Alte Apfelsorten: Weißer Klarapfel, Danziger Kantapfel, Sternrenette & Blutapfel

apfelbaum flAlte Apfelsorten sind inzwischen wieder sehr beliebt, nachdem sie eine Zeit lang von neueren Züchtungen verdrängt wurden. Sie sind besonders für Menschen mit einer Apfelallergie interessant, weil sie in der Regel weniger Allergene enthalten und dadurch problemlos verzehrt werden können. Daneben gibt es aber auch viele Hobbygärtner, denen es am Herzen liegt, alte Apfelsorten für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.

Weißer Klarapfel

Der Weiße Klarapfel stammt ursprünglich aus Lettland und hat sich von dort über ganz Europa ausgebreitet.

Er hat viele Namen, die seine frühe Reifezeit zum Ausdruck bringen. Kornapfel, Ährenapfel oder Weizenapfel wird er genannt, weil er schon vor der Ernte des Getreides vom Baum fällt.
  • Die Namen Augustapfel, Johannisapfel, Jakobiapfel oder Sommerscheibe weisen ebenfalls auf den frühen Erntezeitpunkt hin. Oft sind die ersten Früchte schon am Namenstag des Heiligen Jakobus am 25. Juli reif.
Beim Weißen Klarapfel sind die Früchte kugelig und haben eine grünliche bis gelbe Farbe. Das Fruchtfleisch ist saftig, wird aber nach der Ernte schnell
trocken, deshalb eignet sich diese Apfelsorte nicht zum Einlagern. Neben dem Rohverzehr wird aus diesen Äpfeln gern Apfelmus oder ein Apfelkuchen hergestellt.

Danziger Kantapfel

Der Danziger Kantapfel gehört zu den sehr alten Apfelsorten, er wird schon seit mindestens 1758 hauptsächlich in Deutschland und den Niederlanden unter verschiedenen Namen kultiviert. Bei ihm handelt es sich um einen Herbstapfel, der ab Ende September geerntet und dann bis zum Ende des Winters gelagert werden kann. Er ist rundum rot und hat eine glänzende Schale. Wegen seiner auffällig roten Farbe wird diese Apfelsorte regional auch Himbeer-, Erdbeer- oder Blutapfel genannt.

Sternrenette

Etwa genau so alt wie der Danziger Kantapfel ist auch die Sternrenette oder Kanadarenette, die zu den Winteräpfeln gehört. Diese Äpfel sind meist etwas unregelmäßig geformt und haben oft braune Stellen auf ihrer rauen Schale. Optisch sind sie nicht ganz so schön, ihr Fruchtfleisch ist jedoch sehr aromatisch und wird daher auch gern in der Küche verwendet. Sternrenetten können ab Oktober geerntet werden und sollten dann noch einige Wochen nachreifen. Sie lassen sich unter guten Bedingungen bis zum Beginn des nächsten Sommers lagern, können mit der Zeit jedoch etwas mürbe werden. Eine ganz eigene Sorte dieser Apfelbäume ist die Rote Sternrenette, die, wie ihr Name schon sagt, eine rote Schale hat. Sie war schon früher beliebt und findet sich auch heute noch in vielen privaten Obstgärten. Von diesem Baum kann schon etwas zeitiger, nämlich Anfang September geerntet werden.