Sind Orchideen giftig?

Sind Orchideen giftig? OrchideeDie meisten Orchideen sind ungiftig, es gibt aber auch Arten, die in einigen Teilen giftig sein können. Die bei uns im Handel angebotenen Pflanzen sind in der Regel alle als ungefährlich einzustufen. Sammler und Liebhaber dieser schönen Zimmerpflanzen kennen und haben vielleicht auch einige Exemplare, die nicht ganz ungefährlich sind. Diese bekommt man aber nicht im Bau- oder Pflanzenmarkt, da muss man schon gezielt suchen.

Eine der etwas häufigeren Arten ist die Orchidee mit Namen Oncidium cebolleta. In ihr konnten Alkaloide nachgewiesen

werden, die halluzinogen wirken können. Sicher sind noch nicht alle der zahlreichen Orchideenarten untersucht. Man kann aber davon ausgehen, dass bei uns normal erhältliche Zimmerorchideen nicht giftig sind, auch wenn man sie nicht essen darf, wie meist auf den Pflanzensteckern extra erwähnt wird.

Für Katzen sollen Orchideen dagegen nicht gesund sein. Zwar ist es nicht erwiesen, aber viele Katzenbesitzer haben schon die Erfahrung gemacht, dass nach dem Naschen an einer Orchidee ihre Katze erbrechen musste und es ihr nicht wirklich gut ging. Nicht jede Katze reagiert aber so, denn es gibt ebenso viele Fälle, bei denen keinerlei Vergiftungserscheinungen aufgetreten sind.

Wer ganz sicher gehen möchte, kann einen der zahlreichen Orchideenzüchter aufsuchen. Die kennen sich meist hervorragend aus und können einem ganz sicher viele ungiftige Sorten empfehlen.

Einige Orchideen enthalten in ihren Bulben oder Knollen sogar Substanzen, die für medizinische Zwecke genutzt werden.

Arten von Orchideen

Orchidee im TopfDie weit verbreitete Pflanzenfamilie der Orchideen besteht aus circa 1.000 Gattungen und ungefähr 15.000 bis 30.000 verschiedenen Arten. Ihren Namen haben sie aufgrund der hodenförmigen Wurzelknollen der Knabenkräuter. Zudem ist die Familie der Orchideen die zweitgrößte Familie der bedecktsamigen Blütenpflanzen. 2005 hielt Rafael Govaerts 25.158 Arten in 859 Gattungen fest. Die artenreichsten Gattungen sind
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  • Bulbophyllum (1.800 Arten)
  • Pleurothallis (1.250 Arten)
  • Dendrobium (1.200 Arten)
  • Epidendrum (1.120 Arten)
  • Lepanthes (970 Arten)
  • Habenaria (845) Arten
Diese kommen vorwiegend in tropischen Regionen vor. In den klimatisch gemäßigten Gebieten sind unter anderem folgende Gattungen vorrangig:
  • Frauenschuhe
  • Händelwurzen
  • Dingel
  • Hohlzungen
  • Hundswurzen
  • Knabenkräuter
  • Kohlröschen
Ideale Standorte für Orchideen

Die Königin der Blumen erfreut sich großer Beliebtheit und wird gerne zur Dekoration der Wohnung oder des Hauses verwendet. Doch nicht immer wird der für die Pflanze ideale Standort gewählt. Orchideen benötigen Licht um wachsen zu können. Aus diesem Grund siedeln sich in der Natur wachsende Orchideen meist auf Bäumen an, da am Boden häufig Lichtmangel herrscht. Im Haus oder in der Wohnung können sie ohne Probleme auf der Fensterbank stehen. Dabei sollten Fensterbänke auf der Ost- oder Westseite gewählt werden, da sie dort nicht der zu warmen Mittagssonne ausgesetzt sind. Diese ist zu meiden. Ist ein Standort auf der Südseite nicht zu vermeiden sollte für eine ausreichende Befeuchtung gesorgt werden. Die Blätter können dabei regelmäßig besprüht werden, um sie so vor Überhitzung zu schützen. Im Garten oder auf der Terrasse kann die Orchidee im Schatten eines Baumes oder Strauches gepflanzt werden. Auf der einen Seite erhält sie so noch genügend Licht und ist auf der anderen Seite gegen Witterungseinflüssen wie Wind und Regen geschützt.

Orchideen richtig gießen

Beim Gießen sollte der Grundsatz "Weniger ist mehr" befolgt werden. Das

heißt, Orchideen benötigen grundsätzlich wenig Wasser und sollten nicht übergossen werden. In der freien Natur nutzen Orchideen Regenwasser und beziehen daraus die für sie wichtigen Nährstoffe. Werden sie beispielsweise in der Wohnung gehalten, können sie ebenfalls mit Regenwasser gegossen werden. Jedoch sollte es sauber sein. Im Gegensatz dazu sollte kalkhaltiges Wasser zum Gießen vermieden werden. Denn Orchideen mögen keinen Kalk. Verwenden Sie gefiltertes Wasser.

Korrekten Zuschneiden der Orchideen

Schneiden Sie lediglich Pflanzenteile ab, die bereits abgestorben sind. Tote Blätter, beispielsweise, sind gelblich gefärbt und trocken. Verwenden Sie zum schneiden ein Messer und keine Schere. Eine Schere führt nicht zu einer sauberen Schnittstelle und kann der Pflanze Quetschungen zufügen.

Umtopfen und Düngen

Die Orchidee sollten Sie sparsam düngen. Verwenden Sie dafür aber keinen Universaldünger, sondern greifen Sie im besten Fall zu Orchideendünger . Dieser enthält für die Pflanze wichtige Spurenelemente und Salze. Beachten Sie hier auch die Ruhezeiten der Pflanze. Düngen Sie nur dann, wenn sie neue Triebe setzt.

Wie beim Düngen müssen auch beim Umtopfen kleinere Regeln beachtet werden. Beginnen Sie damit erst im Frühjahr und warten Sie bis die neuen Triebe der Orchidee einige Zentimeter lang sind. Denn dann wachsen schneller neue Wurzeln. Topfen Sie ihre Pflanze nicht zu häufig um, empfehlenswert sind alle 2 Jahre. Nach dem Umtopfen benötigt die Pflanze Ruhe. Verzichten Sie hier ein paar Tage auf das Gießen. Die Blätter können aber mit ein wenig Wasser besprüht werden.