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Brunnen bohren - eine Anleitung zum Brunnenbohren
Gartenarbeit - Bauanleitungen & Baupläne

Brunnen bohren / Brunnenbohren

Jeder der einen Garten sein eigen nennt, kommt irgendwann in die Verlegenheit zu gießen.
Sei es nun in der Pflanz- oder Sommerzeit. Da es mit Leitungswasser von den Stadtwerken schnell eine kostspielige Angelegenheit wird, stellt sich schnell die Frage nach einem eigenen Brunnen zur Wassergewinnung.

In welcher Tiefe fängt bei mir dass Wasser an?
Vielleicht hat der Nachbar einen Brunnen und kann Auskunft geben oder man fragt bei der Stadt nach / Umweltamt, Kanal- und Wasserbauamt.

ImageJetzt wo die Wassertiefe fest steht, kommt die Überlegung, wie ...
komme ich ans Wasser ran. ?
Wobei der Rammbrunnen mit Spitze oder der Bohrbrunnen in Betracht kommen, beide lassen sich eigentlich bis zu einer Wassertiefe von 8-9 Meter einfach realisieren.

An dieser Stelle möchte ich den Bohrbrunnen beschreiben. Bei einem Bohrbrunnen wird ein Loch in den Boden mit einem Erdbohrer und Verlängerungen erstellt. Im optimalen Fall wird bis zum Wasseranfang gebohrt. Kann aber auch in einer Kiesschicht enden, da Kies relativ locker ist kann es passieren das dass Bohrloch in einer bestimmten Tiefe wieder einfällt. In beiden Fällen werden jetzt die Brunnenrohre eingesetzt. Ob jetzt in Kg-Rohr oder in dem blauem Brunnenrohr sei jedem freigestellt.

In diesem Fall beschreibe ich die Kg-Rohre, das unterste sollte ein 2 Meter Stück sein welches auf der kompletten Länge mit einem 3 mm Bohrer perforiert wird / Lochabstand ca. 3 cm. Die restlichen Meter bis zur Gartenoberfläche werden mit 2 oder 1 Meter Stücken Verlängert. Bei Kg werden die Rohr-Stücke mittels Muffen ineinander geschoben. Hierbei bietet es sich an die Dichtungsringe in den Muffen mit ein bisschen Flüssigseife einzuschmieren, Dadurch lassen sich die Rohre einfacher ineinander schieben.

Jetzt müssen die Rohre natürlich weiter runter ins Wasser damit eine entsprechende Wassersäule zum pumpen ansteht. Dieses geschieht durch plunschen mittels einer Plunsche oder einer Kiespumpe, wobei die Plunsche fallen gelassen wird / bei der Kiespumpe wird mittels der Kolbenstange eine Sogwirkung erzeugt. Beide Werkzeuge funktionieren nur mit Wasser, wenn also in dem Brunnenrohr noch kein Wasser ansteht wird mittels eines Wasserschlauchs Wasser von oben in den Brunnen eingeleitet / dass sogenannte anschütten. Wenn die Plunsche oder Kiespumpe voll ist, heißt es hochziehen und entleeren für den nächsten Durchgang mit plunschen. An der Plunsche sollte ein stabiles Seil angebracht werden, welch eine Zugkraft von mindestens 400 Kilogramm aushält / falls sich die Plunsche mal festsaugt.

ImageDamit die Rohre nachrutschen können bedarf es von oben etwas Gewicht. Entweder man steht beim plunschen oben auf dem Rohr oder hängt sich Gewichte ans obere Rohrende / wahlweise Eimer mit nassem Kies.

Je größer die erarbeitete Wassersäule ist desto besser, eine Faustregel gibt es für die Wassersäule nicht da der Wasserspiegel je nach Gegend schwanken kann. Bis zu einer Wassertiefe von 9 Meter schaffen es die Handelsüblichen Hauswasserwerke dass Wasser zu fördern bei einer größeren Wassertiefe wird eine Tauchpumpe benötigt.
Vorsicht die Tauchpumpe sollte nicht in dem unterstem perforiertem Rohr hängen und benötigt von daher eine entsprechend größere Wassersäule.

Sollte es jedoch nicht klappen mit dem plunschen, besteht immer noch die Möglichkeit in das Brunnenrohr eine Rammspitze einzubringen. Ich hoffe ich konnte euch mit dieser Erklärung und den Fotos etwas weiterhelfen
Mit freundlichen Grüßen, Dieter

Dieser Beitrag wurde freundlicherweise von Dieter alias Brunnenbauer aus dem Forum zur Verfügung gestellt. Wenn Sie Fragen zum Brunnenbohren haben, können Sie diese hier gern stellen.
 


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