Staudensellerie - Anbau, Rezepte, Zubereitung


gemuesegarten2_flDer Staudensellerie ist ein direkter Verwandter des wilden Selleries, der ursprünglich aus dem Mittelmeerraum kommt. Wie alle Selleriearten ist der Staudensellerie sehr würzig und findet eine vielfältige Verwendung in der deutschen Küche.

Durch sein Aroma wird er sehr häufig als Würzbasis genutzt. Das ist etwa bei Salaten und Brühen der Fall.

Der Staudensellerie hat im Gegensatz zu dem sehr bekannten Knollensellerie nur eine gering ausgeprägte Wurzel. Bei ihm werden die fleischigen Stiele und Blätter in der Küche verwendet. Staudensellerie kann grün, aber

auch weiß oder zartgelb sein.

Das richtet sich nach der Art des Anbaus. Um eine Grünfärbung zu verhindern, wurde früher zum Beispiel Erde angehäuft oder der Sellerie mit Papier umwickelt. Bei den modernen Sorten handelt es sich allerdings um spezielle Züchtungen, die die verschiedenen Farben hervorbringen.

Trotz der vielen Farben haben diese keinerlei Einfluss auf den Geschmack des Staudenselleries. Er schmeckt immer gleich, eben würzig, aber nicht so intensiv wie Knollensellerie.

Der Staudensellerie in der Küche – was kann mit ihm gemacht werden?

Ganz bekannt ist die Verwendung von Staudensellerie als Rohkost zum Dippen. Dazu werden vom Staudensellerie lediglich die Stiele genommen, gewaschen und auf einem Teller oder einem Glas zu einem schmackhaften Dip gereicht.

Übrigens eine tolle Empfehlung zum Naschen abends vor dem Fernseher. Sehr gesund und kalorienarm. Roh kann man den Staudensellerie ebenfalls in Salate einbringen. Weiterhin roh gibt es den Staudensellerie traditionell zum Cocktail Bloody Mary.

Selbstverständlich ist der Staudensellerie nicht nur zum Rohverzehr geeignet. Er lässt sich weiterhin prima dünsten oder braten. Dann passt er gut zu Fisch und Geflügel. Oder man überbackt ihn mit Käse und isst ihn als fleischfreies Hauptgericht.

Der Staudensellerie ist wohl eines der vielseitigsten Gemüse in der deutschen Küche überhaupt. Auch Obst kann ideal mit Staudensellerie gemischt werden. Und als Einlage in der Bowle eignet er sich ebenfalls.

Schnell und einfach lässt sich eine leckere Suppe aus Staudensellerie zaubern. Man benötigt lediglich 500 Gramm Staudensellerie, 200 Gramm Kräuterfrischkäse, 600 Milliliter Gemüsebrühe und 60 Gramm Butter. Der Staudensellerie wird gewaschen und geputzt, die Blätter werden für später zur Seite gelegt.

Anschließend wird der Sellerie in Scheiben geschnitten und mit der Butter – alternativ geht auch Margarine – etwa 10 Minuten gedünstet. Danach wird ca. ein Viertel des Staudenselleries herausgenommen. Der im Topf verbliebene Rest wird mit der Hälfte der Brühe aufgegossen.gemuesegarten6_fl
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Das Ganze wird püriert und danach wiederum mit der restlichen Brühe aufgegossen. Außerdem wird der Frischkäse dazugegeben. Alles unter Rühren aufkochen, mit Pfeffer und Salz abschmecken, mit den restlichen Selleriescheiben und dem zurückgelegten Grün anrichten und servieren.

Sehr schmackhaft ist weiterhin ein Püree aus Staudensellerie. Seine Zubereitung bedarf ebenfalls keines großen Aufwandes. Man braucht etwa 500 Gramm mehlig kochende Kartoffeln, 2 Stangen Staudensellerie, Creme fraiche, Salz, Pfeffer und Olivenöl. Die Kartoffeln werden gar gekocht, der Staudensellerie wird in kleine Würfel geschnitten.

Sind die Kartoffeln gar, werden sie geschält und zu Püree verarbeitet. Da hinein kommt der gewürfelte Staudensellerie, welcher mit einem Esslöffel Creme fraiche und einem Esslöffel Olivenöl untergemischt wird. Viele

weitere leckere Gerichte mit Staudensellerie kann man beispielsweise im Internet nachlesen.

Staudensellerie selber anbauen – so gelingt´s?

Staudensellerie schmeckt aus dem eigenen Garten am besten. Das ist klar. Zum Glück kann man ihn auch selber anbauen. Staudensellerie ist als Samen oder als Jungpflanze im Handel erhältlich. Entscheidet man sich für Samen, sät man diesen gemäß Packungsanweisung aus. Zweckmäßigerweise erfolgt die Anzucht der Pflänzchen in Töpfen.

Allgemein ist Sellerie sehr frostempfindlich und kann daher erst nach den Eisheiligen ins Freie gesetzt werden. Gemäß seiner Herkunft mag es der Staudensellerie sonnig. Der Boden sollte alkalisch und feucht sein. Während des gesamten Wachstums muss der Boden feucht gehalten werden. Geerntet wird von Juli bis Oktober.

Staudensellerie benötigt einen humusreichen, tiefgründig gelockerten und kalkhaltigen Boden. Die Aussaat erfolgt Ende März/Anfang April. Man sät ins Frühbeet oder in Töpfe. Günstig ist die warme Anzucht unter Glas. Die Samen lässt man über Nacht in Wasser vorquellen, damit sie besser keimen. Wenn man die Jungpflanzen einmal pikiert, werden sie kräftiger. Da die Setzlinge sehr frostempfindlich sind, setzt man sie erst Ende Mai ins Beet. Der Pflanzabstand sollte 30 cm betragen, der Reihenabstand 30 bis 40 cm. Da Schnecken die Pflanzen lieben, sollte man rechtzeitig Abwehrmaßnahmen einleiten.

Wenn es sich um nichtbleichenden Stangensellerie handelt, setzt man die Jungpflanzen in bis zu 25 cm tiefe Furchen. Diese Furchen werden zum Bleichen mit zunehmendem Wachstum der Pflanzen mit Erde aufgefüllt. Selbstbleichende Sorten pflanzt man dicht nebeneinander, um die Blattstiele vor zu viel Sonne zu schützen. Wenn sich das Blattinnere verfärbt, liegt das oft an zu viel Dünger. Der Boden sollte stets gut aufgelockert werden. Unkraut ist regelmäßig zu entfernen.  Bei Bedarf muss gegossen werden. Gedüngt wird mit Kompost. Ab und zu fällt eine mäßige Zusatzdüngung an.

Geerntet wird von September bis Oktober, auf jeden Fall vor den ersten Nachtfrösten. Die Ernte sollte nicht hinausgezogen werden, sonst werden die Stiele hart. Um die Stangen aufzubewahren, wickelt man sie einzeln in Zeitungspapier und stellt sie kühl. Klein geschnitten kann man den Sellerie auch einfrieren.

Die langen Stiele des Stangenselleries können roh oder gedünstet gegessen werden. Roh kommt Staudensellerie meist in Salate, Gedünstet ist er eine gute Gemüsebeilage. Die Blätter verwendet man als Würzmittel in Suppen, Soßen und Eintöpfen. Auf entsprechenden Rezeptseiten im Internet findet man viele Rezepte, für welche Staudensellerie verwendet wird. Auch in Kochbüchern und -zeitschriften hat man eine gute Auswahl.