Was ist eine Mischkultur? - Beispiele


Unter Mischkultur ist der Anbau von verschiedenen Pflanzenarten zu verstehen. Die Mischkultur dient dem optimalen Ausnutzen der vorhandenen Nährstoffe im Boden. Außerdem werden durch den Anbau der unterschiedlichen Pflanzen weiterhin Schädlinge ferngehalten und die Anfälligkeit gegen Pflanzenkrankheiten reduziert.

Durch eine ideale Auswahl der Pflanzen wird das Wachstum einer jeden einzelnen gefördert. Die Pflanzen bilden sozusagen eine Hilfsgemeinschaft.

Bei der Mischkultur werden die Pflanzen in einem Beet vermischt. Praktisch heißt das, dass beispielsweise zwischen die Tomatensträucher Basilikum gesät werden

kann oder Buschbohnen mit Bohnenkraut, Dill oder Borretsch kombiniert werden.  

Bei einer Mischkultur ist zu beachten, dass die Pflanzen zueinander passen. Oben wurden bereits einige Beispiele genannt.
Wichtig ist ebenso, dass nicht zwei Jahre hintereinander die gleichen Kulturen angelegt werden. Als Faustregel gilt hier, dass nicht Vertreter aus der gleichen Pflanzenfamilie hintereinander gepflanzt werden.

Oft verwendete Begriffe im Bereich der Mischkultur sind Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer. Diese beschreiben die Aufnahme der Nährstoffe aus dem Boden. Der Rhythmus, wie die Mitglieder der einzelnen Gruppen angebaut werden sollen, ist jährlich und sollte in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen.

Wenn in einem Jahr eine Düngung mit Kompost und Dünger erfolgte, so werden im darauf folgenden Jahr Starkzehrer, danach die Mittelzehrer und im letzten Jahr Schwachzehrer angebaut. Dann beginnt der gleiche Zyklus von vorn. Diese Vorgehensweise ist gut verständlich und zu merken, da im Jahr nach der Düngung im Boden die größte Konzentration an Nährstoffen enthalten ist.

Zu den Schwachzehrern gehören vorwiegend Kräuter, Mittelzehrer sind Salt, Paprika, Bohnen und andere und zu den Starkzehrern zählt man Erdbeeren, Tomaten, Kartoffeln und weitere. Eine Kombination von Starkzehrern mit Mittelzehrern oder Schwachzehrern in einem Jahr ist möglich und oft auch sinnvoll, da sich, wie eingangs erwähnt, die Pflanzen untereinander helfen.

Ein Beispiel: Beim Anbau von Beerenobst kann als Beipflanze die Brennnessel gepflanzt oder, wenn bereits vorhanden, stehen gelassen werden. Diese hilft gegen Blattläuse und fördert die Gesunderhaltung der Pflanzen.

Außerdem kann man sich an den unterschiedlichen Erntezeiten der verschiedenen Pflanzen orientieren und sich bei der Auswahl derselben danach richten. Radieschen passen beispielsweise gut zu Erdbeeren, ebenso Kohlrabi und Rhabarber. Die Pflanzen können also nacheinander in einem Jahr gepflanzt werden. So wird eine optimale Ausnutzung des Beetes während des Jahres erreicht.