Kakibaum - Pflege, Schneiden, Überwintern

kaki_flKakifrüchte kennen wir aus dem Supermarkt. Das sind die recht großen, orangefarbenen, an Tomaten erinnernden Früchte, die sehr süß schmecken und leider meist teuer sind.

Der Kakibaum (Diospyros kaki) gehört zu den Ebenholzbäumen. Er stammt ursprünglich aus China. Dort nennt man ihn ganz einfach „Chinesische Pflaume“. Der Frucht werden einige Heilkräfte zugesprochen. Der Kakibaum ist nicht für die Haltung als reine Zimmerpflanze geeignet!

Standort

Der Standort für den Sommer sollte so hell und sonnig wie möglich sein.  Nach dem Laubabwurf

kann man den Kakibaum auch dunkel überwintern. Im ersten Jahr kann man einen Kakibaum warm und hell bei Raumtemperatur kultivieren. Ältere Pflanzen bringt man den Sommer über ins Freie. Wichtig ist, dass der Kakibaum windgeschützt steht. 

Pflanzsubstrat

Wichtig ist, dass das Pflanzsubstrat sehr durchlässig ist. Auch sollte es humos sein. Bei größeren Pflanzen muss man unbedingt lehmige Teile in der Erde haben, damit die Standfestigkeit gewährleistet ist. Für größere Kakibäume eignet sich gute Gartenerde. Man sollte allerdings unbedingt eine Drainageschicht im Pflanzkübel einbringen. Um die Lockerheit zu gewährleisten, kann Perlite untergemischt werden.

/>Gießen und Düngen

Das Pflanzsubstrat sollte gleichmäßig leicht feucht gehalten werden. Wichtig ist, weder zu viel, noch zu wenig zu gießen. Allerdings ist es weit ungefährlicher, wenn der Ballen mal wenig Wasser bekommt. Das nimmt er in der Regel nicht übel. Zu viel Wasser schadet dagegen dauerhaft. Im Winter wird nur sehr wenig gegossen. Ganz austrocknen lässt man die Erde aber auch nicht. Idealer Weise wird Regenwasser zum Gießen verwendet. Gedüngt wird, wenn der Baum Früchte trägt. Man nutzt einen organischen Dünger und das etwa zweimal pro Monat. Ansonsten werden nur einmal im Monat Nährstoffe zugeführt. Ab Anfang September wird nicht mehr gedüngt. Eine Überdüngung führt dazu, dass die Bäume schnell in die Höhe schießen, aber die Frosttoleranz abnimmt. Günstig ist eine Kalidüngung.

kaki-am-baum-hg-flÜberwintern

Leider ist der Kakibaum nicht für mitteleuropäische Winter geeignet. Nur in milden Weinbauregionen kann man ihn auspflanzen. Kübelpflanzen lässt man so lange wie möglich im Freien. Solange die Tage warm sind, macht es den Bäumen nichts aus, wenn nachts die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt sinken. Dann hat man die Wahl, ob man den Kakibaum hell oder dunkel überwintern möchte. Man kann ihn in ein helles kühles Zimmer stellen, bei Temperaturen um die 5°C. Höher sollten die Temperaturen nicht sein. Man kann den Baum nach dem Laubabfall aber auch kühl und dunkel im Keller überwintern. Bei der Überwinterung im Freien ist ein Winterschutz zumindest in den ersten Jahren empfehlenswert. 

Schneiden

Kakis können auf Halbstamm, Hochstamm, Spalier oder als Strauch kultiviert werden. Sie sind sehr schnittverträglich und können im Frühjahr oder Herbst geschnitten werden.

Vermehrung

Man kann sich einen Kakibaum aus einem Samen der Kaifrucht ziehen. Allerdings findet man heute kaum noch Samen in diesen, denn sie werden „kernlos“ gezüchtet. Man kann aber Samen kaufen. Kaki-Sämlinge sind nicht sortenecht, sie müssen veredelt werden. Besser ist, ein Bäumchen zu kaufen, da hat man Jahre früher Früchte.