Zierapfel - Pflege, Schneiden und Sorten

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Ein Zierapfelbaum bringt Farbe in den Garten, vor allem wenn es sich um eine Sorte handelt, bei der die kleinen Äpfel bis in den Winter hinein am Baum hängen bleiben.

Seine Früchte werden meistens etwa einen bis zwei Zentimeter groß, bei manchen Züchtungen auch bis zu vier Zentimeter. Inzwischen gibt es mehr als 500 verschiedene Arten, die sich in ihrer Blüten- und Fruchtfarbe und auch in der Farbe des Laubs unterscheiden, die Blütezeit ist jedoch immer von Mai bis Juni. Sie haben die

Form eines Strauches oder Baumes und werden wegen der geringen Größe ihrer Früchte auch Kirschapfel genannt.

Pflege für den Zierapfel

Der Zierapfelbaum braucht einen nahrhaften Boden in der Sonne oder im Halbschatten und ausreichend Feuchtigkeit. Ballen- und Wurzelware von den Baumschulen wird erst ab Herbst angeboten und sollte in der Zeit von Oktober bis April gepflanzt werden, jedoch nur in der frostfreien Zeit. Containerware gibt es das ganze Jahr über, diese Bäume haben einen gut durchwurzelten Ballen und können daher immer gepflanzt werden. Besser ist jedoch eine Pflanzung während der laubfreien Zeit. Ein Rückschnitt sollte am besten im Februar oder März erfolgen, bevor sich neues Laub bildet, jedoch nur, wenn es nicht friert. Grundsätzlich ist ein Schnitt aber bei den Zieräpfeln nicht erforderlich. Ein Zierapfel kann auch in einen Kübel gesetzt werden, dieser sollte jedoch entsprechend groß gewählt werden und dann sollte besonders auf eine gute Versorgung mit Wasser und Nährstoffen geachtet werden. Sonst kann es dazu kommen, dass in einem Jahr die Blüte ausbleibt. Wichtig ist für den Baum ein gutes Verhältnis von Stickstoff und Phosphor, das durch einen entsprechenden Dünger ausgeglichen werden kann. Generell sind diese Bäume winterhart und brauchen deshalb keinen Schutz.

Die besten Zierapfelsorten

Die Früchte der Zierapfelbäume sind zwar grundsätzlich essbar, viele schmecken jedoch nicht besonders gut und bleiben deshalb meist als Dekoration hängen. Eine Ausnahme bildet die Sorte John Downie. Diese Bäume tragen im September orangerote Äpfel, die etwa drei Zentimeter groß werden und sich gut in der Küche verwerten lassen. Der Baum selbst hat einen schlanken Wuchs und kann bis zu acht Meter hoch werden. Er hat dunkelgrüne Blätter und blüht im Mai mit vielen weißen kleinen Blüten.
Gelbe Äpfel trägt der Zierapfel Golden Hornet. Er bildet in der Zeit von September bis Oktober reichlich kleine Früchte mit einem Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern,
die ebenfalls ganz gut schmecken. Er hat glänzende Blätter und bildet im Mai rosa-weiße Blüten.
Sehr schöne gefüllte Blüten hat die Sorte „Evereste“, die weiß-rosa blüht. Bei diesem Baum bleiben die orangeroten Früchten oft den ganzen Winter am Baum, sodass sie vor allem in der dunklen Jahreszeit Farbe in den Garten bringen. Dieser Baum wird nur etwa vier Meter hoch.

Pflanzengestalt eines Zierapfelbaumes

Die zu erreichende Wuchshöhe hängt von der jeweiligen Art ab und sollte bei der Anschaffung ein wichtiges Kriterium sein. Holzapfelbäume waren schon immer auch bei uns beheimatet. Als Hochstämme, die zum Teil lange Dornen tragen, können sie eine Höhe von bis zu 10 Meter erreichen. Andere Sorten, wie zum Beispiel der Japanische Zierapfel, bleiben wesentlich kleiner und werden auch als

Strauch oder in Säulenform angeboten.

Zierapfelbaum – Pflege

  • Die ideale Pflanzzeit für einen Zierapfelbaum ist der Oktober. Wenn beim Setzen bereits reichlich Kompost in das Erdreich eingearbeitet wird, ist der Baum bestens für die Zukunft gerüstet.
  • Ein Zierapfelbaum braucht für ein gesundes Wachstum ausreichend Nährstoffe und Wasser. Deshalb weiß er regelmäßige Düngergaben und Wässerung bei großer Trockenheit sehr zu schätzen.
  • Bei Rostpilzen oder Mehltau hilft rechtzeitiges Spritzen. Schwefelhaltige Mittel haben sich bewährt. Bei der Anwendung sind aber unbedingt die Anweisungen des Herstellers zu beachten. Betroffenes Laub, das am Boden liegt, sollte unbedingt entsorgt werden, damit ein weiteres Ausbreiten unterbunden wird.
  • Ein Zierapfelbaum möchte sonnig oder zumindest halbschattig stehen. Im Schatten würde er eher verkümmern und ist dort auch anfälliger für Krankheiten. Zudem braucht er Platz zum Wachsen. Zu dicht angrenzende Konkurrenz mag er nicht besonders, schon wegen der Nährstoffe im Boden, deshalb auch besser auf üppige Unterpflanzungen verzichten. 

Zierapfelbaum – Schnitt

Ein Erziehungsschnitt am jungen Baum legt die spätere Form fest. Zudem ist es einfacher, rechtzeitig querlaufende oder zu steil wachsende Äste abzuschneiden, als wenn Sie warten, bis diese viel dicker sind. Ein kräftiger Rückschnitt dient vor allem dazu, dass alle Äste und Zweige gut mit Licht durchflutet werden und erfolgt idealerweise an einem Tag ohne Minusgrade im Februar. Jeder gekürzte Ast wächst in die Richtung weiter, in die die erste Knospe unterhalb des Schnittes zeigt. So wird beim Schneiden beeinflusst, wie sich der Baum weiterhin entwickelt.

Ein exakter Schnitt sitzt etwa 1 cm über einem Auge. Natürlich muss auch alles tote Geäst aus dem Baum heraus - ebenso die kurzen Triebe direkt an den tragenden Ästen. Kurzes Nachschneiden im Sommer kann jedes Jahr erfolgen, ein kräftiger Rückschnitt alle drei bis fünf Jahre, je nach Bedarf. Gut gepflegt und entsprechend ausgelichtet, ist ein Zierapfelbaum erheblich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Ungeziefer und erfreut seine Besitzer mit wunderschöner Blütenpracht im Frühjahr und üppigem Fruchtbehang im Herbst.