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Viele Pflanzen benötigen Stützhilfen, die von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich sind. Hierzu gehören vor allem Pflanzen mit schwachen Stängeln, aber auch hohe Stauden, die Wind ausgesetzt werden.
Um künstliche Stützhilfen zu vermeiden, sollte man sich schon bei der Planung Gedanken machen, wo welche Pflanze gepflanzt wird. Denn vielfach erübrigt sich ein künstliches Abstützen der Pflanze, da sie sich untereinander stützen oder durch hohe Pflanzen in direkter Nachbarschaft, dem Wind nicht ausgeliefert sind.
Sollte man auf die künstlichen Stützhilfen nicht verzichten können, so empfiehlt es sich,
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diese so früh wie möglich aufzustellen und nicht erst zu warten, bis diese eventuell auseinander fallen. Die Stäbe sollten eine Länge von etwa zweidrittel der Größe der ausgewachsenen Pflanze haben und in der Nähe der Stängelbasis in die Erde gesteckt werden. Natürlicher und schöner wirkt es, wenn man Stützhilfen aus natürlichen Materialien verwendet, wie beispielsweise Reisig oder Bambusstäbe.
Mehrtriebige Horste, wie beispielsweise die Pfingstrose stützt man am besten an Holzpfählen. Mit Hilfe einer kräftigen Schnur verhindert man ein Auseinanderfallen der Triebe und das nach unten Hängen der Blütenkopfe, die sehr schwer sind. Ein Bambusstab kann den Stielen von Zierlauch, den einzelnen Stängeln von diversen Hochbäumchen oder einzelnen Ritterspornrispen den nötigen Halt geben. Dabei sollte man darauf achten, den Bambusstab möglichst nah an der Pflanze in die Erde zu stecken und diese öfter an dem Stab befestigen. Der Durchmesser des Bambusstabs sollte den des Stamms der Pflanze nicht überschreiten.
Kletterpflanzen suchen sich selbst ihren Halt, aber zudem sollte man sie zwischendurch an der Kletterhilfe befestigen. Zum Befestigen der Pflanzen an der Stützhilfe sollte man Material verwenden, welches nicht einschneiden kann. Sisalkordeln (Paketschnur) bietet sich zum Beispiel an. Zunächst sollte man das eine Ende der Schnur mit einem Knoten an der Stütze befestigen, anschließend das andere Ende an die Pflanze binden. Es empfiehlt sich, je nach Höhe der Pflanze, diese mehrmals zu befestigen.
Aber auch Obstbäume brauchen unter gewissen Umständen eine Stütze, wenn ihre Zweige und Äste mit Früchten voll sind und die Eigenlast nicht mehr getragen werden kann. Am besten stützt man die entsprechenden Äste von unten mit Stützen ab. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Äste locker auf der Stütze aufliegen und die Gefahr von Bildung einzelner Scheuerstellen nicht gegeben ist.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch zu einzelnen Unfällen kommen. Abgeknickte Blüten und Triebe sollten abgeschnitten werden, in der Vase bieten sie noch einige Tage einen erfreulichen Anblick. Kleine Äste und Stämmchen, die abgeknickt sind, jedoch nicht ganz durchgebrochen sind, können verarztet werden. Dazu sollte man die Bruchstelle zusammenführen und mit einem Heftpflaster fest verbinden, so kann diese wieder verheilen. Zudem sollte man dafür sorgen, dass auf den verletzten Ästen oder Stämmchen möglichst keine Last mehr liegt, indem man sie entsprechend anbindet.
von Annett Biermann
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