossen. Alternativ kann hierfür auch bereits gebrauchtes Wischwasser verwendet werden. Die Spülmittellösung wird von der Pflanze aufgenommen und ist danach im Pflanzensaft enthalten, von dem die Blattläuse sich ernähren. Dann scheint er ihnen jedoch nicht mehr zu schmecken, sodass sie bald verschwunden sind.

Eine weitere Möglichkeit, Blattläuse auf natürliche Weise zu bekämpfen, sind die Schwebfliegen, die äußerlich eine

gewisse Ähnlichkeit mit Bienen und Wespen haben. Sie legen ihre Eier in die Nähe der Blattläuse. Aus ihnen schlüpfen die Larven, die sich von den Blattläusen ernähren. Wenn alle Blattläuse diesen Larven zum Opfer gefallen sind, werden die Schwebfliegen bald wieder verschwunden sein, denn sie suchen bei der Eiablage immer ganz gezielt nach befallenen Pflanzen. Von den Blattläusen ernähren sich nur die Larven, die ausgewachsenen Schwebfliegen benötigen dagegen Nektar und Pollen. Sie fliegen hauptsächlich Pflanzen mit gelben Blüten an, deshalb kann durch einige gelb blühende Blumen dafür gesorgt werden, dass Schwebfliegen den Garten anfliegen und bei einem Blattlausbefall eingreifen.