Ist Kirschlorbeer giftig?
Diese Frage muss mit einem ja beantwortet werden. Zwar sind nicht alle Teile des Kirschlorbeers gleich giftig, aber wer auf Nummer sicher gehen möchte, lässt die Finger generell davon.
Am ... giftigsten sind die Blätter und die Samen der Pflanze. Die Früchte, zumindest das Fruchtfleisch dieser sind dagegen nicht giftig. Aus den Früchten wird sogar Marmelade hergestellt.
Vergiftungen durch die Samen des Kirschlorbeer sind selten, denn sie müssen zerkleinert werden. Dabei tritt dann auch der typische Bittermandelgeruch auf. Bei Kirschlorbeersamen ist die enthaltene Giftmenge aber geringer als bei Aprikosen, Pfirsichen, bitteren Mandeln oder Pflaumen. Man muss also vor allem bei Kinder aufpassen, dass sie die Früchte nicht in den Mund nehmen und den Kern zerbeißen.
Auch die Blätter müssen gut gekaut werden, um die Blausäure freizusetzen. Bei Kindern liegt die tödliche Dosis bei nur 10 Beeren (zerkauten und geschluckten Kernen). Da die Beeren nicht schmecken, essen Kinder kaum mehr als ein oder zwei Stück.
Nach dem Verzehr mehrere Beeren oder Blätter kommt es zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Gelegentlich tritt Gesichtsröte auf. In seltenen Fällen kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, verminderter Atmung und ...
Bewusstlosigkeit.
Tiere wie Pferde, Kühe und Schafe sind sehr gefährdet, wenn sie die Blätter des Kirschlorbeers fressen. Schon ein Kilogramm Blätter genügt, um ein Pferd zu töten. Auch Haustiere wie Hunde oder Katzen, selbst Vögel sind gefährdet.
Das Öl des Kirschlorbeers wird eingesetzt, um Krämpfe zu lösen. Auch wird es bei Asthma und Keuchhusten verwendet. Die Homöopathie nutzt die Pflanze bei Herzschwäche, Husten und Heiserkeit.
Selbsthilfe sollte man unterlassen. Der Notarzt ist hier die bessere Wahl, sollte es zu starken Symptomen kommen. Wichtig ist, dass der Mund frei von Pflanzenteilen ist. Auch sollte das Kind ausreichend trinken, am besten lauwarmes Wasser. Auf gar keinem Fall gibt man Milch. Diese fördert die Aufnahme fettlöslicher Gifte. Auch Salzwasser darf nicht verabreicht werden, bei Kindern ist das zu gefährlich. Stabile Seitenlage ist wichtig, so kann das Erbrochene abfließen.
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