Giersch / Girsch Unkraut-Bekämpfung, Bekämpfen
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Giersch (Aegopodium podagraria) - Unkrautbekämpfung, Giersch bekämpfen / Bekämpfung



Welcher Hobbygärtner kennt das nicht: Da hackt man, jätet, zupft und gräbt stundenlang � und trotzdem ist das Unkraut kurze Zeit später genauso dicht wie vorher. Es ist manchmal wirklich zum Haare raufen!
Eines der hartnäckigsten Unkräuter ist dabei der Giersch, aufgrund seines Aussehens auch Geißfuß genannt. Seine Strategie ist unschlagbar: Einerseits verbreitet er seine Wurzelausläufer in alle Richtungen, andererseits vermehrt er sich durch Samenbildung. Der Giersch-Samen bleibt über viele Jahre im Boden keimfähig und sichert dem Plagegeist so langfristig das Überleben.

Giersch bekämpfen

Wer ihn loswerden will, ...

braucht viel Geduld und vor allem Unermüdlichkeit, denn die sicherste Methode, den Giersch aus den Beeten fern zu halten ist regelmäßiges Jäten ab dem Moment, wo der sich im Frühjahr zum ersten Mal blicken lässt. Aber Achtung: Wenn die Pflanze schon Samen trägt, sollten sie sie auf keinen Fall zum Kompost geben, denn sonst verbreiten sie den Samen durch den Kompost später wieder im gesamten Garten.

Unkraut im Garten - Giersch Demjenigen, der das Jäten umgehen möchte, indem er dem Unkraut mit chemischen Vernichtern zu Leibe rückt, sei gleich gesagt: Lassen Sie davon lieber die Finger. Die Herbizide schaden nur unnötig den anderen Pflanzen und belasten in manchen Fällen auch den Boden.
Es hilft aber, ihm das Licht zu nehmen. Im Ziergarten hilft eine ständige Beschattung mit Bodendeckern, im Gemüsegarten kann man eine Mischkultur anlegen, um den Boden möglichst durchgehend zu bedecken. In sehr hartnäckigen Fällen wird das gesamte Beet mit schwarzer Mulchfolie abgedeckt, wobei man für das Gemüse kreuzförmige Schlitze hineinschneidet. Bei dieser Methode wächst der Giersch zwar nicht mehr, die Samen bleiben jedoch im Boden und warten geduldig auf lichtreichere Zeiten...

Aber � wenn wir das Kraut schon mal im Garten haben, warum eigentlich nicht auch einen Nutzen daraus ziehen? Der Giersch ist nämlich nicht nur ein Unkraut, vielmehr ist er ein besonders wertvolles und auch schmackhaftes Heilkraut, das viele gute Eigenschaften in sich trägt. Gierschblätter haben einen würzigen Geschmack, sie können wie Spinat zubereitet werden. Die jungen, zarten Blätter verfeinern Salate, Pesto, Kräutersuppen oder Kräuterquark und sind reich an Kalium und Vitamin C, Karotin und Eisen. Sein Heilkraft entfaltet der das sogenannte �Zipperleinkraut� als Tee gegen Rheuma, Gicht und Arthritis, es wirkt außerdem krampflösend, entgiftend und blutreinigend.
Probieren Sie es doch einmal aus und Sie werden den Giersch plötzlich mit etwas anderen Augen betrachten!

von Karin Fasching

 

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