Usambaraveilchen - Pflege, Vermehrung und Tipps

Usambaraveilchen - Pflege, Vermehrung und Tipps rosa UsambaraveilchenIn deutschen Wohnzimmern erfreuen sich Usambaraveilchen auch in der heutigen Zeit immer noch großer Beliebtheit. Seit Jahren zählen sie zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Deutschen. Viele der zahlreichen am Markt erhältlichen Sorten bestechen durch ihre farbenprächtigen lila-blauen Blüten und ihr satt grünes Blattwerk und verleihen damit jedem Raum ein ganz besonderes Flair.

Pflege von Usambaraveilchen

Doch nicht nur aufgrund ihrer Farbenpracht entscheiden sich viele Käufer für ein Usambaraveilchen. Das ganze Jahr hindurch blühend,

sind sie zudem sehr einfach zu pflegen wodurch auch Personen, die nicht über den berühmten „Grünen Daumen“ verfügen lange Freude an ihnen haben. Die meisten Veilchenarten sind mit einem Platz am hellen Fenster ohne direkte Sonneneinstrahlung bei Temperaturen von 18-24 Grad vollkommen zufrieden und müssen auch nicht übermäßig gegossen werden. Am besten eignet sich in diesem Kontext Regenwasser. Auch Kalk muss nicht extra zugefügt werden, da diese Pflanzenart in natürlicher Umgebung meist in Humus wurzelt.

Vermehrung

Kaum eine Pflanze wird wohl so leicht zu vermehren sein wie das Usambaraveilchen. Auch ungeübte „Züchter“ schaffen es bei einem Veilchen nach einiger Zeit tolle Kultivierungsergebnisse zu erzielen. Als Methode eignet sich die Vermehrung mittels Blattstecklingen.

Materialien
  • ein ausgewachsenes Usambaraveilchen
  • ein scharfes Messer / Schere
  • eine Vase/Glas Wasser
  • Erde/Substrat
  • Blumentopf
Wie die Methode „Vermehrung mittels Blattstecklingen“ bereits vermuten lässt, wird bei dieser Kultivierungsart ein Blatt des Veilchens abgeschnitten. Hierbei sollte darauf geachtet werden, einiges an Stängel unterhalb des Blattes zu
belassen. Dieser wird in einem weiteren Schritt in eine Vase oder ein Glas mit Wasser gestellt. In diesem Kontext ist es wichtig, dass nur der Stängel und nicht das Blatt selbst ins Wasser ragt; der Steckling könnte sonst verfaulen. Nach einigen Tagen bilden sich zarte Wurzeln. Dann ist es Zeit, die Pflanze in einen Blumentopf mit Blumenerde auf Torf- oder Kompostbasis zu setzen.

Vor allem bei Usambaraveilchen ist eine Vermehrung auch sinnvoll, wenn der Besitzer eigentlich keine weitere Pflanze möchte, da diese Pflanzenart nach einigen Jahren unansehnlich und dürr wird und nur mehr spärlich blüht. Durch erfolgreiche Kultivierung kann die Altpflanze nach einiger Zeit durch ein neu gezüchtetes Exemplar ausgetauscht werden und man kann sich einiges an Geld für eine neue Pflanze sparen.

Usambaraveilchen im TopfTipps für Usambaraveilchen

Die Veilchen gedeihen noch besser, wenn man neben einer feuchten Erde zudem für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt. Ein Untersetzer, der mit kleinen Steinchen gefüllt ist, leistet in diesem Kontext gute Dienste. Die Steinchen verhindern, dass der Boden des Topfes ins Wasser ragt und wirken somit einem Verfaulen der Wurzeln entgegen. Zudem sollte beachtet werden, dass Usambaraveilchen am besten in kleinen Töpfen gedeihen. Als Faustregel gilt: erst dann umtopfen wenn der gegenwärtige Topf vollkommen mit Wurzelwerk durchzogen ist.
Obwohl die Pflanzen kaum Ansprüche stellen, kann es zudem nicht schaden, das Veilchen im Frühjahr oder auch im Herbst zu düngen. Am besten eignet sich hierbei ein Volldünger, der allerdings mit Wasser verdünnt werden sollte.

Krankheiten

Trotz ihrer großen Robustheit können auch Usambaraveilchen unter Schädlingen oder Krankheiten leiden. Oftmals sind es so genannte Blattälchen,

die den Pflanzen schwer zu schaffen machen. Diese Ungezieferart ist dem Bereich der Fadenwürmer zuzuordnen und kann mit bloßem Auge erkannt werden. Daher ist es sinnvoll, das Veilchen neben Läusen auch auf diese Tiere zu untersuchen. Sollte eine Pflanze befallen sein, muss diese möglichst schnell isoliert und mit einem Sud aus Brennnesseln oder einer stark verdünnten Seifenlauge besprüht werden. Nach erfolgreicher Behandlung empfiehlt es sich, die Blätter noch gründlich abzuwaschen um eventuelle Schädlingsreste rückstandslos zu entfernen.

Oftmals ist zudem zu kaltes Gießwasser schuld, dass die satt grünen Blätter am Rand unansehnlich gelb werden oder weißliche Flecken bekommen. Auch zu starke Sonneneinstrahlung kann hierfür ein Faktor sein.