Zierquitte - Pflege, Schneiden, Vermehren

quitten_flDie Zierquitte (Chaenomeles) gehört zu den Rosengewächsen und stammt ursprünglich aus China, Japan und Korea. Etwa seit 1900 wird sie auch in Europa als Zierstrauch kultiviert, hierfür werden hauptsächlich die Japanische und die Chinesische Zierquitte verwendet.

Beide Sträucher haben Dornen, die Japanische Zierquitte wird jedoch nur etwa 1,20 Meter hoch, während die Chinesische Zierquitte eine Höhe von meistens etwa zwei Metern, in Ausnahmefällen sogar fünf Metern erreichen kann. Sie wird deshalb auch gern als Heckenpflanze verwendet, während die japanische Art besser als Solitärpflanze zur

Geltung kommt. Daneben gibt es aber noch viele weitere Züchtungen, die sich vor allem in der Farbe der Blüten unterscheiden. Weil die Früchte der Zierquitte denen der Echten Quitte ähneln, wird die Pflanze auch Scheinquitte genannt.

Die Pflege der Zierquitte

Die Zierquitte braucht einen guten Boden, in den sie am besten Anfang Oktober oder im April gepflanzt wird. Gut geeignet ist eine sonnige oder halbschattige Stelle im Garten, ansonsten ist die Pflanze recht anspruchslos und winterhart. Für eine reichliche Blüte sollte jedoch ein sonniger Standort gewählt werden. Von April bis Mai blüht der Strauch je nach Sorte in weiß, rosa oder rot am mehrjährigen Holz. Ab September bilden sich Früchte, die zunächst grün und
später gelb sind, etwa vier bis fünf Zentimeter groß werden und dabei gut duften. Roh sind sie sehr sauer, doch zu Gelee, Saft oder Likör lassen sie sich gut verarbeiten. Um sie in der Küche zu gebrauchen, sollten sie am besten vor den ersten Herbstfrösten geerntet werden. Diese Früchte enthalten viel Pektin, das geliert, und mehr Vitamin C als Zitronen. In einem kühlen Raum können sie nach der Ernte noch einige Wochen gelagert werden.

Schnitt und Vermehrung der Zierquitte

Mit Hilfe eines Spaliers kann mit einer Zierquitte auch die Hauswand geschmückt werden. Weil die Zierquitte am mehrjährigen Holz blüht, sollte sie nicht zu oft geschnitten werden. Etwas ausgelichtet werden kann sie in der Zeit von Mai bis Juni, indem die Triebspitzen entfernt werden. Bei dem Auslichtungsschnitt einer Hecke sollten am besten nur die überalterten Äste entfernt werden. Eine Zierquitte kann durch Stecklinge, Absenker oder Wurzelausläufer vermehrt werden.

quitten-marmelade flDie meisten Zierquitten haben rote Blüten, Ausnahmen bilden die Sorte Nivalis, die weiß blüht, und die Sorte Pink Lady, deren Blüten dunkelrosa sind. Zierquitten sind für Vögel und kleine Säugetiere ein guter Unterschlupf, der auch gleichzeitig als Nahrungsquelle dient. Und ihre Blüten versorgen Insekten und vor allem auch Bienen mit Nektar.

Zierquitten ohne Dornen

Die Sorte Cido wird auch Nordische Zitrone genannt und stammt aus Lettland, wo sie in großen Plantagen angebaut wird. Sie ist fast dornenlos und bildet sehr große Früchte, die einen besonders hohen Vitamin C-Gehalt haben. Dieser Strauch wird etwa eineinhalb Meter groß und blüht von Mai bis Juni orangerot. Für eine gute Fruchtbildung braucht sie einen sonnigen Standort, geernet werden können die Früchte ab Oktober.