Wagners Hanfpalme - Trachycarpus wagnerianus - Pflege, Düngen, Überwintern, Kaufen

Wagners Hanfpalme – Trachycarpus wagnerianus – Pflege, Düngen, Überwintern, Kaufen

Herkunft der Trachycarpus wagnerianus

Die Trachycarpus wagnerianus, die auch unter dem Namen Wagners Hanfpalme bekannt ist, stammt aus Japan und gehört zur Gattung der Trachycarpus fortunei. Bereits im Jahr 1915 wurde die Trachycarpus wagnerianus von Odoardo Beccari, einem Botaniker, beschrieben. Importiert wurde die Hanfpalme von Albert Wagner, nach dem sie auch benannt wurde. Wagner war Gartenbauer aus Leipzig und brachte die Hanfpalme aus Japan mit nach Europa. Wagner verkaufte die Palmen an Ludwig Winter, der als Gartenbauarchitekt in Heidelberg

arbeitete und die Palmen nach Albert Wagner benannte.

Verwandt mit der Trachycarpus fortunei hat die Trachycarpus wagnerianus kleinere und etwas anders geformte Blätter hat. Sie hat an ihre Umgebung die gleichen Bedingungen wie ihre Verwandte, die Trachycarpus fortunei. Die Trachycarpus wagnerianus kann Tenperaturen bis Minus 17 Grad Celsius ertragen und am Wurzelwerk bis Minus 6 Grad Celsius. Ein geeigneter Standort für Wagners Hanfpalme ist schattig oder halbschattig und windgeschützt. Wenn die Hanfpalme aber einige Zeit der direkten Sonne ausgesetzt ist, schadet ihr das auch nicht. Die Blätter der Wagner Hanfpalme sind wie ein Halbkreis geformt und die einzelnen Blätter haben eine Länge von ca. 40 Zentimetern. Die einzelnen Blätter sind dunkelgrün und jedes Blatt der Hanfpalme hat rund 40 Segmente, die sehr fest sind. Am Ende des Blattes ist dieses leicht gespalten.

Die richtige Pflege für eine Trachycarpus wagnerianus

Wagners Hanfpalme gedeiht am besten windgeschützt. Direkte dauerhafte Sonneneinstrahlung kann die Trachycarpus wagnerianus nur für kurze Zeiträume ertragen. Vorteilhaft für ein gesundes Wachstum ist ein halbschattiger Platz. Bekommen die Blätter der Trachycarpus wagnerianus braune Flecken, dann ist dies ein sicheres Indiz dafür, dass die Palme zu viel Sonne abbekommt und einen neuen, schattigeren Stellplatz benötigt.

Beim Gießen sollte man lang anhaltend bewässern, da die Hanfpalme ein sehr dichtes Wurzelwerk besitzt. Nur durch eine reichliche Bewässerung kann das Wasser dieses dichte Wurzelwerk durchdingen. Gießen sollte man die Trachycarpus mindestens alle drei Tage in den heißen Sommermonaten. An sehr heißen Tagen kann auch ein Gießen an jedem zweiten Tag notwendig sein. Ein sicheres Indiz, ob man Wagners Hanfpalme gießen muss, ist die Beschaffenheit der Erde. Ist die Erde trocken, kann man bedenkenlos gießen. Ist die Erde feucht, kann man warten und am nächsten Tag noch einmal prüfen, ob das Gießen dann notwendig
ist.
 
In den Frühjahr und Herbstmonaten reicht in der Regel das Gießen einmal pro Woche. Die Wassermenge hängt davon ab, ob die Hanfpalme Trachycarpus wagnerianus frei steht oder in einem Topf oder Gefäß gepflanzt ist. In den Monaten April bis September benötigt die Hanfpalme zusätzlich alle zwei Wochen einen Dünger, den man in Stäbchenform, aber auch als Pulver oder flüssig in Gartencentern kaufen kann. Man kann aber auch einen Langzeitdünger verwenden, der in den Monaten April und Juni an die Trachycarpus wagnerianus zusammen mit dem Gießwasser gegeben wird.
 
Wichtig für ein gesundes Wachstum der Trachycarous wagnerianus ist das richtige Substrat. Deshalb sollte die Erde mit grobem Sand, Blähtonbruch oder mit Kies gemischt sein. Wenn man die Palme zunächst in einem Topf belässt, sollte dieser auch mindestens 50 Zentimeter hoch sein, da das Wurzelwerk der Wagnerschen Hanfpalmen

wie bei allen Hanfpalmenarten nach unten wächst.

Trachycarpus wagnerianus richtig schneiden

Wichtig beim Schnitt an dieser Hanfpalme ist, dass man nur komplett braune Blätter abschneidet. Der sogenannte Vegetationspunkt von Wagners Hanfpalme sitzt an den Blattspitzen. Deshalb darf man auf keinen Fall die Spitzen gesunder Blätter beschneiden.

So kommt die Trachycarpus wagnerianus gut durch den Winter

Im Winter sollte die Trachycarpus wagnerianus bei rund 8 bis 10 Grad Celsius an einem hellen Standort platziert werden. Minusgerade kann die Wagnersche Hanfpalme bis Minus 17 Grad Celsius nur kurzfristig aushalten. Um die Pflanze im Winter vor Kälte zu schützen, bindet man die Wedel der Palme nach oben und legt ein Vlies drum. Auf keinen Fall darf man die Hanfpalme mit einer Plastikfolie oder einer Plastiktüte abdecken. Da die Trachycarpus wagnerianus Licht braucht, sollte sie in ihrer Vliesverpackung nur in den Wintermonaten Januar bis März verbleiben. Zusätzlich kann man die Wurzeln schützen, indem man rund um die Pflanze am Boden eine dicke Schicht Laub legt. Die Hanfpalme darf auf keinen Fall in dunklen, feuchten und kalten Kellerräumen überwintern.

 Soviel kostet eine Trachycarpus wagnerianus

Bei der Anschaffung einer Trachycarpus wagnerianus liegt der Preis je nach Alter und Größe der Pflanze zwischen 20 und 400 Euro. Einen ersten Überblick über die Trachycarpus wagnerianus bieten Onlineshops wie flora-toskana.de, palmenoase.com oder palmenvater.de. Die Wagnerschen Hanfpalmen aus dem oberen Preissegment haben eine Größe von ein bis zwei Metern. Diese sind so robust und widerstandsfähig, dass sie sofort draußen im Garten gepflanzt werden können. Diese Hanfpalmen zwischen ein und zwei Metern Wuchshöhe kosten zwischen 200 und 400 Euro. Die günstigeren Wagnerschen Hanfpalmen haben eine Wuchshöhe von 20 bis 40 Zentimetern und kosten zwischen 20 und 50 Euro. Diese müssen nach dem Kauf zunächst noch im Topf belassen werden.