W wie Wacholder

Der Buchstabe “W” im Glossar steht für den Wacholder und damit auch für den Winter im Garten, denn den sollten die Wacholderbeeren gleich zweimal sehen, bevor Sie sie ernten können: Im ersten Jahr, in dem der Wacholder die Früchte entwickelt, gelangen sie noch nicht zur Reife, das können Sie an der noch grünen Farbe der Beeren erkennen. Im nächsten Jahr werden die Beeren Blauschwarz und sind damit reif, gepflückt werden sollten sie jedoch nicht vor dem ersten Frost, um reichlich Aroma auszubilden.

Wenn Sie mit Ihrem Wacholder nun köstliche Wildgerichte würzen oder sogar Ihren eigenen Schnaps ansetzen (Wacholder gehört in Genever und Gin, Krambambuli und Steinhäger und einige andere Spirituosen), der Wacholder bringt auf jeden Fall Gerüche ins Haus, die zum Winter passen.

Im Garten ist aber im Winter noch viel mehr los als ein wenig Wacholder, auf jeden Fall, wenn Sie Ihren Garten entsprechend angelegt haben. Dann können Sie nach dem ersten Frost auch noch Gemüse ernten, Mangold, Grünkohl und Rosenkohl oder (unter etwas Fichtenreisig vor Frösten geschützt) Feldsalat, Lauch, Spinat und Winterportulak. Es gibt auch noch andere Beeren, denen der Kälteschock zu mehr Geschmack verhilft, z. B. Schlehen, Hagebutten oder Vogelbeeren von der Eberesche, oder Sie ernten Ihren eigenen Eiswein.

Für Familien mit Kindern hält der Garten jede Menge Bastelmaterial bereit, Kiefern- und Tannenzweige, Zapfen und Nüsse, Blätter und letzte Blüten, die man trocknen kann. Und es gibt etliche Pflanzen, die Sie auch im Winter mit ihren Blüten erfreuen: Jasmin und Christrose, Schneeheide und Winterschneeball und Zaubernuss, zum Beispiel. Unter “W” finden Sie dann noch Weide und Weihnachtskaktus, Wiesenpflanzen und Wüstenrosen und vieles andere, und wenn Sie etwas nicht finden, mailen Sie uns einfach!

Weintrauben aus dem eigenen Garten sind nicht nur ein frischer Snack für zwischendurch. Weltweit gibt es zahlreiche Weinrebsorten. Für den Anbau im heimischen Garten bieten sich vor allem Tafelreben oder Tafeltrauben an, die speziell für den Frischverzehr gezüchtet wurden.

Wald kennt wohl jeder, aber was dort alles wächst ist zumeist unbekannt. Nadel-, Misch- und Laubwälder beheimaten eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen. Sie kennenzulernen ist nicht nur ein kleines Abenteuer sondern eine Bereicherung - auch für den Speiseplan.
Zunächst erscheinen Wildtriebe recht unauffällig, verdrängen jedoch aufgrund ihrer starken Wüchsigkeit die schwächere Edelrose alsbald. Deshalb sollten Sie diese Triebe so schnell wie möglich entfernen. Doch Vorsicht: Nicht alles, was aussieht wie ein Wildtrieb, ist tatsächlich einer. So erkennen Sie die unerwünschten Zweige.
Wollziest erfreut mit farbenkräftigen Blüten und robustem WuchsDer aus dem Gebirge stammende Woll-Ziest ist eine ideale Bauerngartenpflanze, ein wertvoller Bodendecker und dazu eine Blattschmuckpflanze. Die Pflanze sieht rund ums Jahr gut aus. Durch ihre neutral grau-helle Blatttönung passt der Woll-Ziest zu allen Blattstauden.