Was ist eine Monokultur? - Definition und Beispiele

salat3_flDer Begriff Monokultur kommt vorwiegend im landwirtschaftlichen Bereich vor. Hierbei wird damit der Anbau von nur einer Pflanzenart oder die Konzentration lediglich auf Pflanzen- bzw. Tierhaltung bezeichnet.

Allerdings kann der Begriff Monokultur auch dann noch angewendet werden, wenn sich ein landwirtschaftlicher Betrieb auf einige wenige Pflanzenarten spezialisiert hat.

Im forstwirtschaftlichen Bereich wird als Monokultur ein Wald bezeichnet, der beispielsweise nur aus Fichten oder nur aus Birken angelegt wird. In den vergangenen Jahren hat sich der Begriff Monokultur gleichfalls auf

andere Bereiche ausgeweitet, so dass Städte, die nur einen oder sehr wenige Industriezweige beherbergen, damit bezeichnet werden usw. Insgesamt steht die Monokultur also für die Konzentration auf eine Pflanze, eine Tierart, eine Baumart oder einen Industriezweig. Dabei ließe sich das Ganze genauso auf viele andere Bereiche ausweiten.

Vorteile der Monokultur

Die Monokultur bietet in allen der oben genannten Bereiche einige Vorteile. So sind Unternehmen oder landwirtschaftliche Betriebe auf eine ganz bestimmte Pflanze, ein Tier usw. spezialisiert. Damit haben sich die Unternehmen ein Spezialwissen aufgebaut, das zu einem Wettbewerbsvorteil führen kann.

Außerdem können spezielle Maschinen, die die spezifischen Anforderungen für die Ernte jener Pflanze oder die Versorgung jener Tiere perfekt erfüllen, ideal eingesetzt werden. Durch das Fachwissen und die Maschinen werden die Erträge vielfach erhöht. Auch können die einmal gewählten Vertriebswege immer weiter ausgebaut werden, da das Unternehmen in seinem Bereich vielleicht führend ist. Somit sind Kosten und Nutzen in einem optimalen Verhältnis angesiedelt.

Nachteile der Monokultur

/>Ebenso viele Vorteile, wie die Monokultur mit sich bringt, kann sie natürlich auch Nachteile bergen. Im landwirtschaftlichen Bereich hieß es lange Zeit, dass Monokulturen mit nur einer Fruchtfolge dem Boden vermehrt Nährstoffe entziehen würden. Das stimmt so allerdings nicht. Denn jede Pflanze entzieht dem Boden wertvolle Nährstoffe, die von außen wieder zugeführt werden müssen.

Durch die einseitige und monotone Fruchtfolge können sich allerdings deutlich stärkere Wurzeln der einzelnen Pflanzen ausbilden. Hierbei spricht man auch von Pathogenen. Sie sorgen nicht selten für vermehrte Infektionen der Wurzeln, was den Pflanzen wiederum die Aufnahme von Nährstoffen erschwert.gemuesegarten3_fl

Ebenfalls hat sich in der Forstwirtschaft ein großer Nachteil der Monokulturen herausgestellt. So werden Wälder, die ausschließlich aus Fichten bestehen, besonders stark vom Borkenkäfer befallen. Zusätzlich ist die Gefahr von umstürzenden, abbrechenden Bäumen bei Stürmen deutlich höher, als es in einem Mischwald der Fall ist. Aus diesem Grund geht man insbesondere in der Forstwirtschaft weg von den Monokulturen, hin zu gemischten Wäldern.

Beispiele für Monokulturen

Monokulturen treten sehr häufig in der Landwirtschaft auf. Als bekanntestes Beispiel ist hierbei der Reisanbau in Asien zu nennen. Er erfolgt in Form des Nassreisanbaus, so dass die Reispflanzen immer wieder überflutet werden.

Auch die Fichtenwälder waren ein bekanntes Beispiel für die Monokultur. Damit sollte erreicht werden, dass die Papierindustrie und die holzverarbeitende Industrie besser mit dem Rohstoff Holz versorgt werden konnte.

Monokulturen treten aber gleichfalls in landwirtschaftlichen Betrieben auf, die sich auf den Anbau von Spargel oder Kartoffeln spezialisiert haben. Hierbei werden die Felder fast jedes Jahr aufs Neue mit den gleichen Pflanzen bestellt. Das

hat den Vorteil, dass man im Laufe der Jahre immer mehr Erfahrungswerte aufbauen kann, um die Ernte zu erhöhen.

Allerdings bildet sich auch der Nachteil der einseitigen Bodenbelastung heraus, wie oben beschrieben. Außerdem ist das biologische Gleichgewicht auf solchen Feldern langfristig gestört. Der Vorteil besteht wiederum darin, dass größere Maschinen angeschafft werden können, die die Ernte deutlich erleichtern.