Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Hunde und Katzen?

HundDie Frage nach dem Giftgehalt in Pflanzen ist durchaus legitim. Mutter Natur hat eine Fülle an Gewächsen hervorgebracht, in denen sich Stoffe befinden mit einer gesundheitsschädlichen Wirkung auf den Organismus. Das Teuflische daran ist, dass einige Pflanzen für Menschen unbedenklich sind, während sie für Tiere gefährliche Auswirkungen auf Leib und Leben haben. Verantwortungsbewusste Tierbesitzer fragen sich folglich zu Recht: Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Hunde und Katzen? Die folgende Aufstellung bedenklicher Arten und Sorten gibt näheren Aufschluss.

Giftig für Hunde

und Katzen


Der ausgeklügelte Ernährungsplan für den heißgeliebten Hund und die vergötterte Katze läuft ins Leere, wenn sie sich an einer Zimmerpflanze den Magen verderben, weil daran herumgeknabbert wurde. Schenken Sie daher der folgenden Liste Ihre Aufmerksamkeit, die in alphabetischer Reihenfolge bedenkliche Arten und Sorten aufführt:

Alpenveilchen (Cyclamen persicum)
Die überaus populären Topfpflanzen blühen auf der Fensterbank von August bis April in Weiß, Rosa und Rot. Die Knollen bergen indes den Giftstoff Cyclamin. Schon 0,2 Gramm genügen, um erste Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Die Aufnahme von 8 Gramm und mehr gilt als tödliche Dosis.

Amaryllis (Hippeastrum spec.)
Die auch als Ritterstern bekannte Zimmerpflanze enthält sowohl in der Zwiebel als auch in den anderen Pflanzenteilen das Alkaloid Lycorin, das als stark giftig einzustufen ist. Bereits ein simpler Hautkontakt kann schlimme Reizungen auslösen. Der Verzehr einer Blumenzwiebel - selbst in kleinen Mengen - ist lebensbedrohlich für Hund und Katze.

Azalee (Rhododendron simsii)
rhododendronAuf einer kreativ angeordneten Blumenbank darf die Azalee nicht fehlen. Aufgrund des Gehaltes an Acetylandromedol, droht Hund und Katze hingegen eine Vergiftung, wenn sie Pflanzenteile verspeisen. Übelkeit, Erbrechen bis hin zu verlangsamter Herztätigkeit sind die Folgen.

Birkenfeige (Ficus)
Während der weiße Milchsaft einer Birkenfeige für Menschen weitgehend unproblematisch ist, erleidet Ihr vierbeiniger Hausgenosse typische Vergiftungserscheinungen nach einer Aufnahme von Gummibaum-Blättern. Handelt es sich um eine größere Menge, kommen Lähmungserscheinungen hinzu.

Bogenhanf (Sansevieria trifasciata)
Auf der heimischen Fensterbank erlebt Bogenhanf als immergrüne Blattschmuckpflanze ein viel beachtetes Come-back. Sehr zum Leidwesen von Hund und Katze, denn die enthaltenen Saponine wirken schon in kleinen Mengen toxisch.

Christusdorn (Euphorbia milii)
Das populäre Wolfsmilchgewächs sorgt von November bis April für bunte Blütenfülle auf der heimischen Fensterbank. Wie gut, dass der Strauch scharfe Dornen trägt, um auf diese Weise neugierige Hunde und Katzen fernzuhalten. Bei Verzehr verursacht der giftige Milchsaft schlimme Kopfschmerzen und taumelnde Benommenheit. Im weiteren Verlauf kommt es zum Schock und einer schwerwiegenden Nierenschädigung.

Dieffenbachie (Dieffenbachia seguine)
Mit prächtigem Blätterschmuck und mächtigem Habitus zieht diese Zimmerpflanze alle Blicke auf sich. Leider fühlen sich auch Haustiere angezogen von der tropischen Pflanze. Das Aronstabgewächs verfügt indes über Schießzellen, aus denen starke Giftstoffe herausschießen. Für Hund und Katze bedeutet dies, schmerzhafte Verätzungen an den Augen mit darauf folgenden Entzündungen. Knabbert das Tier an den Blättern, erleidet es schlimmste Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen bis hin zum Tod.

Katze an GrünlilieTipp: Wenn Sie die Blätter einer Dieffenbachie reinigen, genügen Handschuhe
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alleine nicht als Schutz. Erst eine adäquate Brille verhindert, dass das Gift aus den Schießzellen bis an Ihre Augen gelangt.

Drachenbaum (Dracaena drago)
Eine hervorragende Zimmerpflanze für Anfänger, denn der Drachenbaum erweist sich als erfreulich pflegeleicht und genügsam. Für Hunde und Katzen sollte das dekorative Ziergewächs unerreichbar sein, da die in den Blättern enthaltenen Saponine giftig sind.

Efeutute (Scindapsus)
Mit ihren langen Ranken klettert die Efeutute an Spalieren und anderen Kletterhilfen empor, um ihr formschönes, apart gezeichnetes Laub zu präsentieren. Da sie zu den Aronstabgewächsen zählt, ist eine Kultivierung im Haushalt mit Hund und Katze problematisch. Bei Hautkontakt sind Entzündungen die Folge. Gelangen Blätter in den Magen, kommt es zu Übelkeit und Erbrechen.

Einblatt (Spathiphyllum floribundum)
Mit ihrem großen, leuchtend weißen Hüllblatt und dem auffälligen Kolben, rangiert das Einblatt ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Hellhörig macht indes die Tatsache, dass diese Zimmerpflanze den Aronstabgewächsen zugerechnet wird. Haustieren sollte der Zugang zu diesen Giftpflanzen verschlossen sein.

Fensterblatt (Monstera)
Eingewandert aus Mexiko, ziert das Fensterblatt mit prachtvollen, teils gefiederten Blättern halbschattige und schattige Zimmerecken. Die tropische Schönheit darf nicht über die unangenehme Eigenschaft hinwegtäuschen, mit Gift um sich zu schießen. Wollen Sie Ihre Vierbeiner behüten, sollten sie vor einem Kontakt mit dem Fensterblatt bewahrt werden.

Tipp: Eine nicht minder prachtvolle, jedoch weitgehend unbedenkliche Alternative zum giftigen Fensterblatt ist der klassische Philodendron.

Flamingoblume (Anthurium)
Als Klassiker unter den Zimmerpflanzen ist die Anthurie leider durchsetzt mit dem Scharfstoff Aroin, der auf Hunde und Katzen giftig wirkt. Bereits äußerlicher Kontakt verursacht Schwellungen und Entzündungen. Kommt es zum Verzehr, sind vermehrter Speichelfluss, Schluckbeschwerden und Erbrechen die Folge.

Goldtrompete (Allamanda cathartica)
Die tropische Zimmerpflanze mit den goldenen Trichterblüten gibt bislang noch Rätsel auf, welcher Giftstoff den Tieren Schmerzen und Unbehagen bereitet. Tatsache ist, dass es durch Berührung oder Aufnahme zu Vergiftungserscheinungen kommt.

Kaladie (Caladium bicolor)
Die augenfällig gezeichneten Blätter täuschen über den giftigen, farblosen Pflanzensaft hinweg, der durch die Adern einer Kaladie fließt. Gelangt der scharfe Stoff in den Tiermagen, sind Darmentzündungen die Folge, begleitet von Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Die als Buntwurz bekannte Zimmerpflanze sollte daher für Hund und Katze unerreichbar sein.

Kolbenfaden (Aglaonema commutatum)
Sie sind zahlreich vertreten unter den beliebtesten Zimmer, die Aronstabgewächse. Der opulente Kobenfaden fällt leider ebenfalls unter diese Kategorie. Wie alle Gewächse dieser Pflanzenfamilie, ist die tropische Schönheit in allen Teilen giftig. Das gilt für alle Haustiere, insbesondere Hund und Katze.

Kroton (Codiaeum variegatum)
Als Zimmerpflanze setzt sich ein Kroton eindrucksvoll in Szene mit farbenprächtig gezeichneten Blättern. Der farblose Pflanzensaft fiele gar nicht auf, wäre er nicht hoch toxisch. Die Symptome einer Vergiftung von Haustieren erstrecken sich von gereizten Schleimhäuten im Maul über Erbrechen bis hin zu blutigem Durchfall.

Palmlilie (Yucca elephantipes)
Die Yucca-Palme ist der typische Vertreter für eine Zimmerpflanze, die ungefährlich für Menschen und giftig für Hunde oder Katzen ist. Verursacht wird die Toxizität durch Saponine im Pflanzensaft, die bei den Tieren nach einem Verzehr erhebliche Beschwerden hervorrufen.

Prachtlilie (Gloriosa superba)
LilieDie tropische Kletterpflanze macht ihrem Namen alle Ehre, insbesondere während der sommerlichen Blütezeit. Fatalerweise macht sich in den Pflanzenbahnen das gleiche Gift breit, das in einer Herbstzeitlosen sein Unwesen treibt. Vertilgt Ihr vierbeinigen Hausgenosse nur eine kleine Menge, sind die Folgen dramatisch. Es beginnt mit Schluckbeschwerden, geht über in Magen- und Darmkrämpfe, gefolgt von übelsten Koliken bis hin zum Kreislaufkollaps und Atemlähmung. Die Kultivierung einer Prachtlilie in der Nähe von Haustieren will daher gut überlegt sein. Familien mit Kindern sollten grundsätzlich Abstand davon nehmen.

Schiefblatt (Begonia)
Erfreulicherweise sind nicht alle Begonien giftig. Sofern Sie sich an dem farbenfrohen Blütenflor im Zimmer erfreuen möchten, meiden Sie einfach Begonia gracilis und Begonia rex, denn diese Sorten enthalten schädliche Calciumoxalate und Oxalsäure. Da immer wieder neue Züchtungen auf den Markt kommen, fragen umsichtige Haustierbesitzer beim Kauf vorsichtshalber nach.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)
Ihre Blüte kündet vom bevorstehenden Weihnachtsfest. Auf der winterlichen Fensterbank ist der Weihnachtsstern als Zimmerpflanze unverzichtbarer Teil der Standardausstattung. Während der Milchsaft von Zuchtformen für Menschen unbedenklich ist, erweist er sich für Hunde und Katzen als tückisch. Kauen Ihre vierbeinigen Hausgenossen auf den Blättern herum, folgt die Strafe auf dem Fuße in Form von Vergiftungserscheinungen in jeglicher Form bis hin zum Tod.

Wüstenrose (Adenium obesum)
Wohlweislich ordneten die Botaniker diese Zimmerpflanze sogleich den Hundsgiftgewächsen zu. Tatsächlich ist die Wüstenrose ähnlich virulent, wie Roter Fingerhut im Garten. In der näheren Umgebung von Kindern und Haustieren, sind folglich strenge Sicherheitsvorkehrungen angeraten.

Fazit

Schlägt das Gärtnerherz sowohl für dekorative Zierpflanzen als auch für Hund und Katze, wird jede Zimmerpflanze auf ihren Giftgehalt hinterfragt. Etliche Arten und Sorten sind fatalerweise für Menschen unbedenklich, während sie für Haustiere eine gesundheitsschädliche bis tödliche Gefahr darstellen. Bei anderen Ziergewächsen gelangt deren toxische Wirkung auf die eigene Gesundheit erst ins Bewusstsein, weil sie auch für das geliebte Haustier giftig sind. Es lohnt sich demzufolge aus mehrfacher Sicht, einen Blick auf diese Auflistung giftiger Zimmerpflanzen für Hunde und Katzen zu werfen.