Ist Bambus giftig?
Bambus ist in der Regel nicht giftig. Es gibt unheimlich viele Sorten, darunter sind aber nur wenige, die als Giftpflanzen eingestuft werden müssten. Was giftig ist, sind die rohen Bambussprossen. Sie enthalten cyanogene Glykoside. In einem Kilogramm ...Bambussprossen können bis zu 8 Gramm Blausäure freigesetzt werden. Das wichtigste Glykosid der Bambussprossen ist Dhurrin.
Glykoside sind Moleküle. Ein Molekülteil ist dabei mit einem oder mehreren Zuckermolekülen verbunden. Cyanogene Glycoside selbst sind nicht giftig. Erst durch die Spaltung des Moleküls wird Blausäure freigesetzt. Diese Blausäure ist giftig. Sie greift in den Stoffwechsel ein. Sie legt den Energiestoffwechsel nach kurzer Zeit lahm. Die Wirkung ist ähnlich wie bei Kohlenmonoxid.
Dhurrin wiederum ist ein cyanogenes Glycosid, was die Pflanzen bilden, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Bei einer Verletzung der Pflanze wird die Blausäure freigesetzt.
Bei Bambussprossen hilft, sie etwas zu kochen. 2 Minuten reichen im Allgemeinen, dann sind die Sprossen noch schön bissfest. Sprossen in Gläsern und Dosen, wie man sie überall zu kaufen bekommt, haben diese Prozedur schon hinter sich. Sie können ungekocht für Salate und ähnliches verwendet werden.
Wer ganz sicher gehen möchte, dass sein Bambus ...
keine giftigen oder reizauslösenden Stoffe enthält, sollte sich an einen Experten wenden. Wichtig ist, den exakten Namen der Pflanze zu kennen, denn es gibt so viele verschiedene Sorten.
Unsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!